Bistum Trier
Dienstag, 14. Februar 2017

Ein herausragender Chorleiter, Komponist und Pädagoge

Bistum würdigt ehemaligen Domkapellmeister Fischbach mit Gedenkgottesdienst

Trier – Das Bistum Trier würdigt seinen ehemaligen Domkapellmeister Prof. Klaus Fischbach mit einem Gedenkgottesdienst. Er findet statt am Samstag, 25. März um 10 Uhr im Trierer Dom mit Chor- und Orgelmusik von Klaus und Klaus-Ewald Fischbach. Am 9. Februar war Fischbach im Alter von 81 Jahren in Trier gestorben. 27 Jahre lang, von 1973 bis 2000, prägte er das musikalische Leben am Dom und im Bistum Trier als Domkapellmeister und Leiter der Bischöflichen Kirchenmusikschule Trier.

Der Trierer Domchor verneige sich vor Fischbach „in großer Dankbarkeit“, erklärt Domkapellmeister Prof. Thomas Kiefer in seinem Nachruf. Fischbach sei ein Mann „aus ihren Reihen“, der sich um die Musik im Bistum Trier „große Verdienste“ erworben habe. Er sei ein „herausragender“ Chorleiter, Komponist und Pädagoge gewesen. „Seine Musik wird im Dom noch lange weiterklingen.“

Fischbach wurde in Wallenborn in der Eifel geboren und studierte Kirchenmusik an der Musikhochschule Saar. Nach seinem Studium arbeitete er als Kirchenmusiker unter anderem in den Kirchengemeinden Britten, Quierschied und an der Basilika St. Johann in Saarbrücken. Nach fast zwanzigjähriger Kirchenmusikertätigkeit im Saarland wurde er Direktor der Musikschule der Stadt Krefeld (1971-1973). 1962 gründete er auf Mitinitiative des Saarländischen Rundfunks den „Madrigalchor Klaus Fischbach“, den er bis zu seinem Tod geleitet hat. Mit seinen „Madrigalisten“ gelang es ihm, zahlreiche geistliche und weltliche CD- und Rundfunkproduktionen zu realisieren sowie viele Preise bei internationalen Wettbewerben zu gewinnen.

Zum 1. Oktober 1973 wurde Fischbach als erster Nichtpriester zum Domkapellmeister am Hohen Dom zu Trier berufen. Mit seinen zahlreichen Chorkompositionen vom einfachen Choralsatz bis zur großen Orchestermesse war er maßgeblich daran beteiligt, in Trier die neuen liturgischen  Anforderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils musikalisch umzusetzen. Einige seiner Kompositionen wurden bei nationalen und internationalen Wettbewerbsausschreibungen ausgezeichnet. Auch nach seinem Ruhestand komponierte Fischbach weiter – so erschien unter anderem zur Einführung des neuen Gotteslobs das von ihm mitherausgegebene „Trierer Chorbuch zum Gotteslob“.

Gemeinsam mit Domorganist Josef Still kann Prof. Klaus Fischbach als der „Erfinder“ des Trierer Abendlobs gesehen werden, das erstmals bei Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 eingeführt wurde und bis heute ein fester Bestandteil der jährlich stattfindenden Heilig-Rock-Tage im Trierer Dom geblieben ist. Als Domkapellmeister wirkte er maßgeblich mit am Aufbau der Regionalkantorenstruktur des Bistums und gehörte deren Konferenz bis 1995 an.

(ChW)

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