Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken Tue, 17 Oct 2017 18:05:44 +0200 Tue, 17 Oct 2017 18:05:44 +0200 Bistum Trier news-83205 Mon, 16 Oct 2017 14:05:17 +0200 „Eine starke Zeit, die den Alltag unterbricht“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-starke-zeit-die-den-alltag-unterbricht/ Bischof Ackermann eröffnet am 15. Oktober mit einem festlichen Gottesdienst die Jubiläums-Wendelinuswallfahrt in St. Wendel. St. Wendel – Mit einem festlichen Gottesdienst in der St. Wendeler Basilika hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. Oktober die diesjährige Wendelinus-Wallfahrt eröffnet. Über zwei Wochen - bis Allerheiligen - dauert die Jubiläumswallfahrt - 1400 Jahre nach dem Tod des Heiligen im Jahr 617. Die Pfarrgemeinde St. Wendelin erwartet gemeinsam mit der Pfarreiengemeinschaft St. Wendel zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus dem ganzen Bistum und darüber hinaus. Über 60 Angebote, vor allem Gottesdienste, aber auch Führungen, Vortrag, Musical, Konzerte, Diskussion und eine Ausstellung, erwarten die Wallfahrer. Die sterblichen Überreste des Heiligen sind während der Zeiten dieser Jubiläumswallfahrt in der Basilika in einer Lade sichtbar aufgebahrt. Geöffnet wurde die Lade von Bischof Ackermann nach dem Festgottesdienst und einer anschließenden Prozession mit dem Schrein des Heiligen durch seine Stadt. 1960 gab es eine solche Prozession zu letzten Mal. Eine große Menge von Pilgerinnen und Pilgern folgten der mit vier Pferden bespannten Kutsche mit der Lade des Stadtheiligen. Sofort nach der Öffnung der Lade und deren Aufstellung auf der reich geschmückten Tomba vor dem Hochaltar bildete sich eine Lange Schlange von Wallfahren, die dort über eine kleine Treppe dem Heiligen ganz nahe kommen können.

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news-82880 Thu, 05 Oct 2017 13:56:10 +0200 Erinnerungsarbeit bleibt Aufgabe http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/erinnerungsarbeit-bleibt-aufgabe/ Seit 1987 lädt die Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis Gäste aus Osteuropa ein. Mit einer Feierstunde hat sie das 30-jährige Bestehen ihres „Zeitzeugenprojekts“ begangen. Dillingen - Mit einer Feierstunde hat die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Kreis Saarlouis am 28. September das 30-jährige Bestehen ihres „Zeitzeugenprojekts“ begangen. Seit 1987 lädt die KEB in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk (Freiburg) mindestens einmal im Jahr Gäste aus Osteuropa ein, denen während des Krieges im deutschen Namen schweres Leid zugefügt wurde. In den drei Jahrzehnten waren über 300 Gäste aus Russland, Litauen, Ukraine, Estland oder Weißrussland zu Gast. Unlängst wurde der KEB für das Zeitzeugenprojekt der Saarländische Weiterbildungspreis verliehen.

KEB-Vorsitzender Horst Ziegler begrüßte im Dillinger Oswald-von-Nell-Breuning-Haus unter den über 70 Gästen Georg Hasenmüller, der das Projekt 1987 als damaliger pädagogischer Leiter bei der KEB ins Leben gerufen hatte, Christine Küpper und Günther Weis vom Maximilian-Kolbe-Werk sowie sechs Zeitzeugen aus Litauen. „Seit 1978 lädt das Maximilian-Kolbe-Werk KZ-Überlebende zu Erholungs- und Begegnungsaufenthalten nach Deutschland ein. Über 14.000 ehemalige KZ-Häftlinge nahmen bis heute daran teil“, erklärte Ziegler. Er griff das Motto des Projektes auf: „Fragt uns, wir sind die Letzten!“ Die Zeitzeugen, die heute kämen, hätten KZ und Getto als Kinder überlebt und gehörten heute zur älteren Generation. Das Projekt sei jedoch kein „Auslaufmodell“ und könne auch weitergehen, wenn kein Zeitzeuge mehr kommen könne, betonte Ziegler. Für die Zukunft müsse man sich neue Formate überlegen, vielleicht auch Begegnungen in den jeweiligen Ländern Osteuropas organisieren und sogar heutige Zeitzeugen einbeziehen – wie die übers Mittelmeer gekommenen Flüchtlinge. „Zeitzeugen, die Schreckliches erlebt haben, wird es immer geben“, sagte Ziegler.

Ganz still wurde es, als zwei der Zeitzeugen aus Litauen auf Deutsch ihre Geschichte erzählten. Rozeta Ramoniene berichtete, wie sie erst ihren Vater im Krieg verlor, dann ihre Mutter gefangen genommen wurde, Zwangsarbeit leisten musste und schließlich mit 500 anderen erschossen wurde. Das Mädchen musste mit rund 30.000 Juden im Getto bei Vilnius leben, bekam mit, wie Tausende Menschen zusammengetrieben und erschossen wurden. Durch ein Loch im Zaun zu einer Familie 40 Kilometer weiter gebracht. Als Überlebende ihrer Familie fand sie später ihre Großmutter in Usbekistan. „In Vilnius lebe ich noch heute mit der Last der Überlebenden“, schloss Ramoniene. Izaokas Glikas erzählte, er sei sieben Jahre alt gewesen als deutsche Soldaten in sein Heimatstädtchen, wo 3.000 Litauer und Ostpreußen und 1.000 Juden lebten, einmarschierten. Er erlebte, wie auf dem jüdischen Friedhof 350 Männer auf einmal in einer langen Grube erschossen wurden. „Meine Familie hatte Glück gehabt“, sagte Glikas. Sie konnte aus dem Getto fliehen, wurde aber auseinander gerissen; er selbst wurde von einem Priester aufgenommen, kam danach bei einer „guten Frau“ unter, traf später seine leibliche Mutter wieder, wurde Arzt. Jahr für Jahr gedenkt Glikas der 10.000 Männer und Frauen, die im Getto, wo auch er war, ermordet wurden.

Christine Streichert-Clivot, Staatsekretärin im saarländischen Bildungsministerium, lobte das Engagement der KEB für das Zeitzeugenprojekt und dankte für solche „Initiativen aus der Bürgergesellschaft“. „Sie verpflichten sich zu informieren und zuzuhören“, sagte sie. Sie sprach von einem „gemeinsamen Friedensprojekt“, wie es die Europäische Union und auch Deutschland seien, und stellte in diesen Zusammenhang den Zuzug geflüchteter Menschen nach Deutschland. Über 7.000 Kinder und Jugendliche seien gerade „relativ geräuschlos“ in unsere Schulen gekommen, dies sei der guten Integrationsarbeit dort zu danken.

 

Im Rahmen der Feierstunde gab die KEB im Kreis Saarlouis e.V. die folgende freiwillige Selbstverpflichtung ab:
„Die KEB im Kreis Saarlouis e. V. verpflichtet sich, wie schon seit ihrer Gründung im Jahre 1971 auch weiterhin daran zu erinnern, dass durch Hass, Gewalt und Krieg sehr viele Menschen sehr vielen Menschen großes Unrecht und großes Leid bis zum Tod zugefügt haben. Dies geschieht nicht nur im ehrenden Gedenken der Opfer und mit Respekt vor den Zeitzeugen, sondern auch im Hinblick auf unsere Zeitgenossen, unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Brüder und Schwestern, und vor allem auch die nachfolgenden Generationen. Denn wir sind überzeugt, dass Mitmenschlichkeit, Solidarität und Nächstenliebe Grundlagen für ein gutes Zusammenleben sind. Das Erinnern ist also nicht Selbstzweck. Es dient dazu, erlittenes Unrecht vor dem Vergessen zu bewahren und an nicht erfüllte Hoffnungen anzuknüpfen, damit wir unsere gemeinsame Welt und unser gemeinsames Leben, unsere Gesellschaft heute und in Zukunft im Rahmen unserer Möglichkeiten besser und schöner machen. Und deshalb bleiben die Erinnerung und das Bemühen um Versöhnung unsere Aufgaben über die Begegnung mit den Zeitzeugen hinaus. Die Chancen auf eine bessere Welt liegen nämlich im Gespräch der Menschen miteinander, ob in Dillingen, Deutschland, Osteuropa, Israel, Palästina oder Syrien.“

 

(red)

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news-82769 Mon, 02 Oct 2017 08:42:55 +0200 Kindern Zeit und Raum zum Erzählen geben http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kindern-zeit-und-raum-zum-erzaehlen-geben/ Im Rahmen des Bundesprogramms "Sprach-Kitas" arbeiten neun Sprachfachkräfte in elf Kitas der Katholischen Kita gGmbH Saarland. Saarlouis/Lisdorf – Wenn Annabelle Bonde morgens mit den Kindern und Erzieherinnen der Kita Herz-Jesu in Lisdorf im Stuhlkreis sitzt, dann achtet sie ganz genau darauf, was gesprochen wird. Sie ist eine von insgesamt neun Sprachfachkräften im Saarland, die in elf Kindertageseinrichtungen der Katholischen Kita gGmbH Saarland arbeiten.

„Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Sprache verstärkt in den Alltag zu integrieren“, sagt Annabelle Bonde. „Der Morgenkreis ist zum Beispiel eine wichtige Situation, um Sprache zu integrieren.“ Dabei geht es aber nicht darum, den Kindern Deutsch beizubringen. Die Sprachfachkräfte haben ein ganz anderes Ziel: „Es sollen Gespräche entstehen“, erklärt Bonde. „Die Erzieherinnen sollen den Kindern nicht nur Fragen stellen, auf die mit ja oder nein geantwortet wird. Wir helfen dabei, zum Beispiel auf Fragestellungen zu achten, um Gespräche in Gang zu bringen.“ Kinga Smolka, ebenfalls Sprachfachkraft gibt ein Beispiel: „Ich habe die Kinder nach den Ferien zum Beispiel gefragt, was sie in den drei Wochen, in denen die Kita zu war, gemacht haben. Jedes Kind durfte erzählen. Die haben teilweise fünf Minuten und länger geredet.“ Genau das sei das Ziel der Sprachfachkräfte: den Kindern Zeit und Raum zum Erzählen zu geben.

„Wir arbeiten aber nicht nur direkt mit den Kindern, sondern besprechen uns vor allem auch mit den Erzieherinnen.“ Dabei gehe es nicht darum, den Erzieherinnen auf die Finger zu gucken, und sie zurechtzuweisen, sondern sie zu schulen, wie sie Sprachsituationen erkennen und fördern können. „Wenn eine Erzieherin ein Kind zum Beispiel gerade wickelt, dann kann sie diese Situation nutzen, um in aller Ruhe mit dem Kind zu sprechen“, so Smolka.

Die dritte Säule neben der Arbeit mit den Kindern und der Schulung und Unterstützung der Erzieherinnen ist die Einbeziehung der Eltern in das Programm „Sprach-Kitas“, das vom Bundesministerium für Familien ins Leben gerufen wurde. Sprache soll auch außerhalb der Kitas weiter gefördert werden. „Im Durchschnitt wird zu Hause nur noch zwölf Minuten am Tag miteinander geredet“, zitiert Annabelle Bonde eine Statistik. Das liege zum Teil daran, dass die Eltern oft beide berufstätig seien und deshalb nur wenig zu Hause bei ihren Kindern sind. Es liege aber auch an den neuen Medien, die schon in jungen Jahren einen immer größeren Platz zu Hause eingeräumt bekommen. „Ich möchte eine Eltern-Kind-Bibliothek einrichten“, erzähl Annabelle Bonde. „Dort sollen Eltern sich zum Beispiel Bilderbücher ausleihen können. Damit man zu Hause nicht nur vor dem Fernseher sitzt und sich anschweigt, sondern auch mal ein Buch nimmt und sich darüber unterhält.“

Das Programm „Sprach-Kitas“ ist im Frühjahr dieses Jahres in den elf Einrichtungen der Kita gGmbH Saarland angelaufen und wird noch bis 2020 vom Bund mit Mitteln gefördert.

Weitere Informationen: www.kita-saar.de oder www.sprach-kitas.fruehe-chancen.de

(dh)

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news-82632 Wed, 27 Sep 2017 11:22:34 +0200 Mehr Platz, den Menschen vor Ort zu helfen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mehr-platz-den-menschen-vor-ort-zu-helfen/ Pfarrer Hermann Zangerle hat Ende September die neuen Büroräume der Caritas Sozialstation Lebach gesegnet. Lebach – Pfarrer Hermann Zangerle hat Ende September die neuen Büroräume der Caritas Sozialstation Lebach gesegnet. „Ich übergebe die neuen Räume mit einem weinenden Auge, weil die Sozialstation vorher in den Räumen der Kirchengemeinde untergebracht war“, sagte Zangerle. „Aber ich bin mir sicher, dass wir weiterhin miteinander verbunden bleiben.“

Zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten waren rund 60 Gäste da, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Mitglieder der Fördervereine der Station. Auch Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill war zur Segnung gekommen. Er beglückwünschte den Caritasverband Saar-Hochwald e.V. zu dem Beratungsangebot, das sich im Laufe der Jahre immer weiter ausgeweitet habe. „Darauf können sie stolz sein!“, sagte Brill. „Die Caritas ist mehr als nur eine Organisation. Sie steht für eine Grundüberzeugung der Hilfe gegenüber den Menschen.“ Brill wünschte der Sozialstation weiterhin viel Erfolg, „dass sie weiterhin ihren Beitrag für ein würdiges Leben unserer Mitbürger leisten können.“

Der Umzug in die neuen Büroräume Am Markt 15 in Lebach ging sehr schnell vonstatten, wie Judith Thiel, Pflegedienstleiterin der Caritas Sozialstation berichtete. Man sei froh, die Räumlichkeiten gefunden zu haben. Besonders dankte sie auch den neuen Vermietern, der Familie Rückherr. „Die alten Räume in der Pfarrgasse sind einfach zu eng gewesen“, erklärte Thiel. „Hier stehen uns zwei zusätzliche Büroräume und ein großer Teambesprechungsraum zur Verfügung.“ Insgesamt werden ab sofort etwa 34 der 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Lebacher Markt arbeiten.

Die Caritas Sozialstation betreut etwa 250 Patienten in Lebach und Schmelz. Häusliche Krankenpflege, hauswirtschaftliche Unterstützung, stundenweise Betreuung zu Hause und die Beratung in Sachen Pflege und Betreuung gehören zu den Hauptaufgaben der Caritas Sozialstation. Außerdem gehört das Café Plauderstübchen in Lebach-Steinbach, in dem Demenzberatung und Pflegekurse für Ehrenamtliche angeboten werden, zur Sozialstation dazu. Hier soll im Laufe des nächsten Jahres außerdem eine Tagespflege angeboten werden, wie Pflegedienstleiterin Thiel ankündigte.

Nach den Grußworten des Direktors des Caritasverbandes Saar-Hochwald e.V., Hermann-Josef Niehren, des Bürgermeisters und der Pflegedienstleiterin segnete Pfarrer Zangerle noch die Kreuze, die künftig in den Büroräumen hängen werden. Er wünschte der Sozialstation Gottes Segen und viel Erfolg für die Zukunft. „Gerade im Zuge der Umsetzung der Bistumssynode können wir die Caritas Sozialstation als Vorreiter sehen, denn sie hat schon immer über den Tellerrand hinausgeschaut und sich nicht nur um die Menschen in der Stadt, sondern auch in Schmelz oder den umliegenden Gemeinden gekümmert!“

Weitere Informationen: www.caritas-saarlouis.de

 

(dh)

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news-82608 Tue, 26 Sep 2017 16:12:27 +0200 Katholische Kita gGmbH Saarland Trägerin von 158 Kitas http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/katholische-kita-ggmbh-saarland-traegerin-von-158-kitas/ In der Stadthalle Dillingen fand die Gesellschafterversammlung der Katholischen Kita gGmbH Saarland statt. Dillingen – Mit der Aufnahme von weiteren 23 Einrichtungen zum 1. Januar 2017 befinden sich nun insgesamt 158 Kindertagesstätten in Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH Saarland. Das hat der pädagogische Geschäftsführer Thomas Schmitz bei der Gesellschafterversammlung der gGmbH in Dillingen mitgeteilt.

Bis zum Ende des vergangenen Jahres gab es im Saarland 10.815 Plätze in den Kindertagesstätten der gGmbH im Saarland, davon waren 5.215 Ganztagesplätze und 1.563 Krippenplätze. Durch die zusätzlichen 23 Kindertagesstätten kommen 2017 unter anderem noch einmal 315 weitere Krippenplätze hinzu, wie Rainer Borens, kaufmännischer Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH erklärte. „Damit sind jetzt die letzten Kitas der katholischen Kirchengemeinden im Saarland in Trägerschaft der Katholischen Kita gGmbH übergangen“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende Mechthild Schabo. Sie betonte, die größte Herausforderung, die den Einrichtungen bevorstehe, sei die „große Aufgabe der Umsetzung der Synode“. Hier gebe es einerseits große Hoffnungen und eine hohe Motivation, Dinge mitzugestalten, aber auch Frust und Ängste. Georg Binninger, Mitglied des Aufsichtsrats, ging ebenfalls auf die Synodenumsetzung im Bistum Trier ein. „Kirche soll künftig vor Ort gelebt werden. Für unsere Kitas ist das Alltag, denn wir haben alle Familien in den Einzugsbereichen im Blick und sind somit immer vor Ort und kennen alle Brennpunkte.“

Im August stellte das Bistum Trier ein überarbeitetes Rahmenleitbild für die Kindertageseinrichtungen im Bistum vor. Darin sind auch die Ergebnisse der Bistumssynode eingeflossen. An diesem Rahmenleitbild orientiert sich die Katholische Kita gGmbH Saarland. „Bis 2020 werden wir unser Leitbild im Hinblick auf das Rahmenleitbild überarbeiten“, kündigte Thomas Schmitz an. Das überarbeitete Rahmenleitbild war ein zentraler Punkt auf der Versammlung in Dillingen. In Gruppen wurde die Umsetzung dieses Rahmenleitbildes im Alltag der Kitas diskutiert. Dabei kam unter anderem die Frage auf, wie der Glaube fester verankert werden könne. So forderte eine Gruppe beispielsweise eine stärkere pastorale Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als bisher.

Ein weiteres Thema, das auf der Versammlung angesprochen wurde, war der Fachkräftemangel. Durch den starken Ausbau von Ganztagesplätzen und der verstärkten Arbeit in Schichten werde die Belastung der Erzieherinnen und Erzieher immer stärker. Eine Entlastung scheint durch den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften leider nicht in Sicht.

(dh)

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news-82573 Mon, 25 Sep 2017 13:36:03 +0200 Eine neue Heiligenstatue zur Jubiläumswallfahrt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-neue-heiligenstatue-zur-jubilaeumswallfahrt/ Er ist knapp zwei Meter groß und aus einem einzigen Stück Holz herausgeschnitten: Der Heilige Wendelinus. St. Wendel – Er ist knapp zwei Meter groß und aus einem einzigen Stück Holz herausgeschnitten: Der Heilige Wendelinus, den der Kettensägenkünstler Andrej Löchel aus Bliesen für die Jubiläumswallfahrt des Heiligen in St. Wendel gefertigt hat.

Pfarrer Klaus Leist hat das Werk in Auftrag gegeben. Zum 1.400-jährigen Todestag des Heiligen wollte er eine neue Statue errichten und schon bei der Erschaffung etwas Besonderes machen. Bis die Statue fertig war, hat es allerdings länger gedauert als ursprünglich gedacht. Andrej Löchel sollte den Baumstamm im Vorgarten des Pfarrhauses, gegenüber der Basilika von St. Wendel bearbeiten. Doch zur gleichen Zeit war auch Markt rund um die Basilika und der ohrenbetäubende Lärm war den Besuchern und Händlern zu viel des Guten. Also hat der Künstler das halbwegs bearbeitete Stück Holz kurzerhand eingepackt und in sein Lager gebracht, wo er den Heiligen in aller Ruhe fertig sägte.

„Für mich war wichtig, dem Künstler seine Freiheit zu lassen“, erklärt Pfarrer Klaus Leist. „Wir haben aber natürlich darüber gesprochen, dass eine gewisse Identifikation zwischen der Figur und dem Heiligen da sein muss.“ Der Heilige Wendelinus war laut Legende Schafhirte gewesen. Deshalb hat Andrej Löchel aus einem weiteren Stück Holz ein Schaf gesägt, das jetzt zu Füßen des Heiligen liegt. Zu den Symbolen des Heiligen gehört auch der Hirtenstab, den der Künstler seiner Statue in die Hand gegeben hat. „Wichtig war auch, dass der Wendelinus entweder die Bibel in der Hand hält, oder eine Krone da ist“, so Pfarrer Leist. Andrej Löchel hat sich für die Krone entschieden. Diese liegt nun unter dem Fuß des Holz-Wendelinus. „Das hat die Bedeutung, dass er auf die weltliche Macht, auf das Erbe seines Vaters als Königssohn, verzichtet und geht in die Nachfolge Jesu als Wandermönch“, interpretiert Leist.

Seinen endgültigen Standort wird der Heilige Wendelinus vor der Wendalinuskapelle finden. Während der Wallfahrtswoche vom 15. Oktober bis zum 1. November steht die Statue aber wieder im Vorgarten des Pfarrhauses, wo sie jeder betrachten kann. Den Auftakt der Wendelinus-Wallfahrt bildet ein festlicher Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. Oktober um 9.30 Uhr in der Wendelinus-Basilika. Im Anschluss an den Gottesdienst findet eine Prozession mit dem geöffneten Schrein, in dem die Gebeine des Heiligen liegen, durch St. Wendel statt. Weitere Höhepunkte der Wallfahrtswoche sind Gottesdienste mit dem Erzbischof von Luxemburg, Dr. Jean-Claude Hollerich am 22. Oktober, dem Päpstlichen Nuntius, Dr. Nikola Eterovic am 29. Oktober, mit dem neuen Weihbischof Franz-Josef Gebert am 30. Oktober und zum Abschluss der Wallfahrt, am 1. November mit Weihbischof Jörg Michael Peters. Daneben wird es weitere Gottesdienste, sowie Vorträge und Podiumsdiskussionen geben. So zum Beispiel eine Diskussion zum Thema „Das christliche Menschenbild“ am 30. Oktober, zu der auch der Bundesverfassungsrichter und ehemalige Saarländische Ministerpräsident Peter Müller kommen wird.

Weitere Informationen: www.pg-wnd.de

 

(dh)

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news-82566 Mon, 25 Sep 2017 11:21:24 +0200 Bolivianischer Bischof zu Besuch in Neunkirchen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bolivianischer-bischof-zu-besuch-in-neunkirchen/ Zum Auftakt der Bolivienpartnerschafts-Woche des Bistums Trier, war der bolivianische Militärbischof Fernando Bascopé Müller in Neunkirchen zu Besuch. Neunkirchen – Zum Auftakt der Bolivienpartnerschafts-Woche des Bistums Trier, war der bolivianische Militärbischof Fernando Bascopé Müller in Neunkirchen zu Besuch. Gemeinsam mit Pfarrer Michael Wilhelm feierte der Bischof den Familiengottesdienst in der Kirche St. Marien. Auch in Schiffweiler wurde ein bolivianischer Gast empfangen: Dort spendete Weihbischof Robert Brahm zusammen mit Weihbischof Waldo Barrionuevo Jugendlichen das Sakrament der Firmung.


In St. Marien lud Pfarrer Wilhelm vor Beginn des Gottesdienstes die Kinder, die im nächsten Jahr zur Erstkommunion gehen werden und an diesem Sonntag zu ihrem ersten Vorbereitungsgottesdienst gekommen waren, ein, zum Altar zu kommen. Dort saßen er, Bischof Bascopé Müller und die Kinder auf den Stufen zum Altar, während der Pfarrer den Kindern den Altarraum und den Ablauf des Gottesdienstes erklärte. Bischof Bascopé Müller ließ sich die Erläuterungen von einer Jugendlichen aus Neunkirchen, die gerade von ihrem Freiwilligendienst in Bolivien zurückgekehrt war, übersetzen. Pfarrer Wilhelm erzählte den Kindern, dass der Großvater des bolivianischen Bischofs aus der Schweiz stammte und er deshalb diesen deutsch klingenden Nachnamen hat. Die Kinder durften dem Bischof auch Fragen stellen. Sie wollten wissen, ob es denn in Bolivien auch so große Kirchen gebe. „Die Kathedralen aus der spanischen Kolonialzeit sind auch so groß“, bestätigte der Bischof den Kindern.


Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Bischof für die herzliche Einladung und freute sich, in eine Kirche gekommen zu sein, die jeden mit offenen Armen empfange. Den Kommunionkindern wünschte er Gottes Segen, und dass sie das Leben teilen mögen, so wie sie auch das Brot Gottes in der Kommunion untereinander teilen und mit Liebe empfangen.


Bischof Bascopé Müller war zusammen mit den Mitgliedern der bolivianischen Bischofskonferenz ins Bistum Trier gekommen. Im Anschluss an eine Reise nach Rom besuchten die Vertreter der Bischofskonferenz ihre deutschen Partnerdiözesen Trier und Hildesheim. Im Bistum Trier fanden insgesamt neun Gottesdienste unter bolivianischer Beteiligung statt, darunter auch ein großer Gottesdienst im Trierer Dom mit Bischof Dr. Stephan Ackermann. Dort wurde die Bolivienpartnerschafts-Woche offiziell eröffnet. Sie steht dieses Jahr unter dem Motto „Das gemeinsame Haus: schützen und aufbauen“. Bis zum 1. Oktober werden Initiativen der bolivianischen Kirche zum Klimaschutz und zur Bewusstseinsbildung zum Umweltschutz in den Blick genommen. Am Ende der Bolivienpartnerschafts-Woche, am Erntedankfest, findet die traditionelle Bolivienkollekte im Bistum statt, mit der die Katholiken im Bistum ihre bolivianischen Partner unterstützen.

(dh)

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news-82440 Thu, 21 Sep 2017 13:26:44 +0200 Eine lebendige Caritas vor Ort http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-lebendige-caritas-vor-ort/ Zum Thema Familienarmut ließ sich der Katholikenrat im Bistum Trier heraus rufen. Vertreter besuchten die Gemeinwesenarbeit der Caritas in Friedrichsthal. Friedrichsthal – „Unsere Motivation war es, dahin zu gehen, wo unsere Leute sind, dort wo die Menschen am Rand der Gesellschaft leben. Wir sind hier genau da, wo wir mit der Synode hinwollen“, sagte Manfred Thesing, Vorsitzender des Katholikenrates im Bistum Trier. Zusammen mit den Mitgliedern des Sachausschusses Gesellschaft und Soziales des Katholikenrates hat er sich heraus rufen lassen und die Gemeinwesenarbeit (GWA) der Caritas in Friedrichsthal besucht. Im Fokus des Sachausschusses steht in diesem Jahr das Thema „Familienarmut.“

Die Mitglieder des Rates erfuhren von Mitarbeitern der Caritas, aber auch von den Menschen, die in Friedrichsthal leben, welche Arbeit die Caritas hier seit 40 Jahren insbesondere für die Familien leistet. Elisabeth Junk, die ehemalige Sprecherin der Bewohnervertretung des Wohngebiets Am Kolonieschacht in Friedrichsthal erzählt dankbar von der Hilfe, die sie und andere Familien durch die Caritas erhalten haben. „Viele Häuser hatten gar keine Toiletten, oder nur draußen“, erzählt sie. „Im Sommer sind die Maden über die Straße marschiert, und die Stadt hat gesagt, sie können keine Toiletten in den Häusern installieren, weil die Kanalisation dafür nicht ausgelegt sei.“ Gemeinsam mit der Caritas hat Junk nochmals bei der Stadt nachgehakt und schließlich hat sich etwas getan: Es wurden Toiletten in den Häusern installiert.

Später verlagerte sich die GWA der Caritas vom Kolonieschacht in die Feldstraße. „Der Kolonieschacht war damals ein instabiles Wohngebiet. Das ist die Siedlung heute nicht mehr“, sagt Werner Hubertus, Projektleiter der GWA über die Erfolge der GWA. In der Feldstraße wurde Rainer Engbarth zum Mittler zwischen den Menschen und der Caritas. „Die Leute kamen zu mir und haben gefragt, ob ich nicht zur Caritas gehen könnte, damit die bei der Stadt fragen können, wie es um die Sanierung ihrer Häuser steht“, berichtet er. Auch hier konnte die Caritas etwas erreichen. Nach und nach wurden die Fenster und Türen der Häuser saniert. Aber die Bewohner machen auch vieles selbst. So gibt es eine Männergruppe, die sich um einen Spielplatz kümmert, wenn dort zum Beispiel etwas repariert werden muss. Sie organisieren außerdem ein Sommerfest und von den Einnahmen veranstalten sie Ausflüge für Familien oder kaufen neue Spielgeräte für den Spielplatz.

Mittlerweile sind es nicht mehr nur spezielle Gebiete in Friedrichsthal, in denen die Caritas aktiv ist. „Wir haben irgendwann unsere Sozialberatung in die Feldstraße verlegt, weil wir gemerkt haben, dass wir Zulauf aus der ganzen Stadt bekommen“, so Werner Hubertus. Wichtigstes Ziel der GWA Friedrichsthal ist dabei nach wie vor die Bekämpfung von Familienarmut.

„Die Caritas ist hier keine Behörde mit festen Strukturen, sondern lebendig“, lobte Thesing die Arbeit der GWA. „Ich finde es bewundernswert, wie die Caritas hier arbeitet.“ Nach ihrem Besuch in Friedrichsthal will der Katholikenrat einen Beschluss zum Thema Familienarmut fassen und damit auf die Politik zugehen. „Familienarmut nimmt immer mehr zu. Es gibt Dinge, von denen sich die Politik nicht verabschieden darf.“

 

(dh)

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news-82412 Wed, 20 Sep 2017 14:11:08 +0200 Noch kein fertiger Plan in der Schublade http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/noch-kein-fertiger-plan-in-der-schublade/ Mehr als 300 Menschen sind zur Infoveranstaltung zur Vermögensverwaltung der "Pfarrei der Zukunft" nach Merzig gekommen; viele äußerten Kritik und Bedenken. Merzig – „Anscheinend hat es einen ganz massiven Vertrauensbruch gegeben, der die Kirchengemeinden und Pfarreien zweifeln lässt, dass etwas Gutes daraus entstehen kann.“ So fasste Pfarrer Peter Leick am Dienstagabend, 19. September, in der Stadthalle Merzig seine Zweifel zusammen.

Zusammen mit über 320 Katholiken aus dem ganzen Saarland war Pfarrer Leick zur Informationsveranstaltung zur Vermögensfrage der Pfarreien der Zukunft gekommen, zu der das Bistum Trier eingeladen hatte. Im Zuge der Umsetzung der Synode soll es nach dem vorläufigen Entwurf künftig nur noch 35 Pfarreien im Bistum Trier geben – zehn davon im Saarland. Mit neuen Grenzen stellt sich natürlich auch die Frage, was mit den Kirchengemeinden, die die Vermögen der bisherigen Pfarreien verwalten, geschehen wird.

Ansatz A oder Ansatz B?

Die Leitungskonferenz des Bistums hat nach Beratungen in der Bistums-Dechantenkonferenz und dem Kirchensteuerrat eine „strategische Vorentscheidung“ getroffen. So bezeichnete es Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Er versuchte, zusammen mit der Finanzdirektorin des Bistums, Kirsten Straus, mit Offizial Prälat Dr. Georg Holkenbrink und Justiziar Matthias Müller die getroffene Entscheidung über die Kirchengemeinden der Zukunft zu erläutern. „Wir haben noch keinen fertigen Plan in der Schublade liegen“, sagte Finanzdirektorin Straus. Generalvikar von Plettenberg betonte: „Wir wollen gemeinsam mit Ihnen schauen, wie der Weg aussehen kann. Noch befinden wir uns in der nicht-formalen Phase. Alles, was rechtsverbindlich ist, kommt später.“

Zwei Ansätze waren diskutiert worden: Ansatz A sah vor, die Kirchengemeinden bei der Neugründung der Pfarreien der Zukunft nicht anzutasten. Sie würden mit der Zeit untereinander fusionieren, bis irgendwann eine einzige Kirchengemeinde in der Pfarrei der Zukunft entsteht. „Ansatz B heißt: Eine Pfarrei der Zukunft – Eine Kirchengemeinde“, fasste der Generalvikar knapp zusammen.

„Haben wir denn von der Basis überhaupt ein Mitspracherecht?“, fragte Andrea Hahn, die im Verwaltungsrat in Rissenthal ist. Sie war nicht die einzige, die sich von der Entscheidung aus Trier "regelrecht überfahren" fühlte und ihren Unmut ausdrückte. „Laut unserem Generalvikar ist bei Ansatz A alles schlecht und bei Ansatz B alles gut“, sagte Hans-Thomas Schmitt, Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Mettlach. „Ich halte Ansatz A für den besseren. Denn im zukünftigen Verwaltungsrat der Kirchengemeinde der Zukunft wird bei Ansatz B nicht mehr aus jeder dann ehemaligen Kirchengemeinde jemand vertreten sein. Die Kirchengemeinden vor Ort sollen aufgelöst und enteignet werden. Ich würde mir wünschen, dass wir uns zusammentun und unsere Befürchtungen aussprechen und unsere Rechte hier einklagen und dafür Gehör finden.“

"Was braucht meine Pfarrei der Zukunft, damit sie funktionieren kann?"

Finanzdirektorin Kirsten Straus konnte die Kritik gut nachvollziehen: „Ansatz A ist jetzt beliebt. Aber er wird in Zukunft schwierig zu gestalten werden. Viele Kirchengemeinden können kaum noch auf den eigenen Füßen stehen und werden fusionieren müssen.“ Sie prophezeite, dass die Pfarreien der Zukunft dadurch nie zur Ruhe kommen würden, wenn sie jedes Jahr eine Fusion bewältigen müssten.

Im Bistum Trier gibt es zurzeit 897 Kirchengemeinden. Nach Ansatz B wären es ab 2020, so der aktuelle Zeitplan, nur noch 35. Straus versuchte, die Entscheidung für den Ansatz B aus der Perspektive der Pfarrei der Zukunft verständlich zu machen. Diese sei der Raum, in dem die Menschen miteinander und füreinander lebten. „Als Verwaltungsrat ihrer Kirchengemeinde ist Ihr erstes Interesse im Moment: ‚Was ist für meine Kirchengemeinde wichtig?’“, sagte die Finanzdirektorin. „Sie sind aber auch Teilhaber einer Pfarrei der Zukunft und Sie möchten, dass diese auch funktioniert. Deshalb müssen Sie sich auch fragen: ‚Was braucht meine Pfarrei der Zukunft, damit sie funktionieren kann?’“

Straus führte aus, dass die Kirchengemeinden auf keinen Fall enteignet werden. Im Gegenteil: sie dürfen selbst entscheiden, welchen Teil ihres Vermögens sie zweckbinden wollen, welche Beschränkungen sie dem Vermögen auferlegen wollen oder wer darüber entscheiden darf. So können die Verwaltungsräte jetzt schon entscheiden, ob ein Teil ihres Vermögens an die Renovierung des Kirchturms, den Unterhalt des Pfarrheims oder an den Kirchenchor gebunden werden soll.

Schließlich sollen alle Verwaltungsräte einer künftigen Pfarrei der Zukunft zusammentreffen: „Sie werden gemeinsam schauen, wie die einzelnen Verwaltungsräte über Ihr Vermögen entschieden haben. Und Sie werden schauen, ob das für die Pfarrei der Zukunft reicht. Gibt es nur noch Zweckbindungen oder haben wir auch noch freies Vermögen, mit dem wir umgehen können?“ Dies sei eine schwierige Aufgabe, gab die Finanzdirektorin zu. „Denn Sie müssen sich in die Perspektive der Pfarrei der Zukunft versetzen und nicht mehr nur aus Ihrer Kirchengemeinde heraus denken.“

Generalvikar von Plettenberg fügte hinzu, dass die Entscheidung der Leitungskonferenz lediglich den Grundriss darstelle: „Wie das konkret aussieht, muss von Ihnen gestaltet werden, das können wir von oben nicht bestimmen.“ „Wir wollen auch nicht, dass Sie sich verweigern. Der Bischof hat alle Räte und Gremien zu hören - und das nehmen wir sehr ernst!“, ergänzte Justiziar Matthias Müller. „Wann das formale Verfahren durchgeführt wird, wissen wir noch nicht; wir werden Sie aber rechtzeitig informieren.“

"Was passiert mit den Gruppen und Vereinen?"

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news-82359 Mon, 18 Sep 2017 14:40:00 +0200 Ruhe, Natur und ein bisschen Poesie http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ruhe-natur-und-ein-bisschen-poesie/ Gleich zwei neue Räume durfte Weihbischof Robert Brahm in den Maximilian-Kolbe-Schulen in Neunkirchen-Wiebelskirchen einweihen: Den Raum der Stille und das Grüne Klassenzimmer. Neunkirchen – Gleich zwei neue Räume durfte Weihbischof Robert Brahm am Montag, 18. September, in den Maximilian-Kolbe-Schulen (MKS) in Neunkirchen-Wiebelskirchen einweihen: Den Raum der Stille und das Grüne Klassenzimmer, außerhalb der Schulgebäude.

Zu Beginn der Einweihungsfeierlichkeiten feierten Weihbischof Brahm, die evangelische Pfarrerin Iris Brandt und Kaplan Tim Sturm mit den über 600 Schülerinnen und Schülern der Grundschule und der Gemeinschaftsschule der MKS gemeinsam einen Wortgottesdienst. „Heute ist der Tag gekommen, die Räume zu segnen und endlich für euch zur Verfügung zu stellen“, freute sich Weihbischof Brahm bei seiner Ansprache mit den Schülerinnen und Schülern. „Der Raum der Stille ist ein Ort, an dem wir die Möglichkeit haben, zu uns zu kommen, ruhig zu werden und Gott auf die Spur zu kommen“, sagte Brahm. „Das Grüne Klassenzimmer ist ein Stück Schöpfung. Wenn wir diese mit allen Sinnen wahrnehmen, ist der Weg zum Schöpfer auch nicht mehr weit.“

Der Raum der Stille liegt im ersten Stock des Schulgebäudes der MKS zwischen den Klassenzimmern. Es ist ein schlichter, aber gemütlicher Raum mit Teppichboden, Hockern und einem großen Kreuz vor der Wand. Walter Meiser, Rektor der Gemeinschaftsschule der MKS erklärte, dass der Raum nicht nur den Schülerinnen und Schülern offen stehen soll, als ein Ort, um Ruhe im Schulalltag finden zu können, sondern auch in die Arbeit des Teams der Schulpastoral eingebunden werden soll. Die Kinder, die den Raum schon vor der offiziellen Einweihung nutzen durften, waren ihm gegenüber sehr angetan und begeistert über die Möglichkeiten, die das Angebot des Raums bietet: „Der Raum sei eine Stressbarriere, sagte mir ein Schüler“, berichtete Meiser. „Ein anderer hat mir erzählt, dass der Raum für ihn auch ein Ort der Trauer sei, wo er hingehen könne, wenn ein Verwandter gestorben sei, ‚Damit ich hierhin kommen kann, um zu weinen.’“

Das Grüne Klassenzimmer liegt zwischen dem Sportplatz, dem Schulgebäude der MKS und dem angrenzenden Kindergarten. Hier haben Eltern und Schüler über ein Jahr lang an den Wochenenden gearbeitet, um das Grüne Klassenzimmer aufzubauen. „Das ganze Projekt fußt auf dem Bildungs- und Erziehungsverständnis unserer Schule, in das die Eltern in einer gelebten Schulgemeinschaft mit eingebunden sind“, stellte der Leiter der Gemeinschaftsschule fest. Jetzt befinden sich dort zwei Hochbeete, ein Komposthaufen, ein Gartenhäuschen und eine Sitzgruppe aus Bänken rund um einen Baum, sowie weitere Beete. „In Zukunft wollen wir noch weitere Beete für Kartoffeln anlegen und auch eine Imkerei“, beschreibt Rektor Meiser die weiteren Gestaltungsideen, die die Schule für das Grüne Klassenzimmer hat. „Wir verkaufen das Obst oder stellen Marmeladen her und auch unser Walnussölprojekt ist hier mit angesiedelt“, so Meiser. Außerdem könne das Grüne Klassenzimmer nicht nur als Lehrraum für die Natur und Schöpfung genutzt werden – auch andere Fächer können das Grüne Klassenzimmer nutzen. Als Deutschlehrer sehe er die Sitzgruppe unter dem Baum als idealen Ort, um den Schülerinnen und Schülern Poesie näher zu bringen, sagte Meiser.

 

(dh)

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news-82345 Mon, 18 Sep 2017 08:43:45 +0200 „Wandern für die Andern“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wandern-fuer-die-andern-1/ „Wandern für die Andern – Solidarität mit Menschen in Not“ – Unter diesem Motto haben sich rund 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene am diesjährigen Hungermarsch beteiligt. St. Wendel – „Wandern für die Andern – Solidarität mit Menschen in Not“ – Unter diesem Motto haben sich am 17. September in St. Wendel rund 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene am diesjährigen Hungermarsch beteiligt. Mit der aktuell 41. Veranstaltung gehört der St. Wendeler Hungermarsch zu den traditionsreichsten Solidaritätsaktionen dieser Art.

Los ging es wieder mit einem Gottesdienst in der Missionshauskirche, musikalisch mit gestaltet vom Chor „EinKlang“ aus Alsweiler. Heinz Schneider, der Rektor des Missionshauses, zog in seiner Predigt Linien vom Tagesevangelium zum Engagement der Hungermarsch-Teilnehmer. Wer sich auf einen solchen Weg begebe könne die Spuren Gottes entdecken. Das bedeute auch, sich nicht einfach mit der Welt zufrieden zu geben. Jeder könne etwas ändern. Das Engagement beim Hungermarsch bezeichnete Schneider als einen Beitrag zur Verwirklichung der Frohen Botschaft. Das Wort „Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“ fordere dazu auf, „den Glauben mit den Buchstaben des Lebens zu schreiben“ um in Leben und Wirken der „leidenschaftlichen Liebe Gottes zu Armen und Schutzlosen“ zu entsprechen.

Nach dem Gottesdienst machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den einstündigen Rundweg um den Wendalinushof und zurück zum Missionshaus. Dort gab es zum Abschluss einen Imbiss und Informationen zu den unterstützen Projekten. Hungermarsch-Organisator Peter Adams freute sich über die rege Teilnahme und über das Wiedersehen vieler Gesichter. Darunter auch Christoph Schröder aus Selbach. Er war schon rund ein Dutzend Mal dabei, diesmal begleitet von seinem siebenjährigen Sohn Tamino Johannes. Schröder findet „die Idee gut“ und dass man damit helfen kann. Ein wichtiger Grund sich zu beteiligen ist für ihn, dass Hungermarsch-Organisator Adams die Hilfsprojekte genau kenne und dafür sorge, dass das Geld an die richtigen Leute kommt. Rund 13.000 Euro, soviel war es im vorigen Jahr, erwartet Peter Adams auch in diesem Jahr.

Diesmal geht das Geld an drei Projekte: Die Sozialstiftung „Fassiv“ im bolivianischen Tiefland kümmert sich um behinderte Kinder und Jugendliche. Sie unterhält eine Schule und ein Gesundheitszentrum, wo die Kinder eine physiotherapeutische Behandlung erhalten. Das Geld soll dort eine Verbesserung der Ausstattung ermöglichen. In Südindien sollen 20 bis 30 HIV-infizierte Kinder mit vitaminreichen Nahrungsmitteln unterstützt werden. Im nordöstlichen indischen Bundesstaat Meghalaya geht es um Schulbildung für arme Kinder. Unterstützt wird das Schulangebot der Diözese Jowei in den oft unzugänglichen Bergregionen.

Veranstalter des St. Wendeler Hungermarsches sind das Jochen-Rausch-Zentrum, die Aktion Hungermarsch und die Steyler Missionare. Weitere Information zum Hungermarsch bei Peter Adams, Telefon 06851-7681.

 

(red)

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news-82302 Sat, 16 Sep 2017 14:41:45 +0200 Auf dem Weg http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-dem-weg-2/ Der Staffelstern reist bis zur bundesweiten Eröffnung der 60. Aktion Dreikönigssingen durch das Bistum. Gruppen können den Stern empfangen. Am 29. Dezember soll er wieder in Trier sein. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Reise beginnt: Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 16. September den Staffelstern der 60. Aktion Dreikönigssingen gesegnet und ihn Kindern der Katholischen Jugendgruppe (KJG) Altrich übergeben. Bis zur bundesweiten Aussendungsfeier der Sternsingerinnen und Sternsinger am 29. Dezember in Trier soll der Stern möglichst viele Orte im Bistum besuchen und so auf die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder aufmerksam machen. „Ich hoffe, dass es viele Gruppen gibt, die den Stern aufnehmen und im Reisetagebuch erzählen, was sie erlebt haben“, sagt der Bischof. Es ist das erste Mal, das ein Staffelstern anlässlich der Aktion Dreikönigssingen auf Reisen geht.

In Altrich wird der Stern zum ersten Mal Station machen. Im Gottesdienst zum 30. Jubiläum der KJG werden Moritz (9), Klara (10), Julian (11) und Robin (13) ihn präsentieren. „Wir freuen uns, dass er zu uns kommt“, sagt Robin. „Das ist schon eine Ehre, vom Bischof selbst den Stern zu bekommen, da hat man nicht jeden Tag die Chance zu.“ Bischof Ackermann sagt, es sei eine „tolle Idee“, sich schon vor der eigentlichen Eröffnung der Aktion auf den Weg zu machen. „Der Stern ist unterwegs, so wie die Heiligen Drei Könige, die auch eine ganze Weile bis zu ihrem Ziel gebraucht haben.“ Gruppen, die den Staffelstern empfangen, bekommen außerdem eine Kiste mit Materialien. Darin stecken unter anderem das Reisetagebuch, ein Plätzchenrezept mit Kronen- und Sternbackförmchen, Lieder und Bastelunteralgen, erklärt Cäcilie Fieweger vom Organisationsteam des Staffelsterns. „Und mit den bunten Bändern und Textilstiften kann sich jede Gruppe auf dem Stern verewigen“, sagt sie.

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news-82236 Thu, 14 Sep 2017 12:34:22 +0200 „Maria ganz nah“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/maria-ganz-nah/ „Maria ganz nah“: Unter diesem Motto haben sich am 13. September zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus dem ganzen Saarland an der „Fatima-Wallfahrt“ in Wiebelskirchen beteiligt. Wiebelskirchen - „Maria ganz nah“: Unter diesem Motto haben sich am 13. September zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus dem ganzen Saarland an der „Fatima-Wallfahrt“ in Wiebelskirchen beteiligt. Nach der Sakramentsandacht und der von der Frauenkirche „Frauen(t)raum“ aus dem Dekanat Völklingen gestalteten Marienvesper sowie einem deutsch-italienischen Rosenkranzgebet war am Abend die Festmesse mit Bischof Dr. Stephan Ackermann der Höhepunkt des Wallfahrtstages.

Bischof Ackermann stellte in seiner Predigt den Wallfahrerinnen und Wallfahrern drei Namen für Maria vor, die er selbst als hilfreich erlebe um der Gottesmutter nahe zu sein. Maria als „die Braut“ sei die junge Frau, die das Leben noch vor sich hat, voller Zukunft, Energie und Lebensmut. Das gläubige Mädchen, fest verwurzelt in der Glaubenstradition ihres Volkes, war davon überzeugt, dass für Gott alles möglich ist. „Sie überlässt ihm ihre Zukunft“, sagte Ackermann und lud dazu ein, sich von ihrem Glauben immer wieder anstecken zu lassen. Maria als „Schwester im Glauben“ zu suchen, stellte Bischof Ackermann als zweite Möglichkeit vor, ihr nahe zu sein: „Sie ist uns Schwester und Lebensgefährtin, die uns hilft, uns von Gott führen zu lassen, Schritt für Schritt.“ „Maria, die Mutter“ war das dritte Bild. Mutter sein, das bedeute zuhören, Raum geben, damit die Kinder sprechen können, „bis über die Grenzen“. „Maria ist die Mutter, die zuhört, zu der wir gehen können um zu ihr zu sprechen“, empfahl Ackermann. Mütter könnten sich dazu mit unglaublicher Energie und Hartnäckigkeit für ihre Kinder und ihre Familie einsetzen. „Maria ist die, die sich für uns einsetzt“, sagte der Bischof. und ermunterte dazu, Maria auf unterschiedliche Weise nahe zu sein, ob als Mutter, als Schwester oder als Braut. Marianische Frömmigkeit sei nicht so sehr die Verehrung der Person, „sondern fromm zu sein, wie Maria“. Von Maria könnten die Gläubigen lernen, jugendlich optimistisch zu sein, sich im Glauben begleitet zu wissen und sich einzusetzen.

Den Festgottesdienst mit den Wallfahrerinnen und Wallfahrern in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit feierten -neben Bischof Ackermann - Pfarrer Markus Krastl, Pater Robert Owiko aus Uganda, Bischofskaplan Marco Weber sowie die Diakone Martin Simon und Norbert Jung. Die musikalische Gestaltung übernahm der Frauenchor „Cantiamo“ aus Spiesen-Elversberg unter der Leitung von Ralph Buchstäber.

Mit dem Thema „Maria weltweit“ wird am Freitag, 13. Oktober, die diesjährige Fatima-Wallfahrt in Wiebelskirchen abgeschlossen. Dann sind alle Pilgerinnen und Pilger eingeladen, ihre eigenen Muttergottesbilder oder -statuen mit zu bringen und sich mit anderen dazu auszutauschen. Pfarrer Krastl ist mit dem bisherigen Zuspruch zur Wallfahrt zum 100-jährigen Jubiläum der Erscheinungen in Fatima zufrieden. Besonders der Auftakt am 13. Mai und die Familienwallfahrt am 13. August seien gut angenommen worden und damit eine Belohnung für das große meist ehrenamtliche Engagement in der Vorbereitung der Wallfahrt, die man zum Jubiläum neu und bunter auf gestellt habe.

Weitere Information: www.fatima-wallfahrt-2017.de oder Telefon 06821-52107

(red)

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news-82229 Thu, 14 Sep 2017 10:36:30 +0200 Eine neue Erfahrung mit Kirche und Glauben http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-neue-erfahrung-mit-kirche-und-glauben/ 35 Jugendlichen hat Weihbischof Robert Brahm am Freitag, 8. September in St. Marien in Neunkirchen das Sakrament der Firmung gespendet. Neunkirchen – 35 Jugendlichen hat Weihbischof Robert Brahm am Freitag, 8. September in St. Marien in Neunkirchen das Sakrament der Firmung gespendet. In seiner Predigt ging Brahm auf die berühmte „I have a dream“-Rede von Martin Luther King ein und auf eine Morddrohung, die King per Telefon erhalten hatte. „In diesem Moment völliger Mutlosigkeit beginnt er zu beten: ‚Herr, ich glaube, dass ich für eine gerechte Sache kämpfe, aber jetzt habe ich Angst. Ich kann nicht mehr weiter.’ In diesem Augenblick erfährt er die Kraft Gottes wie nie zuvor und er schreibt: ‚Mir war, als hörte ich eine innere Stimme, die mir Mut zusprach.’“ Der Bürgerrechtler sei ein Vorbild, der zeigte wie man mit den Aufgaben des Lebens und den damit verbundenen Ängsten auch in extremen Situationen umgehen könne, so der Weihbischof. „Wer so auf Gott vertraut wie er, der kann eine ergreifende Erfahrung des Heiligen Geistes machen. Die Kraft von oben, der Atem Gottes, belebt einen Menschen ganz neu.“

Brahm zog einen Vergleich zwischen Martin Luther King und dem Heiligen Josef. Dieser wollte Maria, die Mutter Jesu verlassen, als er erfuhr, dass sie schwanger sei. In einem Traum erschien ihm ein Engel, der ihm sagte, er solle bei ihr bleiben. Der Weihbischof lud die Jugendlichen ein, sich am Tag ihrer Firmung mit ihren Lebensträumen zu beschäftigen. „Das kann, wie die Geschichten von Josef und Martin Luther King zeigen, herausfordern, bis an die Grenze unsrer Existenz gehen. Deshalb beten wir alle hier für euch und mit euch, damit Gott euch seinen Heiligen Geist schenkt. Damit ihr einen langen Atem in euch tragt, den es braucht, eure Träume zu verwirklichen!“

Die Vorbereitung auf die Firmung lief in diesem Jahr anders als in der Vergangenheit, betonte Kaplan Tim Sturm: „Das klassische Pfarreienprinzip: ‚Dort, wo du wohnst, machst du die Vorbereitung und die Firmung‘ wurde aufgehoben, und es entstand ein Raum der Freiheit und der Selbstverantwortung für den eigenen Firmweg.“ Die Jugendlichen aus dem gesamten Dekanat Neunkirchen konnten sich aus einem Programm von über 70 Veranstaltungen diejenigen wählen, die ihnen am ehesten zusagten. Sie konnten am Ökumenischen Kreuzweg der Jugend teilnehmen, an den Heilig-Rock-Tagen in Trier, sie konnten sich beim Kleidermarkt „Second Hemd und Hose“ beteiligen, bei der Picobello Aktion Neunkirchen, beim Projektchor „Ich will singen“ oder bei „Rock an der Kersch“. „Wir wollten den Jugendlichen eine neue Erfahrung mit Kirche und Glauben ermöglichen, die ihrer Art zu leben mehr entgegenkommt“, erklärte Sturm. Jeder Firmling durfte sich seine eigenen Projekte und Aktion selbst zusammenstellen. Auch den Firmort durften sich die insgesamt 206 Firmlinge im Dekanat Neunkirchen selbst aussuchen. „Die Jugendlichen haben dieses neue Angebot sehr gut angenommen. Dabei hat sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt“, berichtet der Kaplan. „Auch, wenn es an einigen Stellen noch Korrekturbedarf und Anpassungswünsche gibt, können wir sagen, dass sich diese Art der Begegnung und des Arbeitens ausgezahlt hat.“ Besonders stolz sei man auf die große Vielfalt und Buntheit der Angebote. „Da war für jeden etwas dabei“, so Sturm.

Den Firmungs-Gottesdienst zelebrierte Weihbischof Brahm zusammen mit Pfarrer Michael Wilhelm, Pater Herbert Heu vom Pallotti-Haus Neunkirchen und Kaplan Tim Sturm - und mit der Gemeinde in der voll besetzten Kirche.

Weitere Firmtermine finden statt:
Am 15. September um 18 Uhr in Spiesen St. Ludwig; am 23. September um 15 Uhr in Landsweiler-Reden Herz Jesu und um 18 Uhr in Neunkirchen Hl. Dreifaltigkeit sowie am 24. September um 10 Uhr in Schiffweiler St. Martin.

(dh)

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news-82203 Wed, 13 Sep 2017 13:38:24 +0200 Die Liebe ist die große Aufmerksamkeit für den anderen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-liebe-ist-die-grosse-aufmerksamkeit-fuer-den-anderen/ Weihbischof Franz Josef Gebert hat am Samstag, den 9. September, 37 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Es war sein erster Firmgottesdienst als Weihbischof. Hilbringen – Weihbischof Franz Josef Gebert hat am Samstag, den 9. September, 37 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Es war sein erster Firmgottesdienst als Weihbischof. Gebert war eine Woche zuvor im Trierer Dom von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Weihbischof geweiht worden. „Die Firmung war schon geplant, bevor er zum Weihbischof ernannt wurde“, erklärte Gemeindereferentin Christine Mick, die für die Firmvorbereitung verantwortlich war. „Wir hatten fast damit gerechnet, dass er absagt und uns natürlich gefreut, dass er jetzt als Weihbischof nach Hilbringen kam.“

Für die Jugendlichen war der Tag ihrer Firmung der Höhepunkt einer langen Vorbreitung. „Wir haben den Firmlingen gesagt, wenn ihr euch firmen lasst, muss das auch Konsequenzen für euer Leben haben. Ihr sollt als Christen Verantwortung für eure Mitmenschen und die Schöpfung übernehmen“, sagte Gemeindereferentin Mick. Neben einem gemeinsamen Wochenende mit Übernachtung sollten sich die Jugendlichen soziale Projekte überlegen und durchführen. Eine Gruppe war in ein Altenheim gegangen und hat dort einen Spielenachmittag mit den Bewohnern veranstaltet, eine andere Gruppe hatte sich für die Tafel engagiert, andere hatten Hygieneartikel für das Obdachlosenheim ‚Oase’ gesammelt und eine Gruppe Geld für ein Tierheim. „Das war anfangs alles nicht einfach für die Firmlinge“, erzählt Christine Mick, „Im Altenheim leben viele Menschen mit geistiger Behinderung, die sehr engen Körperkontakt suchen. Das war ungewohnt für die Jugendlichen. Die Gruppe, die das Obdachlosenheim ‚Oase’ besucht hatte, war entsetzt darüber, dass es so etwas in Deutschland geben muss. Aber trotz dieser negativen Erfahrungen empfanden die Jugendlichen die Projekte durchweg als positiv.“

Auch Weihbischof Gebert ging in seiner Predigt auf Verantwortung ein: „Mit der Taufe werde ich als Christ in die Gemeinde aufgenommen. Mit der Firmung wird nicht nur bestätigt, dass ich Teil dieser Gemeinschaft bin, sondern auch jemand, der eine Verantwortung übernimmt. Jeder hat die Aufgabe, ein Auge auf jemand anderen zu werfen“, sagte der Weihbischof. „Jemand, der mir wichtig ist, den lasse ich nicht laufen, wenn ich sehe, da läuft etwas schief.“ Als Christ solle man mit anderen reden, wenn man das Gefühl habe, sie befänden sich auf einem falschen Weg. „Wenn jemand nicht hören will, muss man das auch akzeptieren. Das entscheidende ist, dass ich zeige: Du bist mir wichtig! Und deswegen ist es mir nicht egal, was du tust und was du sagst. Liebe ist die große Aufmerksamkeit für den anderen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst, den Weihbischof Gebert zusammen mit Pfarrer Peter Frey und Kooperator Josef Schwarz zelebrierte und an dem auch Diakon Udo Selzer teilnahm, überreichten die Firmlinge Gebert einen Weinstock in Erinnerung an seine erste Firmung als Weihbischof. Auf dem Topf hatten die Jugendlichen zuvor unterschrieben. Weihbischof Gebert freute sich sehr über das Geschenk und versprach, dem Weinstock einen sonnigen Platz in seinem Garten zu geben, ihm beim Wachsen und Gedeihen zu beobachten und dabei stets die Firmlinge in Erinnerung zu haben.

(dh)

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news-82138 Mon, 11 Sep 2017 15:28:01 +0200 Leben und Glauben in KiTas verbinden http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/leben-und-glauben-in-kitas-verbinden/ Pastoralreferent Jürgen Burkhardt hat den Arbeitsbereich „Pastorale Begleitung der Kindertagesstätten“ des Dekanats Merzig an Pastoralreferentin Sandra Jungbluth abgegeben. Merzig – Nach 22 Jahren hat Pastoralreferent Jürgen Burkhardt am 7. September bei einem Impulsforum den Arbeitsbereich „Pastorale Begleitung der Kindertagesstätten“ des Dekanats Merzig offiziell an Pastoralreferentin Sandra Jungbluth abgegeben. Bereits seit 1. August begleitet die 29-jährige die 22 Kindertagesstätten im Dekanat Merzig. Die Aufgabe hatte neben Jürgen Burkhardt auch die im vergangenen Jahr verstorbene Pastoralreferentin Dorothee Fischer-Zilligen inne.

„Ich freue mich am meisten darauf, mit den KiTas gemeinsam zu entdecken, was genau meine Rolle sein wird“, sagte Jungbluth. „Ich will am Anfang die vielen Kindergärten erstmal kennen lernen. Denn ich finde, es wird ein großer Anspruch an die Kindergärten gestellt, Leben und Glauben zu verbinden.“ Für Jürgen Burkhardt, der weiterhin im Dekanat Merzig tätig sein wird, vorrangig in der Trauerbegleitung, der Trauerpastoral und der Hospiz-Arbeit, war die Veranstaltung nur eine Übergabe: „Es ist ja keine wirkliche Verabschiedung, weil wir ohnehin schon immer inhaltlich mit anderen Arbeitsbereichen zusammengearbeitet haben. Auf der einen Seite bin ich natürlich traurig, weil die Arbeit sehr bereichernd war. Ich werde vor allem die Dynamik und die Kreativität vermissen, die ich bei den Treffen mit den Erzieherinnen und Leiterinnen der KiTas erlebt habe. Aber meine anderen Aufgaben sind im Laufe der Zeit immer umfangreicher geworden, dass ich mich nicht mehr ausreichend auf die Begleitung der KiTas konzentrieren konnte“, so Burkhardt.

Die Arbeit mit den Kindergärten stellte sich sehr vielfältig dar, wie der Pastoralreferent berichtet: „Es geht vor allem um die Begleitung der KiTa-Teams in religiös-pädagogischen Fragen. Also vor allem darum, wie gehe ich mit den Kindern um? Wie erleben die Kinder Gemeinschaft? Die Kinder sollen in ihren Lebensfragen ernst genommen werden und dann gucken wir natürlich, ob da auch religiöse oder spirituelle Fragen dahinter stecken. Beispielsweise wenn die Kinder schöne oder auch schlimme Ereignisse erlebt haben, wie die Geburt eines Geschwisterchens oder den Tod des Opas.“ Es gehe aber auch darum, den Erzieherinnen als Seelsorger zur Seite zu stehen und sie in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen. „Ich habe jetzt die Chance, die Erzieherinnen zu unterstützen, und zu gucken wie ich ihren Alltag entschleunigen kann“, ergänzte Jungbluth die Aufgaben, die sie übernommen hat. Die Pastoralreferentin, die aus Heimbach-Weis bei Neuwied stammt, und zuvor im Dekanat Simmern-Kastellaun gearbeitet hat, betritt in Merzig allerdings kein Neuland. Während ihrer Zeit als Pastoralassistentin war sie schon einmal im Dekanat Merzig, wo sie ihren Pastoralkurs im Arbeitsbereich „Pastorale Begleitung der Kindertagesstätten“ absolviert hat. Sie freut sich darauf, auf viele bekannte Gesichter zu treffen.

Die Übergabe fand in Anwesenheit von rund 60 Erzieherinnen, Pastoralreferentinnen und -referenten, sowie dem Pädagogischen Geschäftsführer der Katholischen KiTa gGmbH Saarland, Thomas Schmitz, statt. In Impulsvorträgen ging es um die drei Begriffe, die Jürgen Burkhardt und Sandra Jungbluth als prägend für ihre Spiritualität bezeichneten: „eigensinnig, Gott suchend, verbunden – Spiritualität und Religion als Lebenskraft“ war das Motto der Übergabe.

 

(dh)

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news-81942 Tue, 05 Sep 2017 14:40:13 +0200 „Lourdes fasziniert immer wieder“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/lourdes-fasziniert-immer-wieder/ 450 Männer und Frauen machen sich auf zur Bistumswallfahrt nach Lourdes. Jeden bewegen andere Gründe, aber alle eint die Faszination dieses Ortes. Trier/Lourdes – Warten auf den Bus, ein Wirrwarr aus Koffern und Jacken auf dem Gehsteig, großes „Hallo“ beim Wiedersehen alter Bekannter: Es sind Vorfreude und Aufregung unter den Pilgern zu spüren, die sich an diesem Morgen des 5. September mit einem von insgesamt 6 Bussen auf den Weg nach Lourdes machen. 450 Pilgerinnen und Pilger sind in diesem Jahr bei der fünftägigen Bistumswallfahrt in das südfranzösische Pyrenäenstädtchen dabei, die unter der geistlichen Leitung von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Pfarrer Joachim Waldorf steht. 270 von ihnen reisen mit dem Bus, 180 weitere folgen zwei Tage später mit dem Flugzeug. Unter den Wallfahrern sind elf Kranke, betreut von den Maltesern, sowie zehn Schülerinnen und Schüler der St. Matthias-Schule Bitburg, die sich während der Reise ebenfalls um die Älteren und Kranken kümmern.

Beten für einen Angehörigen, Danke sagen für eine geglückte Operation, neue Erfahrungen in der Gemeinschaft sammeln: Jeder Pilger hat seine eigenen Beweggründe für die Wallfahrt. Einer von ihnen ist Manfred Johanns aus Roth bei Prüm, der während der Pilgerreise gleich zwei persönliche Jubiläen feiert: Seinen 66. Geburtstag und seine 30. Pilgerfahrt nach Lourdes. „Ich bin immer wieder auf’s Neue angetan von diesem Ort und es gibt auch immer wieder neue Aspekte zu entdecken.“ Für Johanns fängt schon auf der Busfahrt die Wallfahrt an: „Hier ist die Gemeinschaft einfach so schön. Man unterhält sich, betet gemeinsam, kann viel sehen – Frankreich ist ein wunderschönes Land.“ Die 68-jährige Theresia Schreiber kann ihm da nur beipflichten: „Es steckt an, wenn man einmal dort war. Die Gemeinschaft ist das, was es ausmacht.“ Als Lehrerin habe sie nie richtig Zeit für das Wallfahren gefunden und sich die Reise nach Lourdes für die Rente vorgenommen. Seitdem war sie schon dreimal dort. „Mich hat das fasziniert, die Stimmung, der Heilige Bereich, an dem man auch ganz für sich sein kann, an Maria herantreten kann.“ Während sie in den letzten Jahren beispielsweise für die Familie oder andere betete, möchte sie in diesem Jahr „einfach nur Danke sagen, dass es so gut gelaufen ist“. Mit dabei sind auch die 15-jährige Eva Turmann und der 16-jährige Simon Tebeck von der St. Matthias-Schule in Bitburg, die im Rahmen ihres Sozialpraktikums Pilger betreuen. „Wir werden die Kranken und Hilfsbedürftigen zu Gottesdiensten oder den Mahlzeiten zu begleiten und ihnen Gesellschaft leisten“, beschreibt Simon die Aufgaben. Seine Tante fahre jedes Jahr nach Lourdes und habe schon viel davon erzählt. Er selbst ist zwar Messdiener, war aber noch nie auf einer größeren Wallfahrt. „Ich bin gespannt auf die neuen Erfahrungen“.

Auf dem Programm der Wallfahrt stehen für die Pilger tägliche Gottesdienste, eine internationale Messe in der unterirdischen Basilika Pius X., Kreuzwege, abendliche Lichterprozessionen und Zeit für das persönliche Gebet und den Besuch der Grotte. Seit 1958 pilgern jährlich Gläubige aus dem Bistum Trier nach Lourdes, wo 1858 Bernadette Soubirous die Muttergottes erschienen sein soll. Der Ort nahe der spanischen Grenze zieht jedes Jahr mehrere Millionen Pilger an und gehört zu den bekanntesten Wallfahrtsstätten der Welt. Weitere Informationen zu Pilgerreisen im Bistum Trier gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat Trier, Abteilung 1.1 Pastorale Felder, Pilgerreisen des Bistums Trier, Tel.: 0651-7105-592, E-Mail: pilgerfahrten(at)bistum-trier.de.

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news-81931 Tue, 05 Sep 2017 11:13:59 +0200 Kleine Helden retten Fledermäuse http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kleine-helden-retten-fledermaeuse/ Die KiTa Christkönig in Saarbrücken bewirbt sich mit einem Fledermaus-Projekt für den Umweltpreis des Bistums Trier. Die Kinder retten Fledermäuse, die unter dem Dach der KiTa leben. Saarbrücken – „Die Handschuhe muss man anziehen, sonst kann die Fledermaus beißen!“, erklärt der fünf-jährige Pepe. „Und damit die Fledermäuse nicht nach Mensch riechen, sonst holt die Mama sie nicht mehr mit“, ergänzt Patrick. Die beiden sitzen in der KiTa Christkönig und erklären die Erste-Hilfe-Kiste für Fledermäuse. Der ist Teil des Fledermaus-Projekts, mit dem sich die KiTa für den Umweltpreis des Bistums Trier beworben hat.

Hinter einem Blech am Dach über dem Eingang der KiTa haben Fledermäuse seit einigen Jahren ihr Sommerquartier. Maria Selzam, Leiterin der KiTa erzählt, dass sie anfangs gar nicht wussten, welche Tiere da leben: „Wir haben nur kleine schwarze Körnchen im Eingangsbereich gesehen und dachten, das sei Mäusekot, bis wir dann mal eine kleine Fledermaus gefunden haben.“ Denn wenn es im Sommer zu warm wird und die Tiere nach kühleren Plätzen unter dem Blech suchen, passiert es hin und wieder, dass eines der Jungtiere rausfällt. „Wenn das unsere Mitbewohner sind, ist doch klar, dass wir uns um sie kümmern.“ So entstand vor sechs Jahren das Fledermaus-Projekt mit den Kindern der KiTa Christkönig.

Den Kindergartenkindern, die im nächsten Jahr zur Schule gehen, wird im Herbst die Erste-Hilfe-Kiste erklärt. Wenn die Fledermäuse ab Mitte Mai unter dem Dach ihr Sommerquartier beziehen, sind die Kinder gewappnet, sollte mal wieder eine Fledermaus herunterfallen. Dann wird sie mit den Handschuhen vorsichtig aufgehoben und vorsichtig in eine Kiste mit hohen Wänden gelegt. „Dann nimmt man einen Deckel von einem Joghurtglas, macht da Wasser rein und stellt das in die Kiste“, erklärt Patrick. „Und wenn die Fledermaus nicht trinkt, probieren wir es mit einem Löffel. Aber nicht an die Nase!“ „Sonst fließt das da rein“, fügt Pepe hinzu. Abends wird die kleine Fledermaus dann an einen Socken, der über eine Wasserflasche gestülpt ist, gehängt und nach draußen gestellt. Am Socken kann sich die Fledermaus dann festhalten und die Mutter kann ihr Junges wieder abholen. Und die Kinder haben die Fledermaus gerettet!

„Die Kinder erfahren alles über Fledermäuse“, sagt Maria Selzam. „Wir machen auch eine Fledermauswanderung am Netzbachweiher mit den Kindern, die von Markus Utesch von NABU durchgeführt werden.“ Dort lernen die Kinder vom Experten für Fledermäuse, bekommen welche zu sehen und dürfen sich selbst ein bisschen wie Fledermäuse fühlen: „Die Kinder bekommen da Augenbinden auf und eine Wasserpistole in die Hand. Herr Utesch ruft dann und die Kinder müssen ihn mit dem Wasser treffen. Das ist anfangs immer schwierig, aber nach einer Zeit geht das ganz gut. So können sich die Kinder gut vorstellen, wie sich Fledermäuse nur mit dem Gehör orientieren.“ Außerdem haben die Kinder einen Garten vor der KiTa angelegt, wo jetzt Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Thymian wachsen. „Das lockt die Nachtfalter an“, erklären die Kinder stolz. „Das ist die Leibspeise der Fledermäuse.“

Mit ihrem Projekt wollen die Kinder der KiTa Christkönig den Umweltpreis des Bistums Trier gewinnen. Der wird am 15. September in Trier verliehen.

Weitere Informationen: www.umwelt.bistum-trier.de

(dh)

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news-81913 Mon, 04 Sep 2017 15:53:55 +0200 Mit dem Zelt auf dem Schulhof http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-dem-zelt-auf-dem-schulhof/ Vier Tage lang hat die Schulpastoral der Marienschule in Saarbrücken auf dem Schulhof gezeltet. Ziel war es, sich Eltern, Lehrern und Schülern noch einmal genauer vorzustellen. Saarbrücken – Vier Tage lang hat die Schulpastoral der Saarbrücker Marienschule auf dem Schulhof des Gymnasiums „gezeltet“. Dort wurde ein großes Zelt aufgebaut, um sich vorzustellen. Neben einem Grillabend gab es ein kleines Konzert, einen Vortrag über Fairen Handel, einen Gottesdienst und einen Kino-Abend. Der musste allerdings wegen des schlechten Wetters in die Schulkapelle der Schule, die sich in Trägerschaft des Bistums Trier befindet, verlegt werden.

 

„Die Kapelle liegt leider etwas abseits der normalen Wege im Schulalltag und sie ist eben eine Kapelle und noch lange kein Begegnungsraum“, erklärte Schulpfarrer Christian Heinz die Idee, sich in dem Zelt auf dem Schulhof zu präsentieren. „Wir haben in den Pausen zum Beispiel einen fair-trade-Verkauf gemacht und Kollegen haben einen Impuls zur neuen Staffel der Serie „Game of Thrones“ angeboten. Da kamen durchaus mehr Schüler hin, als wenn wir das in der Kapelle veranstaltet hätten.“ Die Pastoralreferentin und Religionslehrerin an der Marienschule, Annette Sorg-Janishek koordiniert das Team der Schulpastoral, das aus Schülern, Eltern und Lehrern zusammensetzt: „Wir wollten das Thema mit der Aktion noch einmal mehr ins Bewusstsein rücken. Dazu haben wir jeden Morgen einzelne Klasse in das Zelt eingeladen. Wir haben das besondere Ambiente im Zelt genutzt, um uns vorzustellen. Haben die Schülerinnen und Schüler aber auch gefragt, wie sie sich an der Marienschule fühlen und was sie brauchen. Die Schüler fühlten sich auch ernst genommen.“

Was Schulpastoral genau ist, hat Christian Heinz genau erläutert: „Schulpastoral ist für alle da: Für Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen, Schüler, Eltern und die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier an der Schule. Eine Aufgabe ist es eben, die Menschen zusammenzubringen. Es gab zum Beispiel mal einen Kochtreff von Eltern, Lehrern und Schülern. Man begegnet sich ja beim Kochen und Essen anders als auf dem Gang.“ Viele Aktionen an der Schule seien von der Schulpastoral initiiert, erklärt der Pfarrer, ohne dass dies überhaupt zu erkennen sei. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „Fünfer-Wochenende“, an dem alle Fünftklässler freiwillig an einem gemeinsamen Wochenende teilnehmen können und dort aber bewusst durchgemischt werden. „Damit die Schüler auch mal ihre Mitschüler aus der Parallelklasse kennenlernen. Die kennen sich nämlich oftmals gar nicht“, so Heinz

„Die wichtigste Facette der Schulpastoral für einen Fünftklässler ist, dass er weiß, dass wir als Team für ihn da sind, wenn Probleme auftauchen“, ergänzt Annette Sorg-Janishek. „Das können Probleme im Elternhaus sein oder Probleme in der Klasse. Wir sind aber auch Ansprechpartner, wenn die Kinder mal ein Projekt umsetzen wollen. Ich mach zum Beispiel mit einer neunten Klasse ein Projekt zum Thema fairer Handel. Die organisieren auch den fair-Trade-Verkauf einmal in der Woche in der Pause.“ Die nächste große Aktion, die die Schulpastoral in der Marienschule plant, ist die Familien-Wanderung Ende September, bei der sich Eltern, Lehrer und Schüler besser kennen lernen sollen.

Weitere Informationen: www.marienschule-sb.de

(dh)

 

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news-81777 Thu, 31 Aug 2017 10:20:24 +0200 65 Jahre Deutsch-Französische Friedenswallfahrt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/65-jahre-deutsch-franzoesische-friedenswallfahrt/ Seit 1952 pilgern jedes Jahr am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt Gläubige aus Wallerfangen in das Dorf Rémelfang bei Bouzonville in Frankreich. Rémelfang/Wallerfangen – Seit 1952 pilgern jedes Jahr am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt Gläubige aus Wallerfangen in das Dorf Rémelfang bei Bouzonville in Frankreich. Dieses Jahr hat die Deutsch-Französische Friedens- und Versöhnungswallfahrt ihr 65-jähriges Jubiläum begangen.

Rund 200 Pilger aus Deutschland und Frankreich zogen bei strahlendem Sonnenschein auf den Marienberg in Rémelfang. Dort fand ein Festgottesdienst im Freien statt mit fünf Priestern auf französischer Seite, darunter der Ortspfarrer und Erzpriester von Bouzonville, Jean-Louis Barthelmé und drei Geistlichen auf deutscher Seite, Wallerfangens Pfarrer Herbert Gräff, Dechant Ingo Flach aus dem Dekanat Wadgassen und aus Trier Weihbischof Robert Brahm. Als Diakon wirkte Josef Britz im Gottesdienst mit.

Weihbischof Brahm sprach in seiner Predigt über Marias Bedeutung für Versöhnung. Vor 65 Jahren hätten die Menschen in Frankreich und Deutschland einen Neuanfang nach dem Krieg gewagt und in Rémelfang damit gleichzeitig ein Zeichen für die Versöhnung zwischen den ehemaligen Erzfeinden unter dem Zeichen der Gottesmutter gesetzt, so Brahm. Der Weihbischof predigte zwar auf Deutsch, der gesamte Gottesdienst aberwar zweisprachig. So begrüßte der Ortspfarrer Barthelmé die Gläubigen auf Französisch. Auch die erste Lesung war in französischer Sprache, während die zweite auf Deutsch vorgetragen wurde. Das Evangelium las Diakon Britz auf Französisch vor. Nach dem Gottesdienst fand ein gemütliches Beisammensein um die Kirche herum statt. Traditionell waren auch wieder einige Christinnen und Christen zu Fuß von Wallerfangen nach Rémelfang gepilgert.

Die Geschichte dieses grenzüberschreitenden Pilgerortes, der nur wenige Kilometer von der Deutsch-Französischen Grenze entfernt liegt, begann während der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs, als alliierte Truppen auf Rémelfang zumarschierten. Die Bewohner des Ortes suchten Zuflucht in den Gips-Stollen unter dem heutigen Marienberg, der damals noch Gipsberg hieß. In dieser Kriegssituation legte der Pfarrer des lothringischen Ortes ein Gelübde ab: Sollte die Bevölkerung den Krieg unbeschadet übersteht, werde er eine Marienstatue errichten. Diese Statue ist heute nicht nur Zeugnis, dass die Bewohner die Kämpfe unbeschadet überstanden, sondern auch, dass der Pfarrer sein Versprechen gehalten hat. Ein Jahr nach der Errichtung der Statue 1951 veranstaltete dann der Vorsitzende des Lourdes-Vereins aus Wallerfangen, Julius Reimsbach, eine Wallfahrt zu der neu errichteten Statue und begründete so die Deutsch-Französische Friedenswallfahrt in Rémelfang. Diese erste Wallfahrt gilt als die eigentliche Einweihung der Marienstatue. Seitdem findet jedes Jahr im Sommer ein Gottesdienst an diesem besonderen Ort statt. Auch für das nächste Jahr hoffen die Verantwortlichen im Dekanat Wadgassen und in der Erzpfarrei Bouzonville wieder auf viele Pilger, die nach Mariae Himmelfahrt nach Rémelfang ziehen, um gemeinsam für Frieden und Versöhnung in Frankreich, Deutschland, Europa und der Welt zu beten.

(dh)

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news-81717 Tue, 29 Aug 2017 15:00:49 +0200 Die Geschicke des Landes mitbestimmen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-geschicke-des-landes-mitbestimmen/ Die Katholische Frauengemeinschaft ruft alle kfd-Mitglieder auf, am 24. September zur Bundestagswahl zu gehen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Der Diözesanvorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier ruft alle kfd-Mitglieder auf, bei der Bundestagswahl am 24. September ihre Verantwortung als Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen und zur Wahl zu gehen. „Das Wahlrecht ist ein kostbares Gut, mit dem jede und jeder von uns die Geschicke des Landes mitbestimmen kann“, heißt es in dem Aufruf, den der Verband Ende August veröffentlicht hat. „Stärken Sie mit Ihrer Stimme bei der Bundestagswahl 2017 unsere Demokratie. Geben Sie dem auch in unserem Land erstarkenden Populismus keine Chance.“

Der Frauenverband ruft dazu auf, die Programme der zur Wahl stehenden Parteien zu prüfen und mit den Wahlkreis-Kandidatinnen und Kandidaten zu sprechen: „Lassen Sie sich dabei von Ihren Überzeugungen, Ihrem Glauben und den Positionen der kfd leiten.“ Das Fundament des verbandlichen Engagements sei der christliche Glaube, schreibt der Diözesanvorstand, und erinnert an Artikel 1 des Grundgesetzes, nach dem das Leben jedes Menschen von Beginn bis Ende zu achten ist, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Der Diözesanverband weist darauf hin, dass der kfd-Bundesverband zu sechs kfd-relevanten Themen die Positionen von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und AfD den Positionen der kfd auf der Homepage http://www.kfd-bundesverband.de/projekte/bundestagswahl-2017.html gegenübergestellt und so einen Blick aus „Frauenperspektive“ auf die Programme ermöglicht. „Für eine umfassende Meinungsbildung ist es wichtig, sich objektiv mit Aussagen dieser Parteien auseinanderzusetzen.“

Der kfd-Diözesanverband setzt sich für eine offene und solidarische Gesellschaft ein und fordert eine klare Haltung gegen Rechtspopulismus. Mit einer Plakatkation würden alle 400 örtlichen Gemeinschaften und 40 Dekanatsteams im Bistum Trier aufgerufen, gegen Rassismus, für eine offene, solidarische Gesellschaft einzutreten, kündigen die Frauen an.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 500.000 Mitgliedern der größte Frauenverband und größte katholische Verband in Deutschland und mit rund 30.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Weitere Informationen sind unter www.kfd-trier.de zu finden.

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news-81602 Mon, 28 Aug 2017 14:12:32 +0200 100 Jahre Barmherzige Brüder Rilchingen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/100-jahre-barmherzige-brueder-rilchingen/ Mit Festgottesdienst und Spatenstichen haben die Barmherzigen Brüder Rilchingen ihr 100-jähriges Jubiläum begangen - mit ihnen auch Weihbischof Robert Brahm und Pfarrer Andreas Müller. Rilchingen-Hanweiler – Mit einem Festgottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm und Pfarrer Andreas Müller haben die Barmherzigen Brüder Rilchingen am Sonntag, 27. August ihr 100-jähriges Jubiläum begangen. In 30 Einrichtungen betreuen und versorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Barmherzige-Brüder-Trier-Gruppe in Rilchingen Senioren und Menschen mit Behinderungen sowohl stationär als auch ambulant versorgt.

„Was einmal mit zwei Brüdern angefangen hat, ist gewachsen und heute werden hier über 500 Menschen von unseren 360 Mitarbeitern betreut“, sagte Diakon Alfred Klopries, Hausoberer und Heimleiter der Barmherzigen Brüder in Rilchingen zu Beginn des Festgottesdienstes, zu dem auch Ehrengäste aus der Politik gekommen waren: Neben dem Bürgermeister von Kleinblittersdorf, Stephan Strichertz, nahm auch Saarlands Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Monika Bachmann an der Messe teil. „In unserer Einrichtung lebt der Geist des Gründers unseres Ordens, Peter Friedhofen, weiter, auch wenn heute keine mehr hier wohnen“, sagte Diakon Klopries vor zwölf Ordensbrüdern, die unter anderem aus Trier und Koblenz angereist waren.

Weihbischof Robert Brahm, der auch schon zum 90. Geburtstag der Einrichtung in Rilchingen gekommen war, betonte ebenfalls das Erbe des Ordensgründers, das in der Einrichtung fortgeführt wird. „Gott ist da - Sie sichern ihm hier weiterhin einen Ort. Ganz nach dem Beispiel des seligen Peter Friedhofen. Dafür gilt Ihnen, auch im Namen unseres Bischofs Stephan Ackermann, herzlicher Dank und Anerkennung.“ Brahm ging in seiner Predigt auf die Nächstenliebe ein, die in der Einrichtung der Barmherzigen Brüder gelebt wird: „Der Dienst am Menschen ist gleich dem Dienst an Gott“, sagte der Weihbischof. „Sie bezeugen, dass es aus der Kraft des Evangeliums heraus möglich ist, die Welt zu gestalten.“

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es in einem großen Festzelt, das auf dem Gelände der Barmherzigen Brüder aufgestellt wurde, Grußworte von vielen Seiten und gemütliches Beisammensein. Kurz vor dem Mittagessen stand aber noch ein wichtiger Programmpunkt auf dem Plan. Denn wenngleich in Rilchingen keine Ordensbrüder mehr wohnen, wird die langjährige Geschichte der Einrichtung weitergehen. Am Sonntag wurde der Spatenstich für zwei weitere Gebäude auf dem Gelände der Barmherzigen Brüder Rilchingen gesetzt. Innerhalb von zwei Jahren sollen dort das Pflege- und Seniorenzentrum St. Oranna mit 92 Plätzen und ein Gebäude für Betreutes Wohnen, das Haus St. Walfried mit 25 Wohnungen entstehen.

Weitere Informationen: www.bb-rilchingen.de

(dh)

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news-81601 Mon, 28 Aug 2017 14:04:50 +0200 Engel der Kulturen hinterlässt Spuren in Neunkirchen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/engel-der-kulturen-hinterlaesst-spuren-in-neunkirchen/ Am Freitag zog der Engel der Kulturen, ein ca. 1,50m hohes Rad aus Metall, in dessen Innerem ein Kreuz, ein Halbmond und ein Davidstern ausgeschnitten sind, durch Neunkirchen. Neunkirchen – Fast 300 Junge, Alte, Christen, Muslime, Juden, Menschen aller Nationen und Ethnien sind am Freitagvormittag friedlich durch die Innenstadt von Neunkirchen gezogen. Vor sich her rollten sie einen 1,50m großes Rad aus Metall in dessen Inneren ein Halbmond, ein Kreuz und ein Davidstern ausgeschnitten waren: Der Engel der Kulturen. Dieses Kunstprojekt ist schon durch mehr als 100 Städte in Deutschland und Europa gerollt.

Die Prozession durch Neunkirchen begann vor der Evangelischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ und zog an der türkischen Moschee vorbei, dem „Momentum – Kirche am Center“ bis zum Parkplatz hinter der Christuskirche am Unteren Markt. An jeder der Stationen gab es kurze Impulse. Yvonne Übel, Pastoralassistentin im Momentum, begrüßte die Teilnehmer der Prozession, unter denen sich auch die gesamte Edith-Stein-Schule, die Katholische Fachschule für Pädagogik befand: „Das Momentum ist ein Begegnungsort unterschiedlichster Menschen“, sagte Yvonne Übel. „Es ist ein Ort, an dem alle Menschen unabhängig von Kultur, Religion oder Weltanschauung, ob sie an Gott glauben oder nicht, willkommen sind. Jeder Mensch ist wertvoll und deshalb hier willkommen. Dahinter steht für uns die Überzeugung, dass jeder Mensch von Gott erschaffen und gewollt ist.“ Nach einem gemeinsamen Lied wurde das metallene Rad vor dem Eingang des Momentum hingelegt und von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern mit Sand gefüllt. Die beiden muslimischen Mädchen Fatima und Lana waren extra aus Eppelborn nach Neunkirchen gekommen, um bei der Aktion dabei zu sein. Die beiden 15 und 16 Jahre alten Mädchen waren vor zwei Jahren aus Syrien vor dem Bürgerkrieg geflohen und nach Deutschland gekommen. Dort gehen sie auf die Gemeinschaftsschule Eppelborn und sind froh hier in Deutschland zu sein. Diakon Hugo Naumann, der auch Integrationsbeauftragter in Eppelborn ist, hatte die Mädchen nach Neunkirchen gebracht. „Ich will auch andere Kulturen und Religionen sehen und kennen lernen“, sagte Fatima und betont, dass es ihr egal sei, welcher Religion jemand angehöre. „Für mich ist es ganz normal auch Christen zu Freunden zu haben.“ Zusammen mit Lana und vielen anderen füllte sie das Rad aus Metall vor dem Momentum mit Sand. Nachdem das Rad weggehoben wurde und weiterzog, hinterließ er einen Engel aus Sand.

Eine kleinere Version dieses Engels wurde auch auf dem Parkplatz hinter der Christuskirche hinterlassen. Dort jedoch nicht mehr aus Sand, sondern in einer kleineren Version und aus blauem Beton gegossen. Dieser Engel der Kulturen wurde feierlich in Beisein von Vertretern der Kirchen, der muslimischen Gemeinde sowie einigen Politikern, darunter auch Neunkirchens Landrat Sören Meng, in den Boden eingelassen. Anschließend gab es ein gemütliches und friedliches Beisammensein. Die Kunstaktion war der Auftakt der Interkulturellen Wochen 2017 in Neunkirchen. Bis zum 27. Oktober beteiligen sich verschiedenste Gruppen, Institutionen und Organisationen mit unterschiedlichen Aktionen an den Wochen.

Weitere Informationen: www.neunkirchen.de

(dh)

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news-81595 Wed, 23 Aug 2017 12:02:13 +0200 Wir wollen Frieden – aber sagt dem Papst die Wahrheit! http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wir-wollen-frieden-aber-sagt-dem-papst-die-wahrheit/ Papst Franziskus besucht im September Kolumbien. Viele Kolumbianer setzen große Hoffnungen in den Papst für den Friedensprozess im Land. Saarbrücken/Quibdó – Vom 6. bis zum 10. September reist Papst Franziskus nach Kolumbien. Franziskus hatte versprochen, das Land zu besuchen, wenn die Friedensverhandlungen zwischen der Guerilla-Organisation FARC-EP und dem kolumbianischen Staat abgeschlossen sind. Im November 2016 endeten die Verhandlungen mit der Verabschiedung des Friedensabkommens und damit ein über 50 Jahre andauernder bewaffneter Konflikt zwischen dem Staat und den Rebellen. Doch Frieden herrscht in Kolumbien noch lange nicht, denn es gibt noch andere Guerilla-Gruppen wie die ELN sowie etliche weitere bewaffnete Gruppen.

Viele Kolumbianer setzen große Hoffnungen auf den Besuch des Papstes. „Die Leute hoffen, dass in der Zeit, in der der Papst da ist, Gespräche mit der ELN stattfinden und dabei auch ein gegenseitiger Waffenstillstand zwischen Staat und Guerilla vereinbart wird“, sagt Gemeindereferentin Ursula Holzapfel. Die gebürtige Saarländerin lebt seit vielen Jahren in Quibdó, einer Stadt im Westen des Landes und erlebt den bewaffneten Konflikt der vielen Gruppierungen mit. Denn obwohl die FARC-EP mittlerweile ihre Waffen abgegeben hat, ist der Konflikt im Land nicht vorbei. „Auf dem Land ist seither ruhiger geworden“, berichtet sie. „Aber in der Stadt selbst wird es immer gefährlicher. Wir haben schon über 100 Morde in Quibdó dieses Jahr. Ich habe das Gefühl, jeder zweite ist bewaffnet.“ Ursula Holzapfel erzählt von einer jungen Mutter, die in einer Nähwerkstatt arbeitet, aber nicht mehr ganztags arbeiten kann, weil sie ihre Tochter jeden Morgen in die Schule bringen muss – bis ins Klassenzimmer – und Mittags von dort auch wieder abholt, obwohl die Kinder normalerweise alleine zur Schule und nach Hause gehen. „Die Erstklässler kriegen auf dem Schulweg die Pistole von anderen Kindern an den Kopf gehalten und sollen ihr Butterbrot oder ihr Pausengeld abgeben! Die Kinder wollen nicht zur Schule gehen, wenn die Eltern sie nicht hinbringen und wieder abholen und die Lehrer lassen sie nicht aus dem Schulsaal raus bis die Mütter nicht da waren und sie geholt haben.“ Die Gemeindereferentin sieht, dass viele illegale Waffen im Umlauf sind und zu wenig kontrolliert wird. Die leidtragenden sind die Frauen, die deshalb nicht mehr voll arbeiten können, weil sie auf ihre Kinder aufpassen müssen. Aber auch auf andere Weise, leiden vor allem Frauen in der Stadt: die Zahl der Morde an Frauen und jungen Mädchen sei in letzter Zeit enorm gestiegen, so Ursula Holzapfel.

Trotz allem geben die Menschen die Hoffnung und ihren Glauben nicht auf. „Wenn eine Frau, die neun Familienangehörige verloren hat, immer noch sagt: ‚Gott wird es schon richten!’ Das zeigt wie viel Glauben die Menschen hier haben.“ Wenn der Papst im September kommt und sich auch mit den Opfern des Konflikts treffen wird, darunter Sechs aus der Diözese Quibdó, wollen sie ihm nicht nur mit Freude und Hoffnung begegnen. Die sechs Opfer aus der Diözese haben ein Lied geschrieben, das sie singen wollen, wenn sie beim Heiligen Vater sind: „Wir wollen Frieden, aber sagt dem Papst die Wahrheit!“, so lautet eine Zeile des Liedes, erzählt Ursula Holzapfel und fügt selbst hinzu: „Denn ohne die Wahrheit geht es nicht.“

(dh)

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news-81593 Tue, 22 Aug 2017 14:44:34 +0200 Alte Handys in der Kirche entsorgen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/alte-handys-in-der-kirche-entsorgen/ In der Pfarrkirche Maria Hilf in Saarbrücken-Brebach können Sie alte Handys entsorgen. Die werden für einen sehr guten Zweck recycelt. Saarbrücken – Was tun mit dem alten Handy? Wegschmeißen – und zwar in der Kirche. In der Pfarrei St. Martin in Saarbrücken steht seit einigen Wochen eine Box für alte Handys. „Wir haben schon über 40 Handys gesammelt“, sagt Gemeindereferent Helmut Willems. Und es kommen immer noch viele hinzu.

Die Saarbrücker Pfarrei in den Stadtteilen Brebach-Fechingen, Güdingen und Bübingen beteiligt sich an der bundesweiten Handysammelaktion von missio. Das Hilfswerk sammelt die alten Mobil-Telefone, um die Rohstoffe aus den Geräten zu recyceln. Das übernimmt das beim Kölner Umweltamt angezeigte Rücknahmesystem „mobile box“; es zerlegt die Handys umweltgerecht und verwertet sie. Dabei werden viele wertvolle Rohstoffe wie Gold, Kupfer oder Coltan wiedergewonnen und anschließend verkauft. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf geht an wohltätige Organisationen, diesmal an missio.

Wer sein Handy in die Box in der Brebacher Pfarrkirche Maria Hilf wirft, wird nicht nur das alte Gerät los, sondern tut noch etwas Gutes. „Mobile box“ spendet 60 Cent pro Handy an die „Aktion Schutzengel. Für Familien in Not. Weltweit.“ Die Aktion ist im Kongo aktiv, wo missio Traumazentren unterstützt; dort leisten erfahrene Therapeuten den Opfern des Bürgerkriegs im Kongo seelischen und medizinischen Beistand und geben ihnen neuen Mut. In dem afrikanischen Land werden viele Rohstoffe wie Gold oder Coltan, die für die Produktion von Handys benötigt werden, abgebaut. Rebellen und Regierung kämpfen in einem seit mehr als 20 Jahre andauernden Konflikt um diese Rohstoffe. Missio hilft mit seiner Aktion den Menschen, die unter den verheerenden Auswirkungen des Konfliktes leiden.

Außer in der Pfarrkirche in Brebach kann man sein Handy auch in der Heilig Kreuz Kirche in Güdingen abgeben. Weitere Handyboxen stehen im Kindergarten St. Quirinus in Perl und in der Diözesanstelle Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat in Trier. Eine weitere Anlaufstelle im Bistum Trier ist in der Pfarreiengemeinschaft Niederehe: dort steht die Handybox in der Pfarrkirche St. Leodgar in Üxheim.

Interessierte Pfarreien, Kindergärten, Schulen und andere Institutionen können ebenfalls jederzeit eine kostenlose Box aufstellen. Die ist im Online-Shop von missio zu bestellen: www.missio-onlineshop.de Weitere Informationen: www.missio-hilft.de

(dh)

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news-81589 Tue, 22 Aug 2017 08:00:00 +0200 Ein Jahr in Jordanien http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-jahr-in-jordanien/ Die 19-jährige Hannah Wiegand aus Saarbrücken macht seit einem Jahr einen Freiwilligendienst in Jordanien. Saarbrücken/Anjara – „Wenn ich zurück in Deutschland bin, werde ich sicher viel erzählen können!“, sagt Hannah Wiegand. Sie ist 19, kommt aus Saarbrücken und hat vor einem Jahr ihr Abi am Willi-Graf-Gymnasium gemacht. Dann ist sie nach Jordanien gegangen.

Hannah hatte sich bei SoFiA e.V. beworben, einem Verein im Bistum Trier, der jedes Jahr etwa 30 Jugendliche zu einem Freiwilligendienst ins Ausland entsendet. „Die Idee kam, als ich gemerkt habe, dass ich gerne etwas anderes sehen würde als nur Europa und Deutschland“, erklärt Hannah, warum sie sich bei SoFiA beworben hat. „Ich wollte dadurch auch mehr verstehen lernen: Politik und wie Dinge zusammenhängen.“

Vor einem Jahr hat sie sich nach intensiver Vorbereitung auf den Weg nach Jordanien gemacht. Noch bis Ende August hat sie Dienst in der jordanischen Kleinstadt Anjara im Nordosten des Landes. Sie lebt dort auf dem Gelände eines christlichen Gemeindezentrums zusammen mit Priestern und Ordensschwestern, die ein Heim für Kinder und eine Schule unterhalten. Der Ort ist auch Pilgerstätte für Christen, die das Heilige Land besuchen. Hier steht eine Marienstatue, die vor ein paar Jahren Blut geweint haben soll. „Manchmal führe ich Touristengruppen herum, und ich verkaufe in einem kleinen Basar Rosenkränze, Weihrauch oder Kinderbücher.“

Hannahs Hauptaufgabe sind aber die Kinder, die in der kleinen christlichen Gemeinschaft leben. Sie stammen aus schwierigen Verhältnissen und kommen hierhin, weil sie nicht bei ihren Familien leben können. „Es gibt drei Häuser für die Kinder. Die Jungs wohnen im gleichen Haus wie die Priester. Die Kleinen und die Mädchen werden von den Schwestern betreut. Manche sind hier schon seit fünf, manche seit einem halben Jahr, manche bleiben ein paar Monate, andere Jahre. Aber alle kommen mit dem Ziel, wieder in ihre Familien zurückkehren zu können.“ Hannah ist für die Kinder wie eine große Schwester. Sie hilft den Kindern und Jugendlichen bei den Hausaufgaben, deckt mit ihnen den Tisch, räumt ab, wäscht Geschirr und spielt mit ihnen. „Das tägliche Leben eben.“

Weil Hannah die erste Freiwillige in dem Projekt ist, gab es anfangs noch keine klare Aufgabenzuteilung. Das hat ihr aber die Freiheit gegeben, überall reinschnuppern zu können. „In der Schule war ich in der ersten Woche nur im Kindergarten, in der zweiten nur im Sportunterricht und danach habe ich mir selbst eingeteilt, was ich mache.“ Sie selbst hat auch viel gelernt: vor allem Arabisch. Das will sie auch weiter lernen, sobald sie wieder in Deutschland ist. Eine Reise nach Jordanien kann sie jedem nur empfehlen: „Es ist landschaftlich unglaublich schön und interessant, es gibt zum Beispiel viele christliche Pilgerorte. In dem Jahr durfte ich das ganze Land kennenlernen. Man muss sich aber drauf einlassen, dass man hier zum Beispiel nicht mit kurzen Klamotten rumlaufen darf. Es ist halt ein muslimisches Land mit seinen eigenen Regeln.“ All die unterschiedlichen Erfahrungen, die Hannah in ihrem Jahr gemacht hat, will sie gerne weitergeben; auch das war von Anfang an eine ihrer Motivationen gewesen. In ihren Rundbriefen, die auf der Homepage von SoFiA zu lesen sind, hat sie schon vieles berichtet, aber so ein Jahr im Ausland braucht mehr als vier Briefe, um alles erzählen zu können.

Wer sich auch für einen Freiwilligendienst im Ausland bewerben möchte, kann das noch bis zum 31. Oktober online machen: www.sofia-trier.de

(dh)

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news-81583 Thu, 17 Aug 2017 15:07:07 +0200 Zeit haben für die Seele der Menschen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zeit-haben-fuer-die-seele-der-menschen/ Pflegeassistentin Sandra Kuhn arbeitet im Seniorenhaus der Caritas in Hasborn. Sie macht einen Kurs zur Mitarbeit in der Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe. Hasborn – Wenn Sandra Kuhn morgens um sechs ihre Arbeit beginnt und zu den Bewohnern des Caritas Seniorenhauses in Hasborn geht, ist alles Routine: „Man begrüßt sich, manchmal auch mit einem Küsschen auf die Wange. Dann unterstütze ich die Bewohner bei der Pflege, kleide sie an, bringe sie zum Frühstück, richte ihr Zimmer und dann geht’s zum nächsten.“ An diesem Morgen waren es zwölf Bewohnerinnen und Bewohner, um die sie sich kümmern musste. „Bei manchen geht es schneller, da bin ich in zehn Minuten fertig. Andere sind pflegebedürftiger, da brauche ich schon mal eine halbe Stunde.“

Sandra Kuhn ist Pflegeassistentin. Bei ihrer Arbeit stellt sie aber immer wieder fest, dass etwas zu kurz kommt: die Seelsorge. „Oft habe ich in der Pflege das Gefühl, die brauchen uns jetzt, die Seele des Menschen bräuchte uns jetzt noch ein bisschen mehr, aber die Zeit ist einfach nicht da.“ Dabei geht es ihr ganz einfach um das miteinander Sprechen, um alltägliche Gespräche, aber auch, wenn etwas im Privaten vorgefallen ist, erzählt sie. „Man nimmt sich zwar dann die Zeit. Aber ich habe dann oft das Gefühl, die Bewohner merken, dass wir mit einem Fuß schon wieder vor der Tür stehen.“ In Zukunft soll das anders werden. „Ich stelle mir das so vor, dass ich dann die Tür zu mache und mit beiden Füßen im Zimmer der Bewohner bin und solange bleibe, bis wir beide denken, das ist jetzt gut!“ In Zukunft, das heißt, nach dem Kurs „Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger“, den Sandra Kuhn zusammen mit 16 anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Altenpflege belegt. Ziel des Kurses ist es, sie zu Mitarbeitern in der Seelsorge zu qualifizieren. „Wir haben schon einen Kurs gehabt über Sterbebegleitung, über Kommunikation, seelsorgerische Kurzgespräche. Uns werden Bibeltexte näher gebracht, Demenzgottesdienste, Wortgottesdienste, die man mit Bewohnern durchführen kann.“ Sandra Kuhn gehört zu den ersten, die am Projekt des Bistums Trier, des Diözesan-Caritasverband Trier, der Barmherzige Brüder Trier (BBT)-Gruppe, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz und der Marienhaus Stiftung teilnehmen.

Teil des Kurses sind auch eine Hausarbeit und ein Projekt, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst gestalten dürfen. Sandra Kuhn hat einen Bibelkreis mit vier Demenzkranken Bewohnerinnen und Bewohnern in der kleinen Kapelle ihrer Einrichtung veranstaltet. „Weil es mein erster Bibelkreis war, habe ich das Thema ‚Schöpfung’ genommen.“ Auf weiße Steine hat sie die Dinge geschrieben, die Gott geschaffen hat. Außerdem bekam jeder Bewohner eine Gebetskette mit verschieden großen Perlen und einem Kreuz daran. „Ich habe außerdem Meditationsmusik laufen lassen und jede hat erzählt, was sie besonders schön an der Welt findet, was ihre Lieblingsblume ist. Hab dann noch ein Dankesgebet von der Schöpfung gesprochen und ein Vater unser am Schluss.“ Die Reaktion war durchweg begeistert, berichtet Sandra Kuhn. „Eine Bewohnerin, die durch die Demenz sehr verändert ist, hatte strahlende Augen und gesagt, sie werde mir immer helfen und nicht mehr so viel schimpfen. Obwohl sie nicht mehr so gut sprechen kann. Aber in dem Moment war sie ganz klar.“ Solche Bibelkreise könnte sich Sandra Kuhn auch als regelmäßiges Angebot im Seniorenhaus Hasborn vorstellen.

(dh)

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news-81580 Wed, 16 Aug 2017 14:46:26 +0200 Studie bestätigt positive Wirkung von Erziehungsberatung http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/studie-bestaetigt-positive-wirkung-von-erziehungsberatung/ 1233 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im letzten Jahr die Lebensberatung in Merzig aufgesucht. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2016 hervor. Merzig – 1233 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im letzten Jahr die Lebensberatung des Bistums Trier in Merzig aufgesucht. Das waren rund 150 mehr als noch im Jahr 2015. Zusätzlich nahmen 106 Erwachsene, Kinder und Jugendliche an weiteren Angeboten der Lebensberatung wie Elternkursen, offenen Sprechstunden oder Weiterbildungen teil. Das geht aus der aktuellen Statistik der Lebensberatung Merzig für das Jahr 2016 hervor.

Im Blickpunkt des Jahresberichts steht eine Studie, an der alle 20 Dienststellen der Lebensberatung im Bistum Trier teilgenommen haben. Die Wir.EB-Studie des IJK Mainz bestätigte die Wirksamkeit von Erziehungsberatung wie sie in der Lebensberatung Merzig angeboten wird. „Erziehungsberatung bewirkt erhebliche Verbesserungen im familiären Zusammenleben der ratsuchenden Menschen und trägt neben einer Förderung der Erziehungskompetenz insbesondere dazu bei, dass sowohl junge Eltern als auch junge Menschen mit belastenden Situationen umgehen können.“ So zitiert Dr. Andreas Zimmer, Abteilungsleiter Beratung und Prävention der Lebensberatung Merzig, aus den Forschungsergebnissen der Studie. Die genauen Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Ziel sei es, so Zimmer, die Untersuchungsmethoden der Wir.EB-Studie „nachhaltig in der Regelarbeit von Beratungsstellen zu nutzen“. Damit erhoffe er sich eine Qualitätssicherung der Arbeit der Lebensberatungsstellen. Die Studie war auf zweieinhalb Jahre angelegt.

Die Menschen, die die Lebensberatung in Merzig im vergangenen Jahr aufgesucht hatten, kamen aus unterschiedlichen Gründen; bei Kindern und Jugendlichen waren die wichtigsten Themen Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten, Eltern-Kind-Konflikte oder Trennung oder Scheidung der Eltern. Etwa 57 Prozent der Kinder und Jugendlichen leben nicht in ihrer Ursprungsfamilie. Erwachsene, die in die Lebensberatung kamen, hatten am häufigsten Probleme mit einer dysfunktionalen Interaktion oder Kommunikation, mit Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten oder mit kritischen Lebensereignissen sowie Verlusterlebnissen. Die Beratungsdauer betrug bei 42 Prozent der Fälle bis zu drei Stunden, 39 Prozent zwischen vier und zehn, und 19 Prozent benötigten mehr als 10 Stunden.

Ergänzend zu denen, die in die Beratungsstelle kamen, haben 5 Kinder und Jugendliche sowie 7 Erwachsene das Angebot der Online-Beratung im Bistum Trier genutzt.

Die Arbeit der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Bistums Trier kostete im vergangenen Jahr rund 315.000 Euro, finanziert zu 45,7 Prozent durch den Landkreis Merzig-Wadern und zu 54,3 Prozent durch das Bistum Trier. Für Ratsuchende ist das Angebot kostenfrei.

Die Lebensberatung Merzig befindet sich in der Trierer Straße 20, Telefon 06861-2549 oder 74847.

(dh)

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news-81575 Mon, 14 Aug 2017 15:14:28 +0200 Saarbrücker Caritasverband wählt neuen Vorstand http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/saarbruecker-caritasverband-waehlt-neuen-vorstand/ Gisela Rink ist neue Vorsitzende des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung e. V. Saarbrücken – Gisela Rink ist neue Vorsitzende des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung e. V. Nachdem der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e. V. im letzten Jahr die Satzung geändert hat, waren Neuwahlen zur Besetzung des Vorstandes und Caritasrates notwendig. Die Wahlen fanden im Juli statt. Zu ihrem Stellvertreter ist Herr Dr. Kyrill Schaefer gewählt worden.

Gleichzeitig bekam auch der Caritasrat einen neuen Vorsitzenden: Bischof Stephan Ackermann folgte dem Vorschlag des Caritasrates und ernannte Roland Isberner zum neuen Vorsitzenden. Als sein Stellvertreter wurde Herr Leo Strempel gewählt. In einer gemeinsamen Sitzung am vergangenen Dienstag haben sich die Gremien des Caritasverbandes mit dem Jahresabschluss 2016 beschäftigt und den bisherigen Vorstand entlastet.

Die ehemalige Landtagsabgeordnete Gisela Rink, die auch in anderen sozialen Bereichen vielseitig engagiert ist, betonte: „Die Caritasarbeit liegt mir sehr am Herzen und ich weiß um die gute Arbeit des Caritasverbandes. Ich hatte bereits Ende der 90er Jahre die Gelegenheit im Vorstand des Caritasverbandes mitzuarbeiten. Aufgrund meiner damaligen vielen anderen Verpflichtungen konnte ich mich dann aber nicht weiter in dem erforderlichen Maße engagieren. Jetzt freue ich mich darauf, die Caritasarbeit in Zukunft mitgestalten zu können.“

Im Oktober findet ein gemeinsamer Klausurtag der Gremien des Caritasverbandes statt, hier wollen sich die Teilnehmer mit den Schwerpunkten und Inhalten der Caritasarbeit der nächsten Jahre auseinandersetzen.

(red)

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news-81567 Thu, 03 Aug 2017 15:12:33 +0200 Einfach zuhören http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/einfach-zuhoeren/ Vor einem Jahr stand zum ersten Mal ein Bauwagen als „Ort des Zuhörens“ am Stausee Losheim. Bis Ende August ist er auch dieses Jahr noch täglich offen.  Losheim – Wer an der Touristeninfo am Losheimer Stausee vorbei in Richtung See hinunter geht, der sieht ihn schon: den knall-orangenen Bauwagen der Pfarreiengemeinschaft Losheim. Vor einem Jahr begann das Experiment, während der Sommermonate nach draußen, zu den Menschen zu gehen und einen „Ort des Zuhörens“ zu schaffen. Auch in diesem Jahr steht der Bauwagen wieder offen.

„Wir haben damals überlegt, was wir hier am Stausee anbieten können. Früher haben wir ab und zu Eucharistiefeiern am See angeboten. Da sind wir aber nie über die Kerngemeinde hinausgekommen.“ So berichtet Diakon Wolfgang Drehmann, einer der Initiatoren der Bauwagen-Idee. Bei den spirituellen Wanderungen, die seit drei Jahren von der Pfarrei angeboten werden, habe er dann gemerkt, „die Leute wollen nicht nur etwas aufnehmen, sondern auch etwas erzählen. Wir sind unterwegs ganz oft in tiefe Gespräche gekommen.“ So sei man dann auf die Idee gekommen, ein stationäres Angebot für solche Gespräche anzubieten.

Jeden Tag sitzt vormittags und nachmittags ein Haupt- oder Ehrenamtlicher im und bei gutem Wetter auch vor dem Bauwagen und lädt zum Gespräch ein: Sie sind Ärzte, Konditormeister, Masseurinnen, Geschäftsfrauen, Diakon, Gemeindereferentin oder Pfarrer. Im Bauwagen aber sind sie in erster Linie Menschen, die zuhören. So unterschiedlich diejenigen sind, die ein Ohr leihen, so unterschiedlich sind die Themen, die ihnen zugetragen werden, erzählt Ruth Lauer, eine der Ehrenamtlichen, die sich im Bauwagen engagieren: „Es sind Menschen aller Altersklassen, die hierher kommen. Menschen mit Problemen im familiären Bereich, oder im Beruf. Menschen, die Glaubensgespräche suchen.“ „Es kommen auch viele junge Menschen hierher“, ergänzt Diakon Drehmann. „Jugendliche, die zum Beispiel einen Unfall erlebt hatten und einfach darüber reden mussten. Aber auch junge Leute, die Praktika oder ein Freiwilliges Soziales Jahr machen und sich in ihren Einrichtungen nicht genug unterstützt fühlten. Denen konnten wir ganz konkrete Hinweise geben, wo sie sich Hilfe holen können.“

Nach einem Jahr hat der Bauwagen in der Gegend einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht: „Manche kommen gezielt hierher. Viele sehen auch unser Schild vorne am Weg und informieren sich und darüber kommt man ins Gespräch.“ Was mit einem Smalltalk beginnt, entwickelt sich dann oft zu einem längeren Gespräch. Der Bauwagen hat seine ganz eigene Anziehungskraft, die für Ruth Lauer eine ganz simple Ursache hat: „Das ist doch etwas ganz Menschliches, was wir hier anbieten: Einfach zuhören. Aber genau das scheint vielen im Alltag zu fehlen.“

Noch bis Ende August ist August hat der Bauwagen am See seine Tür geöffnet. Und danach? „Ich wurde gefragt, ob wir den Bauwagen nach dem Sommer neben den Aldi stellen“, erzählt Diakon Drehmann und lacht. „Ich denke aber nicht. Der Bauwagen ist ein Angebot für den Sommer. Wenn man das dauerhaft machen will, muss man das ganz anders organisieren. In Stuttgart gibt es so einen Ort des Zuhörens zum Beispiel im Pfarrzentrum. Aber das wäre ein ganz anderer Ansatz als das, was wir hier machen.“

(dh)

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