Bistum Trier - Redaktion Koblenz http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Tue, 17 Oct 2017 19:16:06 +0200 Tue, 17 Oct 2017 19:16:06 +0200 Bistum Trier news-83243 Tue, 17 Oct 2017 15:31:12 +0200 Duo der ersten Stunde verabschiedet http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/duo-der-ersten-stunde-verabschiedet/ Nach 30 Jahren verabschieden sich zwei Gründer des katholischen Forums in Koblenz. Sie nutzen diesen Anlass, um zwei bedeutende Personen des 20. Jahrhunderts vorzustellen. Koblenz – In diesem Jahr feiert die Vortragsreihe „katholisches Forum“ sein 30-jähriges Bestehen. Seit der ersten Stunde waren Dr. Heribert Niederschlag SAC und Harald Orth Teil des Organisationsteams und Gründer des Forums. Zu ihrem Abschied am 16. Oktober im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz stellten sie zwei Persönlichkeiten vor, die unter dem Nazi-Regime ermordet wurden: Edith Stein und Franz Reinisch.

„Dieser Abend markiert einen Einschnitt, da wir Sie beide aus dem Arbeitskreis verabschieden“, begrüßte der Schulleiter des Cusanus-Gymnasiums Carl Josef Reitz die Gäste im Klangraum der Schule. Das katholische Forum Koblenz wurde 1987 als Plattform für Information und Austausch gegründet. Es bietet seitdem Interessierten die Gelegenheit, sich mit Experten aus Wissenschaft, Kirche sowie Politik und ihren Positionen auseinanderzusetzen. In den vergangenen Jahrzehnten fanden mehr als 100 Vortragsabende statt. Organisiert wurden sie von Vertreterinnen und Vertretern des Gymnasiums, der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, des Dekanats Koblenz und der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV).

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news-83055 Wed, 11 Oct 2017 12:34:08 +0200 Nichts Besonderes? http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nichts-besonderes/ Seit 35 Jahren ist er in verschieden Bereichen ehrenamtlich tätig: Dafür wurde Frank Dirschus-Gaumert nun vom SkF Koblenz mit dem Susi-Hermans-Preis ausgezeichnet. Koblenz – „Das ist nichts Besonders“, hat Frank Dirschus-Gaumert aus Dieblich sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in einem Gespräch mit der Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen Koblenz e.V. (SkF) Stefanie Coppmeiners kommentiert. „Ich finde, es ist etwas Besonderes, Zeit für ehrenamtliche Arbeit neben dem Beruf und der Familie zu erbringen“ und daher ist Dirschus-Gaumert am 10. Oktober in Koblenz mit dem Susi-Hermans-Preis ausgezeichnet worden.

Zuvor berichtet Dr. Christiane Zakrzewski von dem bewegten Leben der Sozialpolitikerin Susanne Hermans, die von 1919 bis 2013 in Koblenz lebte. Nach ihrer Zeit als Politikerin, sie war Landtagsabgeordnete, hat sie sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen engagiert und war 20 Jahre lang Vorsitzende des SkF-Koblenz. „Man konnte immer mit ihr reden“, erklärt Christiane Zakrzewski, Mitglied des Vorstands und ehemalige Geschäftsführerin des SkF. „Sie sah hinter den Akten immer den Menschen“, verdeutlicht Zakrzewski, die Susi Hermans noch persönlich kennenlernte. Nach ihrem Tod ist die gemeinnützige Susi-Hermans-Stiftung gegründet worden.

Im vierten Jahr hat der Stiftungsvorstand ganz im Sinne von Susi Hermans wieder einen Preisträger ausgewählt. Geehrt werden Personen, die im Stillen wirken und sich in besonderer Weise für die Belange von Menschen einsetzen. „Dieser Preis hält die Erinnerung an eine Frau lebendig, die zu den herausragenden Persönlichkeiten unserer Stadt zählt und die sich mit ihrem Engagement für die Rechte der Frauen und gegen soziale Benachteiligung als Sozialpolitikerin einen großen Namen gemacht hat“, führt der Beigeordneter der Stadt Koblenz Bert Flöck in seinem Grußwort aus.

„Stille Helden des Alltags darf man laut würdigen“, versichert der Beigeordnete des Kreises Mayen-Koblenz Rolf Schäfer. „Die vielen Ehrenamtlichen sind in ihrem Tun Vorbild und unverzichtbar. Der Preis bietet die Gelegenheit, ‚Danke‘ zu sagen.“

Im Frühjahr hat der SkF wieder dazu aufgerufen, Personen zu nennen, die sich ehrenamtlichen engagieren. „Zahlreiche Vorschläge sowohl aus Koblenz, als auch aus dem Kreis wurden eingereicht“, freut sich Stefanie Coppmeiners. Auch Claudia Schönershoven, pädagogische Leiterin der Kührer Fürsorge gGmbH, hat ihren Vorschlag eingereicht. Aus diesem Grund heißt der diesjährige Preisträger Frank Elmer Dirschus-Gaumert. Er ist unter anderem langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter im Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung, dem Herz-Jesu-Haus Kühr in Niederfell.

Dirschus-Gaumert wohnt zwar in Dieblich, aber „unser Preisträger ist ein echtes ‚Kowelenzer Schängelche‘“, versichert Coppmeiners. Denn erst 1980/81 sei er an die Mosel gezogen. Im Kindes- und Jugendalter bewunderte der begeisterte Fußballspieler die ehrenamtliche Arbeit seines Trainers. Daraus wächst eine 35-jährige Tätigkeit in unterschiedlichen Ehrenämtern.

Bei einem Unfall verliert er 1971 seine linke Hand. Noch in der Klinik, aus einem eigenen Schicksalsschlag heraus, kommt ihm die Idee sich zu engagieren. So habe er in seiner Reha-Zeit Ausflüge begleitet, Rollstuhlfahrer unterstützt und Gespräche geführt.

Dirschus-Gaumert ist Landestrainer für Rheinland-Pfalz im Behindertensportverband BSV und aktives Mitglied im Organisationsteam. Im Herz-Jesu-Haus Kühr hat er die Fußballabteilung gegründet. Seine Leidenschaft gilt aber auch dem Tischtennis. Er trainiert die Tischtennismannschaft des Hauses und nimmt mit der Abteilung an den Special Olympics teil. Sein Einsatz ist bereits mit einer Silber- und einer Goldmedaille ausgezeichnet worden. Er ist 2. Vorsitzender des Sportvereins. Seit 20 Jahren ist der gelernte Kaufmann zusätzlich im Sozialverband VDK Rheinland-Pfalz e.V. aktiv und dort 1. Vorsitzender. Daneben setzt er sich für die Flüchtlingshilfe ein.

„Unser Preisträger sagt selbst: ‚Ohne meine Frau hätte ich das nicht geschafft. Sie hat mich immer unterstützt“, zitiert Coppmeiners den engagierten Mann in ihrer Laudatio. „‘Die Zeit, die man schenkt, ist nicht geopfert. Man kriegt von den Menschen so viel zurück‘“, wiederholt Coppmeiners die Worte von Dirschus-Gaumert.

Weitere Informationen gibt es auf www.skf-koblenz.org und unter Tel.: 0261-304240. (jf)

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news-82872 Thu, 05 Oct 2017 09:35:56 +0200 „Großer Tag der Freude“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/grosser-tag-der-freude/ Mehrere tausend Gläubige pilgern seit mehr als 400 Jahren in die Wallfahrtskapelle nach Langenfeld. Höhepunkt in diesem Jahr ist das Pontifikalamt mit Bischof Ackermann. Langenfeld – Seit mehr als 400 Jahren beten die Pilger aus dem weiten Umkreis von Ahr, Rhein und Eifel, wenn sie in die Wallfahrtskapelle im idyllisch gelegenen Nitztal einziehen: „Heiliger Jodokus, zu Dir kommen wir, Deine Fürbitte begehren wir.“ Auch in diesem Jahr setzten wieder mehrere tausend Pilger die Wallfahrtstradition zu Ehren des heiligen Jodokus fort. Gekrönt wurde die traditionelle Wallfahrt am 30. September durch ein festliches Pontifikalamt mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann im nahezu vollbesetzten Eifeldom in Langenfeld. Die vom Kirchenchor Cäcilia Langenfeld unter der Leitung von Carlo Groß musikalisch gestaltete Eucharistiefeier bildete den Höhepunkt der diesjährigen St. Jost Wallfahrt.

Monsignore Josef Schrupp sprach von einem großen Tag der Freude und hieß Bischof Ackermann als Festzelebranten auf das Herzlichste in der Langenfelder Pfarrkirche willkommen. Ein besonderes Anliegen war es dem Pastor der Pfarreiengemeinschaft Langenfeld dem Trierer Oberhirten zu gratulieren: Bischof Dr. Stephan Ackermann war wenige Tage zuvor auf der Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda zum neuen Vorsitzenden der Liturgiekommission gewählt worden. „Die Liturgiekommission ist sehr bedeutend“, informierte Schrupp die anwesenden Pilger.

Als Geste der Anerkennung und als Erinnerung an den Besuch in der Vordereifelgemeinde überreichte der Geistliche dem Bischof gemeinsam mit Diakon Hans-Georg Bach ein gerahmtes Bild. Es zeigt die erstmals 1464 urkundlich erwähnte Wallfahrtskirche. St. Jost sei ihm kein unbekannter Ort, erzählte der in Nickenich aufgewachsene Bischof. Er kenne St. Jost aus Jugendtagen, aber weniger als frommer Pilger, sondern von den  Ferienlagern auf dem nahegelegenen Zeltplatz. „Auch wenn man nicht ausdrücklich als Pilger ins Nitztal kommt, spürt man die Besonderheit des Ortes. Wir waren nie dort ohne nicht auch in der Kapelle gewesen zu sein. Wenn man oben von Langenfeld hinunter steigt ins Nitztal dann ist das so etwas wie ein Absteigen, ein Abtauchen in eine andere Welt – umgeben von einer wunderschönen Landschaft und von den  Gebirgszügen.“ Und dieser Weg sei auch ein symbolischer Weg. „Hinunter zu gehen, ein bisschen abzutauchen aus der Oberfläche des Alltags, um zum Wesentlichen zu kommen, zu den tieferen Schichten unseres Lebens. Zu dieser tiefen Schicht gehören der Glaube und das Beispiel von Menschen, die diesen Glauben in ihrem Leben verwirklicht haben. Wir wollen uns an diesem Abend inspirieren lassen vom Heiligen dieser Wallfahrt.“

Unter den zahlreichen Gläubigen aus der  Region waren auch große Pilgergruppen aus Adendorf, Westum und aus Rheinbach sowie Franz-Josef Muschiol und Günter Spittel aus Rheinbach. Beide Pilger waren zum 25. Mal nach St. Jost gepilgert. Neben Monsignore Josef Schrupp und Diakon Hans-Georg Bach zählten Pfarrer Joseph Aduse Poko aus Rom und Bernhard Dobelke, Pfarrer aus Rheinbach zu den Konzelebranten. Zudem wohnte Pfarrer im Ruhestand Alois Richter aus Wanderath dem Pontifikalamt bei.

Der Festgottesdienst an den vier Samstagabenden ist für viele Pilger der persönliche Höhepunkt ihrer Wallfahrt. „Oft werden die Pilgergruppen  von der Blaskapelle in Langenfeld begrüßt“, sagt Pastor Schrupp. Auch wenn längst nicht mehr so viele Pilger wie 1894 – seinerzeit wurden 12.000 bis 15.000 Pilger gezählt – in frommer Andacht das Kleinod besuchen, so erfreut sich die Wallfahrt bei konstanter Besucherzahl dennoch großer Beliebtheit.

(red)

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news-82783 Mon, 02 Oct 2017 15:24:39 +0200 Die Schöpfung bewahren http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-schoepfung-bewahren/ Die Bewahrung der Schöpfung stand im Mittelpunkt des Besuchs bolivianischer Bischöfe am Koblenzer Cusanus-Gymnasium. Schüler und Schülerinnen sprachen mit den Gästen über aktuelle Umweltthemen. Koblenz - Liegt die Zukunft des Autos im Hochland von Bolivien? Der Salar de Uyuni, der größte Salzsee der Erde, beherbergt eines der größten Lithiumvorkommen der Erde, den wichtigsten Rohstoff für die Batterien von Elektroautos. Wie kann der Lithium-Abbau in Bolivien, an dem auch deutsche Firmen beteiligt sind, umweltverträglich gestaltet werden und zur Verbesserung der sozialen Situation der Menschen in Bolivien beitragen? Diese und andere Fragen standen im Zentrum einer Begegnung von Mitgliedern der bolivianischen Bischofskonferenz mit Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz.

Im Rahmen der Bolivien-Partnerschaftswoche des Bistums Trier informierten sich Bischof Javier del Rio (Tarija), Weihbischof Rene Leigue (Santa Cruz), Weihbischof Jorge Saldias (La Paz) und Bischof em. Walter Perez (Petosi) zugleich über die ökologische Projekte und das über das Energiekonzept des Cusanus-Gymnasiums.

Zum Auftakt erlebten die Bischöfe einen Wortgottesdienst unter dem Titel „Die Schöpfung bewahren“ mit 120 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 6, gestaltet von Schulpfarrer Joachim Keil, Schulseelsorgerin Beatrix Mählmann und Regionalkantor Manfred Faig. Es folgte ein Austausch über Umweltfragen und soziale Situation in Bolivien mit Schülern der Klasse 8b, vorbereitet im Erdkundeunterricht durch die Lehrerin Annelie Sinzig. Die Schüler hatten sich zuvor in einer Unterrichtseinheit mit den Rohstoffen eines Smartphones wie Lithium oder Seltenen Erden und deren Gewinnung z. B. in Bolivien beschäftigt.

 

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news-82773 Mon, 02 Oct 2017 11:03:27 +0200 Sprachförderung und Fachkräftemangel im Mittelpunkt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sprachfoerderung-und-fachkraeftemangel-im-mittelpunkt/ Gleich zwei Politikerinnen besuchten die Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kirchen. Sie informierten sich über die Arbeit in der Einrichtung der katholischen KiTa gGmbH Koblenz. Kirchen – Mit Bilderbuch in der Hand oder beim Basteln der Martinslaterne machten die Kinder der Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kirchen große Augen, als am 29. September die rheinland-pfälzische Ministerin Dr. Stefanie Hubig und ihre Kabinettskollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler vorbeischauten und dabei Eindrücke von der pädagogischen und konzeptionellen Arbeit sammelten.

Dr. Hubig, Ministerin für Bildung und Bätzing-Lichtenthäler, zuständig für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, wollten auf der Trier'schen Insel mit den pädagogischen Kräften ins Gespräch kommen. Aufs Tapet kamen Sprachförderung, Fachkräftemangel sowie Teilhabe und Partizipation. Nachdem Dr. Hubig am Vortag einen Kindergarten in Neuwied besichtigt hatte, ebenfalls in der Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH, stand nun der Rundgang durch die Kita in Kirchen an.

Seit 1. Januar 2017 ist die Kita in der neuen Trägerschaft. Mit diesem Wechsel sollen die Pfarreien entlastet werden, berichtete Angelika Kromer von der Gesamtleitung Kirchen, die mit der Neuwieder Gesamtleitung Beate Knuffmann die Gäste begrüßte. Es sei toll, dass der Träger so viele Kitas habe, attestierte Dr. Hubig – die aktuell 149 Einrichtungen sollen bis 2018 auf 164 anwachsen. Für sie sei es auch interessant, in Bezug auf die anstehende Novellierung des Kindergartengesetzes in Rheinland-Pfalz etwas über die Arbeit in den Einrichtungen zu erfahren und Gedanken mitzunehmen. In der Fünf-Gruppen-Einrichtung mit 105 Plätzen wurde unter anderem über konzeptionelle Besonderheiten berichtet. Eine Kita sei ständig in einem Entwicklungsprozess, so Kromer. Dies wurde gleich im „Schneckenhaus“ deutlich, wo Erzieherin Sandra Seifner über, die vom Team erarbeitete „offene Gruppe“ informierte. Hier gibt es spezielle Bereiche für die Kleinsten und die Großen.

Bei dem Besuch, an dem unter anderem Helmut Mohr, Pfarrer der Pfarrei St. Michael, teilnahm, waren Teilhabe und Partizipation ein Thema. So decken die Kinder in Kirchen eigenständig den Tisch und sie werden bei Ideen- und Entscheidungsfindungen einbezogen, um in ihrer Eigenständigkeit gefördert zu werden. „In Gemeinschaft essen zu können, ist auch ein kultureller Wert“, meinte Bätzing-Lichtenthäler.

Den wichtigen Aspekt der Sprachförderung stellte Erzieherin Bärbel Bettinger, die als interne Sprachförderkraft tätig ist, vor: Die Kita nimmt an einem Landesprogramm teil. Es gehe um Sprachförderung und Begriffsbildung, so Bettinger. Anschaulich brachte sie ihre Tätigkeit näher, wobei sie sich wünschte, dass mehr als nur drei Stunden pro Woche dafür zur Verfügung stehen sollten. Man müsse noch mehr altersintegrierte Sprachförderung haben, bekräftigte die zuständige Ministerin Dr. Hubig.

Zum Abschluss wurden einige Punkte vertieft, zum Beispiel der Fachkräftemangel. Die Ausbildung sei in bestimmten Regionen schwieriger als in anderen, meinte Dr. Hubig. Man müsse sich Gedanken machen, wie noch mehr Fachkräfte gewonnen werden können, hieß es.

Beim Gespräch blickte Kromer positiv auf den Wechsel der Trägerschaft zurück. Ein Arbeitsfeld wäre noch, die Kooperation mit den Grundschulen weiter voranzubringen. Für Dr. Hubig, ist es von Bedeutung, dass Kontakte geknüpft werden, denn „für Kinder ist es wichtig, dass die Bildungskette durchgehend ist.“

Sie hätten mehr Einblicke gewonnen und der fachliche Austausch sei ihnen wichtig gewesen, dankten die Ministerinnen.

(red)

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news-82675 Thu, 28 Sep 2017 15:27:34 +0200 Ein hohes Maß an Vielfalt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-hohes-mass-an-vielfalt/ Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig hat das Kinderhaus St. Matthias in Neuwied besucht. Neuwied - „Es ist immer spannend, eine Einrichtung und deren Konzept persönlich kennenzulernen.“ Das hat die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig beim Besuch im Kinderhaus St. Matthias in Neuwied betont. Gemeinsam mit Vertretern des Trägers, der Katholischen Kita gGmbH Koblenz, ist sie am 28. September in die Deichstadt gekommen, um sich vor Ort über die Einrichtung und deren Betreuungskonzept zu informieren und über die allgemeine Qualitätssicherung im Kitabereich zu sprechen.

Kita-Leiter Thomas Bläsche stellte nicht nur das Kinderhaus St. Matthias vor, sondern nutzte die Gelegenheit, auch von schwierigen Situationen des Kindergartenalltags zu berichten: „Das Kinderhaus gibt es seit mehr als 40 Jahren, und wir haben seit der Gründung natürlich zahlreiche Veränderungen sowohl im konzeptionellen Bereich als auch im Umgang mit den Eltern durchlebt.“ Gleich geblieben sei allerdings immer der Wunsch der Einrichtung, ein hohes Maß an Vielfalt zu leben: „Viele unserer Kinder haben Migrationshintergrund, gehören unterschiedlichen Religionen an und sprechen andere Sprachen“, erklärte Bläsche, und das sei etwas Besonderes im Hinblick auf die Entwicklung von Sozialkompetenz. Dieser Meinung schloss sich Hubig an: Schließlich entwickle sich aus dem toleranten Umgang miteinander auch ein Verständnis für Demokratie.

Auch Sabine Theisen und Willi Kaspari, beide Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH Koblenz, sowie Beate Knuffmann, Gesamtleitung der Bürogemeinschaft Neuwied der KiTa gGmbH, nutzten die Gelegenheit, um mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen: „Wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen, und es ist für uns sehr wichtig, auch auf Landesebene auf offene Ohren zu stoßen“, sagte Theisen. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund einer weiteren Ausweitung der Zuständigkeitsbereiche wichtig, ergänzte Kaspari: „Wir sind als Träger ab Januar 2018 für 164 katholische Kindertagesstätten und rund 3.000 Mitarbeiter zuständig.“ Dies bringe ein hohes Maß an Verantwortung mit sich.

Um noch intensiver auf die Zukunft katholischer Kindertagesstätten und deren Entwicklung einzugehen, fand im Anschluss an den Rundgang durch das Kinderhaus eine Gesprächsrunde im angrenzenden Pfarrheim statt. Dort standen unter anderem die Themen Qualitätsmanagement, -entwicklung und -sicherung sowie die Novellierung des Kita-Gesetzes auf dem Programm. Auch das Problem des Fachkräftemangels wurde nicht außen vor gelassen: „Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, müssen wir diese Probleme angehen und ansprechen“, betonte Theisen. Bildungsministerin Hubig kündigte an, künftig solle unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen verstärkt werden. „Wir müssen in diesem Bereich an der Verzahnung arbeiten“, sagte Hubig, schließlich könne nur auf diese Weise der Übergang in neue Bildungsformen erleichtert und verbessert werden. (red)

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news-82636 Wed, 27 Sep 2017 11:40:05 +0200 Bolivianischer Bischof zu Gast in Waldorf http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bolivianischer-bischof-zu-gast-in-waldorf/ Zum Auftakt der diesjährigen Bolivien-Partnerschaftswoche im Bistum Trier besuchte Bischof Eugenio Coter aus dem Apostolischen Vikariat Pando das Dekanat Remagen-Brohltal. Waldorf – Zum Auftakt der diesjährigen Bolivien-Partnerschaftswoche im Bistum Trier ist Bischof Eugenio Coter aus dem Apostolischen Vikariat Pando in Bolivien zu Gast im Dekanat Remagen-Brohltal gewesen. Im Pfarrheim in Waldorf stellte der aus Italien stammende Coter die Lebensbedingungen und Projekte in seinem im Norden Boliviens gelegenen Bistum vor. Zuvor hatte er mit Pfarrer i. R. Lothar Brucker den Sonntagsgottesdienst gefeiert, der von einem Projektchor unter Leitung von Andrea Ernst musikalisch gestaltet wurde. Die kürzlich aus Bolivien zurückgekehrte Freiwillige Sophie Adorf und der ehemalige Reversefreiwillige Miguel Esteban Maldonado übersetzten die Worte des Bischofs.

Wie Coter schilderte, ist die Landschaft Pandos im Amazonastiefland geprägt von Regenwäldern mit großer Artenvielfalt in Flora und Fauna und wird durchzogen von einem weitreichenden Geäst an Flüssen. So artenreich die Region sei, so hart sei der Alltag für die dort lebenden Menschen. Für sie bestünden kaum Zugänge zu Infrastrukturen, Märkten, Gesellschaft und Kultur, und gleichzeitig seien sie am stärksten den Wetterextremen ausgesetzt, die bedingt durch den Klimawandel zunehmen. Bischof Coter berichtete über die Bemühungen im Apostolischen Vikariat Pando, die unkontrollierte Brandrodung und Abholzung des Regenwaldes zu stoppen und der Bevölkerung alternative Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In ihren Projekten engagieren sich Bischof und Caritas Pando für die Wiederaufforstung des Regenwaldes, die Anlage von Gemeindegärten und Agroforstsystemen. Dabei werden zwischen den Gemüsebeeten Bäume gepflanzt, sodass die Ernährungssicherheit gefördert wird und die Menschen durch die gesteigerten Erträge die Möglichkeit haben, ihre unverarbeiteten oder verarbeiteten Produkte auf dem Markt zu verkaufen. Außerdem gehört zur Strategie die Anlage von brandrodungsfreien Flächen und Initiativen gegen die Abholzung des Regenwaldes und die Anpflanzung traditioneller Baumarten.

Gemeindereferentin Monique Scheer und Pastoralreferent Christoph Hof konnten die Ausführungen aus eigener Anschauung ergänzen: Sie hatten den Bischof bei der Bolivien-Begegnungsreise 2016 in Cobija und Riberalta getroffen und die von der „Pastoral Social Caritas de Pando” organisierten und begleiteten Projekte kennengelernt. Gemeinsam mit der Dekanatsratsvorsitzenden Annette Hagemann versprachen sie dem Bischof, im Dekanat für die Unterstützung der Projekte zu werben.

In Anlehnung an die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus legt die diesjährige Bolivien-Partnerschaftswoche mit dem Leitwort „Das gemeinsame Haus: schützen und aufbauen“ den Fokus auf die Bewahrung der Schöpfung als gemeinsame Aufgabe aller Menschen. In einem der Kollektenprojekte wird die Wiederaufforstung des Regenwaldes im Vikariat Pando unterstützt.

Weitere Informationen zur seit 57 Jahren bestehenden Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier gibt es unter: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de.

(red)

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news-82631 Wed, 27 Sep 2017 11:03:06 +0200 Von 16 auf 164 Einrichtungen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/von-16-auf-164-einrichtungen/ Die Gemeinnützige Trägergesellschaft Katholische Kindertagesstätteneinrichtungen Koblenz (KiTa gGmbH Koblenz) traf sich zu ihrer 18. Gesellschafterversammlung in Mayen Mayen - Mit der Neueröffnung einer Kindertagesstätte in Neustadt-Fernthal (Westerwald) führt die Gemeinnützigen Trägergesellschaft Katholische Kindertagesstätteneinrichtungen Koblenz (KiTa gGmbH Koblenz) ab 1. November 2017 genau 150 Einrichtungen. Das haben die Geschäftsführer Sabine Theisen und Willi Kaspari bei der 18. Gesellschafterversammlung der Katholischen KiTa gGmbH am 25. September in Mayen mitgeteilt, zu der Vertretungen der 149 aktuell zur Trägergesellschaft gehörenden Kindergärten zusammengekommen sind.

Die Geschäftsführer skizzierten das Wachstum des Unternehmens von seiner Gründung im Jahr 2000 mit 16 Einrichtungen bis zum „Endausbau“ im kommenden Jahr mit 164 Kindertagesstätten. „Dann haben wir uns verzehnfacht“, erklärte Kaspari und sagte: „Wir sind stetig gewachsen. Das ist eine stramme Leistung und keineswegs selbstverständlich.“ Im Jahr 2016 boten die 137 Einrichtungen der KiTa gGmbH Koblenz 11.419 Plätze für Kinder. Die Anzahl der Beschäftigten lag bei 2.750. Aufgrund der wachsenden Belastung der Gesamtleitungen durch immer neue Themen und Aufgaben bei gleichgebliebenem Stundenansatz arbeitet die Trägergesellschaft künftig mit einer neuen Struktur, die verbunden ist mit der Aufstockung von Personal: Die bisherigen Gesamteinrichtungen der KiTa gGmbH Koblenz werden ab dem 1. Januar 2018 von fünf Bürogemeinschaften in Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Hunsrück, Koblenz sowie Neuwied mit der Außenstelle Kirchen geführt. „Das vereinfacht den kollegialen Austausch und die Beratung“, nannte Theisen als einen Vorteil. Bei betrieblichen Erträgen von annähernd 100 Millionen Euro bezeichnete der Wirtschaftsprüfer Stefan Szük (Köln) in seinem Bericht die KiTa gGmbH Koblenz als „eine richtige große Kapitalgesellschaft“ mit guter Basis und entspannter Situation, was die Risikolage betreffe.

Neben den Strukturen und Finanzen war im Jahr 2016 das Beschwerdemanagement für Kinder ein inhaltlicher Schwerpunkt. Kinder seien mit eigenen Rechten ausgestattet, erklärte Theisen und zählte das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel, Bildung sowie Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Verwahrlosung auf. Kinder sollten das Gefühl haben, dass sie gehört werden. So seien die Träger seit 2016 verpflichtet, nachzuweisen, dass die Rechte von Kindern durch angemessene Verfahren der Beteiligung sowie durch die Möglichkeit der Beschwerde gesichert seien. „Für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen bedeutet dies, die Teilhabe von Kindern und geeignete Beschwerdemöglichkeiten für Kinder im Konzept zu verankern“, sagte Theisen – „denn auch ‚sich beschweren’ will gelernt sein!“

Als Aufsichtsratsvorsitzende stellte die Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Mechthild Schabo, die Strukturveränderungen bei der KiTa gGmbH in den Zusammenhang mit dem Umsetzungsprozess der Synode des Bistums Trier. „Es geht in beiden Fällen um das Wie“, betonte sie und empfahl Empfindsamkeit und Solidarität. Darin, dass katholische Kindergärten auch Orte des kirchlichen Handelns seien, liege eine große Chance, am Wohl und zum Nutzen von Familien mitzuwirken, sagte sie.  

(red)

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news-82627 Wed, 27 Sep 2017 08:54:19 +0200 Laufen für den guten Zweck http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/laufen-fuer-den-guten-zweck/ Die Schulgemeinschaft des Cusanus-Gymnasiums Koblenz hat bei einem Sponsorenlauf 21.441,28 Euro erlaufen. Mit einem Teil des Geldes wird das Projekt „Eine Schule für Burundi“ unterstützt. Koblenz - Die Schulgemeinschaft des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz hat bei einem Sponsorenlauf 21.441,28 Euro erlaufen. Mit einem Teil des Geldes unterstützt die Schule das Projekt der zwanzig Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier „Eine Schule für Burundi“ (http://www.schulabteilung.bistum-trier.de/kirchliche-schulen/schwerpunkte/schulbau-in-burundi/). 870 Schülerinnen und Schüler und 60 Lehrkräfte waren im Einsatz, unterstützt von der Koblenzer Firma Canyon Bicycles GmbH.

„Es ist ein großartiges Gefühl, mit der ganzen Schulgemeinschaft auf den Beinen zu sein und mit der eigenen Bewegung etwas zu bewegen“, beschreibt Schülersprecherin Marie Hirsch ihre Empfindungen beim Sponsorenlauf. Die Idee hierzu entstand bereits gegen Ende des letzten Schuljahres, nachdem das Sportfest des Gymnasiums wegen des schlechten Wetters kurzfristig abgesagt werden musste. Schülerin Tale Meis ergänzt: „Unser Sponsorenlauf war eine schöne Aktion, bei der nicht nur das Laufen für einen guten Zweck, sondern auch die Stärkung unserer Schulgemeinschaft im Fokus stand.“

Von den rund 22.000 Euro, die bei der Aktion gesammelt wurden, gehen 10.000 Euro an die gemeinsame Solidaritätsaktion der Bistumsschulen für den Aufbau einer Schule in Bujumbura (Burundi). Im Jahr 2007/2008 entstand die Idee, das Schulbauprojekt „Ecole Saint Joseph de Bujumbura“ gemeinsam zu finanzieren. Inzwischen werden an der Schule 950 Kinder von 32 Lehrkräften und 8 Erziehern und Erzieherinnen unterrichtet. Mit ihrem Engagement wollen die Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier einen kleinen Beitrag für die Bildung der jungen Generation in Burundi leisten.

Zudem unterstützt das Gymnasium mit einem Teil des erlaufenden Geldes das Unicef-Projekt „No lost generation“. Das von der Bundesregierung mitgeförderte Projekt richtet Schulen in Flüchtlingscamps in Jordanien und im Libanon ein, um insbesondere Kindern aus den syrischen und irakischen Kriegsgebieten den Zugang zu Bildung ermöglichen. Weitere 5000 Euro sind für den Aufbau der Schulstiftung „Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz“ bestimmt, mit deren Erträgen pädagogische Projekte im Sinne des christlichen Schulprofils gefördert werden.

Weitere Informationen und Fotos des Spendenlaufs finden sich unter www.bcgk.de auf der Internetseite des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz.

 

 

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news-82464 Fri, 22 Sep 2017 11:23:38 +0200 Nicht der Himmel ist die Ausnahme, sondern die Hölle http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nicht-der-himmel-ist-die-ausnahme-sondern-die-hoelle/ Die Vorstellung von "Hölle" hat sich im Laufe der Zeit erheblich verändert. Diese Geschichte und weitere Fragen beleuchtete Markus Schulze SAC beim Katholischen Forum in Koblenz. Koblenz – Mit dem Thema „Die Hoffnung und das Problem der Hölle – Gedanken zu einem unbequemen Aspekt des Christentums“, hat sich ein Vortrag im Rahmen des „Katholischen Forum“ am Cusanus-Gymnasium in Koblenz befasst. Die Vorstellung von der Hölle hatte über viele Jahrhunderte Hochkonjunktur. Doch mehr noch als der Himmel seinen Glanz eingebüßt hat, scheint im 21. Jahrhundert die Hölle ihre Schrecken, ja gleich ihr ganzes Dasein verloren zu haben. Die Hoffnung allerdings, dass es zwar einen Himmel, aber keine Hölle gibt, hielt der Referent des Abends, der Theologe Dr. Markus Schulze SAC von der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar für eine trügerische Illusion. Es sei eine geradezu billige Annahme zu glauben, man könne tun und lassen, was man wolle - man werde schon erlöst.

Doch wie definiert man Hölle? Markus Schulze beschreibt sie als unumkehrbaren Heilsverlust in der Liebesbeziehung zu Gott nach dem Tod. Dialektisch betrachtet hat die Hölle einen logischen Sinn als Gegenpol zum Himmel. So heißt es in der Apokalypse, „nichts Unreines darf in den Himmel kommen, weil er sonst nicht Himmel wäre“. „Und der Philosoph Max Horkheimer sagt, niemals darf ein Himmel gedacht werden, in dem die Täter über die Opfer triumphieren“, so Markus Schulze. Gleichwohl gibt es die Hoffnung, dass die Hölle aufgrund der Gnade Gottes quasi leer ist. Markus Schulze zitierte in diesem Zusammenhang die beiden Theologen Hans Urs von Balthasar (1905-1988) und Karl Rahner (1904-1984), die beide von der Hoffnung sprechen, dass niemand verworfen ist. Diese Hoffnung speist sich, wie Martin Schulze hervorhob, aus der Bibel: aus Reue und der darauf folgenden Gnade. Der Dogmatiker zitierte das Lukasevangelium: der Schächer neben Jesus am Kreuz ruft, er solle seiner gedenken; Jesus antwortet, noch heute werde er mit ihm im Paradies sein.

Dass die Hölle heutzutage der Jenseitsort ist, der weniger „bevölkert“ ist als der Himmel, bezeichnete Schulze allerdings auch als eine sehr moderne Vorstellung. „Für Augustinus war noch ganz klar, dass die 'massa damnata', die Masse der Verdammten, größer ist als die 'massa renata', die Menge der Erlösten“, so der Referent. Und auch der französische Philosoph Blaise Pascal ging davon aus, dass die meisten Menschen in der Hölle enden. Heutigen Höllenvorstellungen entspricht dies nicht mehr.

„Was hat uns Christus gebracht?“, fragte Schulze rhetorisch und lieferte gleich die Antwort mit. Christus habe nicht die Vorstellung von Himmel und Hölle gebracht. „Die gab es auch schon vorher, beispielweise in Platons 'Phaidon'“, so der Theologe. Christus aber habe den Menschen zu verstehen gegeben, dass nicht der Himmel die Ausnahme sei, sondern die Hölle.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Katholischen Forums findet statt am Montag, 16. Oktober, 19 Uhr, ebenfalls im Cusanus-Gymnasium (Hohenzollernstraße 13-17). Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 0261-9635590 oder unter keb.koblenz(at)bistum-trier.de

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news-82445 Thu, 21 Sep 2017 15:23:28 +0200 „Alles unter einem Hut: Arbeit - Leben - Familie“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/alles-unter-einem-hut-arbeit-leben-familie/ Balance zwischen Funktionieren, Liebe und Sicherung der Lebensgrundlage: Die Lebenssituation von Familien war Thema beim familienpolitischen Frühstück in Simmern. Simmern - Zu einem familienpolitischen Frühstück unter dem Motto „Alles unter einem Hut: Arbeit - Leben - Familie“ hat die Fachkonferenz Familie im Dekanat Simmern-Kastellaun in die katholische Familienbildungsstätte Simmern eingeladen.

Die Referentin Prof. Dr. Elisabeth Jünemann (Paderborn) zeigte die veränderte Situation von Familien im 21. Jahrhundert auf: „In keiner anderen Lebensform gibt es eine solche Rundumberücksichtigung des ganzen Menschen - sei es für die Kinder, die Partner oder auch die älteren Familienmitglieder - wie Familie dies bietet“, so Jünemann. „Gleichzeitig muss Familie immer wieder eine Balance finden zwischen Funktionieren und Liebe, denn beides ist Voraussetzung dafür, dass das System stabil und verlässlich bleibt.“ Gerade auf der Seite des Funktionierens sind aber heute sehr vielfältige Anforderungen an die Kernfamilien gestellt, die früher im Netzwerk der Großfamilie und der Nachbarschaften gemeinsam bewältigt werden konnten. Hinzu kommt für das Elternpaar die Notwendigkeit, das Familien-Einkommen zu sichern und dem Arbeitsmarkt nach der Elternzeitphase möglichst schnell wieder zur Verfügung zu stehen.

Im Anschluss formulierten die rund 50 Gäste im World-Café, welche Unterstützung die Familien aus ihrer Sicht von der Politik, den Arbeitgebern, den Kirchen, den sozialen Diensten und von Akteuren und Initiativen in ihren Nahräumen brauchen.

Die lebhafte Diskussionsrunde, moderiert von Christian Bongers vom SWR-Studio Mainz, machte deutlich, dass die Lebenssituationen von Familien im Rhein-Hunsrück-Kreis viel stärker als bisher in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt werden müssen. Die Veranstalterinnen und Veranstalter des familienpolitischen Frühstücks waren sich einig, dass sie dieses Ziel weiter verfolgen wollen.

Mitveranstaltet wurde das familienpolitischen Frühstück vom Frauenforum Rhein-Hunsrück, der katholischen Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe, dem Arbeitsbereich familienbezogene Dienste im Bistum Trier und dem Regionalrat Wirtschaft e.V., dessen Vorsitzende Kathrin Heinrichs auch die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte.

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news-82302 Sat, 16 Sep 2017 14:41:45 +0200 Auf dem Weg http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-dem-weg-2/ Der Staffelstern reist bis zur bundesweiten Eröffnung der 60. Aktion Dreikönigssingen durch das Bistum. Gruppen können den Stern empfangen. Am 29. Dezember soll er wieder in Trier sein. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Reise beginnt: Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 16. September den Staffelstern der 60. Aktion Dreikönigssingen gesegnet und ihn Kindern der Katholischen Jugendgruppe (KJG) Altrich übergeben. Bis zur bundesweiten Aussendungsfeier der Sternsingerinnen und Sternsinger am 29. Dezember in Trier soll der Stern möglichst viele Orte im Bistum besuchen und so auf die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder aufmerksam machen. „Ich hoffe, dass es viele Gruppen gibt, die den Stern aufnehmen und im Reisetagebuch erzählen, was sie erlebt haben“, sagt der Bischof. Es ist das erste Mal, das ein Staffelstern anlässlich der Aktion Dreikönigssingen auf Reisen geht.

In Altrich wird der Stern zum ersten Mal Station machen. Im Gottesdienst zum 30. Jubiläum der KJG werden Moritz (9), Klara (10), Julian (11) und Robin (13) ihn präsentieren. „Wir freuen uns, dass er zu uns kommt“, sagt Robin. „Das ist schon eine Ehre, vom Bischof selbst den Stern zu bekommen, da hat man nicht jeden Tag die Chance zu.“ Bischof Ackermann sagt, es sei eine „tolle Idee“, sich schon vor der eigentlichen Eröffnung der Aktion auf den Weg zu machen. „Der Stern ist unterwegs, so wie die Heiligen Drei Könige, die auch eine ganze Weile bis zu ihrem Ziel gebraucht haben.“ Gruppen, die den Staffelstern empfangen, bekommen außerdem eine Kiste mit Materialien. Darin stecken unter anderem das Reisetagebuch, ein Plätzchenrezept mit Kronen- und Sternbackförmchen, Lieder und Bastelunteralgen, erklärt Cäcilie Fieweger vom Organisationsteam des Staffelsterns. „Und mit den bunten Bändern und Textilstiften kann sich jede Gruppe auf dem Stern verewigen“, sagt sie.

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news-82230 Thu, 14 Sep 2017 10:43:22 +0200 Miteinander Kirche sein http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/miteinander-kirche-sein/ Die franziskanische Laiengemeinschaft "Tautropfen" aus Karden feiert am 1. Oktober ihr 25-jähriges Bestehen. Das Fest steht unter der Überschrift „Miteinander Kirche sein“. Karden – „Wir waren schon immer unserer Zeit voraus“, gibt Dietlinde Schmidt stolz zu. Vor 25 Jahren haben sie, Franziskanerschwester Leonarda Leix und weitere Frauen und Männer rund um Karden die „Tautropfen“, eine franziskanische Laiengemeinschaft, gegründet. Dieses Jubiläum feiern sie am 1. Oktober mit einem großen Franziskusfest in Karden. Das Fest steht wie die Arbeit der Gruppe unter der Überschrift „Miteinander Kirche sein“.

Zu ihren Aufgabengebieten zählt die Gruppe die Glaubenskommunikation. Sie sieht sich als Plattform, auf der man über den Glauben reden kann, aber auch über die Herausforderungen des Alltags. „Wir sprechen über die Flüchtlingsarbeit, aber auch über das Thema Trauer“, berichtet Pastoralreferentin Schmidt. „Wie geht es mir im Glauben oder wie kann ich in unserer Zeit Christ sein? Solche Fragen kommen auch auf.“ Es gehe um einen Erfahrungsaustausch zwischen Laien und einer Ordensschwester innerhalb eines geschützten Raums. „Dabei ist uns die Begegnung auf Augenhöhe wichtig“, erklärt sie. Die Gruppe soll eine Art Zentrum sein. „Es ist ein Ort, wo Leute zusammenhalten.“ Der Treffpunkt ist dabei immer im Pfarrhaus (Am Buttermarkt 9) in Karden.

Auf dem Jahresprogramm stehen unter anderem der Kreuzweg am Karfreitag, ökumenische Abendgebete sowie Bibelgespräche. Zudem werden Fahrten nach Assisi organisiert, wo alles seinen Anfang nahm.

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news-82207 Wed, 13 Sep 2017 14:45:33 +0200 „Ich schaue bewusst hin“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ich-schaue-bewusst-hin/ Bei der Visitation in der Hildegard-von-Bingen-Schule in Koblenz schaut Bischof Ackermann genau hin und erfährt allerhand über die Ausbildungen zum Sozialassistenten und zum Erzieher. Koblenz – „Ich schaue bewusst hin“, hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 12. September im Rahmen seiner Visitation in der Hildegard-von-Bingen-Schule in Koblenz den versammelten Schülerinnen und Schülern erklärt. „Die Schulen sind ein wichtiger Punkt in der Bistumslandschaft, daher will ich sie besser kennenlernen.“

Der Leiter der berufsbildenden Schule für Sozialassistenz und Erzieher, Thomas Schmitz, führt Bischof Ackermann und Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat, durch das Gebäude in der Friedrichstraße 3.

In einer Art Pressekonferenz werden den Gästen aus Trier die Charakteristika der Schule und der Ablauf der beiden Ausbildungsgänge präsentiert. Bischof Ackermann nutzt die Chance, bei einer Pressekonferenz einmal auf der anderen Seite zu sitzen und stellt den jungen Menschen einige Fragen zum Unterricht und zum Beruf des Erziehers bzw. des Sozialassistenten. Das Thema Kinder- und Jugendschutz stehe ab dem ersten Tag auf dem Unterrichtsplan, beantworten die Auszubildenden dem Bischof auf seine Frage nach Präventionsangeboten. „Die Gesetzeslage, der Kontakt mit dem Jugendamt, Gewalt sowie die Prävention sexualisierter Gewalt sind Themen“, erklärt der Schülersprecher Nils Dames.

Das Einsatzfeld beider Berufsgruppen beschränke sich nicht nur auf Kindertageseinrichtungen und Krippen mit Kindern unter sechs Jahren. Auch im Bereich von Heimen oder Horten in der Kinder- und Jugendhilfe werden Erzieher und Sozialassistenten eingesetzt, erklären die Vertreter der Schülerschaft.

Dies bestätigt Elena Schmittuz. Sie hat ihr Berufspraktikum in der Spiel- und Lernstube „Im Kreutzchen“ in Koblenz-Neuendorf absolviert und das Projekt „Kinderhort of Rock“ initiiert. Sie hat mit den Kindern Musikinstrumente gebaut und eine kleine Band mit den Sechs- bis 13-Jährigen gegründet. „Durch die Instrumente wurde ihr Selbstwertgefühl gestärkt“, erklärt sie. Das Projekt habe die Demokratiefähigkeit gefördert. Nun ist sie in der Einrichtung als Erzieherin tätig.

Carina Güntner hat sich in ihrer Abschlussarbeit dem Thema Naturerfahrung gewidmet. Die vier- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen einer Kindertagesstätte in Neuendorf haben sich in diesem Projekt mit dem Wandel beschäftigt und sich gleichzeitig mit dem Thema Tod auseinandergesetzt. „Ich habe durch das Projekt gelernt, mich von den Kindern und ihren Ideen leiten zu lassen und dass kann ich in meiner Arbeit anwenden“, berichtet die junge Frau, die nun auch als Erzieherin arbeitet.

Einige Schülerinnen und Schüler, die im Schnitt 20 Jahre alt sind, haben vor Beginn ihrer Laufbahn an der Hildegard-von-Bingen-Schule andere Bereiche ausprobiert. Sie haben als Au-pair gearbeitet, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, ein Lehramtsstudium abgebrochen, waren Handwerker oder im Bürobereich tätig – und haben sich jetzt ganz bewusst für eine der zwei Ausbildungen entschieden. Ein Anlass für Bischof Ackermann nach der Motivation der Schülerinnen und Schüler zu fragen. Sarah Klenner aus Koblenz befindet sich im ersten Ausbildungsjahr zur Erzieherin. Vorher hatte sie einen Bürojob: „Nebenbei habe ich in einer Jugendherberge gearbeitet. Ich habe gemerkt, dass die Arbeit dort mir viel Spaß macht. Im Büro hat man einen öden Alltag, als Erzieherin erlebe ich jeden Tag etwas anderes.“

(jf)

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news-82198 Wed, 13 Sep 2017 11:58:32 +0200 Alles in einen Topf? http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/alles-in-einen-topf/ Wie wird das Vermögen der gegenwärtigen Kirchengemeinden in den Pfarreien der Zukunft verwaltet? Dieser Frage widmet sich die Infoveranstaltung in Andernach. Andernach – „Unsere Pfarrei hat Napoleon und das Dritte Reich überstanden und jetzt kommt die Gefahr von innen“ – so lautete der Vorwurf eines Mannes aus der Pfarrei Pommern an den Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Gemeinsam mit der Finanzdirektorin des Bistums, Kirsten Straus, und Matthias Müller, Justiziar im Bischöflichen Generalvikariat hat er sich am 13. September bei der Infoveranstaltung zur Vermögensverwaltung in den Pfarreien der Zukunft in Andernach den Fragen und der Kritik gestellt.

Nach Beratungen in der Bistums-Dechantenkonferenz und im Kirchensteuerrat ist eine Vorentscheidung zur Vermögensfrage getroffen: Für jede „Pfarrei der Zukunft" wird eine „Kirchengemeinde" errichtet. Die gegenwärtigen Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände werden als Rechtsform abgelöst. Diese Variante hat die Expertengruppe „Arbeitsgemeinschaft Vermögen“ erarbeitet und mit „Ansatz B“ überschrieben.

„Bei dem anderen Lösungsansatz, bei Variante A, blieben die gegenwärtigen Kirchengemeinden zunächst bestehen. Über Fusionen, freiwillig oder durch wirtschaftliche oder personelle Not angestoßen, würde nach und nach eine einzige Kirchengemeinde entstehen“, erklärt Kirsten Straus den mehr als 300 Anwesenden in der Mittelrheinhalle. Die Pfarrei der Zukunft müsse dann eine schwierige Fusion nach der anderen verkraften. „Ansatz A“ fände sicher eine höhere Akzeptanz, jedoch sei dieses Konzept nicht mit der Umsetzung der Diözesansynode vereinbar, erklärt Straus.

Der schwierigere Weg - hat aber Vorteile

Variante B sei am Anfang „grausam und anstrengend; und ich weiß auch nicht, ob ich sie davon überzeugen kann“, gibt die Finanzdirektorin ehrlich zu, aber dieser Ansatz habe signifikante Vorteile. „Es ist ein konsequenter Schritt ins Neue.“ Der Generalvikar erklärt: „Wir wollen Verwaltungsvorgänge verschlanken. Die Struktur soll als Stütze und zur Unterstützung dienen.“ „Es gibt auch keine Kleinteiligkeit mehr, die sehr viel Arbeit und Kosten verursacht“, unterstreicht Straus. „Sie bilden dann in der neuen Pfarrei ein so genanntes Vermögensteam. Dort können Sie alle ihre Kompetenzen und Ihr Know-How einbringen. Aufgrund der Größe können auch Vertretungen eingerichtet werden.“ Dies alles diene der Entlastung der Ehrenamtlichen und auch der Rendanturen. „Auch Lasten darf man in die neuen Strukturen mit einbringen. In einem großen Verband kann man manche Sachen besser lösen“, gibt Kirsten Straus zu bedenken.

"Sie hüten das kirchliche Vermögen wie Ihr eigenes"

Diese Variante stößt trotzdem auf viel Unmut und ist mit Befürchtungen verbunden, die das Publikum in Wortbeiträgen oder in schriftlicher Form äußert. Kirsten Straus kann dies nachvollziehen: „Sie hüten dieses Vermögen wie Ihr eigenes.“

Die gegenwärtigen Kirchengemeinden möchten an ihren Vermögen festhalten oder den Prozess zumindest langsam angehen. „Warum kann nicht jede Kirchengemeinde selbst entscheiden, welche Variante sie wählen möchte?“, lautet eine Frage.  „Es müssten dann zwei Verwaltungssysteme parallel betrieben werden: das bisherige für die Kirchengemeinden und ein ganz anders strukturiertes für die Pfarreien der Zukunft. Dies würde für ein Tohuwabohu sorgen“, antwortet Plettenberg.

Verantwortung bleibt vor Ort, Zweckbindung möglich

„Die von uns favorisierte Variante B bedeutet nicht, dass wir alles zentralisieren und in einen Topf werfen wollen“, stellt der Generalvikar klar. „Wir möchten, dass die Verantwortung vor Ort bleibt, in einem guten Zusammenspiel von ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden.“ Auch in den Pfarreien der Zukunft werde es möglich sein, Zweckbindungen zu setzen und sich finanziell für eine bestimmte Aktion oder ein Gebäude einzusetzen, wie etwa in Form von Stiftungen oder Fördervereinen. „Da wird nicht dran gerührt“, versichert Justiziar Müller. Bei bestimmten Gruppierungen wie beispielsweise Kirchenchöre werde sich auch nichts ändern. Daher appelliert die Finanzdirektorin an die finanzstarken Gemeinden, weiterhin sorgsam mit ihrem Vermögen umzugehen und „keine unnötigen Ausgaben nach dem Motto ‚Bloß nichts den Nachbarn schenken‘ zu machen.“

Synoden-Umsetzung "nicht ohne Sie"!

Die neue Struktur verlange das direkte Aushandeln zwischen den Parteien. „Hier kann das Bistum moderierend tätig werden und bei Blockaden eingreifen“, stellt Kirsten Straus den anwesenden Vertretern von Verwaltungs-, Pfarreien- und Pfarrgemeinderäten in Aussicht. „Das Bistum überlegt auch, was es tun kann, wenn ein großes Ungleichgewicht bei den Finanzen besteht.“

„Auch wenn sie nicht mit allem einverstanden sind, hoffe ich doch, dass sie gespürt haben, dass wir die Synodenumsetzung nicht ohne Sie machen können“, schließt Plettenberg den ersten Informationsabend zum Thema Vermögen.

Weitere Veranstaltungen finden statt am

  • Donnerstag, 14. September in der Hunsrückhalle Simmern
  • Dienstag, 19. September in der Stadthalle Merzig
  • Mittwoch, 20. September in der Hocheifel-Halle in Adenau (nicht in Nürburg, wie ursprünglich geplant)
  • Freitag, 22 September in der Stadthalle Neuerburg
  • Montag, 9. Oktober in der Stadthalle Boppard
  • Mittwoch, 11. Oktober in der Illipse Illingen
  • Freitag, 13. Oktober im Robert Schuman-Haus Trier.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern bis etwa 21.30 Uhr. Zur besseren Planung bittet das Synodenbüro um Anmeldung entweder über die Internetseite www.bistum-trier.de/vermoegensfragenpdz oder im Synodenbüro unter Telefon 0651-7105-623. Alle Informationen zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier sind unter www.herausgerufen.bistum-trier.de zu finden.

(jf)

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news-82076 Sat, 09 Sep 2017 13:18:55 +0200 Für eine bunte und barmherzige Welt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fuer-eine-bunte-und-barmherzige-welt/ "Wir gegen Rassismus - Das Konzert" hieß die Veranstaltung in Neuwied. Hier positionierten sich Bischof Ackermann und junge Musiker für eine tolerante Gesellschaft. Neuwied – Etwa zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat die Gruppe der Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier am 8. September zu einem toleranten Deutschland aufgerufen. Auf dem Neuwieder Luisenplatz versammelten sich neben dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann viele internationale Musiker.

Bischof Ackermann, der sich einen Tag zuvor zum „kirchenpolitischen Manifest“ der rheinland-pfälzischen AfD geäußert hatte, war es ein persönliches Anliegen, die Jugendaktion zu unterstützen. „Meine tiefste Überzeug ist, dass wir alle von Gott geschaffen sind und geliebt werden, daher bin ich gegen Rassismus“, für diese Aussage erhielt der Bischof zustimmenden Applaus von den Zuhörerinnen und Zuhörer der Veranstaltung „Wir gegen Rassismus – Das Konzert“. Er könne verstehen, wenn Menschen aufgrund vom Zuzug von Flüchtlingen verunsichert seien, aber „Abschottung ist keine Haltung, die christlich ist.“ Es gehöre dazu, zu akzeptieren, dass die Anderen, anders seien. „Aber ich finde, dass das eine Bereicherung ist. Wir wollen eine bunte und barmherzige Bürgerschaft.“ Daher appellierte er insbesondere an Jugendliche, wählen zu gehen: „Für mich ist es keine Pflicht, sondern ein kostbares Recht, dass wir wählen gehen können.“ Jedoch müsse man genau hinschauen, wo  man sein Kreuzchen setze. Was im Programmheft stehe und was die Parteien wirklich machten, müsse jeder prüfen. Auch Rainer Schulze, Diözesanvorsitzender des Bunds deutscher katholischer Jugend (BDKJ), rief zur Wahl auf: „Wir können die Politik beeinflussen.“

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news-81969 Wed, 06 Sep 2017 11:12:12 +0200 Die Offenheit der Synode nutzen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-offenheit-der-synode-nutzen/ Beinahe jeden Tag gibt es in vielen Krankenhäusern einen Gottesdienst und das Angebot von Seelsorge. Diese Ressourcen wollen Klinikseelsorger den Pfarreien der Zukunft anbieten. Koblenz – Viele Gläubige haben Bedenken zur Umsetzung der Synode im Bistum Trier. „Wo kann ich dann noch einen Pfarrer erreichen? Gibt es sonntags dann überhaupt noch einen Gottesdienst in meiner Nähe?“ – lauten Fragen, die an Kirchenvertreter herangetragen werden. In einem Treffen zwischen dem Dekanat Koblenz und der Arbeitsgemeinschaft Klinikseelsorge haben Vertreterinnen beider "Seiten" darüber gesprochen, wie die Zusammenarbeit der beiden Bereiche in Zukunft aussehen kann.

Mechthild Peters ist Klinikseelsorgerin im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz und illustriert ihre Gedanken zur zukünftigen Zusammenarbeit wie folgt: „Wir sind das Standbein, die Netzwerke, wie Dekanat oder Pfarreien, das Spielbein. In den Krankenhäusern gibt es, wie früher in den Pfarrgemeinden, täglich Pfarrer, Pastoral- und Gemeindereferentinnen vor Ort. Sie bieten Seelsorge, die Beichte, Sakramentenspendung, Beratungsgespräche und Unterstützung in vielerlei Hinsicht an.“ Da die Krankenhausseelsorge einen begrenzten Bereich habe, könne sie aktiv auf die Menschen zugehen. „Da kommt es manchmal morgens um 11 Uhr ganz unerwartet zu Gesprächen über Gott und die Welt – eben auch über Gott“, berichtet Mechthild Peters. Gottesdienste finden ebenfalls regelmäßig statt, in einigen Einrichtungen sogar täglich; und sie sind für alle offen – nicht nur für Patienten oder Klinikmitarbeiter. Die Kapellen in den Krankenhäusern sind ständig geöffnet. Sie bieten ruhige Plätze, um zu beten, die Gegenwart Gottes zu erleben und an Eucharistiefeiern teilzunehmen. „Hier gibt es Kontinuität und Stabilität“, fasst Peters zusammen. „Und in den neuen Netzwerken ist dann mehr Raum zum Experimentieren, weil die Standbeine ja da sind."

Martin Saurbier ist Klinikpfarrer im katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur, dazu zählen das Brüderhaus sowie der Marienhof in Koblenz und das Brüderkrankenhaus in Montabaur. Saurbier war selbst Synodaler. „Die Synode war ein wichtiges geistliches Ereignis. Jetzt gilt es, die Ergebnisse im Alltag umzusetzen.“ Es gehe darum, die Offenheit zu nutzen, die die Synode anbietet; und es gehe um die Kliniken als gewachsene Kirch-Orte. Der Pfarrer sieht in der Synode die Chance, sich mit anderen Stellen zu verbinden. „Wie kann man sich gegenseitig helfen?“ laute die Frage. Einen regen Austausch kann sich auch Mechthild Peters vorstellen: „Ein konkretes Beispiel wäre folgendes: Eine Patientin sucht ein Trauercafé in ihrer Heimatgemeinde. Da könnte man sich mit der Pfarrei absprechen und nachfragen, ob es dort schon so etwas gibt oder ob die Klinikseelsorge ein Trauercafé organisieren soll.“ Dekanatsreferentin Christiane Schall zeigt sich interessiert: „Es war ein konstruktives Gespräch und wir haben eine Vereinbarung zur weiteren Zusammenarbeit getroffen.“

Doch wie sieht eigentlich die Arbeit von Klinikseelsorgern aus? „Bei der Aufnahme werden Sie gefragt, ob Sie Seelsorge wünschen. Oder wir bekommen im Stationszimmer einen Hinweis auf eine Person, der ein Gespräch mit uns vielleicht guttun würde“, erklärt Pastoralreferentin Peters. „Es kann auch sein, dass wir Sie ansprechen, wenn wir Sie weinend im Aufzug antreffen.“ In etwa führen die Seelsorger drei bis fünf Gespräche am Tag; hinzu kommen organisatorische Aufgaben. Die Menschen, die zu den Seelsorgern kommen, finden verschwiegene Gesprächspartner, die einen Rat in schwierigen Lebenslagen geben können. „Eine Tasse Tee gibt es bei uns auch“, sagt Mechthild Peters. Die Klinikseelsorger haben nicht nur für die Patienten und deren Angehörigen ein offenes Ohr, sondern auch für die Mitarbeitenden. „Alle Probleme des Lebens findet man hier im Krankenhaus, auch Eheprobleme bei Angestellten oder Jugendliche mit schlimmen Krankheiten“, gibt die 61-Jährige einen kleinen Einblick in ihre Tätigkeit.

Mechthild Peters und Martin Saurbier sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Klinikseelsorge. Diese setzt sich aus Seelsorgern aus dem Großraum Koblenz (Oberwesel, Boppard, Vallendar, Mayen) zusammen.

(jf)

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news-81942 Tue, 05 Sep 2017 14:40:13 +0200 „Lourdes fasziniert immer wieder“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/lourdes-fasziniert-immer-wieder/ 450 Männer und Frauen machen sich auf zur Bistumswallfahrt nach Lourdes. Jeden bewegen andere Gründe, aber alle eint die Faszination dieses Ortes. Trier/Lourdes – Warten auf den Bus, ein Wirrwarr aus Koffern und Jacken auf dem Gehsteig, großes „Hallo“ beim Wiedersehen alter Bekannter: Es sind Vorfreude und Aufregung unter den Pilgern zu spüren, die sich an diesem Morgen des 5. September mit einem von insgesamt 6 Bussen auf den Weg nach Lourdes machen. 450 Pilgerinnen und Pilger sind in diesem Jahr bei der fünftägigen Bistumswallfahrt in das südfranzösische Pyrenäenstädtchen dabei, die unter der geistlichen Leitung von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Pfarrer Joachim Waldorf steht. 270 von ihnen reisen mit dem Bus, 180 weitere folgen zwei Tage später mit dem Flugzeug. Unter den Wallfahrern sind elf Kranke, betreut von den Maltesern, sowie zehn Schülerinnen und Schüler der St. Matthias-Schule Bitburg, die sich während der Reise ebenfalls um die Älteren und Kranken kümmern.

Beten für einen Angehörigen, Danke sagen für eine geglückte Operation, neue Erfahrungen in der Gemeinschaft sammeln: Jeder Pilger hat seine eigenen Beweggründe für die Wallfahrt. Einer von ihnen ist Manfred Johanns aus Roth bei Prüm, der während der Pilgerreise gleich zwei persönliche Jubiläen feiert: Seinen 66. Geburtstag und seine 30. Pilgerfahrt nach Lourdes. „Ich bin immer wieder auf’s Neue angetan von diesem Ort und es gibt auch immer wieder neue Aspekte zu entdecken.“ Für Johanns fängt schon auf der Busfahrt die Wallfahrt an: „Hier ist die Gemeinschaft einfach so schön. Man unterhält sich, betet gemeinsam, kann viel sehen – Frankreich ist ein wunderschönes Land.“ Die 68-jährige Theresia Schreiber kann ihm da nur beipflichten: „Es steckt an, wenn man einmal dort war. Die Gemeinschaft ist das, was es ausmacht.“ Als Lehrerin habe sie nie richtig Zeit für das Wallfahren gefunden und sich die Reise nach Lourdes für die Rente vorgenommen. Seitdem war sie schon dreimal dort. „Mich hat das fasziniert, die Stimmung, der Heilige Bereich, an dem man auch ganz für sich sein kann, an Maria herantreten kann.“ Während sie in den letzten Jahren beispielsweise für die Familie oder andere betete, möchte sie in diesem Jahr „einfach nur Danke sagen, dass es so gut gelaufen ist“. Mit dabei sind auch die 15-jährige Eva Turmann und der 16-jährige Simon Tebeck von der St. Matthias-Schule in Bitburg, die im Rahmen ihres Sozialpraktikums Pilger betreuen. „Wir werden die Kranken und Hilfsbedürftigen zu Gottesdiensten oder den Mahlzeiten zu begleiten und ihnen Gesellschaft leisten“, beschreibt Simon die Aufgaben. Seine Tante fahre jedes Jahr nach Lourdes und habe schon viel davon erzählt. Er selbst ist zwar Messdiener, war aber noch nie auf einer größeren Wallfahrt. „Ich bin gespannt auf die neuen Erfahrungen“.

Auf dem Programm der Wallfahrt stehen für die Pilger tägliche Gottesdienste, eine internationale Messe in der unterirdischen Basilika Pius X., Kreuzwege, abendliche Lichterprozessionen und Zeit für das persönliche Gebet und den Besuch der Grotte. Seit 1958 pilgern jährlich Gläubige aus dem Bistum Trier nach Lourdes, wo 1858 Bernadette Soubirous die Muttergottes erschienen sein soll. Der Ort nahe der spanischen Grenze zieht jedes Jahr mehrere Millionen Pilger an und gehört zu den bekanntesten Wallfahrtsstätten der Welt. Weitere Informationen zu Pilgerreisen im Bistum Trier gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat Trier, Abteilung 1.1 Pastorale Felder, Pilgerreisen des Bistums Trier, Tel.: 0651-7105-592, E-Mail: pilgerfahrten(at)bistum-trier.de.

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news-81947 Tue, 05 Sep 2017 13:30:00 +0200 Die Vielfalt der Gesellschaft bewahren http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-vielfalt-der-gesellschaft-bewahren-1/ Rassismus und Diskriminierung machen auch vor Kitas nicht halt. Eine Fachtagung für des Kita-Bereichs hat dieses Thema in den Mittelpunkt gestellt. Koblenz – Der Umgang mit Rassismus und Diskriminierung in der Kita hat während des Fachtags für Fach- und Leitungskräfte in Kindertagesstätten, Fachberatungen und Trägervertretungen am 31. August im Mittelpunkt gestanden. Weihbischof Jörg Michael Peters war als Vertreter des Bistums Trier in der Koblenzer Hochschule zu Gast. Das Bistum Trier engagiert sich in mehr als 500 katholischen Kitas.

„Für die Würde eines jeden Menschen steht unser christlicher Glaube, und wir sind gefordert, Menschen zu schützen und uns für sie stark zu machen“, forderte Peters in einer Begrüßungsrunde. An der Runde nahmen auch Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz und Hans Beckmann, Bildungsstaatssekretär, teil. Beckmann führte an, dass die Erziehung zur Demokratie gar nicht früh genug beginnen könne. „Demokratie muss für Kinder erfahrbar sein. Sie darf nicht nur in Projekten geübt werden, sondern muss in Form von Kinderkonferenzen oder beim Aufstellen von Gruppenregeln regelmäßig stattfinden.“ Dies sei wichtig, da die Einrichtungen den ersten Bildungsort für Kinder darstellten. „Auch die ganz Kleinen haben einen Sinn für Gerechtigkeit und für ein friedvolles und respektvolles Miteinander“, weiß Peters.

Kindertageseinrichtungen seien Abbilder der Gesellschaft. Deshalb machten auch soziale Ausgrenzungsphänomene wie Rassismus und Diskriminierung nicht vor Kitas halt, erklärten die Veranstalter. Um die Vielfalt der Gesellschaft zu bewahren, müssten deshalb rechtzeitig rassistische und diskriminierende Einstellungen und Handlungen erkannt, reflektiert und bearbeitet werden.

Detlef Placzek verwies darauf, dass das Landesamt den Beschäftigten Hilfestellungen anbiete, etwa durch Fortbildungen und Fachtagungen. Eine Qualifizierung derer, die sich den alltäglichen Herausforderungen stellten, sei dem Bistum ebenfalls wichtig. „Daher haben wir ein Qualitätsmanagement auf die Beine gestellt. Miteinander gilt es weiterhin Lösungen für die Fläche zu erarbeiten“, betonte Weihbischof Peters. Er dankte den Anwesenden für ihr Engagement: „Jede und jeder Teilnehmende heute will einen Beitrag dazu leisten, dass Rassismus in den Kitas kein Thema ist.“ Dafür sei auch eine Achtsamkeit im alltäglichen Dienst unumgänglich. „Das fängt schon bei Redewendungen an. Da ist es wichtig, jemanden zu haben, der aufmerksam ist und sagt: ‚ Gib acht, was du sagst.‘“

Das Ziel der Tagung waren die Weitergabe von Informationen und der Austausch untereinander. Dazu wurden unterschiedliche Workshops angeboten. Cordula Scheich, Geschäftsführerin der katholischen Kita gGmbH Trier bot einen Einblick in den Bereich „Trägerverantwortung und -positionierung“. Weitere Themen waren unter anderem „Erziehungspartnerschaft mit schwierigen Eltern“ und „Rechte Musik in Deutschland und Erkennungsmerkmale der rechten Szene.“ Daneben gab es auch Impulse aus Wissenschaft und Praxis: „Warum denken und handeln Menschen rassistisch?“ von Prof. Dr. Stephan Bundschuh und „Ingelheim zeigt Gesicht – Strategien der Stadt Ingelheim“ von Dr. Dominique Gillebeert und Nadine Liebers.

Veranstaltet wurde der Fachtag vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung und dem Institut für Lehrerfort- und Weiterbildung Rheinland-Pfalz. Kooperationspartner war das Institut für Forschung und Weiterbildung der Hochschule Koblenz.

(jf)

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news-81937 Tue, 05 Sep 2017 13:13:13 +0200 Aufregend, erlebnisreich und geborgen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aufregend-erlebnisreich-und-geborgen/ Emma Dick aus Koblenz war mit SoFiA ein Jahr in Indien. Sie empfiehlt Jugendlichen ein Auslandsjahr mit dem Freiwilligendienst zu absolvieren. Koblenz – Frauen, Männer und Kinder wollten Selfies von ihr, obwohl sie das Koblenzer Mädchen nicht kannten. Berühmt ist Emma Dick auch nicht, obwohl ihr im indischen Kerala viele Menschen auf der Straße hinterherschauten. Der Grund dafür: Sie war die einzige Weiße in der Stadt. Die 24-Jährige hat einen einjährigen Freiwilligendienst bei SoFiA (Soziale Friedensdienste im Ausland) absolviert und dadurch viele neue Erfahrungen gewonnen. Der Verein in Trägerschaft des Bistums Trier organisiert und vermittelt Aufenthalte in der ganzen Welt.

Eine Freundin hatte Emma auf das Angebot hingewiesen. „Einen bestimmten Länderwunsch hatte ich nicht. Ich dachte, ich komme überall zurecht“, so kam sie nach Indien. Dort arbeitete die junge Frau in dem Altenheim „Home of Love“ und half den Ordensschwestern (Sisters) der „Society of Kristudasis“ dabei die Bewohnerinnen und Bewohner zu versorgen. „Ich habe die Menschen gefüttert, gewaschen und umgezogen oder auch Katheter geleert.“ Durch ein Praktikum im Koblenzer Krankenhaus Marienhof sei sie auf die Situationen im Heim vorbereitet gewesen. „Die Sisters waren super. Die haben gesagt, du musst die Aufgaben nur machen, wenn du dich bereit dafür fühlst.“ Die Dankbarkeit der Patientinnen und Patienten habe sie berührt. „Die haben mir sogar die Hände geküsst.“ Doch die Gefühle der Menschen seien auch zwiespältig gewesen: „Es war für sie eine Ehre, von einer Weißen gewaschen zu werden. Andererseits schämten sie sich auch, sich in solch einer hilflosen Situation zu zeigen.“

„Aufregend, erlebnisreich und geborgen“ lauten die drei Worte, mit denen Emma ihr Auslandsjahr beschreibt. „Ich habe mich in Indien nie unsicher gefühlt“, erläutert sie ihr Schlagwort „geborgen“. Zu dieser Geborgenheit haben auch die Ordensschwestern beigetragen. „Ich hatte kein Heimweh, weil ich gut aufgenommen wurde. Die Sisters haben mir immer geholfen.“ Wenn sie doch mal Sehnsucht nach Deutschland hatte, rief sie ihre Eltern einfach an. Die Telefonate gaben ihr neue Motivation. „Wenn man dieses eine Jahr geschafft hat, dann ist man auf das Leben vorbereitet und man denkt, man kann alles im Leben schaffen. Wer ein Abenteuer such und selbstständig werden will, dem empfehle ich den Freiwilligendienst mit SoFiA.“

Viel hat sie über das ihr bis dato unbekannte Land gelernt. Am meisten in Erinnerung sind ihr die Neugier und die Geduld der Inder geblieben. In Indien müsse man viel Geduld haben. „Die machen ihre Arbeit, aber die gehen das langsam an, die genießen das Leben“, war ihre Beobachtung. Diese Gelassenheit will sie auch mit in ihr deutsches Leben nehmen: „Was ich heute nicht geschafft habe, mache ich morgen.“

Ab Oktober wird die junge Frau an der katholischen Hochschule in Mainz Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Migration und Integration studieren. Auf die Idee hat sie der Leiter der Sozialen Lerndienste Peter Nilles gebracht. In zwei Jahren wird sie dann im Rahmen ihres Studiums wieder ins Ausland gehen: „Ich möchte gerne nach Skandinavien, da ist es kühler. In Indien war es mir teilweise doch etwas zu warm“, lacht sie.

Wer auch Interesse an einem Freiwilligendienst hat, kann sich noch bis zum 25. September online auf www.sofia-trier.de bewerben. Weitere Informationen gibt es auch unter Tel.: 0651-993796-301.

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news-81784 Thu, 31 Aug 2017 14:46:17 +0200 „Es soll summen und brummen“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/es-soll-summen-und-brummen/ Die Kita St. Medard Bendorf hat sich mit ihrem Projekt "Sag Ja zur Biene - Eine Stadt kämpft für die Biene" für den Umweltpreis des Bistums beworben. Der Schutz der Schöpfung steht dabei im Mittelpunkt. Bendorf – „Die mit dem blauen Punkt ist die Königin“, „Wenn die stechen, dann sterben die“ und „Die stechen auch nur, wenn die Angst haben“ – die Kinder der katholischen Kindertagesstätte St. Medard in Bendorf sind wahre Experten in Sachen „Biene“. Dem Zuhörer wird direkt klar, dass es die Kinder sind, die das Projekt „Sag Ja zur Biene – Eine ganze Stadt kämpft für die Biene“ mit ihrer Leidenschaft füllen. Jedoch bedarf es auch der Hilfe von Erwachsenen. Diese haben die Bewerbung für den Umweltpreis des Bistums Trier eingereicht. „Wir sind praktisch die Handlanger der Kinder“, gibt Marianne Mock-Hüllen vom Organisationsteam schmunzelnd zu.

Das Projekt hat seinen Anfang vor einem Jahr genommen. „Wir hatten das Thema Biene im Kindergarten und ein ortsansässiger Imker berichtete den Kindern, dass es den Bienen nicht mehr gut geht. Hinzu kam dann, dass unsere Leiterin mit einem wunderbaren Buch zum Thema aus dem Urlaub zurückkam“, erklärt die Erzieherin. Die Kinder hat die Geschichte von „Mia und das Blumenwunder“ nachhaltig beeindruckt und die Vision einer gesunden und glücklichen Welt hervorgebracht. „Wir möchten für Bendorf auch so ein Blumenwunder, erklärten uns die Kinder“, berichtet Marianne Mock-Hüllen, die sich als Sprecherin der Kinder versteht. „Wir stellen das Kind in die Mitte“, erklärt die Leiterin der Einrichtung, Susanne Berg-Mesenholl. Daher wäre es selbstverständlich auf die Kinder einzugehen und ihre Ideen zu unterstützen. „Die Kinder begehren auf, da ist es unsere Pflicht ihnen in diesem Anliegen zu folgen“, unterstreicht Marianne Mock-Hüllen.

Besonders hervorzuheben sei, dass sich mittlerweile die ganze Stadt an dem Bienenprojekt beteilige. Der Bendorfer Bienenzuchtverein unterstützt das Projekt nicht nur durch den Schaukasten, sondern hilft auch bei Fragen weiter. Die umliegenden Schulen sind auch interessiert, in das Projekt einzusteigen oder unterstützen es bereits.

Dem Bürgermeister Michael Kessler haben die Kinder sogar schon Bepflanzungspläne vorgestellt und den Wunsch geäußert: „Herr Bürgermeister, wir brauchen mehr Bienen!“. Zudem haben die Kindern Kessler vorgeschlagen, Grünstreifen zum Beispiel auf Kreiseln nicht zu mähen.

Durch die Unterstützung eines freien Journalisten ist das Projekt auch in den (sozialen) Medien in aller Munde, konnten Flyer und Plakate gedruckt werden. Ein Bollerwagen, Nisthilfen und Blumensamen wurden ebenfalls gespendet. „Wir bekommen auch Fotos von Bendorfer Bürgern, die extra Bienenwiesen in ihrem Garten stehen lassen“, freut sich Marianne Mock-Müller, dass die Aktion auch über die Grenzen der Kita hinaus Anerkennung und Gehör findet. Sogar die Fürstenfamilie hat sich auf Facebook zu Wort gemeldet und die engagierten Kinder in den Schmetterlingsgarten in Sayn eingeladen.

Die Vision einer Stadt, die für Bienen attraktiv ist, soll ausstrahlen. „Es soll summen, brummen und flattern in Bendorf. Wir wollen in Gemeinschaft mit den Tieren leben.“

Ziel sei es, die Menschen wachzurütteln. In diesem Projekt gehe es vordergründig um die Biene, doch letztendlich gehe es um die gesamte Schöpfung. Der Schutz der Schöpfung versteht der Kindergarten als christliches Handeln.

Jetzt hoffen die großen und kleinen Bienenfreunde den Umweltpreis des Bistums zu gewinnen. Dieser wird am 15. September in Trier verliehen.

Informationen zum Umweltpreis des Bistums Trier gibt es auf www.umwelt.bistum-trier.de oder unter Tel.: 0651-7105-256. Weitere Informationen zum Bienenprojekt gibt es unter Tel.: 02622-3911 oder per E-Mail an kath.kita.st.medard(at)t-online.de

(jf)

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news-81717 Tue, 29 Aug 2017 15:00:49 +0200 Die Geschicke des Landes mitbestimmen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-geschicke-des-landes-mitbestimmen/ Die Katholische Frauengemeinschaft ruft alle kfd-Mitglieder auf, am 24. September zur Bundestagswahl zu gehen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Der Diözesanvorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier ruft alle kfd-Mitglieder auf, bei der Bundestagswahl am 24. September ihre Verantwortung als Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen und zur Wahl zu gehen. „Das Wahlrecht ist ein kostbares Gut, mit dem jede und jeder von uns die Geschicke des Landes mitbestimmen kann“, heißt es in dem Aufruf, den der Verband Ende August veröffentlicht hat. „Stärken Sie mit Ihrer Stimme bei der Bundestagswahl 2017 unsere Demokratie. Geben Sie dem auch in unserem Land erstarkenden Populismus keine Chance.“

Der Frauenverband ruft dazu auf, die Programme der zur Wahl stehenden Parteien zu prüfen und mit den Wahlkreis-Kandidatinnen und Kandidaten zu sprechen: „Lassen Sie sich dabei von Ihren Überzeugungen, Ihrem Glauben und den Positionen der kfd leiten.“ Das Fundament des verbandlichen Engagements sei der christliche Glaube, schreibt der Diözesanvorstand, und erinnert an Artikel 1 des Grundgesetzes, nach dem das Leben jedes Menschen von Beginn bis Ende zu achten ist, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Der Diözesanverband weist darauf hin, dass der kfd-Bundesverband zu sechs kfd-relevanten Themen die Positionen von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und AfD den Positionen der kfd auf der Homepage http://www.kfd-bundesverband.de/projekte/bundestagswahl-2017.html gegenübergestellt und so einen Blick aus „Frauenperspektive“ auf die Programme ermöglicht. „Für eine umfassende Meinungsbildung ist es wichtig, sich objektiv mit Aussagen dieser Parteien auseinanderzusetzen.“

Der kfd-Diözesanverband setzt sich für eine offene und solidarische Gesellschaft ein und fordert eine klare Haltung gegen Rechtspopulismus. Mit einer Plakatkation würden alle 400 örtlichen Gemeinschaften und 40 Dekanatsteams im Bistum Trier aufgerufen, gegen Rassismus, für eine offene, solidarische Gesellschaft einzutreten, kündigen die Frauen an.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 500.000 Mitgliedern der größte Frauenverband und größte katholische Verband in Deutschland und mit rund 30.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Weitere Informationen sind unter www.kfd-trier.de zu finden.

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news-81592 Tue, 22 Aug 2017 11:59:35 +0200 Zwei Bischöfe, ein Pfarrgartenfest http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zwei-bischoefe-ein-pfarrgartenfest/ Gleich zwei Bischöfe zu Gast in Wehr: Triers Bischof Stephan Ackermann und Bischof Felix Genn aus Münster besuchten die Pfarrkirche, die "Kellnerei" und das Pfarrgartenfest. Wehr – Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn haben sich am 20. August rund zweieinhalb Stunden Zeit genommen, um in Wehr mit Kooperator Pater Timotheus Probst OSB, Vertretern des Pfarrgemeinderates und des Verwaltungsrates sowie mit Ortsbürgermeister Berthold Doll zu sprechen. Während der Besuch für den gebürtig aus Wassenach stammenden Bischof Genn fast so etwas wie ein Heimspiel war, freute sich sein Trierer Kollege darauf, die Pfarrkirche St. Potentinus, die Kellnerei und auch den Pfarrgarten kennenzulernen.

Vor knapp zwei Jahren hatte Friedel Durben, Leiter der Hochschule der Polizei, den Bischof bei seinem Besuch an der Hochschule am Campus Hahn nach Wehr eingeladen; nun bot sich die passende Gelegenheit. Wie sich seinerzeit im persönlichen Gespräch herausstellte, war der unweit von Wehr in der Pellenzgemeinde Nickenich aufgewachsene Trierer Bischof noch nie in der Wehrer Pfarrkirche zu Gast gewesen.

„Es ist wohl eher selten, dass gleich zwei Diözesan-Bischöfe eine kleine Dorfkirche besuchen“, betonte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Doll in seiner Begrüßung. „Deshalb sind wir doppelt froh, dass Sie lieber Bischof Stephan Ackermann und Sie lieber Bischof Felix Genn unserer Einladung gefolgt sind.“ Die Pfarrgemeinde hatte den vergangenen Sonntag für den Besuch ausgesucht, denn neben der Kirche im barocken Pfarrgarten feierte der Brauchtums- und Verschönerungsverein sein Pfarrgartenfest. Zunächst stand jedoch ein informativer Rundgang durch die Pfarrkirche und die Krypta sowie durch das Kellnereigebäude an. (Durch eine Lautverschiebung entwickelte sich aus der Bezeichnung „Kellnerei“ für das alte Klostergut in den vergangenen 200 Jahren der Begriff „Kellerei“.)

„Wehr gehörte von 920 bis 1802 zum Kloster Steinfeld. Die Mönche haben der Pfarrgemeinde ein großes Erbe hinterlassen“, erklärte Wolfgang Doll. Vieles wurde in den vergangenen Jahren sehr kostenintensiv saniert und renoviert. „Wir haben das Pfarrhaus, eine Hälfte des Kellereigebäude vor einigen Jahren an die Ortsgemeinde verkauft und waren sozusagen Vorreiter im Immobilienkonzept des Bistums“, berichtete der Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Gerne entsprach Bischof Stephan Ackermann dem Wunsch der Kirchen- und der Ortsgemeinde, das renovierte Kellereigebäude zu segnen. Zuvor hatten die Geistlichen den großen Jugendtreff im Keller des Hauses, den kleinen Pfarrsaal und das sogenannte „Bischofszimmer“ in Augenschein genommen. Letztgenannte Räumlichkeit wird vom Verwaltungsrat als Büro genutzt. Auch die Grundschule in der anderen Hälfte des Kellereigebäudes konnten die Bischöfe Ackermann und Genn sehen. „Unsere Kinder besuchen den Kindergarten in Glees und die Kinder aus Glees kommen in unsere Schule“, erläuterte Ortsbürgermeister Berthold Doll. Der Ortschef lobte die gute Zusammenarbeit der Ortsgemeinde Wehr mit der Kindertagesstätte in Glees und dem Träger der Kindertagesstätte, der katholischen KiTa gGmbH. Er sei froh, dass die KiTa gGmbHs so gute Arbeit leisten und die Kirchengemeinden entlasten, erklärte Ackermann.

Wenn in zwei Jahren die Ortsgemeinde ihre 1100 Jahr-Feier begeht, so hoffen die Wehrer Bürger, dass die beiden Bischöfe den Ort wieder mit ihrem Besuch beehren.

(red)

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news-81588 Mon, 21 Aug 2017 13:57:11 +0200 „Öffne dein Herz und geh‘ deinen Weg“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/oeffne-dein-herz-und-geh-deinen-weg/ 48 Jugendliche haben das Sakrament der Firmung durch Weihbischof Jörg Michael Peters in der Pfarreiengemeinschaft Koblenz Rechte-Rheinseite erhalten. Koblenz – „Öffne dein Herz und geh‘ deinen Weg!“, diesen Spruch haben sich die 48 Firmbewerberinnen und -bewerber aus der Pfarreiengemeinschaft Koblenz Rechte-Rheinseite ausgesucht. Weihbischof Jörg Michael Peters, der die Jugendlichen am 18. August in der Kirche St. Martin auf der Pfaffendorfer Höhe firmte, hat dieses Leitmotto begrüßt. „Das Herz muss geöffnet sein, damit Gott hineinkommen kann“, erklärte er.

„Gott will, dass wir unseren eigenen Weg gehen“, betonte Weihbischof Peters in seiner Predigt. Auf die Suche nach dem eigenen Lebensweg hatten sich die Jugendlichen bei der Firmvorbereitung begeben. Sie verbrachten gemeinsame Wochenenden, organisierten einen Spendenlauf, besuchten ein Kinderheim und ein Hospiz. Dabei gab es stets genügend Zeit, um über den eigenen Weg durch das Leben nachzudenken und über den persönlichen Glauben in einem geschützten Raum zu sprechen.

Die Firmbewerber nutzten bei einem Vorgespräch die Chance Weihbischof Peters zu fragen, was für ihn Glaube bedeute. „Wenn ich Glaube wegdenken würde, wäre da eine Leere in meinem Leben. Wo würde ich mit Trauer und der Frage, warum ich am Leben bin, hingehen? Für mich ist Glaube, aber auch Lust und Freude am Leben“, antwortete er. Glaube rühre ihm am Herzen und im Bauch, doch auch sein Verstand wäre mit dabei. „Als denkende Menschen, die ihrem Verstand folgen, müssen wir den Glauben nicht wegdrängen.“ Er gab die Frage auch zurück an die Gemeinde und insbesondere an die Firmpatinnen und -paten: „Was ist Ihr Beitrag zum Glaube?“

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news-81587 Mon, 21 Aug 2017 12:35:26 +0200 Abschied und Neubeginn im „Hunsrückdom“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/abschied-und-neubeginn-im-hunsrueckdom/ Mehr als 1000 Jahre reicht die Geschichte des "Hunsrückdoms" in Ravengiersburg zurück. Nun sind die letzten Patres aus dem Kloster ausgezogen. Ravengiersburg – Die Zukunft des Klosters in Ravengiersburg ist ungewiss. Kein Anlass zur Trauer und Verzagtheit, wie das Pontifikalamt mit Weihbischof Jörg Michael Peters und ein Festakt im Refektorium am 20. August zeigten.

Dennoch war es für die Gemeinde ein schwerer Schritt. Schon bei ihrer Begrüßung vermittelte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Roswitha Schmidt die Bedeutung des Klosters. Unter dem Thema „Tragt den Glauben durch die Zeit“ hatte die Pfarrei eingeladen. So konnten alle „zeigen, wir sind mit dem Hunsrückdom, seiner Geschichte und seiner Zukunft verbunden“, erklärte Roswitha Schmidt. Jörg Michael Peters war es ein besonderes Anliegen nicht nur Pfarrer Lutz Schultz und Dechant Ludwig Krag zu begrüßen, sondern auch Pater Josef. Er wohnte zuletzt wie Pater George im Kloster. Er steht für das letzte Projekt, in Ravengiersburg ein geistliches Zentrum errichten zu wollen. 2012 bis 2016 stellten sich die Vinzentiner aus Kerala (Indien) diesem „nicht ganz einfachen Unterfangen“, erklärte Peters.

Einen besonderen Dank überbrachte er auch Pater Knappe von den Missionaren der Heiligen Familie, der mehr als 25 Jahre das Leben im Kloster Ravengiersburg prägte. „Er kennt wie kaum ein anderer jeden Winkel des Gebäudes“, war sich Peters sicher.

Doch bei allem Rückblick und Dank sollte der Blick in die Zukunft gerichtet werden. Gerne wollte Peters der Einladung nach „Worten der Ermutigung“ nachkommen. Wie passend sei da das Zitat „Tragt den Glauben durch die Zeit“ aus seiner Sicht gewählt.

Weiter zu denken, zu lernen, wie die fast 1000-jährige Geschichte neue Impuls geben kann, war der Wunsch des Weihbischofs. Leerstand und Verwaisung seien auch Teil der Geschichte. Leider zähle auch die Schließung des Berufsbildungswerks der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) dazu.

Auch die Kommunionkinder erinnerten an die Jahre des Klosters, das Leben der Jugendlichen in der KAB, das Wirken der Mitarbeitenden, damit junge Menschen einen Beruf erlernen konnten, wo gearbeitet und gebaut wurde und sich Menschen begegneten. Den Stellenwert der Orgel für das kirchliche Leben rückten Organist Bernd Loch und der Kirchenchor in den Blick.

Pfarrer Lutz Schultz erklärte zum Auftakt des Festaktes, dass der Zeitpunkt gekommen sei, sich mit der Vergangenheit zu befassen und Antworten auf Fragen, die sich mit dem Auszug und den leerstehenden Gebäude stellen, miteinander finden zu wollen. Es gebe Handlungsbedarfe, die riesige Summen fordern, die ratlos machen könnten. Nicht aufzugeben, sei das Ziel. Er dankte dem Verwaltungsrat und auch der Ortsgemeinde, die sich damit befassen. Auch den Dombauverein mit seinem Engagement für Konzerte und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule, würdigte er.

Nach dem Auszug der beiden Patres fanden für einige Zeit junge Flüchtlinge Obdach im Kloster. Auch der gebürtige Hunsrücker Künstler Andreas Armin d´Orfey nutzt das Kloster als Atelier und Werkstatt im Kloster.

„Nicht einfach den Auszug der Patres in aller Stille vollziehen. Sich vergegenwärtigen, dass es das Vergangene zu würdigen gilt, daraus zu lernen und zu motivieren für einen Neubeginn“, war das Anliegen mehrerer Besucher.

Vorschläge für einen Neubeginn können auch an Ortsgemeinde, Verbandsgemeinde oder Pfarrei übermittelt werden und auch per E-Mail an info(at)pgm-simmern.de.

(red)

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news-81585 Mon, 21 Aug 2017 11:31:29 +0200 Der Pokal bleibt in Saarbrücken http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/der-pokal-bleibt-in-saarbruecken/ Sportlichen Ehrgeiz stellten Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulangestellte beim Fußballturnier der Bistumsschulen in Koblenz unter Beweis. Koblenz/ Trier/ Saarbrücken – Die fußballfreie Zeit ist endlich vorbei: Pünktlich zum Start der Fußball-Bundesliga am 18. August haben sich Angestellte der Bistumsschulen beim Fußballturnier in der Sporthalle des Koblenzer Cusanus-Gymnasiums ins Zeug gelegt. Die gemischten Mannschaften, die hauptsächlich aus Lehrkräften bestanden, zeigten höchsten sportlichen Ehrgeiz; siegen konnte nur eine Mannschaft. In diesem Jahr ging der Pokal an die Willi-Graf-Schulen aus Saarbrücken – doch dies war eigentlich nur nebensächlich, denn die Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bistum Trier standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Sechs Schulen aus den Visitationsbezirken Koblenz, Trier und Saarbrücken kamen im dritten Jahr des Sportevents zusammen. Die Tradition des Fußballturniers brach im Jahr 2002 ab und wurde 2015 wieder aufgegriffen. Vor zwei Jahren siegte die St. Matthias-Schule Bitburg und 2016 die Marienschule Saarbrücken. Der Pokal bleibt also in der Landeshauptstadt des Saarlands.

„Neben dem sportlichen Wettstreit ist das Turnier eine Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Bistumsschulen auszutauschen und andere Bistumsschulen vor Ort kennenzulernen“, erklärte der pädagogische Referent Dr. Hans-Gerd Wirtz des Arbeitsbereichs Kirchliche Schulen und Hochschule im Generalvikariat Trier. In jedem Jahr findet der Wettkampf an einer anderen Schule statt. So könne das Fußballspiel dazu beitragen, ein Gemeinschaftsgefühlt der Bistumsschulen zu fördern, das über die eigene Schule hinausgehe. „Es zeigt, wir sitzen alle in einem Boot.“

Teilgenommen haben in diesem Jahr: St. Matthias-Schule Bitburg, Alfred-Delp-Schule Hargesheim, Bischöfliches Cusanus-Gymnasium/ Bischöfliche Realschule Boppard, Willi-Graf-Schulen und Marienschule Saarbrücken sowie Edith-Stein-Schule Neunkirchen.

Es sei ein besonderes Erlebnis für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Man sitzt nach dem Turnier noch lange zusammen“, lächelte Wirtz.

Weitere Informationen zu kirchlichen Schulen im Bistum Trier gibt es auf www.schulabteilung.bistum-trier.de.

(jf)

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news-81584 Fri, 18 Aug 2017 13:39:32 +0200 Für das Herz, den Kopf und gegen die Einsamkeit http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fuer-das-herz-den-kopf-und-gegen-die-einsamkeit/ In Remagen gestalten Seniorinnen und Senioren ihre Freizeit selbst. Sie werden dabei vom SoNA-Projekt der Caritas unterstützt. Remagen – Das Alter im vertrauten Umfeld genießen, weiterhin Beziehungen pflegen und vielseitige Interessen verfolgen – das ist ein Traum vieler Menschen. Wie kann dieser Wunsch ganz konkret in Remagen umgesetzt werden?

Mechthild Haase geht dieser Frage im Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ im Rahmen des „SoNA“-Programms (Sozialraumorientierte Netzwerke für das Alter im Bistum Trier) des Caritasverbands der Diözese Trier nach. Die Projektkoordinatorin hat dafür zunächst eine Sozialraumanalyse in der Kernstadt durchgeführt. Sie hat dazu Kontakt zu den Menschen vor Ort gesucht, um Bedürfnisse zu erfassen. Zudem hat sie mit anderen Akteuren und Partnern gesprochen, wie dem Krankenhaus oder den Kirchengemeinden.

Den Startschuss hat vor etwa zwei Jahren ein Zukunftscafé mit etwa 40 interessierten Bürgerinnen und Bürgern gebildet. Viele Einzelinitiativen haben sich daraus entwickelt, die finanzielle und organisatorische Hilfe durch das Projekt erhalten. „Hier fungiere ich als Ansprechpartnerin, die etwa bei der Suche nach passenden Räumlichkeiten hilft.“

Die engagierte Frau hat ein offenes Ohr für Ideen und Anregungen der Remagener. „Wir sind ein Ermöglicher und unterstützen die Ideen, die an uns herangetragen werden. Die Kernfrage lautet, was wollen die Menschen?“

Die Vielfalt der entstandenen Einzelprojekte spiegle die Individualität der Senioren und Seniorinnen wider. Sie seien nicht einfach nur „die Alten“, sondern sie bringen ihre Interessen und Talente ein: Es gibt einen Philosophieclub, Radtouren oder auch „Wetter und Kleinklima“-Wanderungen. Es gehe bei allen Einzelinitiativen immer um eine zutiefst humanitäre Hilfe, wie anhand des Besuchsdiensts deutlich wird. „Der Fokus bei den Initiativen ist, dass Begegnungen stattfinden, auch wenn sich nur zwei Menschen treffen“, erklärt Mechthild Haase.

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news-81578 Wed, 16 Aug 2017 13:56:09 +0200 100 Anmeldungen liegen schon vor http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/100-anmeldungen-liegen-schon-vor/ In Boppard gibt es in der Karmeliterkirche nun eine Urnenstätte innerhalb des Kirchenraums. Solch ein Kolumbarium ist im Bistum derzeit einzigartig. Boppard – Mehr als 100 Anmeldungen liegen schon vor. Sogar Menschen aus Bonn, Westfalen und Köln rufen Willi Nickenig an und erkundigen sich nach einem Urnenplatz im Bopparder Kolumbarium. Dieses ist einmalig im Bistum Trier, da sich die Urnenstätte innerhalb des offenen Kirchenraums befindet und die Karmeliterkirche auch weiterhin für Gottesdienste genutzt wird. Dechant Hermann-Josef Ludwig hat den Raum am 15. August eingeweiht.

„Das Kolumbarium führt uns vor Augen, was der Kern unseres Glaubens ist, nämlich Tod und Auferstehung. Es erinnert uns daran, dass wir eine Zukunft haben. Der Tod hat nicht das letzte Wort“, betonte Dechant Ludwig während der Eucharistiefeier zu Maria Himmelfahrt. „Wir feiern heute die Einweihung eines besonderen Ortes und sind dankbar und stolz auf dieses Projekt.“ Er danke allen Frauen und Männern in den Räten, die nicht locker gelassen hätten und sich nicht beirren ließen. „Ich bin froh und glücklich, als Pastor dieses Projekt getragen zu haben.“

Vor mehr als sechs Jahren hat der Kirchengemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Boppard über die Möglichkeit eines Kolumbariums diskutiert. „Die Idee haben wir aus Erfurt mitgebracht“, erklärt Dechant Ludwig. Anschließend habe man sich in ganz Deutschland Kolumbarien angesehen.

Die ersten Überlegungen sahen vor, die Nischen im linken Seitenschiff für Urnenplätze zu nutzen. Letztendlich hat ein Architektenteam mit einer anderen Idee gewonnen: Das Bistum Trier hatte den Architektenwettbewerb ausgelobt, und die Entscheidung fiel unter anderem zusammen mit Vertretern der kirchlichen und staatlichen Denkmalpflege zugunsten des jetzigen Modells unterhalb der Orgelempore – welches sich im Nachhinein auch als kostengünstigstes herausstellte.

Über all die Jahre sei der Kontakt zum Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und zum Generalvikariat intensiv gewesen. „Die Diskussionen waren stets zielorientiert und nun haben wir eine einvernehmliche Lösung gefunden“, blickt Nickenig zurück.

Das Kolumbarium ist mit weißen Holzelementen optisch vom Kirchenraum abgetrennt. Im Raum selbst befindet sich eine Pietà, eine kunstvolle Marienstatue mit dem leidenden Christus. Die Verkleidung der Urnenfächer besteht aus hellem Stein, in der Mitte des Raumes befindet sich ein liegendes Kreuz. Vor dem Eingang können Blumen abgelegt und Kerzen angezündet werden.

Die Stätte ist überregional und für Menschen aller Konfessionen geöffnet, „soweit sie den Kirchenraum in seiner Gestaltung und Nutzung als katholischen Gottesdienstraum akzeptieren“, ergänzt Nickenig. Insgesamt gibt es 1100 Urnenplätze, wovon einige als Doppel-Urnengrabstätten gestaltet sind. Die vielen Anfragen seien auch damit zu erklären, dass in Boppard 80 Prozent der Bestattungen Urnenbestattungen seien. „Vielleicht sind wir mit diesem Projekt zukunftsweisend“, resümiert Nickenig, der sich seit 50 Jahren ehrenamtlich in der Kirchenarbeit engagiert. „Im Hinblick auf die zunehmende Zahl an Feuerbestattungen haben wir hier eine würdige Bestattungsform gefunden. Zudem sind wir der Meinung, dass man Denkmäler wie unsere Karmeliterkirche, nur erhalten kann, wenn man sie auch nutzt.“ Ralf Hofmann, ebenfalls einer der Initiatoren im Kirchengemeinderat, erklärt dies so: „Die Gelder, die für die Bestattungen anfallen, werden für die Karmeliterkirche und die St. Severus-Kirche verwendet.“

Weitere Informationen gibt es auf www.sankt-severus.de und im Pfarrbüro unter Tel.: 06742-2315.

(jf)

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news-81574 Mon, 14 Aug 2017 09:13:27 +0200 Liebevolle Neugierde und wohlwollendes Interesse gefragt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/liebevolle-neugierde-und-wohlwollendes-interesse-gefragt/ Mehr als 70 Ehrenamtliche engagieren sich bei der Telefonseelsorge Mittelrhein. Um die Erreichbarkeit weiterhin zu gewährleisten, werden weitere Freiwillige gesucht. Koblenz – Elf Ziffern, drei Freizeichen und eine angenehme Stimme die fragt: „Telefonseelsorge Mittelrhein, hallo! Was kann ich für Sie tun?“ Seit mehr als 50 Jahren gibt es die ökumenische Telefonseelsorge Mittelrhein mit Sitz in Koblenz. Zumeist arbeiten die ehrenamtlichen Zuhörerinnen und Zuhörer im Verborgenen. Doch bei dem Informationsabend am 10. August im Café Atempause an der Christuskirche in Koblenz zeigten sich der Vorstand des Vereins mit der Vorsitzenden Dr. Doris Caspers und die Hauptamtlichen: Diplom-Sozialpädagoge (FH) Ulrich Heinen und Pfarrerin Carmen Tomaszewski. Für den öffentlichen Auftritt gab es einen guten Grund: Die Telefonseelsorge benötigt Verstärkung in ihrem Team aus 70 Ehrenamtlichen.

Die Telefonseelsorge hat täglich 24 Stunden ein offenes Ohr für Menschen in unterschiedlichsten Krisensituationen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, bietet sie interessierten Frauen und Männern eine kostenfreie qualifizierte Ausbildung zum Telefonseelsorger bzw. zur -seelsorgerin. Nur durch eine hohe Zahl an Freiwilligen ist die Erreichbarkeit gewährleistet, ohne mit einer Überbelastung der Ehrenamtlichen einherzugehen.

Das Leitungsteam gibt den Interessierten gern Einblick in die Arbeit und die Ausbildung: Die Ausbildung erstreckt sich über eineinhalb Jahre und etwa 120 Ausbildungsstunden, die in  Tages- und Abendseminaren organisiert werden. Hinzu kommen mindestens 20 passive und weitere 20 Stunden aktive Hospitation im Telefondienst. Voraussetzungen sind

  • die Mitgliedschaft in einer Kirche, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehört,
  • eine gewisse Sprachfähigkeit,
  • eine liebevolle Neugierde und ein wohlwollendes Interesse an anderen Menschen,

erklären die Verantwortlichen. Ein spezielles Wissen oder eine Ausbildung müsse man nicht mitbringen. „Wir suchen Menschen mitten aus dem Leben“, erklärt das Leitungsteam. „Der Dienst am Telefon kann auch an eigenen Baustellen rühren, die man vielleicht bislang noch gar nicht kannte“, erwähnt die Pfarrerin eine Herausforderung der Ausbildung.

120 bis 130 Stunden im Jahr sollten nach dem Lehrgang am Telefon geleistet werden, inklusive fünf Nacht- und fünf Sonn- bzw. Feiertags-Dienste. Ein Dienst ist in der Regel vier Stunden lang, die Nachtschicht kann auch acht Stunden dauern.

„Wir setzen auf die Selbsteinschätzung der Teilnehmenden; nur sie selbst wissen, ob sie das Pensum leisten können. Viele merken selber, ob die Telefonseelsorge zu ihnen passt“, weiß Heinen, der den katholischen Part des ökumenischen Angebotes vertritt.

Vielseitige Ausbildungsinhalte

Ausbildungsinhalte sind auch Glaube und Religiosität. „Manche Anrufer fragen gezielt nach diesen Themen; und da ist es wichtig zu wissen, wo man selbst steht“, begründet Doris Caspers. „Seelsorge ist ein kirchlicher Begriff, der gefüllt werden muss. Er steht für Zuhören und Begleiten. Es muss kein Ziel erreicht werden“, definiert Heinen. Dies unterscheide eine Therapie von einem Seelsorgegespräch. „Es sind keine Patienten, die bei uns anrufen. Wir respektieren und akzeptieren die Anruferinnen und Anrufer so wie sie sind.“ Die Seelsorge sei eine Begegnung zweier Menschen mit einer Offenheit zu einer höheren Dimension, fügt die evangelische Pfarrerin hinzu.

Zudem lernen die Teilnehmenden auch zu differenzieren: Handelt es sich um ein Trauma? Ist es nötig die Person weiterzuvermitteln? Weitere Ausbildungsinhalte sind Selbsterfahrung, Methoden des beratenden Gesprächs und zentrale Beratungsthemen wie Sucht, Tod, Gewalt und Trennung.

Für Doris Caspers sei die Ausbildung, aber auch die ehrenamtliche Arbeit eine große Bereicherung und ein persönlicher Erfahrungsgewinn – auch wenn es nicht immer einfach wäre. „Es gibt auch Menschen, die keine Lösung finden, dass muss man aushalten können“, sagt die evangelische Pfarrerin und weist darauf hin, dass es bei der Telefonseelsorge nicht darum gehe, vermeintlich gute Ratschläge zu verteilen. „Es geht um das Zuhören.“ Der Anrufende sei der Experte, daher stehe die Frag: „Was könnte Ihnen denn guttun?“ im Mittelpunkt. Den Anrufern soll die Freiheit gelassen werden, selbst zu entscheiden, wie sie weiter vorgehen.

Die Telefonseelsorge wurde vor mehr als 60 Jahren in erster Linie gegründet, um Menschen von Suiziden abzuhalten. Heute sind die Anliegen der Anruferinnen und Anrufer breiter gestreut. Oftmals wären die Themen Vereinsamung und fehlende soziale Kontakte. „In der Regel geht es nicht um Hochdramatisches, aber Sie werden auch auf heikle Situationen am Telefon vorbereitet“, versichert Heinen.

Die Nummer ist kostenfrei zu erreichen und das absolut anonym – für die Nutzer wie für die Mitarbeitenden. Und niemand, der sein Ehrenamt bei der Telefonseelsorge ausübt, hänge dies „an die große Glocke“. Zur Gewährung der Anonymität und des Datenschutzes finden die Gespräche in einem Büro in Koblenz statt.

Die ökumenische Telefonseelsorge wird vom Bistum Trier, dem Evangelischen Kirchenkreis Koblenz und dem Verein „Telefonseelsorge Mittelrhein" getragen. Die Telefonseelsorge arbeitet im Verbund mit mehreren Telefonseelsorge-Stellen in Rheinland-Pfalz.

Als Bewerbung für den Lehrgang reicht zunächst ein kurzes Anschreiben mit tabellarischen Lebenslauf und Foto per E-Mail oder per Post. In einem Gespräch wird dann mit den Bewerberinnen und Bewerbern über ihre Motivation und die eigene Person und Lebensgeschichte gesprochen. Die Ausbildungsgruppe, die in der Regel aus acht bis 14 Personen besteht, wird von den beiden hauptamtlichen Mitarbeitern geleitet. „Momentan besteht die Gruppe zu 85 Prozent aus Frauen. Wir freuen uns daher sehr über Männerzuwachs“, erklärt Heinen.

Der nächste Ausbildungskurs startet am Samstag, 28. Oktober. Nähere Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren gibt es unter www.telefonseelsorge-mittelrhein.de. Zu erreichen ist die Telefonseelsorge unter Tel.: 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

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news-81568 Tue, 08 Aug 2017 11:26:48 +0200 Das Leben ist mehr als Schule http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/das-leben-ist-mehr-als-schule/ Tobias Theobald ist der neue Leiter der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral in Koblenz. Der gebürtige Trierer spricht über die Herausforderung kirchlicher Jugendarbeit. Koblenz – Bereits seit dem 1. April ist der Pastoralreferent Tobias Theobald der neue Leiter der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral in Koblenz, doch mehr als ein halbes Jahr später scheint der richtige Zeitpunkt für die offizielle Begrüßung gekommen zu sein: Ein langgeplantes Projekt, der SportsGround, ist fertig. Dies wird zusammen mit der Einführung von Theobald am Donnerstag, 24. August, in der St.-Elisabeth-Straße gefeiert.

Das Multifunktionsspielfeld haben die Kinderhilfsaktion „Herzenssache“ und weitere Kooperationspartner sowie Spenderinnen und Spender ermöglicht. „Die Fläche soll ein Treff für Jugendliche, insbesondere aus dem Koblenzer Stadtteil Rauental sein“, erklärt der neue Leiter. Hier können sie sich auspowern. Das Projekt begann schon vor der Zeit des Familienvaters; der Gemeindereferent Ralf Schneider-Eichhorn startete die Planung.

Sechs Jahre hat sich Theobald um die Jugend- und Schulpastoral im Dekanat Ahr-Eifel gekümmert und da unter anderem Schulgottesdienste organisiert. Durch den Wechsel hat sich der Aufgabenbereich des gebürtigen Trierers vergrößert: „Ich habe mich schon immer für die Arbeit der Fachstellen interessiert. Die politische Ebene finde ich spannend und wichtig.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle begleiten jugendpolitisch Tätige aus dem katholischen Bereich und sind in der Regel beratende Mitglieder in den Jugendhilfeausschüssen der Städte und Landkreise. Zu Theobalds Aufgaben gehören jetzt Verwaltungstätigkeiten und die Leitung eines Teams von zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Ich schätze die Teamarbeit hier sehr. Es ist ein produktives und gutes Arbeiten.“

Die Fachstelle dient als Ansprechpartner in Sachen Jugendarbeit für die Dekanate Koblenz, Maifeld-Untermosel, Rhein-Wied und Kirchen. Kirchliche Jugendarbeit sei ein wichtiger Faktor für die Gesellschaft. „Wir bieten Jugendlichen Erfahrungen im Bereich Kirche. Wir zeigen ihnen, dass Leben mehr ist als Schule und Leistungsdruck. Wir helfen ihnen, einen eigenen Weg in unserer Gesellschaft zu gehen.“ Er sehe es als christlichen Auftrag, Mitmenschen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen, getreu den Worten Jesu aus dem Johannesevangelium: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Eine Herausforderung für die kirchliche Jugendarbeit sei die hohe Bedeutung von Schule, in der Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihrer Lebenswelt verbringen. „Hier gilt es, im Rahmen der Jugendarbeit Kontakte zu knüpfen, die es ermöglichen, auch die Sorgen und Nöte der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen und Hilfestellungen geben zu können.“ Die Orientierungstage mit der Clemens-Brentano-/Overberg RealschulePlus in Koblenz seien ein gutes Beispiel dafür.

Mit Blick in die Zukunft und auf die Bistumssynode hofft Theobald, dass die Jugendarbeit nicht auf der Strecke bleibt. „Es geht um die Frage: Wie können wir die Umsetzung der Synode mitgestalten und dabei Anwalt für die guten Standards der Jugendarbeit sein?“

Theobald, der in Grafschaft bei Bad Neuenahr-Ahrweiler wohnt, freut sich auf das weitere Kennenlernen seiner neuen Dienststelle, die Zusammenarbeit sowie die inhaltliche Auseinandersetzung im Team und auf die sich daraus ergebenden neuen Ideen.

Weitere Informationen zur FachstellePlus und über das dortige Angebot gibt es auf www.bistum-trier.de/fachstellejugendplus-koblenz/

(jf)

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