Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Tue, 17 Oct 2017 17:22:06 +0200 Tue, 17 Oct 2017 17:22:06 +0200 Bistum Trier news-83245 Tue, 17 Oct 2017 16:57:49 +0200 Bischof bittet um Spenden für missio-Hilfswerk http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bischof-bittet-um-spenden-fuer-missio-hilfswerk/ Zum Sonntag der Weltmission bittet Bischof Stephan Ackermann um großzügige Spenden - unter dem Leitwort "... hinaus ins Weite" eröffnen sich neue Perspektiven. Koblenz/Saarbrücken/Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Menschen im Bistum Trier um Gebet und eine „großzügige Spende“ am kommenden Sonntag der Weltmission gebeten. Dieser Aktionstag des Internationalen Katholischen Missionswerkes „missio“ findet am 22. Oktober statt. „Du führst mich hinaus ins Weite“ ist das Leitwort des Weltmissions-Sonntags und spiegelt die neuen Perspektiven wider, die mit dem Erlös geschaffen werden sollen. Im Fokus steht dabei in diesem Jahr Burkina Faso.

Das westafrikanische Land gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, obwohl es der größte Baumwollproduzent Afrikas ist. Dort hilft „missio“ insbesondere unterdrückten Frauen und Mädchen und versucht, Benachteiligung abzubauen. Es werden vor allem ehrenamtlich arbeitende Frauen und Männer zum kirchlichen Dienst ausgebildet. „Sie legen Zeugnis für den Glauben ab, geben Hoffnung und eröffnen Perspektiven für die, die sonst ohne Chance sind“, beschreibt Bischof Ackermann in seinem Aufruf, der am 15. Oktober in Gottesdiensten und Vorabendmessen verlesen wurde.

Der Sonntag der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Mit dem Erlös der Kollekte hilft „missio“ den ärmsten Diözesen in ihrer seelsorgerlichen, sozialen und interreligiösen Arbeit. Ebenso unterstützt das Missionswerk Infrastruktur- und Ausbildungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. So fordert auch Bischof Ackermann dazu auf, „voneinander zu lernen und miteinander den Reichtum des Glaubens zu teilen“.

Eine Spendenmöglichkeit besteht unter missio Aachen, IBAN: DE23370601930000122122. Weitere Informationen gibt es unter www.missio-hilft.de und auf den Seiten der Diözesanstelle Weltkirche Trier.

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news-83243 Tue, 17 Oct 2017 15:31:12 +0200 Duo der ersten Stunde verabschiedet http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/duo-der-ersten-stunde-verabschiedet/ Nach 30 Jahren verabschieden sich zwei Gründer des katholischen Forums in Koblenz. Sie nutzen diesen Anlass, um zwei bedeutende Personen des 20. Jahrhunderts vorzustellen. Koblenz – In diesem Jahr feiert die Vortragsreihe „katholisches Forum“ sein 30-jähriges Bestehen. Seit der ersten Stunde waren Dr. Heribert Niederschlag SAC und Harald Orth Teil des Organisationsteams und Gründer des Forums. Zu ihrem Abschied am 16. Oktober im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz stellten sie zwei Persönlichkeiten vor, die unter dem Nazi-Regime ermordet wurden: Edith Stein und Franz Reinisch.

„Dieser Abend markiert einen Einschnitt, da wir Sie beide aus dem Arbeitskreis verabschieden“, begrüßte der Schulleiter des Cusanus-Gymnasiums Carl Josef Reitz die Gäste im Klangraum der Schule. Das katholische Forum Koblenz wurde 1987 als Plattform für Information und Austausch gegründet. Es bietet seitdem Interessierten die Gelegenheit, sich mit Experten aus Wissenschaft, Kirche sowie Politik und ihren Positionen auseinanderzusetzen. In den vergangenen Jahrzehnten fanden mehr als 100 Vortragsabende statt. Organisiert wurden sie von Vertreterinnen und Vertretern des Gymnasiums, der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, des Dekanats Koblenz und der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV).

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news-83215 Mon, 16 Oct 2017 18:24:19 +0200 Gemeinsam beten und gemeinsam essen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gemeinsam-beten-und-gemeinsam-essen/ Jugendkirche MIA richtet Solidaritätsessen zur diözesanen Eröffnung des Monats der Weltmission aus (mit Bildergalerie) Weiskirchen-Rappweiler – Das Wort Gottes hören, gemeinsam beten und zusammen essen: Das passe gut zusammen, hat Weihbischof Franz Josef Gebert am 15. Oktober in der Jugendkirche MIA in Rappweiler festgestellt. Firmbewerberinnen und -bewerber aus dem Dekanat Losheim-Wadern hatten zum Solidaritätsessen eingeladen. Anlass war die diözesane Eröffnung des Monats der Weltmission, den das katholische Hilfswerk missio jährlich initiiert. Im Fokus steht das westafrikanische Land Burkina Faso, und so waren die Tische im Kirchenraum liebevoll in den Landesfarben dekoriert mit roten und grünen Papiertischdecken und zum Fächer gefalteten gelben Servietten; es wehte ein zarter Geruch nach Curry durch die Luft.

Nicht nur den Weihbischof freute „die tatkräftige Solidarität“ der Firmbewerber – auch missio-Gast Abbé Marcellin Ouédraogo war „glücklich über die vielen junge Leute“ in der Jugendkirche; schließlich arbeitet der 32-jährige vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Der französischsprachige Priester stellte, übersetzt von Lea Thewes vom MIA-Team, seine Arbeit vor: Viele Kinder und Jugendliche arbeiteten entweder in den Goldminen in dem Land, das das fünftärmste der Erde ist, und verrichteten dort schwere und gefährliche Arbeiten. Oder sie seien in die Aktivitäten rund um die Minen eingebunden: Steine waschen oder Lebensmittel verkaufen. Oft reiche das aber nicht aus; viele müssten sich auch prostituieren, um zu überleben. Neben der Arbeit an den Minen ist Abbé Marcellin auch mit Schülern und Studenten am Arbeiten, fördert etwa den interreligiösen Dialog in dem mehrheitlich muslimischen Land.
 

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news-83205 Mon, 16 Oct 2017 14:05:17 +0200 „Eine starke Zeit, die den Alltag unterbricht“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-starke-zeit-die-den-alltag-unterbricht/ Bischof Ackermann eröffnet am 15. Oktober mit einem festlichen Gottesdienst die Jubiläums-Wendelinuswallfahrt in St. Wendel. St. Wendel – Mit einem festlichen Gottesdienst in der St. Wendeler Basilika hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. Oktober die diesjährige Wendelinus-Wallfahrt eröffnet. Über zwei Wochen - bis Allerheiligen - dauert die Jubiläumswallfahrt - 1400 Jahre nach dem Tod des Heiligen im Jahr 617. Die Pfarrgemeinde St. Wendelin erwartet gemeinsam mit der Pfarreiengemeinschaft St. Wendel zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus dem ganzen Bistum und darüber hinaus. Über 60 Angebote, vor allem Gottesdienste, aber auch Führungen, Vortrag, Musical, Konzerte, Diskussion und eine Ausstellung, erwarten die Wallfahrer. Die sterblichen Überreste des Heiligen sind während der Zeiten dieser Jubiläumswallfahrt in der Basilika in einer Lade sichtbar aufgebahrt. Geöffnet wurde die Lade von Bischof Ackermann nach dem Festgottesdienst und einer anschließenden Prozession mit dem Schrein des Heiligen durch seine Stadt. 1960 gab es eine solche Prozession zu letzten Mal. Eine große Menge von Pilgerinnen und Pilgern folgten der mit vier Pferden bespannten Kutsche mit der Lade des Stadtheiligen. Sofort nach der Öffnung der Lade und deren Aufstellung auf der reich geschmückten Tomba vor dem Hochaltar bildete sich eine Lange Schlange von Wallfahren, die dort über eine kleine Treppe dem Heiligen ganz nahe kommen können.

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news-83121 Fri, 13 Oct 2017 15:13:32 +0200 "Auf das richtige Gefühl verlassen" http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-das-richtige-gefuehl-verlassen/ Vor 40 Jahren wurde er in Rom zum Priester geweiht - jetzt ist Franz Josef Gebert am Jahrestag an den gleichen Ort als Weihbischof zurückgekehrt. Ein Rückblick und Ausblick. Trier/Rom – Weihbischof Franz Josef Gebert kann sich in wichtigen Fragen auf sein „Bauchgefühl“ verlassen: Heute genau wie vor über vier Jahrzehnten, als er sich entschied, Priester zu werden. Am 10. Oktober hat er jetzt das 40-jährige Jubiläum seiner Priesterweihe an dem Ort gefeiert, an dem ihn 1977 Kardinal Joseph Höffner zum Priester weihte – in Rom.

„Es war kein langer Entscheidungsprozess, sondern eigentlich eine Sache weniger Minuten“, erinnert sich Gebert an jenen Tag, an dem er sich mit 17 Jahren dazu entschloss, Priester zu werden. Als Sohn einer Winzerfamilie aus Schweich hatte er gerade die Ausbildung zum Weinhandelsküfer abgeschlossen und interessierte sich eigentlich für eine weiterführende weintechnische Ausbildung. „Als ich dann eines Samstags in der Kirche stand und auf die Beichte wartete, wusste ich plötzlich ganz klar: Ich möchte Priester werden. Also habe ich das dem Kaplan dann nach der Beichte gesagt.“ Gebert verließ sich auf jenes untrügliche Bauchgefühl, holte sein Abitur an der Abendschule nach und studierte in Trier und in Rom Theologie. Heute sagt er: „Ich bin froh, diese Entscheidung getroffen zu haben – bereut habe ich sie an keinem Tag, auch wenn es wie in jeder Aufgabe mal schwierige Situationen gab.“

Nach 40 Jahren ist Gebert nun als Weihbischof an den Ort seiner Priesterweihe, in die große Jesuitenkirche St. Ignatius in Rom, zurückgekehrt. Dort werden traditionell am 10. Oktober die Priesterkandidaten des Collegium Germanicum, an dem auch Gebert studierte, geweiht. Es sei „ein schönes Gefühl“ gewesen, an seinem persönlichen Jahrestag die Weihe der jungen Mitbrüder im Gottesdienst zu erleben, schildert Gebert. In Rom habe er viele alte Bekannte getroffen und sich sehr gut an den Tag seiner Weihe erinnern können, zu dem damals auch 150 Gemeindemitglieder aus Schweich gekommen waren, darunter auch Freunde und Familie. Anspannung habe er damals gespürt, „aber richtige Aufregung eigentlich nicht. Man bereitet sich ja doch lange auf diesen Tag vor“.

Ähnlich sei es ihm auch am 3. September gegangen, als Bischof Stephan Ackermann ihn zum Bischof weihte. Die Entscheidung von Papst Franziskus habe ihn zwar auf Grund seines Alters überrascht, aber er freue sich darüber, dass das Amt des Weihbischofs ihm noch einmal neue und interessante Aufgaben biete. „Eine Hauptanliegen in den nächsten Jahren wird definitiv die Umsetzung unserer Bistumssynode sein. Ich war und bin ein großer Befürworter der Synode und ihrer vier Perspektivwechsel. Es gibt da einen unendlich großen Kommunikationsbedarf und als Weihbischof möchte ich dazu beitragen, dass bei allen Spannungen gute Kommunikation gelingt und wir nicht auf der Hälfte des Wegs stecken bleiben.“ Er halte nichts von einer „Salamitaktik“, die nach und nach Veränderungen nur dann anstoße, wenn man vor vollendeten Tatsachen stehe. „Die Synode bietet die Chance, einen großen Sprung zu machen.“ Vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst wolle er intensiv einbinden. Auch seine Arbeit als Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes seit dem Jahr 2000 hat den neuen Weihbischof geprägt. Er sehe sich als „Anwalt für die diakonische Dimension der Synode“. So sei ihm beispielsweise wichtig, dass es eine gut definierte strukturelle Zusammenarbeit zwischen Pfarreien und Caritasverbänden vor Ort gebe.

Ob als Bischofskaplan, als Subregens am Priesterseminar in Trier, als Leiter der Abteilung „Pastorale Dienste“ im Bischöflichen Generalvikariat oder als Vorsitzender des Caritasverbands – immer habe er seine Arbeit zusammen mit anderen Menschen gemacht und dadurch immer Rückhalt gespürt und die Priesterlaufbahn nicht bereut. Eine Konstante in seinem beruflichen wie privaten Leben sei für ihn immer die Bindung an den Trierer Dom gewesen, sagt Gebert rückblickend. Seit seiner Zeit als Domvikar ab 1981 war er mit verantwortlich für die Liturgie (also das gesamte gottesdienstliche Geschehen) im Trierer Dom. „Es war mir manchmal vielleicht gar nicht so bewusst, aber der Dom ist mir immer eine geistliche und emotionale Heimat gewesen, wie eine Grundmelodie in meinem Leben.“ So sei auch seine Frömmigkeit stark kirchlich geprägt, die Liturgie trage und gebe Halt, erläutert Gebert. Auf die ersten paar Wochen im Amt des Weihbischofs zurückschauend, kann sich Gebert auch dieses Mal auf sein "Bauchgefühl" – oder anders ausgedrückt: auf sein Herz – verlassen: "Ich bin froh und dankbar für dieses neue Amt. Es bringt mich nochmal aus anderer seelsorgerischer Perspektive mit den Menschen im Bistum zusammen."

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news-83114 Fri, 13 Oct 2017 11:19:18 +0200 Wallfahrt führt nach Fatima in Portugal http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wallfahrt-fuehrt-nach-fatima-in-portugal/ Fatima in Portugal ist das Ziel von 105 Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Trier. Hier finden derzeit die Hundertjahr-Feierlichkeiten der letzten Marienerscheinung statt. Trier/Fatima – Hier soll vor hundert Jahren drei Hirtenkindern mehrfach Maria, die Mutter Gottes, erschienen sein: Fatima in Portugal ist das Ziel von 105 Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Trier. Sie besuchen vom 10. bis 17. Oktober 2017 den Ort dieser Begegnungen. Weihbischof Jörg Michael Peters und Pfarrer Joachim Waldorf begleiten die Wallfahrt nach Portugal als geistliche Leiter.

In den Tagen um die Hundertjahr-Feierlichkeiten lernen die Pilger aus dem Bistum Trier die Botschaft von Fatima näher kennen. Sie besuchen die heiligen Orte der Erscheinungen und begehen einen Kreuzweg zum Geburtsort der drei Hirtenkinder Lúcia dos Santos und Jacinta und Francisco Marto. Am 13. Oktober finden die großen Jubiläumsfeierlichkeiten in Fatima statt. Mit einer internationalen Messe auf dem Platz der Basilika wird die letzte der Marienerscheinung, die am 13. Oktober 1917 stattfand, gefeiert. Außerdem besuchen die Pilger die Stadt Coimbra und das dortige Kloster, in dem Lúcia dos Santos den Großteil ihres Lebens als Nonne verbrachte.

Neben Fatima stehen weitere Wallfahrtsziele für die Pilgergruppe auf dem Programm. Das Kloster in Alcobaça, mit der größten Kirche Portugals, und das Kloster in Batalha gehören zum Weltkulturerbe. Die Pilger besichtigen auch die Hauptstadt Lissabon sowie das Geburtshaus des heiligen Antonius von Padua.

Mehrere Male sollen den drei portugiesischen Hirtenkindern 1916 Engelgestalten und 1917 die Gottesmutter Maria in Fatima erschienen sein. Diese sollen die Kinder aufgefordert haben, für die Menschen zu beten, die von Gott abgekommen waren. Am 13. Mai, dem Tag ihrer ersten Marienerscheinung, hat Papst Franziskus 2017 die als Kinder verstorbenen Geschwister Jacinta und Francisco Marto heiliggesprochen. 

(dk)

 

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news-83055 Wed, 11 Oct 2017 12:34:08 +0200 Nichts Besonderes? http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nichts-besonderes/ Seit 35 Jahren ist er in verschieden Bereichen ehrenamtlich tätig: Dafür wurde Frank Dirschus-Gaumert nun vom SkF Koblenz mit dem Susi-Hermans-Preis ausgezeichnet. Koblenz – „Das ist nichts Besonders“, hat Frank Dirschus-Gaumert aus Dieblich sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in einem Gespräch mit der Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen Koblenz e.V. (SkF) Stefanie Coppmeiners kommentiert. „Ich finde, es ist etwas Besonderes, Zeit für ehrenamtliche Arbeit neben dem Beruf und der Familie zu erbringen“ und daher ist Dirschus-Gaumert am 10. Oktober in Koblenz mit dem Susi-Hermans-Preis ausgezeichnet worden.

Zuvor berichtet Dr. Christiane Zakrzewski von dem bewegten Leben der Sozialpolitikerin Susanne Hermans, die von 1919 bis 2013 in Koblenz lebte. Nach ihrer Zeit als Politikerin, sie war Landtagsabgeordnete, hat sie sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen engagiert und war 20 Jahre lang Vorsitzende des SkF-Koblenz. „Man konnte immer mit ihr reden“, erklärt Christiane Zakrzewski, Mitglied des Vorstands und ehemalige Geschäftsführerin des SkF. „Sie sah hinter den Akten immer den Menschen“, verdeutlicht Zakrzewski, die Susi Hermans noch persönlich kennenlernte. Nach ihrem Tod ist die gemeinnützige Susi-Hermans-Stiftung gegründet worden.

Im vierten Jahr hat der Stiftungsvorstand ganz im Sinne von Susi Hermans wieder einen Preisträger ausgewählt. Geehrt werden Personen, die im Stillen wirken und sich in besonderer Weise für die Belange von Menschen einsetzen. „Dieser Preis hält die Erinnerung an eine Frau lebendig, die zu den herausragenden Persönlichkeiten unserer Stadt zählt und die sich mit ihrem Engagement für die Rechte der Frauen und gegen soziale Benachteiligung als Sozialpolitikerin einen großen Namen gemacht hat“, führt der Beigeordneter der Stadt Koblenz Bert Flöck in seinem Grußwort aus.

„Stille Helden des Alltags darf man laut würdigen“, versichert der Beigeordnete des Kreises Mayen-Koblenz Rolf Schäfer. „Die vielen Ehrenamtlichen sind in ihrem Tun Vorbild und unverzichtbar. Der Preis bietet die Gelegenheit, ‚Danke‘ zu sagen.“

Im Frühjahr hat der SkF wieder dazu aufgerufen, Personen zu nennen, die sich ehrenamtlichen engagieren. „Zahlreiche Vorschläge sowohl aus Koblenz, als auch aus dem Kreis wurden eingereicht“, freut sich Stefanie Coppmeiners. Auch Claudia Schönershoven, pädagogische Leiterin der Kührer Fürsorge gGmbH, hat ihren Vorschlag eingereicht. Aus diesem Grund heißt der diesjährige Preisträger Frank Elmer Dirschus-Gaumert. Er ist unter anderem langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter im Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung, dem Herz-Jesu-Haus Kühr in Niederfell.

Dirschus-Gaumert wohnt zwar in Dieblich, aber „unser Preisträger ist ein echtes ‚Kowelenzer Schängelche‘“, versichert Coppmeiners. Denn erst 1980/81 sei er an die Mosel gezogen. Im Kindes- und Jugendalter bewunderte der begeisterte Fußballspieler die ehrenamtliche Arbeit seines Trainers. Daraus wächst eine 35-jährige Tätigkeit in unterschiedlichen Ehrenämtern.

Bei einem Unfall verliert er 1971 seine linke Hand. Noch in der Klinik, aus einem eigenen Schicksalsschlag heraus, kommt ihm die Idee sich zu engagieren. So habe er in seiner Reha-Zeit Ausflüge begleitet, Rollstuhlfahrer unterstützt und Gespräche geführt.

Dirschus-Gaumert ist Landestrainer für Rheinland-Pfalz im Behindertensportverband BSV und aktives Mitglied im Organisationsteam. Im Herz-Jesu-Haus Kühr hat er die Fußballabteilung gegründet. Seine Leidenschaft gilt aber auch dem Tischtennis. Er trainiert die Tischtennismannschaft des Hauses und nimmt mit der Abteilung an den Special Olympics teil. Sein Einsatz ist bereits mit einer Silber- und einer Goldmedaille ausgezeichnet worden. Er ist 2. Vorsitzender des Sportvereins. Seit 20 Jahren ist der gelernte Kaufmann zusätzlich im Sozialverband VDK Rheinland-Pfalz e.V. aktiv und dort 1. Vorsitzender. Daneben setzt er sich für die Flüchtlingshilfe ein.

„Unser Preisträger sagt selbst: ‚Ohne meine Frau hätte ich das nicht geschafft. Sie hat mich immer unterstützt“, zitiert Coppmeiners den engagierten Mann in ihrer Laudatio. „‘Die Zeit, die man schenkt, ist nicht geopfert. Man kriegt von den Menschen so viel zurück‘“, wiederholt Coppmeiners die Worte von Dirschus-Gaumert.

Weitere Informationen gibt es auf www.skf-koblenz.org und unter Tel.: 0261-304240. (jf)

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news-83001 Mon, 09 Oct 2017 16:02:05 +0200 Weihnachtskarte für den guten Zweck http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/weihnachtskarte-fuer-den-guten-zweck-1/ 2017 unterstützt der Paulinus-Verlag mit dem Erlös seiner Weihnachts-Karte die "Aktion Arbeit" - den Solidaritätsfonds gegen die Langzeit-Arbeitslosigkeit. Trier – Auch dieses Jahr können wieder Weihnachtsgrüße für den guten Zweck verschickt werden. Zum dritten Mal bringt der Paulinus Verlag Trier eine Weihnachtskarte heraus, deren Erlös ein caritatives Projekt unterstützt. Das diesjährige Spendengeld geht mit besonderer Unterstützung von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg an die „Aktion Arbeit“ im Bistum Trier. Diese hilft Langzeitarbeitslosen wieder ins Arbeits- und gesellschaftliche Leben zu finden. Wie der Paulinus Verlag berichtet, waren die Rückmeldungen auf die Weihnachtskartenaktion in den vergangen Jahren sehr positiv.   

Wer schnell bestellt, hat Chancen auf einen Gewinn. Unter den Bestellungen bis zum 3. November werden fünf Exemplare des Adventbuches „Ankommen - Eine Reise durch die Weihnachtszeit“ von Wolfgang M. Ullmann verlost.

Ab sofort können die Grußkarten mit der Bestellnummer 1197 vorbestellt werden, unter der E-Mail buchversand(at)paulinus-verlag.de, am Telefon unter 0651-4608-121 oder auf der Verlagswebseite www.paulinus-verlag.de. Der Versand startet am 20. November 2017.

Die Klappkarte mit Kuvert hat normales Postkartenformat und kostet 1,90 Euro pro Stück (zzgl. Porto und Versand). Ab einer Bestellmenge von 50 Stück können individuelle Einleger für die Karte mitbestellt werden.

(dk)

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news-82880 Thu, 05 Oct 2017 13:56:10 +0200 Erinnerungsarbeit bleibt Aufgabe http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/erinnerungsarbeit-bleibt-aufgabe/ Seit 1987 lädt die Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis Gäste aus Osteuropa ein. Mit einer Feierstunde hat sie das 30-jährige Bestehen ihres „Zeitzeugenprojekts“ begangen. Dillingen - Mit einer Feierstunde hat die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Kreis Saarlouis am 28. September das 30-jährige Bestehen ihres „Zeitzeugenprojekts“ begangen. Seit 1987 lädt die KEB in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk (Freiburg) mindestens einmal im Jahr Gäste aus Osteuropa ein, denen während des Krieges im deutschen Namen schweres Leid zugefügt wurde. In den drei Jahrzehnten waren über 300 Gäste aus Russland, Litauen, Ukraine, Estland oder Weißrussland zu Gast. Unlängst wurde der KEB für das Zeitzeugenprojekt der Saarländische Weiterbildungspreis verliehen.

KEB-Vorsitzender Horst Ziegler begrüßte im Dillinger Oswald-von-Nell-Breuning-Haus unter den über 70 Gästen Georg Hasenmüller, der das Projekt 1987 als damaliger pädagogischer Leiter bei der KEB ins Leben gerufen hatte, Christine Küpper und Günther Weis vom Maximilian-Kolbe-Werk sowie sechs Zeitzeugen aus Litauen. „Seit 1978 lädt das Maximilian-Kolbe-Werk KZ-Überlebende zu Erholungs- und Begegnungsaufenthalten nach Deutschland ein. Über 14.000 ehemalige KZ-Häftlinge nahmen bis heute daran teil“, erklärte Ziegler. Er griff das Motto des Projektes auf: „Fragt uns, wir sind die Letzten!“ Die Zeitzeugen, die heute kämen, hätten KZ und Getto als Kinder überlebt und gehörten heute zur älteren Generation. Das Projekt sei jedoch kein „Auslaufmodell“ und könne auch weitergehen, wenn kein Zeitzeuge mehr kommen könne, betonte Ziegler. Für die Zukunft müsse man sich neue Formate überlegen, vielleicht auch Begegnungen in den jeweiligen Ländern Osteuropas organisieren und sogar heutige Zeitzeugen einbeziehen – wie die übers Mittelmeer gekommenen Flüchtlinge. „Zeitzeugen, die Schreckliches erlebt haben, wird es immer geben“, sagte Ziegler.

Ganz still wurde es, als zwei der Zeitzeugen aus Litauen auf Deutsch ihre Geschichte erzählten. Rozeta Ramoniene berichtete, wie sie erst ihren Vater im Krieg verlor, dann ihre Mutter gefangen genommen wurde, Zwangsarbeit leisten musste und schließlich mit 500 anderen erschossen wurde. Das Mädchen musste mit rund 30.000 Juden im Getto bei Vilnius leben, bekam mit, wie Tausende Menschen zusammengetrieben und erschossen wurden. Durch ein Loch im Zaun zu einer Familie 40 Kilometer weiter gebracht. Als Überlebende ihrer Familie fand sie später ihre Großmutter in Usbekistan. „In Vilnius lebe ich noch heute mit der Last der Überlebenden“, schloss Ramoniene. Izaokas Glikas erzählte, er sei sieben Jahre alt gewesen als deutsche Soldaten in sein Heimatstädtchen, wo 3.000 Litauer und Ostpreußen und 1.000 Juden lebten, einmarschierten. Er erlebte, wie auf dem jüdischen Friedhof 350 Männer auf einmal in einer langen Grube erschossen wurden. „Meine Familie hatte Glück gehabt“, sagte Glikas. Sie konnte aus dem Getto fliehen, wurde aber auseinander gerissen; er selbst wurde von einem Priester aufgenommen, kam danach bei einer „guten Frau“ unter, traf später seine leibliche Mutter wieder, wurde Arzt. Jahr für Jahr gedenkt Glikas der 10.000 Männer und Frauen, die im Getto, wo auch er war, ermordet wurden.

Christine Streichert-Clivot, Staatsekretärin im saarländischen Bildungsministerium, lobte das Engagement der KEB für das Zeitzeugenprojekt und dankte für solche „Initiativen aus der Bürgergesellschaft“. „Sie verpflichten sich zu informieren und zuzuhören“, sagte sie. Sie sprach von einem „gemeinsamen Friedensprojekt“, wie es die Europäische Union und auch Deutschland seien, und stellte in diesen Zusammenhang den Zuzug geflüchteter Menschen nach Deutschland. Über 7.000 Kinder und Jugendliche seien gerade „relativ geräuschlos“ in unsere Schulen gekommen, dies sei der guten Integrationsarbeit dort zu danken.

 

Im Rahmen der Feierstunde gab die KEB im Kreis Saarlouis e.V. die folgende freiwillige Selbstverpflichtung ab:
„Die KEB im Kreis Saarlouis e. V. verpflichtet sich, wie schon seit ihrer Gründung im Jahre 1971 auch weiterhin daran zu erinnern, dass durch Hass, Gewalt und Krieg sehr viele Menschen sehr vielen Menschen großes Unrecht und großes Leid bis zum Tod zugefügt haben. Dies geschieht nicht nur im ehrenden Gedenken der Opfer und mit Respekt vor den Zeitzeugen, sondern auch im Hinblick auf unsere Zeitgenossen, unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, Brüder und Schwestern, und vor allem auch die nachfolgenden Generationen. Denn wir sind überzeugt, dass Mitmenschlichkeit, Solidarität und Nächstenliebe Grundlagen für ein gutes Zusammenleben sind. Das Erinnern ist also nicht Selbstzweck. Es dient dazu, erlittenes Unrecht vor dem Vergessen zu bewahren und an nicht erfüllte Hoffnungen anzuknüpfen, damit wir unsere gemeinsame Welt und unser gemeinsames Leben, unsere Gesellschaft heute und in Zukunft im Rahmen unserer Möglichkeiten besser und schöner machen. Und deshalb bleiben die Erinnerung und das Bemühen um Versöhnung unsere Aufgaben über die Begegnung mit den Zeitzeugen hinaus. Die Chancen auf eine bessere Welt liegen nämlich im Gespräch der Menschen miteinander, ob in Dillingen, Deutschland, Osteuropa, Israel, Palästina oder Syrien.“

 

(red)

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news-82872 Thu, 05 Oct 2017 09:35:56 +0200 „Großer Tag der Freude“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/grosser-tag-der-freude/ Mehrere tausend Gläubige pilgern seit mehr als 400 Jahren in die Wallfahrtskapelle nach Langenfeld. Höhepunkt in diesem Jahr ist das Pontifikalamt mit Bischof Ackermann. Langenfeld – Seit mehr als 400 Jahren beten die Pilger aus dem weiten Umkreis von Ahr, Rhein und Eifel, wenn sie in die Wallfahrtskapelle im idyllisch gelegenen Nitztal einziehen: „Heiliger Jodokus, zu Dir kommen wir, Deine Fürbitte begehren wir.“ Auch in diesem Jahr setzten wieder mehrere tausend Pilger die Wallfahrtstradition zu Ehren des heiligen Jodokus fort. Gekrönt wurde die traditionelle Wallfahrt am 30. September durch ein festliches Pontifikalamt mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann im nahezu vollbesetzten Eifeldom in Langenfeld. Die vom Kirchenchor Cäcilia Langenfeld unter der Leitung von Carlo Groß musikalisch gestaltete Eucharistiefeier bildete den Höhepunkt der diesjährigen St. Jost Wallfahrt.

Monsignore Josef Schrupp sprach von einem großen Tag der Freude und hieß Bischof Ackermann als Festzelebranten auf das Herzlichste in der Langenfelder Pfarrkirche willkommen. Ein besonderes Anliegen war es dem Pastor der Pfarreiengemeinschaft Langenfeld dem Trierer Oberhirten zu gratulieren: Bischof Dr. Stephan Ackermann war wenige Tage zuvor auf der Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda zum neuen Vorsitzenden der Liturgiekommission gewählt worden. „Die Liturgiekommission ist sehr bedeutend“, informierte Schrupp die anwesenden Pilger.

Als Geste der Anerkennung und als Erinnerung an den Besuch in der Vordereifelgemeinde überreichte der Geistliche dem Bischof gemeinsam mit Diakon Hans-Georg Bach ein gerahmtes Bild. Es zeigt die erstmals 1464 urkundlich erwähnte Wallfahrtskirche. St. Jost sei ihm kein unbekannter Ort, erzählte der in Nickenich aufgewachsene Bischof. Er kenne St. Jost aus Jugendtagen, aber weniger als frommer Pilger, sondern von den  Ferienlagern auf dem nahegelegenen Zeltplatz. „Auch wenn man nicht ausdrücklich als Pilger ins Nitztal kommt, spürt man die Besonderheit des Ortes. Wir waren nie dort ohne nicht auch in der Kapelle gewesen zu sein. Wenn man oben von Langenfeld hinunter steigt ins Nitztal dann ist das so etwas wie ein Absteigen, ein Abtauchen in eine andere Welt – umgeben von einer wunderschönen Landschaft und von den  Gebirgszügen.“ Und dieser Weg sei auch ein symbolischer Weg. „Hinunter zu gehen, ein bisschen abzutauchen aus der Oberfläche des Alltags, um zum Wesentlichen zu kommen, zu den tieferen Schichten unseres Lebens. Zu dieser tiefen Schicht gehören der Glaube und das Beispiel von Menschen, die diesen Glauben in ihrem Leben verwirklicht haben. Wir wollen uns an diesem Abend inspirieren lassen vom Heiligen dieser Wallfahrt.“

Unter den zahlreichen Gläubigen aus der  Region waren auch große Pilgergruppen aus Adendorf, Westum und aus Rheinbach sowie Franz-Josef Muschiol und Günter Spittel aus Rheinbach. Beide Pilger waren zum 25. Mal nach St. Jost gepilgert. Neben Monsignore Josef Schrupp und Diakon Hans-Georg Bach zählten Pfarrer Joseph Aduse Poko aus Rom und Bernhard Dobelke, Pfarrer aus Rheinbach zu den Konzelebranten. Zudem wohnte Pfarrer im Ruhestand Alois Richter aus Wanderath dem Pontifikalamt bei.

Der Festgottesdienst an den vier Samstagabenden ist für viele Pilger der persönliche Höhepunkt ihrer Wallfahrt. „Oft werden die Pilgergruppen  von der Blaskapelle in Langenfeld begrüßt“, sagt Pastor Schrupp. Auch wenn längst nicht mehr so viele Pilger wie 1894 – seinerzeit wurden 12.000 bis 15.000 Pilger gezählt – in frommer Andacht das Kleinod besuchen, so erfreut sich die Wallfahrt bei konstanter Besucherzahl dennoch großer Beliebtheit.

(red)

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news-82849 Wed, 04 Oct 2017 15:36:06 +0200 Auf Tour nach Tours http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-tour-nach-tours/ Eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener aus der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken ist auf dem Martinusweg von Chateau Renault nach Tours gepilgert Tours/Saarbrücken – Auf den Spuren des Heiligen Martin: Eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener aus der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken ist vom 1. bis 3. Oktober auf dem Martinusweg „Via Sancti Martini“ von Chateau Renault nach Tours gepilgert. Bei teils strömendem Regen legte die 10-köpfige Gruppe um Jugendpfarrer Christian Heinz und Gemeindereferent Andreas Feid rund 80 Kilometer zu Fuß zurück. Ständiger Begleiter war Martin von Tours, dessen Grab in der Basilika Saint-Martin de Tours das Ziel der Pilgerreise war.  

„Das war schon ein cooles Gefühl, als wir über die Brücke in Tours gegangen sind. Endlich angekommen“, sagte Anika Arend am Morgen danach. Für die 20-Jährige war es die erste Pilgertour. Begeistert war sie von der Strecke an der Loire entlang mit kleinen Kirchen und Kapellen am Wegesrand. Anstrengend fand sie es trotzdem. „Am zweiten Tag habe ich mich sehr schwergetan, aber auch das war eine gute Erfahrung.“ Tags zuvor hatte es durchgängig geregnet. Und dann war auch noch ein Teil der Gruppe auf dem Weg nach Saint Ouen les Vignes über das Ziel hinausgeschossen. „Ein paar von uns waren in einem Haus eingekehrt, um zur Toilette zu gehen – die anderen sind zwischenzeitlich in einen ganz unscheinbaren Weg abgebogen und wir haben uns verloren“, erzählt Arend. Zum Abendessen seien aber alle wieder in ihrer Unterkunft gewesen. In dem Haus mit den uralten Gemäuern versorgte sich die Gruppe selbst, beziehungsweise wurde von Jugendpfarrer Heinz „lecker bekocht“, wie Arend verriet. „Auch das war gut für das Miteinander dieser kleinen, aber ganz bunten Gruppe, vom 16-jährigen Schüler bis zum 35-jährigen jungen Mann, der fest im Beruf steht“, sagte Jugendpfarrer Heinz.

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news-82783 Mon, 02 Oct 2017 15:24:39 +0200 Die Schöpfung bewahren http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-schoepfung-bewahren/ Die Bewahrung der Schöpfung stand im Mittelpunkt des Besuchs bolivianischer Bischöfe am Koblenzer Cusanus-Gymnasium. Schüler und Schülerinnen sprachen mit den Gästen über aktuelle Umweltthemen. Koblenz - Liegt die Zukunft des Autos im Hochland von Bolivien? Der Salar de Uyuni, der größte Salzsee der Erde, beherbergt eines der größten Lithiumvorkommen der Erde, den wichtigsten Rohstoff für die Batterien von Elektroautos. Wie kann der Lithium-Abbau in Bolivien, an dem auch deutsche Firmen beteiligt sind, umweltverträglich gestaltet werden und zur Verbesserung der sozialen Situation der Menschen in Bolivien beitragen? Diese und andere Fragen standen im Zentrum einer Begegnung von Mitgliedern der bolivianischen Bischofskonferenz mit Schülerinnen und Schülern des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz.

Im Rahmen der Bolivien-Partnerschaftswoche des Bistums Trier informierten sich Bischof Javier del Rio (Tarija), Weihbischof Rene Leigue (Santa Cruz), Weihbischof Jorge Saldias (La Paz) und Bischof em. Walter Perez (Petosi) zugleich über die ökologische Projekte und das über das Energiekonzept des Cusanus-Gymnasiums.

Zum Auftakt erlebten die Bischöfe einen Wortgottesdienst unter dem Titel „Die Schöpfung bewahren“ mit 120 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 6, gestaltet von Schulpfarrer Joachim Keil, Schulseelsorgerin Beatrix Mählmann und Regionalkantor Manfred Faig. Es folgte ein Austausch über Umweltfragen und soziale Situation in Bolivien mit Schülern der Klasse 8b, vorbereitet im Erdkundeunterricht durch die Lehrerin Annelie Sinzig. Die Schüler hatten sich zuvor in einer Unterrichtseinheit mit den Rohstoffen eines Smartphones wie Lithium oder Seltenen Erden und deren Gewinnung z. B. in Bolivien beschäftigt.

 

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news-82781 Mon, 02 Oct 2017 14:38:22 +0200 Den Blick auf das „Land der aufrechten Menschen“ richten http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/den-blick-auf-das-land-der-aufrechten-menschen-richten/ In diesem Jahr stellt der "Monat der Weltmission" das westafrikanische Land Burkina Faso in den Blick. Der bistumsweite Auftakt findet mit einem Gottesdienst am 15. Oktober in Rappweiler statt. Trier – Das Internationale Katholische Missionswerk „missio“ nimmt im Oktober das westafrikanische Land Burkina Faso in den Blick. Im „Monat der Weltmission“ sind die Gläubigen eingeladen, sich mit der Situation von Frauen und Mädchen im „Land der aufrechten Menschen“ (so die Bedeutung des Landesnamens) zu beschäftigten, das zu den fünf ärmsten Ländern der Erde zählt.

Der bistumsweite Auftakt findet am Sonntag, 15. Oktober, um 18.15 Uhr in der Jugendkirche MIA in Rappweiler statt. Weihbischof Franz Josef Gebert und missio-Gast Abbé Marcellin Ouédraogo leiten dort den Gottesdienst. Mit der Kollekte am Sonntag der Weltmission (22. Oktober) unterstützt missio Ausbildung, Seelsorge und Infrastruktur in den rund 1.100 ärmsten Diözesen der Weltkirche in Afrika, Asien und Ozeanien.

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news-82773 Mon, 02 Oct 2017 11:03:27 +0200 Sprachförderung und Fachkräftemangel im Mittelpunkt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sprachfoerderung-und-fachkraeftemangel-im-mittelpunkt/ Gleich zwei Politikerinnen besuchten die Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kirchen. Sie informierten sich über die Arbeit in der Einrichtung der katholischen KiTa gGmbH Koblenz. Kirchen – Mit Bilderbuch in der Hand oder beim Basteln der Martinslaterne machten die Kinder der Kindertagesstätte St. Nikolaus in Kirchen große Augen, als am 29. September die rheinland-pfälzische Ministerin Dr. Stefanie Hubig und ihre Kabinettskollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler vorbeischauten und dabei Eindrücke von der pädagogischen und konzeptionellen Arbeit sammelten.

Dr. Hubig, Ministerin für Bildung und Bätzing-Lichtenthäler, zuständig für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, wollten auf der Trier'schen Insel mit den pädagogischen Kräften ins Gespräch kommen. Aufs Tapet kamen Sprachförderung, Fachkräftemangel sowie Teilhabe und Partizipation. Nachdem Dr. Hubig am Vortag einen Kindergarten in Neuwied besichtigt hatte, ebenfalls in der Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH, stand nun der Rundgang durch die Kita in Kirchen an.

Seit 1. Januar 2017 ist die Kita in der neuen Trägerschaft. Mit diesem Wechsel sollen die Pfarreien entlastet werden, berichtete Angelika Kromer von der Gesamtleitung Kirchen, die mit der Neuwieder Gesamtleitung Beate Knuffmann die Gäste begrüßte. Es sei toll, dass der Träger so viele Kitas habe, attestierte Dr. Hubig – die aktuell 149 Einrichtungen sollen bis 2018 auf 164 anwachsen. Für sie sei es auch interessant, in Bezug auf die anstehende Novellierung des Kindergartengesetzes in Rheinland-Pfalz etwas über die Arbeit in den Einrichtungen zu erfahren und Gedanken mitzunehmen. In der Fünf-Gruppen-Einrichtung mit 105 Plätzen wurde unter anderem über konzeptionelle Besonderheiten berichtet. Eine Kita sei ständig in einem Entwicklungsprozess, so Kromer. Dies wurde gleich im „Schneckenhaus“ deutlich, wo Erzieherin Sandra Seifner über, die vom Team erarbeitete „offene Gruppe“ informierte. Hier gibt es spezielle Bereiche für die Kleinsten und die Großen.

Bei dem Besuch, an dem unter anderem Helmut Mohr, Pfarrer der Pfarrei St. Michael, teilnahm, waren Teilhabe und Partizipation ein Thema. So decken die Kinder in Kirchen eigenständig den Tisch und sie werden bei Ideen- und Entscheidungsfindungen einbezogen, um in ihrer Eigenständigkeit gefördert zu werden. „In Gemeinschaft essen zu können, ist auch ein kultureller Wert“, meinte Bätzing-Lichtenthäler.

Den wichtigen Aspekt der Sprachförderung stellte Erzieherin Bärbel Bettinger, die als interne Sprachförderkraft tätig ist, vor: Die Kita nimmt an einem Landesprogramm teil. Es gehe um Sprachförderung und Begriffsbildung, so Bettinger. Anschaulich brachte sie ihre Tätigkeit näher, wobei sie sich wünschte, dass mehr als nur drei Stunden pro Woche dafür zur Verfügung stehen sollten. Man müsse noch mehr altersintegrierte Sprachförderung haben, bekräftigte die zuständige Ministerin Dr. Hubig.

Zum Abschluss wurden einige Punkte vertieft, zum Beispiel der Fachkräftemangel. Die Ausbildung sei in bestimmten Regionen schwieriger als in anderen, meinte Dr. Hubig. Man müsse sich Gedanken machen, wie noch mehr Fachkräfte gewonnen werden können, hieß es.

Beim Gespräch blickte Kromer positiv auf den Wechsel der Trägerschaft zurück. Ein Arbeitsfeld wäre noch, die Kooperation mit den Grundschulen weiter voranzubringen. Für Dr. Hubig, ist es von Bedeutung, dass Kontakte geknüpft werden, denn „für Kinder ist es wichtig, dass die Bildungskette durchgehend ist.“

Sie hätten mehr Einblicke gewonnen und der fachliche Austausch sei ihnen wichtig gewesen, dankten die Ministerinnen.

(red)

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news-82770 Mon, 02 Oct 2017 09:18:50 +0200 Gesangsstunden, Musiktheorie und Liturgieunterricht http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gesangsstunden-musiktheorie-und-liturgieunterricht/ Arno Biwer erzählt über seine Ausbildung zum Vorsänger und Kantor beim Bistum Trier. Gerlfangen – Das Bistum Trier bietet verschiedene kirchenmusikalische Ausbildungen an. Interessierte können lernen Orgel zu spielen oder Chorleiter werden. Arno Biwer, gebürtig aus Gerlfangen, hat sich für ein anderes Angebot entschieden: Eine Ausbildung zum Vorsänger und Kantor. Die hat er jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Obwohl er vor der Ausbildung schon einige Zeit lang im Kirchenchor von Gerlfangen aktiv war, hatte er keine großen Vorkenntnisse über Musiktheorie, gesteht er: „Ich wusste zwar, dass es Tonarten gibt, aber hätte keine erkennen können. Selbst Notenlesen war nicht so einfach.“ War aber auch keine Voraussetzung. Für eine Bewerbung sind lediglich eine brauchbare Stimme und die Bereitschaft, sich in der Kirche, insbesondere im liturgischen Rahmen zu engagieren, gefragt. Was sich hinter diesem liturgischen Rahmen verbirgt, wird den Auszubildenden beigebracht, erklärt Arno Biwer: „Man lernt den Gottesdienstaufbau kennen, welche Gottesdienstformen es gibt und natürlich welche Rolle der Kantor spielt.“ Während des Gottesdienstes gibt es verschiedene Situationen, in denen Vorsänger oder Kantoren zum Einsatz kommen, erläutert Biwer. Der Kantor ist in erster Linie für den Zwischengesang nach der ersten und zweiten Lesung, wo er einen Psalm vorträgt, sowie für den Ruf vor dem Evangelium zuständig. Daneben lernen die Auszubildenden die Hintergründe, warum welcher Psalm zu welcher Lesung genommen wird, oder wie ausgesucht wird, welche Lieder die Gemeinde im Gottesdienst singt. „Ansonsten beschäftigt man sich auch ein wenig mit Musiktheorie: Was für Notenbilder gibt es, was für Tonarten und wie erkenne ich die? Außerdem erfährt man etwas über Musikgeschichte, um zu verstehen, wie sich Kirchenmusik entwickelt hat.“

Die angehenden Vorsänger und Kantoren lernen aber nicht nur Psalmen zu singen, sondern auch Lieder, die an anderer Stelle im Gottesdienst gesungen werden, wie Gospels oder moderne Kirchenlieder. Die Ausbildung ist auf zwei Jahre ausgelegt. Nach einem Jahr gibt es eine Prüfung. Wer die besteht, ist Vorsänger. Darauf folgt die Ausbildung zum Kantor. "Leute, die schon relativ viel Vorerfahrung mitbringen, die zum Beispiel schon Gesangsunterricht hatten, können allerdings auch direkt ins zweite Jahr einsteigen“, so Biwer. „In der Ausbildung selbst hat man alle zwei Wochen eine Gesangsstunde, da geht es natürlich vor allem um Gesang und Atemtechniken. Einmal im Monat trifft man sich dann mit den anderen Auszubildenden zu einer Theoriestunde.“ Einmal im Jahr findet zudem ein Intensivwochenende statt.

Beginn der Ausbildung ist jedes Jahr im November. Anmeldeschluss ist der 7. Oktober. Allerdings ist ein Gespräch bei einem Regional- oder Dekanatskantor zusätzliche Voraussetzung. In dem Gespräch müssen die Bewerber eine vorbereitete Melodie nach freier Wahl aus dem Gotteslob nachsingen, Tönen und eine einfache Melodie singen sowie eine einfachen Rhythmus klatschen. Dabei soll die generelle Eignung für die Ausbildung getestet werden.

Weitere Informationen zur Ausbildung sowie die Kontaktdaten der Dekanatskantoren: www.bistum-trier.de/kirchenmusik

(dh)

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news-82769 Mon, 02 Oct 2017 08:42:55 +0200 Kindern Zeit und Raum zum Erzählen geben http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kindern-zeit-und-raum-zum-erzaehlen-geben/ Im Rahmen des Bundesprogramms "Sprach-Kitas" arbeiten neun Sprachfachkräfte in elf Kitas der Katholischen Kita gGmbH Saarland. Saarlouis/Lisdorf – Wenn Annabelle Bonde morgens mit den Kindern und Erzieherinnen der Kita Herz-Jesu in Lisdorf im Stuhlkreis sitzt, dann achtet sie ganz genau darauf, was gesprochen wird. Sie ist eine von insgesamt neun Sprachfachkräften im Saarland, die in elf Kindertageseinrichtungen der Katholischen Kita gGmbH Saarland arbeiten.

„Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Sprache verstärkt in den Alltag zu integrieren“, sagt Annabelle Bonde. „Der Morgenkreis ist zum Beispiel eine wichtige Situation, um Sprache zu integrieren.“ Dabei geht es aber nicht darum, den Kindern Deutsch beizubringen. Die Sprachfachkräfte haben ein ganz anderes Ziel: „Es sollen Gespräche entstehen“, erklärt Bonde. „Die Erzieherinnen sollen den Kindern nicht nur Fragen stellen, auf die mit ja oder nein geantwortet wird. Wir helfen dabei, zum Beispiel auf Fragestellungen zu achten, um Gespräche in Gang zu bringen.“ Kinga Smolka, ebenfalls Sprachfachkraft gibt ein Beispiel: „Ich habe die Kinder nach den Ferien zum Beispiel gefragt, was sie in den drei Wochen, in denen die Kita zu war, gemacht haben. Jedes Kind durfte erzählen. Die haben teilweise fünf Minuten und länger geredet.“ Genau das sei das Ziel der Sprachfachkräfte: den Kindern Zeit und Raum zum Erzählen zu geben.

„Wir arbeiten aber nicht nur direkt mit den Kindern, sondern besprechen uns vor allem auch mit den Erzieherinnen.“ Dabei gehe es nicht darum, den Erzieherinnen auf die Finger zu gucken, und sie zurechtzuweisen, sondern sie zu schulen, wie sie Sprachsituationen erkennen und fördern können. „Wenn eine Erzieherin ein Kind zum Beispiel gerade wickelt, dann kann sie diese Situation nutzen, um in aller Ruhe mit dem Kind zu sprechen“, so Smolka.

Die dritte Säule neben der Arbeit mit den Kindern und der Schulung und Unterstützung der Erzieherinnen ist die Einbeziehung der Eltern in das Programm „Sprach-Kitas“, das vom Bundesministerium für Familien ins Leben gerufen wurde. Sprache soll auch außerhalb der Kitas weiter gefördert werden. „Im Durchschnitt wird zu Hause nur noch zwölf Minuten am Tag miteinander geredet“, zitiert Annabelle Bonde eine Statistik. Das liege zum Teil daran, dass die Eltern oft beide berufstätig seien und deshalb nur wenig zu Hause bei ihren Kindern sind. Es liege aber auch an den neuen Medien, die schon in jungen Jahren einen immer größeren Platz zu Hause eingeräumt bekommen. „Ich möchte eine Eltern-Kind-Bibliothek einrichten“, erzähl Annabelle Bonde. „Dort sollen Eltern sich zum Beispiel Bilderbücher ausleihen können. Damit man zu Hause nicht nur vor dem Fernseher sitzt und sich anschweigt, sondern auch mal ein Buch nimmt und sich darüber unterhält.“

Das Programm „Sprach-Kitas“ ist im Frühjahr dieses Jahres in den elf Einrichtungen der Kita gGmbH Saarland angelaufen und wird noch bis 2020 vom Bund mit Mitteln gefördert.

Weitere Informationen: www.kita-saar.de oder www.sprach-kitas.fruehe-chancen.de

(dh)

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news-82698 Fri, 29 Sep 2017 12:35:52 +0200 Zum Wohl der Familien http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zum-wohl-der-familien/ Die Gemeinnützige Trägergesellschaft Katholische Kindertagesstätteneinrichtungen Trier (KiTa gGmbH Trier) traf sich zu ihrer 18. Gesellschafterversammlung in Trier Trier – 151 Kindertageseinrichtungen, 617 Gruppen, 12.869 Betreuungsplätze, 3.236 Mitarbeitende: Mit diesen Rahmendaten haben die Geschäftsführer Cordula Scheich und Konrad Berg die Katholische KiTa gGmbH Trier (www.kita-ggmbh-trier.de) bei der 18. Gesellschafterversammlung am 27. September in Trier vorgestellt.

Scheich verdeutlichte das Wachstum der Gesellschaft seit ihrer Gründung im Jahr 2000 etwa anhand der Ganztagesplätze, die von 8.000 im Jahr 2007 auf knapp 13.000 gestiegen sind. „In Trier gibt es sogar eine Einrichtung mit 100 Prozent Ganztages-Belegung“, informierte die Geschäftsführerin. Infolge des Wachstums passe man die Struktur der Gesamteinrichtungen als „Herzstück der Trägerstruktur“ an und bündele die zehn Gesamteinrichtungen in sechs Büros in Bitburg, Kenn, Saarburg, Trier, Ulmen und Wittlich. Damit könne man weiter der Zielsetzung gerecht werden: wertorientierte Führung und Personalmanagement, Berücksichtigung der unterschiedlichen Situationen vor Ort; Netzwerkarbeit vor Ort; Kitas sind Orte von Kirche im Bistum Trier. Ein Thema der Geschäftsführung ist die Finanzierung der Gesellschaft und ihrer Aufgaben. „Die Liquidität ist stabil“, teilte Berg mit - was die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris der Katholischen KiTa gGmbH mit ihrem Umsatzvolumen von rund 117 Millionen Euro ebenfalls bescheinigte. Bei der Sicherstellung der Finanzierung sei es wichtig, „vertrauensvoll und transparent mit den kommunalen Partnern zusammenzuarbeiten“, sagte Berg. Im Personalbereich bereite der anhaltende Fachkräftemangel Sorge. Scheich nannte als Aufgaben für das kommende Jahr die weitere Anpassung der Strukturen an die Größe und Aufgaben der Gesellschaft, das Thema Datenschutz und die Sicherung der kirchlichen Trägerschaft.

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news-82677 Thu, 28 Sep 2017 16:22:59 +0200 Ackermann neuer Vorsitzender der DBK-Liturgiekommission http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ackermann-neuer-vorsitzender-der-dbk-liturgiekommission/ Bischof Dr. Stephan Ackermann ist auf der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda zum neuen Vorsitzenden der Liturgiekommission gewählt worden. Fulda/Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann ist auf der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda zum neuen Vorsitzenden der Liturgiekommission gewählt worden. Ackermann übernimmt das Amt vom Friedhelm Hofmann, der kürzlich als Bischof von Würzburg in den Ruhestand getreten ist und damit auch seine Ämter in der DBK niederlegte.

Der am 3. September geweihte Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert wurde Mitglied in der Glaubenskommission und in der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Weihbischof Jörg Michael Peters ist nun Nationaler Delegierter für den 52. Internationalen Eucharistischen Kongress in Budapest im September 2020.

Mit Ackermann wird der Bischof Vorsitzender der bedeutenden Liturgiekommission, in dessen Bischofsstadt sich seit 70 Jahren des Deutsche Liturgische Institut (DLI) befindet, die zentrale Bildungs- und Forschungseinrichtung der DBK für Fragen der Liturgie. Die Liturgiekommission und das DLI waren in jüngster Zeit mit dem Großprojekt des neuen Gotteslobs für die deutschsprachigen Bistümer mit Ausnahme der Schweiz befasst.

Der Trierer Bischof sagte nach seiner Wahl zum Kommissionsvorsitzenden: „Ich sehe vor allem zwei wichtige Fragen: Die eine betrifft die Feier des Sonntagsgottesdienstes in den größer gewordenen pastoralen Räumen. Wie können wir die Feier der Sonntagsmesse so organisieren und gestalten, dass sie wirklich auch eine Sammlung für die Gläubigen wird, die zu einem pastoralen Raum gehören? Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es besser ist, aus mehreren kleinen Orten in einer Kirche zusammenzukommen als an vielen Orten mit jeweils nur ganz wenigen Menschen Gottesdienst zu feiern. Und die zweite drängende Frage ist: Wie können wir den Menschen, denen der Gottesdienst fremd geworden ist, den Zugang zur Liturgie, das Verständnis für die Symbole und Handlungen neu erschließen.“

Die Liturgiekommission berät über alle Fragen der Gottesverehrung in der Liturgie. Ackermann war zuletzt Stellvertreter des bisherigen Vorsitzenden Hofmann.

(uz)

 

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news-82675 Thu, 28 Sep 2017 15:27:34 +0200 Ein hohes Maß an Vielfalt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-hohes-mass-an-vielfalt/ Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig hat das Kinderhaus St. Matthias in Neuwied besucht. Neuwied - „Es ist immer spannend, eine Einrichtung und deren Konzept persönlich kennenzulernen.“ Das hat die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig beim Besuch im Kinderhaus St. Matthias in Neuwied betont. Gemeinsam mit Vertretern des Trägers, der Katholischen Kita gGmbH Koblenz, ist sie am 28. September in die Deichstadt gekommen, um sich vor Ort über die Einrichtung und deren Betreuungskonzept zu informieren und über die allgemeine Qualitätssicherung im Kitabereich zu sprechen.

Kita-Leiter Thomas Bläsche stellte nicht nur das Kinderhaus St. Matthias vor, sondern nutzte die Gelegenheit, auch von schwierigen Situationen des Kindergartenalltags zu berichten: „Das Kinderhaus gibt es seit mehr als 40 Jahren, und wir haben seit der Gründung natürlich zahlreiche Veränderungen sowohl im konzeptionellen Bereich als auch im Umgang mit den Eltern durchlebt.“ Gleich geblieben sei allerdings immer der Wunsch der Einrichtung, ein hohes Maß an Vielfalt zu leben: „Viele unserer Kinder haben Migrationshintergrund, gehören unterschiedlichen Religionen an und sprechen andere Sprachen“, erklärte Bläsche, und das sei etwas Besonderes im Hinblick auf die Entwicklung von Sozialkompetenz. Dieser Meinung schloss sich Hubig an: Schließlich entwickle sich aus dem toleranten Umgang miteinander auch ein Verständnis für Demokratie.

Auch Sabine Theisen und Willi Kaspari, beide Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH Koblenz, sowie Beate Knuffmann, Gesamtleitung der Bürogemeinschaft Neuwied der KiTa gGmbH, nutzten die Gelegenheit, um mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen: „Wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen, und es ist für uns sehr wichtig, auch auf Landesebene auf offene Ohren zu stoßen“, sagte Theisen. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund einer weiteren Ausweitung der Zuständigkeitsbereiche wichtig, ergänzte Kaspari: „Wir sind als Träger ab Januar 2018 für 164 katholische Kindertagesstätten und rund 3.000 Mitarbeiter zuständig.“ Dies bringe ein hohes Maß an Verantwortung mit sich.

Um noch intensiver auf die Zukunft katholischer Kindertagesstätten und deren Entwicklung einzugehen, fand im Anschluss an den Rundgang durch das Kinderhaus eine Gesprächsrunde im angrenzenden Pfarrheim statt. Dort standen unter anderem die Themen Qualitätsmanagement, -entwicklung und -sicherung sowie die Novellierung des Kita-Gesetzes auf dem Programm. Auch das Problem des Fachkräftemangels wurde nicht außen vor gelassen: „Wenn wir zukunftsfähig bleiben wollen, müssen wir diese Probleme angehen und ansprechen“, betonte Theisen. Bildungsministerin Hubig kündigte an, künftig solle unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschulen verstärkt werden. „Wir müssen in diesem Bereich an der Verzahnung arbeiten“, sagte Hubig, schließlich könne nur auf diese Weise der Übergang in neue Bildungsformen erleichtert und verbessert werden. (red)

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news-82643 Wed, 27 Sep 2017 15:11:28 +0200 Auf dem Weg zur Weihe http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-dem-weg-zur-weihe/ Drei Diakonatsbewerber sowie ein Priesteramtskandidat sind als Weihekandidaten aufgenommen worden. St. Thomas – Die Diakonatsbewerber Jörg Hoffmann aus Emmelshausen, Ingo Ruhe aus Schwirzheim und Heinz-Peter Wilbertz aus Koblenz sind Ende September in St. Thomas als Kandidaten für das Weiheamt („Admissio“) zum Ständigen Diakon aufgenommen geworden. Die „Admissio“ erhielt auch Priesteramtskandidat Dr. Michael Meyer aus Lebach-Landsweiler. In der Eucharistiefeier beauftragte Weihbischof Franz Josef Gebert zudem Dr. Markus Greiner aus Schwalbach-Hülzweiler zum Lektor und Akolythen; er darf damit bestimmte Dienste in der Liturgie übernehmen, etwa das Austeilen der Kommunion.

Den Gottesdienst feierten mit der Regens des Trierer Priesterseminars, Michael Becker und Krankenhauspfarrer Gerhard Spelz als Spiritual (geistlicher Begleiter) der Diakonatsbewerber assistiert von Diakon Dr. Ernst Schneck, dem Bischöflichen Beauftragten für den Ständigen Diakonat. Die Beauftragungen und Aufnahmen waren Teil des Familienwochenendes, das zum Ausbildungsprogramm der Bewerber um den Ständigen Diakonat gehört.

Informationen zum Ständigen Diakonat gibt es unter www.bistum-trier.de/diakonat-im-bistum-trier/staendige-diakone/; zur Priesterausbildung unter www.ps-trier.de/

(JR)

 

 

 

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news-82636 Wed, 27 Sep 2017 11:40:05 +0200 Bolivianischer Bischof zu Gast in Waldorf http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bolivianischer-bischof-zu-gast-in-waldorf/ Zum Auftakt der diesjährigen Bolivien-Partnerschaftswoche im Bistum Trier besuchte Bischof Eugenio Coter aus dem Apostolischen Vikariat Pando das Dekanat Remagen-Brohltal. Waldorf – Zum Auftakt der diesjährigen Bolivien-Partnerschaftswoche im Bistum Trier ist Bischof Eugenio Coter aus dem Apostolischen Vikariat Pando in Bolivien zu Gast im Dekanat Remagen-Brohltal gewesen. Im Pfarrheim in Waldorf stellte der aus Italien stammende Coter die Lebensbedingungen und Projekte in seinem im Norden Boliviens gelegenen Bistum vor. Zuvor hatte er mit Pfarrer i. R. Lothar Brucker den Sonntagsgottesdienst gefeiert, der von einem Projektchor unter Leitung von Andrea Ernst musikalisch gestaltet wurde. Die kürzlich aus Bolivien zurückgekehrte Freiwillige Sophie Adorf und der ehemalige Reversefreiwillige Miguel Esteban Maldonado übersetzten die Worte des Bischofs.

Wie Coter schilderte, ist die Landschaft Pandos im Amazonastiefland geprägt von Regenwäldern mit großer Artenvielfalt in Flora und Fauna und wird durchzogen von einem weitreichenden Geäst an Flüssen. So artenreich die Region sei, so hart sei der Alltag für die dort lebenden Menschen. Für sie bestünden kaum Zugänge zu Infrastrukturen, Märkten, Gesellschaft und Kultur, und gleichzeitig seien sie am stärksten den Wetterextremen ausgesetzt, die bedingt durch den Klimawandel zunehmen. Bischof Coter berichtete über die Bemühungen im Apostolischen Vikariat Pando, die unkontrollierte Brandrodung und Abholzung des Regenwaldes zu stoppen und der Bevölkerung alternative Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In ihren Projekten engagieren sich Bischof und Caritas Pando für die Wiederaufforstung des Regenwaldes, die Anlage von Gemeindegärten und Agroforstsystemen. Dabei werden zwischen den Gemüsebeeten Bäume gepflanzt, sodass die Ernährungssicherheit gefördert wird und die Menschen durch die gesteigerten Erträge die Möglichkeit haben, ihre unverarbeiteten oder verarbeiteten Produkte auf dem Markt zu verkaufen. Außerdem gehört zur Strategie die Anlage von brandrodungsfreien Flächen und Initiativen gegen die Abholzung des Regenwaldes und die Anpflanzung traditioneller Baumarten.

Gemeindereferentin Monique Scheer und Pastoralreferent Christoph Hof konnten die Ausführungen aus eigener Anschauung ergänzen: Sie hatten den Bischof bei der Bolivien-Begegnungsreise 2016 in Cobija und Riberalta getroffen und die von der „Pastoral Social Caritas de Pando” organisierten und begleiteten Projekte kennengelernt. Gemeinsam mit der Dekanatsratsvorsitzenden Annette Hagemann versprachen sie dem Bischof, im Dekanat für die Unterstützung der Projekte zu werben.

In Anlehnung an die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus legt die diesjährige Bolivien-Partnerschaftswoche mit dem Leitwort „Das gemeinsame Haus: schützen und aufbauen“ den Fokus auf die Bewahrung der Schöpfung als gemeinsame Aufgabe aller Menschen. In einem der Kollektenprojekte wird die Wiederaufforstung des Regenwaldes im Vikariat Pando unterstützt.

Weitere Informationen zur seit 57 Jahren bestehenden Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier gibt es unter: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de.

(red)

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news-82632 Wed, 27 Sep 2017 11:22:34 +0200 Mehr Platz, den Menschen vor Ort zu helfen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mehr-platz-den-menschen-vor-ort-zu-helfen/ Pfarrer Hermann Zangerle hat Ende September die neuen Büroräume der Caritas Sozialstation Lebach gesegnet. Lebach – Pfarrer Hermann Zangerle hat Ende September die neuen Büroräume der Caritas Sozialstation Lebach gesegnet. „Ich übergebe die neuen Räume mit einem weinenden Auge, weil die Sozialstation vorher in den Räumen der Kirchengemeinde untergebracht war“, sagte Zangerle. „Aber ich bin mir sicher, dass wir weiterhin miteinander verbunden bleiben.“

Zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten waren rund 60 Gäste da, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Mitglieder der Fördervereine der Station. Auch Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill war zur Segnung gekommen. Er beglückwünschte den Caritasverband Saar-Hochwald e.V. zu dem Beratungsangebot, das sich im Laufe der Jahre immer weiter ausgeweitet habe. „Darauf können sie stolz sein!“, sagte Brill. „Die Caritas ist mehr als nur eine Organisation. Sie steht für eine Grundüberzeugung der Hilfe gegenüber den Menschen.“ Brill wünschte der Sozialstation weiterhin viel Erfolg, „dass sie weiterhin ihren Beitrag für ein würdiges Leben unserer Mitbürger leisten können.“

Der Umzug in die neuen Büroräume Am Markt 15 in Lebach ging sehr schnell vonstatten, wie Judith Thiel, Pflegedienstleiterin der Caritas Sozialstation berichtete. Man sei froh, die Räumlichkeiten gefunden zu haben. Besonders dankte sie auch den neuen Vermietern, der Familie Rückherr. „Die alten Räume in der Pfarrgasse sind einfach zu eng gewesen“, erklärte Thiel. „Hier stehen uns zwei zusätzliche Büroräume und ein großer Teambesprechungsraum zur Verfügung.“ Insgesamt werden ab sofort etwa 34 der 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Lebacher Markt arbeiten.

Die Caritas Sozialstation betreut etwa 250 Patienten in Lebach und Schmelz. Häusliche Krankenpflege, hauswirtschaftliche Unterstützung, stundenweise Betreuung zu Hause und die Beratung in Sachen Pflege und Betreuung gehören zu den Hauptaufgaben der Caritas Sozialstation. Außerdem gehört das Café Plauderstübchen in Lebach-Steinbach, in dem Demenzberatung und Pflegekurse für Ehrenamtliche angeboten werden, zur Sozialstation dazu. Hier soll im Laufe des nächsten Jahres außerdem eine Tagespflege angeboten werden, wie Pflegedienstleiterin Thiel ankündigte.

Nach den Grußworten des Direktors des Caritasverbandes Saar-Hochwald e.V., Hermann-Josef Niehren, des Bürgermeisters und der Pflegedienstleiterin segnete Pfarrer Zangerle noch die Kreuze, die künftig in den Büroräumen hängen werden. Er wünschte der Sozialstation Gottes Segen und viel Erfolg für die Zukunft. „Gerade im Zuge der Umsetzung der Bistumssynode können wir die Caritas Sozialstation als Vorreiter sehen, denn sie hat schon immer über den Tellerrand hinausgeschaut und sich nicht nur um die Menschen in der Stadt, sondern auch in Schmelz oder den umliegenden Gemeinden gekümmert!“

Weitere Informationen: www.caritas-saarlouis.de

 

(dh)

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news-82631 Wed, 27 Sep 2017 11:03:06 +0200 Von 16 auf 164 Einrichtungen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/von-16-auf-164-einrichtungen/ Die Gemeinnützige Trägergesellschaft Katholische Kindertagesstätteneinrichtungen Koblenz (KiTa gGmbH Koblenz) traf sich zu ihrer 18. Gesellschafterversammlung in Mayen Mayen - Mit der Neueröffnung einer Kindertagesstätte in Neustadt-Fernthal (Westerwald) führt die Gemeinnützigen Trägergesellschaft Katholische Kindertagesstätteneinrichtungen Koblenz (KiTa gGmbH Koblenz) ab 1. November 2017 genau 150 Einrichtungen. Das haben die Geschäftsführer Sabine Theisen und Willi Kaspari bei der 18. Gesellschafterversammlung der Katholischen KiTa gGmbH am 25. September in Mayen mitgeteilt, zu der Vertretungen der 149 aktuell zur Trägergesellschaft gehörenden Kindergärten zusammengekommen sind.

Die Geschäftsführer skizzierten das Wachstum des Unternehmens von seiner Gründung im Jahr 2000 mit 16 Einrichtungen bis zum „Endausbau“ im kommenden Jahr mit 164 Kindertagesstätten. „Dann haben wir uns verzehnfacht“, erklärte Kaspari und sagte: „Wir sind stetig gewachsen. Das ist eine stramme Leistung und keineswegs selbstverständlich.“ Im Jahr 2016 boten die 137 Einrichtungen der KiTa gGmbH Koblenz 11.419 Plätze für Kinder. Die Anzahl der Beschäftigten lag bei 2.750. Aufgrund der wachsenden Belastung der Gesamtleitungen durch immer neue Themen und Aufgaben bei gleichgebliebenem Stundenansatz arbeitet die Trägergesellschaft künftig mit einer neuen Struktur, die verbunden ist mit der Aufstockung von Personal: Die bisherigen Gesamteinrichtungen der KiTa gGmbH Koblenz werden ab dem 1. Januar 2018 von fünf Bürogemeinschaften in Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Hunsrück, Koblenz sowie Neuwied mit der Außenstelle Kirchen geführt. „Das vereinfacht den kollegialen Austausch und die Beratung“, nannte Theisen als einen Vorteil. Bei betrieblichen Erträgen von annähernd 100 Millionen Euro bezeichnete der Wirtschaftsprüfer Stefan Szük (Köln) in seinem Bericht die KiTa gGmbH Koblenz als „eine richtige große Kapitalgesellschaft“ mit guter Basis und entspannter Situation, was die Risikolage betreffe.

Neben den Strukturen und Finanzen war im Jahr 2016 das Beschwerdemanagement für Kinder ein inhaltlicher Schwerpunkt. Kinder seien mit eigenen Rechten ausgestattet, erklärte Theisen und zählte das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel, Bildung sowie Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Verwahrlosung auf. Kinder sollten das Gefühl haben, dass sie gehört werden. So seien die Träger seit 2016 verpflichtet, nachzuweisen, dass die Rechte von Kindern durch angemessene Verfahren der Beteiligung sowie durch die Möglichkeit der Beschwerde gesichert seien. „Für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen bedeutet dies, die Teilhabe von Kindern und geeignete Beschwerdemöglichkeiten für Kinder im Konzept zu verankern“, sagte Theisen – „denn auch ‚sich beschweren’ will gelernt sein!“

Als Aufsichtsratsvorsitzende stellte die Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Mechthild Schabo, die Strukturveränderungen bei der KiTa gGmbH in den Zusammenhang mit dem Umsetzungsprozess der Synode des Bistums Trier. „Es geht in beiden Fällen um das Wie“, betonte sie und empfahl Empfindsamkeit und Solidarität. Darin, dass katholische Kindergärten auch Orte des kirchlichen Handelns seien, liege eine große Chance, am Wohl und zum Nutzen von Familien mitzuwirken, sagte sie.  

(red)

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news-82630 Wed, 27 Sep 2017 10:39:32 +0200 Breite Diskussion http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/breite-diskussion/ In einem Brief an die Priester des Bistums geht Bischof Dr. Stephan Ackermann auf das Unverwechselbare des priesterlichen Dienstes für die Kirche ein. Trier – Eine breite Diskussion über das Priesterbild im Bistum Trier wünscht sich Bischof Dr. Stephan Ackermann. Das sagt er in einem Interview mit der Bistumszeitung „Paulinus“ (Ausgabe Nr. 39 vom 1. Oktober 2017). Grundlage für die Diskussion soll ein Brief des Bischofs an alle Priester des Bistums sein, den er im September versandt hat und der online hier zu finden ist.

Ihm gehe es um eine Vergewisserung im Nachgang der Synode, sagt der Bischof. Er erlebe bei den Priestern des Bistums Fragen und Irritationen, denn auch wenn die Synode kein eigenes Priesterbild entwickelt habe, habe das Abschlussdokument dennoch Auswirkungen auf die Priester. Als Beispiele nennt Ackermann, dass es künftig weniger leitende Pfarrer geben werde sowie die bisherige weitgehende Gleichsetzung des Priesters mit der Pfarrerrolle.

Sein Brief an die Priester, der auf das Unverwechselbare des priesterlichen Dienstes für die Kirche eingeht und auf spirituelle und pastorale Konsequenzen aus der Synode schaut, enthalte auch Diskussionsstoff für die Gläubigen in den Gemeinden und die hauptamtlich Mitarbeitenden, sagt Ackermann.

(JR)

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news-82627 Wed, 27 Sep 2017 08:54:19 +0200 Laufen für den guten Zweck http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/laufen-fuer-den-guten-zweck/ Die Schulgemeinschaft des Cusanus-Gymnasiums Koblenz hat bei einem Sponsorenlauf 21.441,28 Euro erlaufen. Mit einem Teil des Geldes wird das Projekt „Eine Schule für Burundi“ unterstützt. Koblenz - Die Schulgemeinschaft des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz hat bei einem Sponsorenlauf 21.441,28 Euro erlaufen. Mit einem Teil des Geldes unterstützt die Schule das Projekt der zwanzig Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier „Eine Schule für Burundi“ (http://www.schulabteilung.bistum-trier.de/kirchliche-schulen/schwerpunkte/schulbau-in-burundi/). 870 Schülerinnen und Schüler und 60 Lehrkräfte waren im Einsatz, unterstützt von der Koblenzer Firma Canyon Bicycles GmbH.

„Es ist ein großartiges Gefühl, mit der ganzen Schulgemeinschaft auf den Beinen zu sein und mit der eigenen Bewegung etwas zu bewegen“, beschreibt Schülersprecherin Marie Hirsch ihre Empfindungen beim Sponsorenlauf. Die Idee hierzu entstand bereits gegen Ende des letzten Schuljahres, nachdem das Sportfest des Gymnasiums wegen des schlechten Wetters kurzfristig abgesagt werden musste. Schülerin Tale Meis ergänzt: „Unser Sponsorenlauf war eine schöne Aktion, bei der nicht nur das Laufen für einen guten Zweck, sondern auch die Stärkung unserer Schulgemeinschaft im Fokus stand.“

Von den rund 22.000 Euro, die bei der Aktion gesammelt wurden, gehen 10.000 Euro an die gemeinsame Solidaritätsaktion der Bistumsschulen für den Aufbau einer Schule in Bujumbura (Burundi). Im Jahr 2007/2008 entstand die Idee, das Schulbauprojekt „Ecole Saint Joseph de Bujumbura“ gemeinsam zu finanzieren. Inzwischen werden an der Schule 950 Kinder von 32 Lehrkräften und 8 Erziehern und Erzieherinnen unterrichtet. Mit ihrem Engagement wollen die Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier einen kleinen Beitrag für die Bildung der jungen Generation in Burundi leisten.

Zudem unterstützt das Gymnasium mit einem Teil des erlaufenden Geldes das Unicef-Projekt „No lost generation“. Das von der Bundesregierung mitgeförderte Projekt richtet Schulen in Flüchtlingscamps in Jordanien und im Libanon ein, um insbesondere Kindern aus den syrischen und irakischen Kriegsgebieten den Zugang zu Bildung ermöglichen. Weitere 5000 Euro sind für den Aufbau der Schulstiftung „Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz“ bestimmt, mit deren Erträgen pädagogische Projekte im Sinne des christlichen Schulprofils gefördert werden.

Weitere Informationen und Fotos des Spendenlaufs finden sich unter www.bcgk.de auf der Internetseite des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz.

 

 

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news-82608 Tue, 26 Sep 2017 16:12:27 +0200 Katholische Kita gGmbH Saarland Trägerin von 158 Kitas http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/katholische-kita-ggmbh-saarland-traegerin-von-158-kitas/ In der Stadthalle Dillingen fand die Gesellschafterversammlung der Katholischen Kita gGmbH Saarland statt. Dillingen – Mit der Aufnahme von weiteren 23 Einrichtungen zum 1. Januar 2017 befinden sich nun insgesamt 158 Kindertagesstätten in Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH Saarland. Das hat der pädagogische Geschäftsführer Thomas Schmitz bei der Gesellschafterversammlung der gGmbH in Dillingen mitgeteilt.

Bis zum Ende des vergangenen Jahres gab es im Saarland 10.815 Plätze in den Kindertagesstätten der gGmbH im Saarland, davon waren 5.215 Ganztagesplätze und 1.563 Krippenplätze. Durch die zusätzlichen 23 Kindertagesstätten kommen 2017 unter anderem noch einmal 315 weitere Krippenplätze hinzu, wie Rainer Borens, kaufmännischer Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH erklärte. „Damit sind jetzt die letzten Kitas der katholischen Kirchengemeinden im Saarland in Trägerschaft der Katholischen Kita gGmbH übergangen“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende Mechthild Schabo. Sie betonte, die größte Herausforderung, die den Einrichtungen bevorstehe, sei die „große Aufgabe der Umsetzung der Synode“. Hier gebe es einerseits große Hoffnungen und eine hohe Motivation, Dinge mitzugestalten, aber auch Frust und Ängste. Georg Binninger, Mitglied des Aufsichtsrats, ging ebenfalls auf die Synodenumsetzung im Bistum Trier ein. „Kirche soll künftig vor Ort gelebt werden. Für unsere Kitas ist das Alltag, denn wir haben alle Familien in den Einzugsbereichen im Blick und sind somit immer vor Ort und kennen alle Brennpunkte.“

Im August stellte das Bistum Trier ein überarbeitetes Rahmenleitbild für die Kindertageseinrichtungen im Bistum vor. Darin sind auch die Ergebnisse der Bistumssynode eingeflossen. An diesem Rahmenleitbild orientiert sich die Katholische Kita gGmbH Saarland. „Bis 2020 werden wir unser Leitbild im Hinblick auf das Rahmenleitbild überarbeiten“, kündigte Thomas Schmitz an. Das überarbeitete Rahmenleitbild war ein zentraler Punkt auf der Versammlung in Dillingen. In Gruppen wurde die Umsetzung dieses Rahmenleitbildes im Alltag der Kitas diskutiert. Dabei kam unter anderem die Frage auf, wie der Glaube fester verankert werden könne. So forderte eine Gruppe beispielsweise eine stärkere pastorale Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als bisher.

Ein weiteres Thema, das auf der Versammlung angesprochen wurde, war der Fachkräftemangel. Durch den starken Ausbau von Ganztagesplätzen und der verstärkten Arbeit in Schichten werde die Belastung der Erzieherinnen und Erzieher immer stärker. Eine Entlastung scheint durch den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften leider nicht in Sicht.

(dh)

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news-82605 Tue, 26 Sep 2017 15:05:23 +0200 Mit Kirchenmusik Menschen Freude machen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-kirchenmusik-menschen-freude-machen/ Über 300 Sängerinnen und Sänger nahmen am ersten Kirchenmusiktag in Koblenz teil. Die Kinder und Erwachsenen musizierten gemeinsam in Kirchen und Krankenhäusern. Koblenz – Mehr als 300 junge und alte Stimmen haben am 23. September die Basilika St. Kastor zum Klingen gebracht: Den Abschlussgottesdienst zum ersten Kirchenmusiktag in Koblenz feierten die jungen und alten Sängerinnen und Sänger mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Jörg Michael Peters. Unter dem Motto „Singen ver-bin-det“ hatten sich fünf Kinder- und zehn Erwachsenenchöre aus verschiedenen Dekanaten getroffen, um gemeinsam zu singen und Kirchenmusik in die Stadt und zu vier sozialen Einrichtungen zu bringen. So musizierten die Kinder und Erwachsenen gemeinsam in verschiedenen Koblenzer Kirchen und Krankenhäusern. Den Rahmen bildeten ein gemeinsames Morgenlob in der Herz-Jesu-Kirche, sowie der Abschlussgottesdienst mit Weihbischof Peters in St. Kastor. Unter anderem Lieder aus der Taizé-Tradition wie „Meine Hoffnung und meine Freunde“ oder das Vater unser mit dem Kehrvers „Dein Reich komme – Maranatha“ wurden abends dargeboten.

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news-82599 Tue, 26 Sep 2017 12:28:43 +0200 „Trotz verschiedener Kulturen schätzen wir uns“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/trotz-verschiedener-kulturen-schaetzen-wir-uns/ Im Rahmen der Bolivienpartnerschaftswoche war Bischof Robert Herman Flock aus San Ignacio de Velasco zu Gast in der Pfarreiengemeinschaft Schweich. Fell – Es ist eine langjährige Partnerschaft, die Gäste aus dem lateinamerikanischen Andenland Bolivien auf Gemeindemitglieder des Schieferbauortes Fell in der Nähe von Trier treffen lässt: Das Bistum Trier hat seine Bolivienpartnerschaftswoche mit mehreren Gottesdiensten am 24. September eröffnet, so auch in der Pfarreiengemeinschaft Schweich. Hier feierte Bischof Robert Herman Flock aus San Ignacio de Velasco gemeinsam mit Pfarrer i. R. Jonas Weber und Diakon Herbert Knobloch Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin in Fell.

Mit der Bitte um „ein freundliches Lächeln“, begrüßte Bischof Flock die Gemeinde nach dem Einzug in die Kirche. „Ich mache ein Foto für meine Facebook-Seite. Viele Menschen in Bolivien folgen mir da und sollen sehen, wo ich heute mit Ihnen zusammen bin“, erläuterte der bolivianische Gast. Vor 38 Jahren habe er in einem Kompaktkurs in Salzburg Deutsch gelernt, verriet Flock seinen Zuhörern in Fell und stellte in der auf Deutsch gehaltenen Messfeier unter Beweis, dass er die Sprache noch immer beherrscht. Seine Predigt hielt der gebürtige US-Amerikaner dann aber lieber auf Englisch, zumal er sich auf die Übersetzung durch Sophie Schneider, eine gerade erst aus Bolivien zurückgekehrte Freiwillige, verlassen konnte.

Er freue sich sehr, an diesem Morgen mit vielen Menschen im Gottesdienst und bei der anschließenden Begegnung die langjährige Partnerschaft und Freundschaft leben zu können, die das Bistum Trier und Bolivien verbinden. „Trotz der Verschiedenheit unserer Kulturen schätzen wir uns“, sagte Flock. Diese Wertschätzung werde umso größer, als sie mit der Größe und Güte Gottes zu tun habe. „Viele Probleme in der Welt bestehen, weil Menschen sich nicht kennenlernen“, die Partnerschaft der Bistümer sei da ein positives Gegenbeispiel. Die Feller Kirche gebe ihm das Gefühl, Zuhause zu sein, stellte der Bischof fest. Sie sei nur etwas kleiner als seine Heimatkirche in Wisconsin in den USA. Von seinem jetzigen Amtssitz, der Kirche in San Ignacio im Erzbistum Santa Cruz de la Sierra im Osten Boliviens, unterscheide sich St. Martin Fell allerdings sehr. Bolivien habe kulturell unterschiedlich geprägte Regionen, so etwa den von den Anden geprägten Osten, schilderte das Kirchenoberhaupt und machte seine Zuhörer auf die bunten Tücher auf Altar und Ambo sowie auf die Stolen der Priester aufmerksam. „Diese leuchtenden Farben symbolisieren Erde, Himmel und das Leben. Es sind die Farben der Menschen im bolivianischen Hochland.“

„Es sei ihm eine große Ehre, den bolivianischen Gast in der Gemeinde begrüßen zu können“, betonte Ortsbürgermeister Alfons Rodens zum Abschluss des vom Martinus-Chor unter Leitung von Julius Gorges musikalisch gestalteten Gottesdienstes. In einem kurzen Überblick zeichnet er die Erfolgsgeschichte der Bolivienpartnerschaft nach, die inzwischen seit 57 Jahren besteht. Gerade in der heutigen Zeit, sei es wichtig, das Motto der diesjährigen Partnerschaftswoche ernst zu nehmen, das „gemeinsame Haus aufzubauen und zu schützen“.  Unter diesem Leitwort werden in der Bolivien-Partnerschaftswoche vom 24. September bis 1. Oktober Initiativen der bolivianischen Kirche zu Klimaschutz und zur Bewusstseinsbildung zum Umweltschutz vorgestellt.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.bolivien.bistum-trier.de

(red)

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news-82573 Mon, 25 Sep 2017 13:36:03 +0200 Eine neue Heiligenstatue zur Jubiläumswallfahrt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-neue-heiligenstatue-zur-jubilaeumswallfahrt/ Er ist knapp zwei Meter groß und aus einem einzigen Stück Holz herausgeschnitten: Der Heilige Wendelinus. St. Wendel – Er ist knapp zwei Meter groß und aus einem einzigen Stück Holz herausgeschnitten: Der Heilige Wendelinus, den der Kettensägenkünstler Andrej Löchel aus Bliesen für die Jubiläumswallfahrt des Heiligen in St. Wendel gefertigt hat.

Pfarrer Klaus Leist hat das Werk in Auftrag gegeben. Zum 1.400-jährigen Todestag des Heiligen wollte er eine neue Statue errichten und schon bei der Erschaffung etwas Besonderes machen. Bis die Statue fertig war, hat es allerdings länger gedauert als ursprünglich gedacht. Andrej Löchel sollte den Baumstamm im Vorgarten des Pfarrhauses, gegenüber der Basilika von St. Wendel bearbeiten. Doch zur gleichen Zeit war auch Markt rund um die Basilika und der ohrenbetäubende Lärm war den Besuchern und Händlern zu viel des Guten. Also hat der Künstler das halbwegs bearbeitete Stück Holz kurzerhand eingepackt und in sein Lager gebracht, wo er den Heiligen in aller Ruhe fertig sägte.

„Für mich war wichtig, dem Künstler seine Freiheit zu lassen“, erklärt Pfarrer Klaus Leist. „Wir haben aber natürlich darüber gesprochen, dass eine gewisse Identifikation zwischen der Figur und dem Heiligen da sein muss.“ Der Heilige Wendelinus war laut Legende Schafhirte gewesen. Deshalb hat Andrej Löchel aus einem weiteren Stück Holz ein Schaf gesägt, das jetzt zu Füßen des Heiligen liegt. Zu den Symbolen des Heiligen gehört auch der Hirtenstab, den der Künstler seiner Statue in die Hand gegeben hat. „Wichtig war auch, dass der Wendelinus entweder die Bibel in der Hand hält, oder eine Krone da ist“, so Pfarrer Leist. Andrej Löchel hat sich für die Krone entschieden. Diese liegt nun unter dem Fuß des Holz-Wendelinus. „Das hat die Bedeutung, dass er auf die weltliche Macht, auf das Erbe seines Vaters als Königssohn, verzichtet und geht in die Nachfolge Jesu als Wandermönch“, interpretiert Leist.

Seinen endgültigen Standort wird der Heilige Wendelinus vor der Wendalinuskapelle finden. Während der Wallfahrtswoche vom 15. Oktober bis zum 1. November steht die Statue aber wieder im Vorgarten des Pfarrhauses, wo sie jeder betrachten kann. Den Auftakt der Wendelinus-Wallfahrt bildet ein festlicher Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. Oktober um 9.30 Uhr in der Wendelinus-Basilika. Im Anschluss an den Gottesdienst findet eine Prozession mit dem geöffneten Schrein, in dem die Gebeine des Heiligen liegen, durch St. Wendel statt. Weitere Höhepunkte der Wallfahrtswoche sind Gottesdienste mit dem Erzbischof von Luxemburg, Dr. Jean-Claude Hollerich am 22. Oktober, dem Päpstlichen Nuntius, Dr. Nikola Eterovic am 29. Oktober, mit dem neuen Weihbischof Franz-Josef Gebert am 30. Oktober und zum Abschluss der Wallfahrt, am 1. November mit Weihbischof Jörg Michael Peters. Daneben wird es weitere Gottesdienste, sowie Vorträge und Podiumsdiskussionen geben. So zum Beispiel eine Diskussion zum Thema „Das christliche Menschenbild“ am 30. Oktober, zu der auch der Bundesverfassungsrichter und ehemalige Saarländische Ministerpräsident Peter Müller kommen wird.

Weitere Informationen: www.pg-wnd.de

 

(dh)

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news-82570 Mon, 25 Sep 2017 11:58:05 +0200 Liebe, Erbarmen und Solidarität stehen an erster Stelle http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/liebe-erbarmen-und-solidaritaet-stehen-an-erster-stelle/ Ein Gottesdienst und "Aptati" eröffnen die Bolivienpartnerschaftswoche im Bistum Trier. "Das gemeinsame Haus: schützen und aufbauen" lautet das Motto in diesem Jahr Trier – „Was ist denn hier los?“ fragt eine Frau, die über den Domfreihof geht und an der langen Tischreihe stehenbleibt, die sich Richtung Sternstraße zieht. Da werden Kaffee, Empanadas (gefüllte Teigtaschen) und eine heiße, würzige Brühe angeboten, Infobroschüren liegen aus, und es gibt allerhand Flyer und Give aways vom Schuhputztuch bis zum Schlüsselanhänger. Spätestens als Musik erklingt und junge Leute anfangen zu tanzen, ist klar: An diesem 24. September wird in Trier die Eröffnung der Bolivienpartnerschaftswoche gefeiert.

Seit 57 Jahren verbindet das Bistum eine Freundschaft mit der Kirche in dem lateinamerikanischen Land. 2017 steht die Partnerschaftswoche unter dem Motto „Das gemeinsame Haus: schützen und aufbauen“. Beim Aptati – so heißt in Bolivien die Begegnung verbunden mit einem Essen - informieren Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, BDKJ Bolivienreferat, Brüderkrankenhaus fraternitas international e.V., Dekanat Trier/Netzwerk Weltkirche, DPSG-Stamm Santa Cruz Trier-Heiligkreuz, Josefsschwestern, Pfarreiengemeinschaft Trier-Heiligkreuz/Eine-Welt-Ausschuss, und SoFiA e.V. über ihr Engagement. Auch junge Bolivianerinnen und Bolivianer, die derzeit einen Freiwilligendienst im Bistum leisten, sind dabei.

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