Tonpost

Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte im Bistum Trier

Herzlich Willkommen!

Die Arbeitsstelle „Medien für Blinde und Sehbehinderte“ produziert Hörzeitschriften für blinde und sehbehinderte Menschen im gesamten Bundesgebiet.

Neben der Presse-, Internet- und Rundfunkarbeit ist die Produktion barrierefreier Medien auf CD's oder in Brailleschrift, ein Teil des Kommunikationskonzeptes des Bistums Trier.

Wichtigstes Produkt der Arbeitsstelle, ist das monatlich erscheinende Audiomagazin „Trierische Tonpost“. Viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten, wünscht Ihnen Martin Ludwig und das Team der Arbeitsstelle.

 

  • NERO - KAISER, KÜNSTLER UND TYRANNSwitch

    Eine große Ausstellung in drei Museen mit speziellen Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher!

    Exponate zum Anfassen, Bilder und Zeichnungen zum Ertasten, Informationen und Musik zum Hören!

     

    Vom 14. Mai bis 16. Oktober 2016 zeigen die drei großen Trierer Museen:

    "NERO - KAISER, KÜNSTLER UND TYRANN"

    Kaum ein römischer Kaiser weckt so viel Interesse wie Nero (reg. 54 –68 n. Chr.). Erstmalig in Mitteleuropa widmet sich eine große Ausstellung an drei Standorten mit vielen hochkarätigen Exponaten aus dem In- und Ausland seinem Leben und den Folgen seiner Herrschaft, aber auch seinem heutigen Bild. Der Kaiser wird heute vor allem mit Verschwendungssucht, Größenwahn und Grausamkeit verbunden. Aktuelle Forschungen zeigen Nero jedoch in einem anderen Licht.

    Gleich drei Museen widmen sich in Trier, der größten Römerstadt nördlich der Alpen, 2016 dem umstrittenen Kaiser.

    Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz mit der Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier, das Stadtmuseum Simeonstift Trier und das Museum am Dom Trier widmen sich 2016 mit einer großen Sonderausstellung dem römischen Kaiser Nero, der wie kaum ein anderer bis heute polarisiert. Die drei Museen zeigen die unterschiedlichen Facetten des Herrschers, der zu den bekanntesten römischen Imperatoren gehört:

    - das Stadtmuseum Simeonstift "Lust und Verbrechen. Der Mythos Nero in der Kunst"

    - das Museum am Dom Trier "Nero und die Christen",

    - das Rheinische Landesmuseum Trier präsentiert "Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann"

    Die drei Museen sind fußläufig voneinander entfernt und ergänzende Informationen finden sie unter:

    http://www.nero-ausstellung.de

     

    Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher sind vorbereitet:

    STADTMUSEUM SIMEONSTIFT TRIER

    LUST UND VERBRECHEN - DER MYTHOS NERO IN DER KUNST 

    Wenige Personen der Antike haben in der bildenden Kunst eine ähnliche Karriere erlebt wie Nero: Das Netz aus Prunksucht, Dekadenz und Grausamkeit, das sein Leben und seine Regentschaft umspannt, hat zahlreiche Künstler inspiriert. Vor allem die ihm zugeschriebenen Gräueltaten – die Sezierung der Leiche seiner Mutter Agrippina, der erzwungene Selbstmord Senecas oder der tödliche Tritt in den Unterleib seiner schwangeren Frau Sabina Poppaea – haben über ganze Epochen das Bild des römischen Kaisers bestimmt.

    Das Stadtmuseum Simeonstift Trier unternimmt erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme dieser Bildtradition. Von den frühesten erhaltenen Darstellungen des Mittelalters bis zum Nero- Bild jüngerer und jüngster Vergangenheit machen Gemälde, Grafiken, Fotografien, Filme und Theaterausstattungen diese wandlungsreiche Rezeptionsgeschichte erlebbar.

    Termin der öffentlichen Führung für blinde und sehbehinderte Besucher:

    Samstag, 25. Juni, 18:00 (Dauer ca. 60 Minuten)

    Eintritt ermäßigt:  6€ + 5€ Führung = 11€

    Eintritt regulär:    8€ + 5€ Führung = 13€

    Info und Anmeldung: museumspaedagogik(at)trier.de

    Museum am Dom TRIER

    Im Jahr 64 n. Chr. brannte Rom! Schnell wurde Kaiser Nero selbst verdächtigt, verantwortlich für die verheerende Katastrophe zu sein. Um von diesem Verdacht abzulenken beschuldigte er eine noch junge jüdische Sekte dieser Tat – die Christen. 

    Doch weshalb eignete sich ausgerechnet diese Gruppe als „Sündenbock“? Und wie kam es dazu, dass sich die Christen nicht in das tolerante Religionsgefüge des Römischen Reichs eingliedern konnten? Zur Klärung dieser Fragen, veranschaulicht die Ausstellung zunächst die Religio Romana und stellt ihr das frühe Christentum gegenüber.

    Ausgehend von den Martyrien der Apostel Petrus und Paulus in neronischer Zeit werden die regional und qualitativ sehr unterschiedlichen Phasen der Christenverfolgungen beleuchtet. 

    Die Aktualität des Themas wird durch eine Gegenüberstellung der antiken Pogrome mit aktuellen Situationen von Religionsverfolgungen verdeutlicht.

    Gezeigt werden in der Ausstellung neben archäologischen Objekten und Modellen insbesondere mittelalterliche und neuzeitliche Darstellungen christlicher Märtyrer aus bedeutenden Sammlungen Deutschlands und des europäischen Auslandes.

    Termin der öffentlichen Führung für blinde und sehbehinderte Besucher:

    Samstag, 24. September, 18:00 Dauer ca. 60 Minuten)

    Eintritt ermäßigt: 5,50€ + 5€ Führung = 10,50€

    Eintritt regulär:  7€ + 5€ Führung = 12€

    Info und Anmeldung: kirstin.mannhardt(at)bistum-trier.de

    Rheinisches Landesmuseum TRIER

    Besonders die letzten Regierungsjahre Neros prägen das heutige Bild des Tyrannen, Christenverfolgers und Brandstifters. Dieses Bild stammt bereits aus der Feder antiker Autoren wie Tacitus und Sueton, Angehörige der Aristokratie, der Nero mit Ignoranz gegenübertrat. Die Ausstellung zeigt seinen Aufstieg zum Thronfolger, seine Herrschaft und ihr gewaltsames Ende. 

    Nero war lange Zeit beim Volk sehr beliebt. Erst mit zunehmender Regierungsdauer verlor er den Bezug zur Realität. Die Entwicklung vom jungen hoffnungsvollen Thronanwärter bis zum verhassten Tyrannen wird anschaulich mit mehr als 400 Exponaten aus dem In- und Ausland illustriert. Die große Schau zeigt Neros Karriere chronologisch: Zäsur der ersten Regierungsjahre war die Ermordung seiner machthungrigen Mutter Agrippina. Die Leidenschaft des Kaisers galt den Künsten, er trat selbst als Schauspieler, Musiker und Wagenlenker auf und erbaute die ungeheure Domus Aurea, seinen goldenen Palast. Die Anlage wurde auf einem Stadtareal Roms errichtet, das zuvor von einer verheerenden Brandkatastrophe vernichtet worden war. Nach Neros Selbstmord in politisch auswegloser Situation kam es auch in der Region Trier unter Beteiligung der keltischen Treverer zu einem letzten Akt der Reichskrise – auch dies ist Thema der Ausstellung.

     

    Termin der öffentlichen Führung für blinde und sehbehinderte Besucher:

    Samstag, 8. Oktober, 18:00 (Dauer ca. 60 Minuten)

    Eintritt ermäßigt: 11€ + 5€ Führung = 16€

    Eintritt regulär:  12€ + 5€ Führung = 17€

    Info und Anmeldung: anne.kurtze(at)gdke.rlp.de

     

    Nochmals die Termine im Überblick:

     

    Stadtmuseum Simeonstift:

    Samstag, 25. Juni, 18:00 (Dauer ca. 60 Minuten)

    Eintritt ermäßigt:  6€ + 5€ Führung = 11€

    Eintritt regulär:    8€ + 5€ Führung = 13€

    Info und Anmeldung: museumspaedagogik(at)trier.de

     

    Museum am Dom:

    Samstag, 24. September, 18:00 Dauer ca. 60 Minuten)

    Eintritt ermäßigt: 5,50€ + 5€ Führung = 10,50€

    Eintritt regulär:  7€ + 5€ Führung = 12€

    Info und Anmeldung: kirstin.mannhardt(at)bistum-trier.de

     

    Rheinisches Landesmuseum:

    Samstag, 8. Oktober, 18:00 (Dauer ca. 60 Minuten)

    Eintritt ermäßigt: 11€ + 5€ Führung = 16€

    Eintritt regulär:  12€ + 5€ Führung = 17€

    Info und Anmeldung: anne.kurtze(at)gdke.rlp.de

     

    Der ermäßigte Eintrittspreis wird gewährt für Schwerbehinderte, Studierende, Auszubildende, Schüler, Arbeitslose und Freiwilligendienstleistende.

     

    Exponate zum Anfassen, Bilder und Zeichnungen zum Ertasten, Informationen und Musik zum Hören!

    Eine große Ausstellung in drei Museen mit speziellen Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher!

    "NERO - KAISER, KÜNSTLERUND TYRANN"

    http://www.nero-ausstellung.de

  • TV- Programm – Das 14-tägige Fernsehprogramm für Ihre Ohren!Switch

    Braille- TV aus Berlin ist eingestellt!

    Viele von Ihnen haben in der Vergangenheit das liebgewonnene Braille- TV vom Blindenwerk in Berlin bezogen. Bedauerlicherweise ist diese Braille- TV eingestellt worden. Wir können Ihnen das Lesen mit den Fingern nicht ersetzen, wollten Ihnen aber auf diesem Wege eine Alternative vorstellen.

    Die Alternative ist die TV- Daisy * Das 14-tägige Fernsehprogramm mit 17 Sendern und einfacher Navigierung!

    Senderspektrum der 14-tägig erscheinenden TV-Ausgabe:

    Öffentlich Rechtliche:

    ARD, ZDF, Phoenix, SWR3, WDR3, Hessen3, Bayern3, 3SAT, MDR3, N3, RBB Berlin-Brandenburg

    Private:

    RTL, SAT1, PRO7, VOX, Kabel1, DSF

    Zu beziehen als:

    DAISY-CD-MP3 * Dauer ca. 8 Stunden; Einwegversand per Blindensendung
    Jahresabo: 40,50 Euro


    TV-Fernsehen – Das 14-tägige Fernsehprogramm für Ihre Ohren!

    Nicht synthetisch sondern eingelesen von zwei Sprecherinnen mit Hinweis auf die erscheinenden Hörfilmsendetermine!!

    14 Tage auf einer Daisy-CD-MP3 mit 17 Sendern der öffentlich rechtlichen und der privaten Fernsehsender.

    Navigierbar auf 5 Ebenen:

    • Ebene 1 – die entsprechende Woche
    • Ebene 2 – den entsprechenden Tag
    • Ebene 3 – den entsprechenden Sender mit dem Vormittagsprogramm
    • Ebene 4 – das Nachmittagsprogramm des gewählten Senders
    • Ebene 5 – das Abendprogramm des gewählten Senders

    Komfortabel und schnell!

    Kostenloses Probeexemplar anfordern!

    Arbeitsstelle Medien für blinde und sehbehinderte Menschen

    Trierische Tonpost

    Postfach 1340

    54203 Trier

     

    Tel.: 0651 / 7105-430 Sekretariat Herr Rietz

    Mail: tonpost(at)bistum-trier.de

    Internet: www.tonpost.de

    Bitte geben Sie diese Information an Freunde und Bekannte weiter!

    Es grüßt alle Martin Ludwig und das gesamte Team der Arbeitsstelle

  • Schöne barrierefreie Ferienwohnung im Hunsrück bei Familie ThömmesSwitch

    Liebe Hörerinnen und Hörer der Tonpost,

    unsere langjährige ehrenamtliche Leserin Mathilde Thömmes möchte Ihnen einen Urlaub im schönen Hunsrück schmackhaft machen.

    Dabei unterstützen wir Mathilde und Arthur gerne und erlauben uns Ihnen die nachstehende Info weiterzugeben.

                                        

     „Übrigens darf ich bei allem Respekt vor meinem berühmten Hotel sagen, unberühmte sind meistens interessanter“

    Theodor Fontane

     

    Hallo,

    wir haben zwar kein Hotel, aber seit 2015 eine gemütliche, barrierefreie Nichtraucherferienwohnung für zwei Personen, die wir für liebe Menschen aus Nah und Fern in unserem kleinen Hunsrückdorf mit Namen Bescheid anbieten.

    Wir, das sind ich, Mathilde und mein Mann Arthur Thömmes, der seit 1995 blind ist. Als leidenschaftliche Gastgeber freuen wir uns, Sie bei uns mitten in der Natur am Rande des Nationalparks Hunsrück-Hochwald begrüßen zu dürfen. Mit meiner Ausbildung als Gästeführerin bringe ich Ihnen unsere Heimat bei Interesse gerne näher.

    Für weitere Informationen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 06509-312 gerne zur Verfügung.

    Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

     

    Familie Mathilde und Arthur Thömmes

    Hermeskeilerstr. 11

    54413 Bescheid

    Tel.: 06509 / 312

Schöne barrierefreie Ferienwohnung im Hunsrück bei Familie Thömmes

  • Heute – Exerzitien im AlltagSwitch

    Mein Leben ist mir von Gott gegeben – täglich neu, auch HEUTE.

    Es ist eingespannt zwischen Morgen und Abend und es liegt an mir,

    wie ich es lebe.

     

    Exerzitien sind ein Übungsweg, der mich Tag für Tag näher zu mir

    selbst, zu Gott und zu den Mitmenschen bringen kann.

    Exerzitien lassen Vergangenheit und Zukunft nicht aus dem Blick, aber sie laden ein, HEUTE zu leben, HEUTE zu lieben, HEUTE zu handeln, HEUTE Gottes Botschaft von der Liebe zu verkünden.

     

    Dieses Daisybuch ist in 3 navigierbare Ebnen gegliedert. Auf der Ebene 1 gelangen Sie von Woche zu Woche. Auf der Ebne 2 innerhalb der gewählten Woche von Tag zu Tag und auf der Ebne 3 innerhalb des gewählten Tages von Beitrag zu Beitrag. Wenn Sie einen Gong ertönen hören, lädt dieser ein, das Gerät zu stoppen und ca. 10 Minuten innezuhalten. Das Daisybuch hat eine Spieldauer von ca. 2 Stunden und wurde von den Autorinnen Sr. Simone Remmert und  Petra Stadtfeld selbst eingelesen. Dabei wurden Sie

    von Dr. Siegfried Schmidt unterstützt.

     

    Es kann als Daisy- CD oder als 2 Audio- CD ´s für 6,50 € bei uns gekauft werden.

     

    Exerzitien – ein Übungsweg.

    Was gilt es zu üben?

     

    Ich kann mich einüben ins Lieben und Lieben-Lassen

    nicht irgendwann, sondern HEUTE.

    Ich kann mich einüben in die Freundschaft

    nicht irgendwann, sondern HEUTE.

    Ich kann mich einüben in die Sendung

    nicht irgendwann, sondern HEUTE.

     

    Liebe, Freundschaft, Sendung HEUTE entfalten sich in drei

    Bereichen:

     

    · in mir selbst, in meinem Wesen, meinem Denken,

    Handeln und Sein, in meinem Mensch-Sein

     

    · in meiner Beziehung zu Gott, der mir in Jesus Christus

    menschlich nahe gekommen ist, in meinem

    Christ- Sein und

     

    · in der Beziehung zu den Mitmenschen in Welt und

    Kirche, meinem Kirche-Sein.

     

    Einüben HEUTE geschieht im Alltag, also im Hier und Jetzt.

    Es gilt, den ersten Schritt zu tun.

    Das Ermutigende: Ich gehe nie alleine. Immer sind andere mit mir, in

    Gemeinschaft und mit Gott übend auf dem Weg.

    HEUTE und alle Tage.

     

    Bestellungen und Infos bei der Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte:

    Tel.: 0651 / 7105-430

Bild der CDs von Exerzitien im Alltag 2014
Wir sehen die CDs der DAISY- und Audioausgabe von Exerzitien im Alltag 2014
  • Reportage über die Arbeitsstelle Medien von Rebecca BiwerSwitch

    Tonpost – Erleben mit Sinn(en)

    Das Bistum Trier ist das einzige Bistum in Deutschland, das eine „Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte“ hat. Jeden Monat produziert die Arbeitsstelle das digitale Hörmagazin „Trierische Tonpost“, das blinde und sehbehinderte Menschen über aktuelle Themen aus dem Blindenwesen in Deutschland informiert. Nebenbei laufen weitere Hörproduktionen, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern tatkräftig unterstützt werden.

    Von Rebecca Biwer (ehemalige FSJlerin der Tonpost)

    Trier. Es ist acht Uhr früh und die Vorbereitungen für die Produktion der Paulinus-Wochenzeitung im Bistum Trier sind schon tatkräftig im Gange. Sobald die neue Ausgabe der Zeitung gedruckt ist, geht ein Exemplar an die „Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte“. Wöchentlich produziert das kleine Team der Arbeitsstelle mit Hilfe von Helferinnen und Helfern im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) die Paulinus-Hörzeitschrift. Fleißig werden die Texte der Zeitung ausgeschnitten, sortiert und für die ehrenamtlichen Leserinnen und Leser geordnet aufgeklebt. Mit Kopfhörern und eingestellten Mikrofonen können dann die Berichte in abwechselnder Reihenfolge für die Hörerinnen und Hörer eingelesen werden. Zuvor wird noch der Pegel für den jeweiligen Stimmklang angepasst und auf das Kommando „3, 2, 1“ geht es dann los. Die Aufnahmen im Tonstudio übernehmen die FSJler. Am Mischpult können sie die Einstellungen korrigieren und, wenn Fehler gelesen werden, diese berichtigen. Immer zwei Lesergruppen mit jeweils zwei Lesern werden für die Aufnahmen benötigt.

    Martin Ludwig, der selbst erblindet ist, ist seit 1996 Leiter der „Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte“. Er ist sehr froh von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt zu werden, denen die freiwillige Arbeit viel Freude bereitet. „Ich lese jederzeit gerne Texte für die Tonpost ein. Es ist schön zu wissen, dass man etwas an andere Menschen weitergeben kann, was für sie nicht selbstverständlich ist, wie in dem Fall das Lesen“, sagt die ehrenamtliche Leserin Elsbeth Lubjuhn.

    Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Arbeitsstelle ist das eigenproduzierte Hörmagazin „Trierische Tonpost“, das jeden Monat an rund 550 Abonnenten bundesweit verschickt wird. Dieses Hörmagazin ist in verschiedene Rubriken eingeteilt, die die Hörerinnen und Hörer unter anderem über Gesellschaft, Soziales, Recht, Kirche und Welt informieren. Hin und wieder werden auch Hörspiele angeboten und mit kleinen Geschichten und Gedichten wird eine Hörausgabe bereichert. Selbst aufgenommene Beiträge der FSJler über besondere Veranstaltungen, wie „Die Woche des Sehens“, „Der Tag des weißen Stockes“, die Ausstellung „Licht ins Dunkel“ und die Heilig-Rock-Tage im Bistum Trier werden auch verwendet.

    In jeder Tonpost-Ausgabe ist die Rubrik „Das Hörerforum“ ein wichtiger Bestandteil. Hier können sich die Hörerinnen und Hörer untereinander austauschen. „Mithilfe eines Braillebriefes, einer CD oder per Mail können die Hörerinnen und Hörer selbstverfasste Beiträge zu uns schicken, die wir einlesen oder am Computer mit technischen Ton-Programmen bearbeiten und anschließend in die Hörzeitschrift aufnehmen. So können die Hörer miteinander kommunizieren, was wiederum die Hörzeitschrift viel lebendiger macht und für eine interessante Unterhaltung sorgt“, erklärt Ludwig. Trotz seines Handicaps, der Erblindung, erledigt er die meisten Aufgaben selbst, was die Leidenschaft für seinen Beruf bestärkt.

    Auch die gemeinsame Arbeit mit den jungen Leuten aus den Freiwilligen-Diensten ist für Martin Ludwig sehr wichtig. Jedes Jahr stellt er zwei oder drei FSJler ein, die ihm und seinem Sekretär bei seiner Arbeit der Audioproduktionen behilflich sind. Aufnahmen im Tonstudio, Texte einlesen, CDs bedrucken, brennen und vervielfältigen, das Verpacken der Versandtaschen sowie die Bedienung der Braille-Maschine für die Blindenschrift gehören zu den Aufgaben eines FSJlers in der Arbeitsstelle. Für die Bearbeitung der Sprachaufnahmen mit speziellen Programmen ist daher eine gewisse Vorkenntnis mit dem Umgang eines Computers von Nutzen. Der 19-jährige Max Maxheim erklärt: „Ich bin froh, mein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Tonpost zu absolvieren. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, man hat viel Kontakt zu anderen Menschen und wir dürfen unsere eigenen Ideen einbringen und mitgestalten.“

    Außerdem werden zwei weitere Hörzeitschriften, die ZB (Zeitschrift behinderte Menschen im Beruf) und das TV (Fernsehprogramm) produziert. Bis auf das TV-Programm sind alle Hörzeitschriften kostenlos, und im Winter gibt es zudem die Möglichkeit, den „Klingenden Adventskalender“ zu bestellen, der die Menschen mit kleinen Überraschungen in Form von Sprachaufnahmen durch die adventliche Zeit und den Winter über begleitet. Mit der Weihnachtsausgabe 1969 nahm das damalige Referat für blinde und sehbehinderte Menschen im Bistum Trier seine Arbeit auf und blickt nun auf eine 45-jährige Tradition in der Gestaltung von barrierefreien Hörzeitschriften für blinde und sehbehinderte Menschen zurück. Im Zugehen auf eine inklusive Gesellschaft trägt die Arbeitsstelle Medien im Bistum Trier dazu bei, Barrieren im Bereich der Kommunikation immer weiter abzubauen, bis zur gleichberechtigten Teilhabe aller in unserer Gesellschaft.

    Wollen Sie auch? Tonpost – Erleben mit Sinn(en)

    Dann erreichen Sie uns unter:

    Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte
    Bischöfliches Generalvikariat
    Mustorstraße 2
    54290 Trier

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