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Die Ergebnisse liegen nun vor

Formales Anhörungsverfahren zum Ersten Gesetz zur Umsetzung der Synode und zu den Dekreten

Unterschied: Anhörung zum Gesetz und Anhörung zu den Dekreten

Auf dieser Seite finden Sie die Ergebnisse der Anhörung zum ersten Gesetz zur Umsetzung der Synodenergebnisse. das nach den Rückmeldungen und verschiedenen Anpassungen am 15. Oktober 2019 von Bischof Dr. Stephan Ackermann in Kraft gesetzt wurde. Im Anschluss daran findet eine weitere Anhörung zu den Dekreten statt. Die Informationen dazu erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.

Unterscheidung der Anhörungs- und Regelungsgegenstände des Gesetzes und der Dekrete

Das Gesetz regelt die allgemeinen, für alle Pfarreien geltenden Rahmenbedingungen. Mit den Dekreten wird die je konkrete Pfarrei errichtet. Wegen der gesamthaften Neugliederung des Bistums wird der territoriale Rahmen aller Pfarreien Gegenstand der Anhörung zum Gesetz sein. 

Stand: Oktober 2019

Gesetz Dekret
 
  • territoriale Fassung der 35 Pfarreien der Zukunft
  • Vermögensübergang im Rahmen der Universalsukzession.
    Fabrikvermögen bleibt in seiner bisherigen Bestimmung unberührt.
  • Leitungsteam der Pfarrei der Zukunft (als Gremium)
  • Rat der Pfarrei mit Pastoralkammer und Vermögenskammer
  • Synodalversammlung
  • Verwaltungsteams
 
 
  • Aufhebung bisheriger Pfarreien und Kirchengemeinden
  • Gründung von neuen Pfarreien und Kirchengemeinden
  • Name der neuen Pfarrei
  • Pfarrort der neuen Pfarrei
  • Aufhebung der bisherigen Pfarrkirchen im Territorium
 

Im Gegensatz zu den Anhörungen bei bisherigen Fusionen von Pfarreien zu einer Pfarrei ist bei den anstehenden grundlegenden, nachsynodalen Veränderungen ein differenziertes Verfahren zu gestalten. Bisher wurden die Pfarrer und die betroffenen Gremien lediglich dazu befragt, ob sie der angedachten Fusionen mehrerer Pfarreien unter den gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen zustimmen. Jetzt geht es  darum, dass für das gesamte Bistum eine neue strukturelle Gestalt der territorialen Seelsorge eingeführt werden soll. Daher ist der Gegenstand dieser Anhörung nicht das konkrete Dekret (zur Errichtung der jeweiligen Pfarrei der Zukunft), sondern der neue gesetzliche Rahmen (für das ganze Bistum und für alle Pfarreien der Zukunft).

Die formale Anhörung wurde im Frühjahr 2019 durchgeführt. Die Frist für die Rückmeldungen endete - nach einer Verlängerung um zwei Wochen - am 12. Juni. Die Ergebnisse wurden am 17. August 2019 nach der Auswertung durch das PRAGMA Institut Reutlingen den Diözesanen Räten zur Beratung und der Öffentlichkeit vorgestellt.


„Wir liegen richtig mit der Umsetzung der Synode“

12 Prozent „sehr positiv“, 20 Prozent „positiv“, 14 Prozent „eher negativ“, 23 Prozent „sehr negativ“ und 31 Prozent „neutral“: So bewerten die befragten Pfarrgemeinde-, Pfarreien-, Verwaltungs-, Kirchengemeinde- und Dekanatsräte sowie Pfarrer und Dechanten die Pläne zur Umsetzung der Bistumssynode. (mehr)


Ergebnisse der Auswertung zur Anhörungsphase

Hier finden Sie die Folien zur Präsentation der Ergebnisse sowie erläuternde Fragen und Antworten zur Methode und zu den Auswertungsergebnissen. Die Präsentation der Ergebnisse durch Dr. Martin Messingschlager vom PRAGMA Institut wurde live gestreamt. Hier finden Sie das Video:

(Beginn der einleitenden Worte und des Vortrags bei Minute 12:00')

Präsentation der Auswertung durch das PRAGMA-Institut

Die Folien der Präsentation zum Durchklicken

Stellungnahmen

Im Anschluss an die Präsentation durch das PRAGMA Institut haben die Diözesanen Räte mit dem Bischof beraten und sich in Stellungnahmen auch für die Öffentlichkeit geäußert. Hier finden Sie im Video die Stellungnahmen der Diözesanen Räte und von Generalvikar von Plettenberg.

Übersicht über die Maßnahmen aufgrund der Anhörung

  • Raumgliederung Switch

    • Gespräche mit den Gremien bzw. Steuerungsgruppen, wo es evidente und konkrete Kritik am Raumzuschnitt und an den Pfarr-Orten gibt.
      →Veränderungen an einigen Stellen, Neuzuteilung von ganzen Pfarreien oder Umpfarrungen.
    • Manche territorialen Umschreibungen bleiben in den Rückmeldungen umstritten, d.h. die aktuellen Lösungen werden bestätigt, von anderen aber kritisiert.
    • Generelle und umfassende Kritik an den neuen Pfarreien ist evident: mindestens die sehr negativen Rückmeldungen (23%) sind so zu deuten, dass den Gründungen neuer Pfarreien in der vorgesehenen Umschreibung (räumlich wie strukturell) widersprochen wird. Mit diesem Widerstand ist weiterhin umzugehen, er wird die nächsten Schritte begleiten.
    • Oft werden die Themen Größe, Unübersichtlichkeit, Verlust von Nähe, Heimat und Identität aufgeführt: Hier soll mit dem Konzept Orte von Kirche deutlich gemacht werden, dass es Nähe und Identifikation, Heimat und Zusammengehörigkeit in den neuen Pfarreien geben wird. Die Orte von Kirche sind die Handlungsebene der Pfarrei der Zukunft. Der große Raum ist der Organisationsrahmen. 
    • Die Veröffentlichung des Orientierungsrahmens für pastorales Personal kann bezüglich der vorgesehenen Verteilung des pastoralen Personals Informationen bieten und der Sorge vor dem Abbruch pastoraler Präsenz begegnen.
       
  • Organe und Gremien: Synodalversammlung Switch

    • Vielfach geäußerte Kritik an der Synodalversammlung bezieht sich auf die Größe und die Arbeitsfähigkeit: es zeigt sich, dass die Synodalversammlung nicht mit den bisherigen Gremien verglichen werden kann. Das Bistum wird Kompetenzen zur Gestaltung zur Verfügung stellen. Externe Begleitung der Versammlung ist bei Bedarf vorgesehen.
    • Die Tagungshäufigkeit der Synodalversammlung wurde kritisch gesehen. Sie soll nun zwei Mal im Jahr tagen.
    • Die Übergabe einer von der Synodalversammlung getroffenen richtungsweisenden Empfehlungen an den Rat der Pfarrei ist besser umschrieben.
    • Die Möglichkeit, Arbeitsgruppen zu bilden, muss deutlicher kommuniziert werden.
    • Die Synodalversammlung ermöglicht allen Orten von Kirche Partizipation: allerdings nicht im Sinne einer Proportionalität. 
  • Organe und Gremien: Rat der Pfarrei Switch

    • Nach wie vor wird kritisiert, dass der Rat der Pfarrei keine Repräsentanz aller bisherigen Pfarreien ermöglicht. Dieser Kritik wird man nicht nachgehen können, wenn man die Arbeitsfähigkeit des Gremiums (auf seine Aufgaben bezogen) erhalten will. Es ist deutlich zu machen: die Mitglieder des Rates der Pfarrei haben einen Auftrag für das Ganze.

    Die Reflexion des Rates der Pfarrei war einer der Schwerpunkte der Überarbeitung und wird mit den diözesanen Räten umfassend diskutiert.

  • Organe und Gremien: Leitungsteam Switch

    • Die kritischen Rückmeldungen zum Leitungsteam beziehen sich u.a. auf die Möglichkeit des ehrenamtlichen Engagements im Leitungsteam. Das Ziel ist, Partizipation Ehrenamtlicher auf allen Ebenen der Pfarrei zu ermöglichen. Die Aufgaben und die Arbeitsweisen können so ausgestaltet werden (z.T. durch Geschäftsordnungen), dass ein relevantes Mitwirken möglich ist. Informationsveranstaltung für Interessierte sind geplant. Bistumsweit wird Interesse an einer Mitarbeit signalisiert.
    • Weiterhin sind Gläubige besorgt, die Nähe zum Leitungsteam zu verlieren. Hier wird Kommunikation und Erläuterung wichtig sein: viele Mitarbeiter/innen in den Pfarreien sind nah an den Menschen und im engen Kontakt zu den pastoralen und verwaltungsmäßigen Bezügen eingesetzt. Das Leitungsteam hat vor allem eine koordinierende und steuernde Aufgabe im Zusammenspiel mit den Gremien. 
  • Organe und Gremien: Verwaltungsteams Switch

    • Oft wird kritisch zurückgemeldet, die Kompetenzen der Verwaltungsteams seien unklar bzw. unzureichend. Bzgl. der Unklarheit soll eine Arbeitshilfe angeboten werden, wie Verwaltungsteams funktionieren können und welche Aufgaben sie übernehmen könnten. Dies ist zum Teil in den TPG Ergebnissen dargelegt.
    • Möglichst viele Verwaltungsräte sollen gewonnen werden, sich als Verwaltungsteam bestätigen zu lassen. Die Verwaltungsräte werden auch angeschrieben. Ein hohes ehrenamtliches Engagement in Verwaltungsteams liegt auch im Interesse der zukünftigen Leitungsteams, weil nur so örtliches Wissen und ortsnahes Engagement flächendeckend realisiert werden können.
    • Das Ziel der neuen gesetzlichen Regelungen ist eine größere Flexibilität. Daher bleibt eine gewissen Offenheit in der Ausgestaltung, da der Wirkungsrahmen vom konkreten Auftrag abhängt. Ein mit einem Mandat und einem Budget ausgestattetes Verwaltungsteam ist aber ein handlungsfähiges Organ der Kirchengemeinde.
  • Vermögensübergang Switch

    • Oft wird der Verlust von Verfügung über Geldmittel vermutet. Wir wollen deutlich machen, dass die Mittel, die Gruppierungen zugewiesen sind, diesen auch weiter zur Verfügung stehen. Die Vorgehensweisen sind zu erläutern. Ziel ist eine umfassende Darstellbarkeit der ortsgebundenen Vermögen (Fabrikvermögen) und der den Gruppen zugewiesenen Budgets.
    • Die vielen Unklarheiten in den Rückmeldungen zeigen uns einen hohen Bedarf an Kommunikation.
    • Die Möglichkeit der Übernahme örtlicher Verantwortung durch Verwaltungsteams kann den Bedenken begegnen.
  • Übergangsregelungen für Gremien Switch

    • Oft erging der Hinweis, dass Regelungen fehlen. Inzwischen sind viele davon erarbeitet: die Ordnungen zur Wahl des ersten Rates der Pfarrei und zur Wahl der Ehrenamtlichen im Leitungsteam.
    • Die Frage nach den Übergangsmandaten für die Pfarreien, die noch nicht zum 1. Januar 2020 aufgelöst werden, wurde intensiv reflektiert: in kommunikativer und rechtlicher Hinsicht. Auch hier sind Regelungen vorbereitet, die Klarheit herstellen und offene Fragen beantworten.
    • Es ist klar, dass es für diejenigen Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 starten, einen engen zeitlichen Rahmen gibt. 
    • Ein Austausch zu diesen Themen mit den beauftragten Steuerungsgruppen ist für den 23. August vorgesehen.
  • Weitere relevante Punkte: Orte von Kirche Switch

    • Bei den Infoveranstaltungen von Februar bis April haben die Mitglieder der Bistumsleitung intensiv über Orte von Kirche gesprochen: die Pfarrei der Zukunft baut sich von den Orten von Kirche her auf.
    • Es ist positiv, dass die Gremien dieses Konzept aufnehmen und sich damit befassen.
    • Dass damit Unklarheiten verbunden sind, ergibt sich daraus, dass wir bewusst auf weitergehende Regulierungen verzichten.
    • Viele Steuerungsgruppen arbeiten aktiv am Thema „Orte von Kirche“ und unterstützen damit eine neue Wahrnehmung kirchlichen Engagements.
  • Weitere relevante Punkte: Ehrenamt Switch

    • In den Rückmeldungen der Gremien hat eine konstruktiv-kritische Reflexion auf die Rolle von Ehrenamtlichen in den Pfarreien der Zukunft stattgefunden. Das begrüßen wir sehr.
    • Ehrenamtliche sind jetzt, oft gegen ihren Willen, in den Veränderungsprozess involviert. Das braucht hohe Aufmerksamkeit.
    • Maßnahmen, die der Arbeitsbereich Ehrenamt ergreift z.B. Informationsveranstaltungen und Unterstützungsangebote, zielen auf die Findung neuer Rollen ab.
    • Die Steuerungsgruppen für den Übergang zu den Pfarreien der Zukunft sind in Kontakt mit den Ehrenamtlichen in den jetzigen Räten und den vielen anderen Diensten, um über die zukünftigen Formen des Engagements nachzudenken.
    • Das Thema Ehrenamt ist ein Schlüsselthema für die Zukunft der Kirche im Bistum Trier.
    • Es ist mit pastorale anregenden und herausfordernden Aufgaben einer diakonischen, missionarischen und lokalen Kirchenentwicklung zu rechnen.
  • Die Maßnahmen in der Übersicht als Download Switch


FAQ - Häufige Fragen zur formalen Anhörung

  • Warum ist eine formale Anhörung notwendig? Switch

    Es geht um eine neue Gestalt der („territorialen“) Seelsorge in der Pfarrei

    Im Gegensatz zu den Anhörungen bei bisherigen Fusionen von Pfarreien zu einer Pfarrei ist bei den anstehenden grundlegenden, nachsynodalen Veränderungen ein differenziertes Verfahren zu gestalten. Bisher wurden die Pfarrer und die betroffenen Gremien lediglich dazu befragt, ob sie der angedachten Fusionen mehrerer Pfarreien unter den gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen zustimmen.
    Jetzt geht es  darum, dass für das gesamte Bistum eine neue strukturelle Gestalt der territorialen Seelsorge eingeführt werden soll. Daher ist der Gegenstand der ersten Anhörung nicht das konkrete Dekret (zur Errichtung der jeweiligen Pfarrei der Zukunft), sondern der neue gesetzliche Rahmen (für das ganze Bistum und für alle Pfarreien der Zukunft).

  • Womit müssen sich die Gremien und die anzuhörenden Personen bei der Anhörung befassen? Switch

    Bei der Anhörung geht es um das
    Erste Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013 bis 2016

    Dieses Gesetz legt die rechtlichen Grundlagen dar und beschreibt damit die für alle geltenden Rahmenbedingungen der Pfarreien der Zukunft. Dies sind z.B.

    • die Regeln zur „Universalsukzession“ (die neue Pfarrei tritt in alle Rechte und Pflichten der bisherigen Pfarreien in ihrem Gebiet ein) mit den Auswirkungen auf Vermögen und Personal,
    • die Gremienstruktur und damit die Möglichkeiten der formalen Beteiligung des Gottesvolkes an der Gestaltung der Pfarrei der Zukunft (Synodalversammlung, Verwaltungsteams, Rat der Pfarrei, Ehrenamtliche im Leitungsteam)
    • und die Beschreibung des Leitungsteams, dem die Verantwortung für die Pfarrei übertragen ist.

    Im Ersten Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013 bis 2016 finden sich

    • die Auflösungs- und Errichtungsordnung (bisherige Pfarreien – Pfarreien der Zukunft)
    • die Gremien- und Wahlordnungen
    • die neue Fassung des Kirchenvermögensverwaltungsgesetzes (KVVG).

    (Das Gesetz erscheint also eigentlich als eine Sammlung von unterschiedlichen Ordnungen und Regelungen.)

  • Zu welchen Themen und Inhalten des Gesetzes werden die Gremien und Personen angehört? Switch

    • Veränderungen im priesterlichen Dienst (Leitung der Pfarrei durch ein Leitungsteam, Rolle des Pfarrers im Leitungsteam und Rolle der anderen Pfarrer)
    • Veränderungen im Einsatz der in der Pastoral Tätigen
    • Veränderungen von Seelsorgestrukturen
    • Auflösung von Pfarreien und Errichtung von Pfarreien
    • Auflösung von Kirchengemeinden und Errichtung von Kirchengemeinden
    • Auflösung von Kirchengemeindeverbänden
    • Auflösung von Pfarreiengemeinschaften
    • Auflösung von Dekanaten
  • Wer ist anzuhören – und zu welchen Themen / Inhalten des Gesetzes? Switch

    Nach universalem Kirchenrecht und diözesanem („partikularem“) Recht sind diejenigen (Personen und Gremien) zu hören, die ein rechtliches Interesse an der Errichtung, Aufhebung und Veränderung der Pfarreien haben. Außerdem ist nach partikularem Recht der Dekanatsrat bei Veränderungen von Strukturen zu hören, die das Dekanat betreffen. Priesterrat und Diözesanpastoralrat sind bei strukturellen Veränderungen der territorialen Seelsorge zu hören.

    Diese Anhörungs-Rechte will das Bistum umfassend auslegen. Das Gesetz selbst regelt daher, dass in die Anhörung auch die Pfarreienräte, die Dekanatskonferenzen und die Dechanten einbezogen werden.

  • Wozu werden die Gremien der Pfarreien und Kirchengemeinden angehört? Switch

    Es müssen gehört werden

    • die Pfarrgemeinderäte und
    • die Verwaltungsräte bzw. die Kirchengemeinderäte,
    • die „Pfarreienräte direkt“, insofern sie die Aufgaben des Pfarrgemeinderates wahrnehmen

    wegen folgender Themen:

    • Wegen der Aufhebung der Pfarreien und Kirchengemeinden,
    • ggfs wegen der Auflösung der Pfarreiengemeinschaften,
    • wegen Errichtung von Pfarreien der Zukunft und
    • wegen Errichtung der jeweils entsprechenden Kirchengemeinde.
    • die Verwaltungsräte bzw. Kirchengemeinderäte wegen der Aufhebung der Kirchengemeindeverbände.
    • die Verbandsvertretungen (in der zweiten Anhörungsphase zu den Dekreten wegen der einzelnen Pfarreien und Kirchengemeinden); dabei geht es um die Zuteilung des bei ihnen vorhandenen Vermögens auf die aufzulösenden Kirchengemeinden und um dessen Überführung in die neu zu errichtenden Kirchengemeinden.
    • Das Gesetz selbst bestimmt, dass die Pfarreienräte wegen der Auflösung der Pfarreiengemeinschaften angehört werden.
  • Wozu werden welche Gremien auf Dekanatsebene angehört? Switch

    Nach diözesanem Recht des Bistums müssen gehört werden

    • die Dekanatsräte wegen der Auflösung der Dekanate (es geht um „Veränderungen des diözesanen Strukturplans, die das Dekanat betreffen“.
    • Das Gesetz selbst bestimmt (neu), dass die Dekanatskonferenzen ebenfalls wegen der Auflösung der Dekanate angehört werden.
  • Welche Gremien auf Bistums-Ebene werden zu welchen Themen angehört? Switch

    Es müssen gehört werden

    • der Priesterrat
      • wegen der Aufhebung der Pfarreien und Kirchengemeinden,
      • wegen Errichtung von Pfarreien (der Zukunft) und der jeweils entsprechenden Kirchengemeinden ,
      • wegen der Auflösung von Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten
        (partikulares Recht: es geht um „pastorale Planungen und Seelsorgestrukturen“).
      • Über die unmittelbare Anhörung zum Gesetz hinaus soll der Priesterrat eine „Stellungnahmen zu priesterlichem Dienst, priesterlichem Leben und Priestergemeinschaften“ abgeben.
      • Er wird weiter angehört zu Fragen der Aufbauorganisation des Bistums.

    Die Anhörung des Priesterrats ist bei dessen Sitzung am 27. Mai vorgesehen.

    • der Diözesanpastoralrat
      • wegen der Aufhebung der Pfarreien und Kirchengemeinden,
      • wegen Errichtung von Pfarreien (der Zukunft) und der jeweils entsprechenden Kirchengemeinden,
      • wegen der Auflösung von Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten
        (partikulares Recht: es geht um „Mitwirkung (des Pastoralrates) bei der Festlegung von Grundsätzen für den Einsatz der im pastoralen Dienst stehenden Personen“)
      • Außerdem wird der Diözesanpastoralrat angehört zu Fragen der Aufbauorganisation des Bistums.

    Die Anhörung des Diözesanpastoralrates soll in dessen Sitzung am 7. Juni stattfinden.

  • Wie werden die diözesanen Räte und weitere Personen eingebunden? Switch

    Es ist bisher nachsynodal geübte Praxis, die diözesanen Räte in ihrer Gesamtheit und weitere Personen, etwa aus Berufsverbänden und Mitarbeitervertretungen bei Richtungsentscheidungen gemeinsam zu beteiligen, soll die zusammengerufene Beratungsgemeinschaft der diözesanen Räte und weiterer Personen einbezogen werden. Diese Versammlung soll am 14./15. Juni stattfinden. (Sie wird vergleichbar sein mit den Treffen am 3. Oktober 2016, am 24. März 2017, am 24. November 2017 und am 29. September 2018)

  • Welche Personen werden zu welchen Themen angehört? Switch

    Es müssen gehört werden

    • die Pfarrer,
      • die Pfarrverwalterwegen der Aufhebung der jeweiligen Pfarreien und Kirchengemeinden,
      • wegen Errichtung von Pfarreien (der Zukunft) und der jeweils entsprechenden Kirchengemeinden.
    • die Dechanten wegen der Auflösung der Dekanate (Das regelt das Gesetz selbst; aufgrund partikularen Rechts wären die Dechanten nur als Mitglied des Dekanatsrats anzuhören.)

    Wie wird die Anhörung konkret ablaufen?

    Die anzuhörenden Gremien und Personen werden schriftlich um eine Stellungnahme zum Gesetz gebeten. Um die Auswertung der Stellungnahmen zu erleichtern, und weil dies als Unterstützung erbeten wurde, solle den anzuhörenden Gremien ein Protokoll-Bogen angeboten werden, der eine Gliederung der Antworten vorschlägt.

    Etwa in dieser Art:

    • Rückmeldungen zum Territorium der Pfarrei der Zukunft,
    • Rückmeldungen zu den Regelungen zum Vermögensübergang und zur Gesamtrechtsnachfolge,
    • Rückmeldung zu den künftigen Gremien: Synodalversammlung, Rat der Pfarrei, Leitungsteam
    • Rückmeldung zur Beteiligung der künftigen Verwaltungsteams an der Vermögensverwaltung
    • Rückmeldung zu Aufgaben und Zuständigkeiten der Vermögensverwaltung (neues KVVG)
    • Rückmeldung zu den Übergangsregelungen
    • Sonstiges

    Die Anhörung zum Gesetz erfordert noch keine Stellungnahme im Sinne von „Dafür/Dagegen“, weil es ja zunächst um einen Gesamtrahmen geht. Die Anhörung zum Dekret (zur Auflösung von Pfarreien und Kirchengemeinden und Neugründung von Pfarreien der Zukunft und Kirchengemeinden der Zukunft) wäre dann, so wie auch bei jetzigen Fusionen, mit der Frage nach „Zustimmung“ verbunden. (Wichtig: Mit der Anhörung ist nicht verbunden, dass die jeweils Beteiligten der jeweiligen Regelung zustimmen müssten – der Bischof ist der Gesetzgeber des Bistums).

  • Welche Unterlagen und welches Material erhalten die Gremien und Personen für die Anhörung? Switch

    Der Bischof übersendet das Gesetz und fordert in einem Begleitschreiben zur Stellungnahme auf.

    Mit der Vorlage des Gesetzesentwurfs zur Anhörung legt der Bischof umfassend offen, welchen strukturellen Rahmen er der Pfarrei der Zukunft geben will. Neben dem Gesetz erscheint die Zeitung „EinBlicke 2“ und bietet eine mehr narrative Version der in diesen Fragen und Antworten beschriebenen Inhalte.  „EinBlicke 2“ beschreibt einerseits die rechtlichen Inhalte in einfacher, aber präziser Weise;, andererseits werden Elemente für die Pfarrei der Zukunft, die nicht rechtlich gefasst sind, aber zum Gesamtverständnis dazugehören, vorgestellt. Es geht da z.B.

    • um die Arbeitsweise der „Orte von Kirche“,
    • um die Vorgehensweise bei der pastoralen Planung,
    • um den Einsatz des pastoralen Personals …

    (Inhalte aus EinBlicke 1 werden ggfs in EinBlicke 2 präzisiert).

    Für die Gremiensitzung vor Ort können Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden

    Dies können sein:

    • eine Power Point Vorstellung oder Tischvorlage zum Prozess der Anhörung (Rechtsgrundlage, Verfahren, Zeitablauf),
    • eine Inhaltsangabe des Gesetzes, damit die Gremien sich in ihrer Beratung gut zurecht finden,
    • Der Text des Gesetzes
    • eine Protokoll-Vorlage (denn die Anhörung muss ja als Gremienbeschluss eingereicht werden).
    • Es soll ferner eine Prozessbeschreibung angeboten werden, wie ein Gremientag zur Anhörung gestaltet werden kann. Vgl. dazu Gesprächsnotiz im folgenden Unterkapitel.
  • Wie läuft die Anhörung ab? Switch

    Ankündigung der formalen Anhörung:
    Die formale Anhörung wird angekündigt und erläutert. Der genaue Zeitpunkt des Versands der Unterlagen und der Rückmeldefrist wird zwecks Planung von Gremiensitzungen bekannt gegeben. (Da ist erfolgt im Brief des Generalvikars vom 11. Februar 2018)

    Vorbereitung der formalen Anhörung:
    Die formale Anhörung wird durch Informationsveranstaltung in den Pfarreien der Zukunft vorbereitet. Materialgrundlage ist die narrative Darstellung der Pfarrei der Zukunft (vgl. Zeitung EinBlicke), der Brief des Generalvikars und ein Gremienschaubild. (Veranstaltungen sind geplant und laufen von Mitte Februar bis Mitte April)

    Durchführung:
    Anfang April (voraussichtlich in der 15. Kalenderwoche (KW 15)) wird das Gesetz an alle anzuhörenden Gremien und Personen verschickt. Es wird eine Anleitung zur Form der Rückmeldung mitverschickt. Den Anzuhörenden wird eine Frist zur Rückmeldung bis zum Ende der KW 22 (31. Mai) gegeben. Es erfolgte eine Verlängerung um zwei Wochen bis zum 12. Juni.

    Die Anhörung der diözesanen Gremien findet in diesem Zeitraum oder kurz danach in einzelnen Sitzungen statt. (Priesterrat: 27. Mai; Diözesanpastoralrat: 7. Juni; gemeinsame Sitzung der Räte und weiterer Personen: 14./15. Juni)

    Auswertung der Anhörung.
    Unterstützt durch das PRAGMA-Institut in Reutlingen  werden die Stellungnahmen qualitativ und quantitativ ausgewertet.

    Die Auswertung der Anhörung ist öffentlich zu machen. Dies erfolgte am 17. August 2019.

  • Was geschieht nach der Anhörung? Switch

    • Nach Abschluss der Auswertung beraten Leitungskonferenz und AG Rechtsrahmen über Konsequenzen aus der Anhörung und bringen die entsprechenden Änderungen oder Ergänzungen in die Gesetzestexte ein.
    • Voraussichtlich am 15. Oktober erlässt der Bischof als Gesetzgeber des Bistums - nach dem Votum der Länder Rheinland-Pfalz und Saarland - das Erste Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode und versendet zugleich die Dekrete für die 15 Pfarreien der Zukunft, die zum 1. Januar 2020 starten sollen. Unmittelbar danach beginnt die Anhörung zu den Dekreten zur Errichtung der 15 Pfarreien der Zukunft.
    • Bis zum 4. November können dann Rückmeldung zu den Dekreten gegeben werden. 
    • Voraussichtlich am 15. November erlässt der Bischof die Dekrete.
    • Am 1. Januar 2020 gehen die ersten "Pfarreien der Zukunft" an den Start.

    Hinweis: Dieser Zeitplan ist vorläufig und wird den aktuellen Entwicklungen und Gegebenheiten jeweils angepasst.

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