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Die Ergebnisse liegen nun vor

Formales Anhörungsverfahren zum Ersten Gesetz zur Umsetzung der Synode und zu den Dekreten

Unterschied: Anhörung zum Gesetz und Anhörung zu den Dekreten

Auf dieser Seite finden Sie die Ergebnisse der Anhörung zum ersten Gesetz zur Umsetzung der Synodenergebnisse. das nach den Rückmeldungen und verschiedenen Anpassungen am 15. Oktober 2019 von Bischof Dr. Stephan Ackermann in Kraft gesetzt wurde. Im Anschluss daran fand eine weitere Anhörung zu den Dekreten statt. Die Informationen dazu erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.

Unterscheidung der Anhörungs- und Regelungsgegenstände des Gesetzes und der Dekrete

Das Gesetz regelt die allgemeinen, für alle Pfarreien geltenden Rahmenbedingungen. Mit den Dekreten wird die je konkrete Pfarrei errichtet. Wegen der gesamthaften Neugliederung des Bistums wird der territoriale Rahmen aller Pfarreien Gegenstand der Anhörung zum Gesetz sein. 

Stand: Oktober 2019

Gesetz Dekret
 
  • territoriale Fassung der 35 Pfarreien der Zukunft
  • Vermögensübergang im Rahmen der Universalsukzession.
    Fabrikvermögen bleibt in seiner bisherigen Bestimmung unberührt.
  • Leitungsteam der Pfarrei der Zukunft (als Gremium)
  • Rat der Pfarrei mit Pastoralkammer und Vermögenskammer
  • Synodalversammlung
  • Verwaltungsteams
 
 
  • Aufhebung bisheriger Pfarreien und Kirchengemeinden
  • Gründung von neuen Pfarreien und Kirchengemeinden
  • Name der neuen Pfarrei
  • Pfarrort der neuen Pfarrei
  • Aufhebung der bisherigen Pfarrkirchen im Territorium
 

Im Gegensatz zu den Anhörungen bei bisherigen Fusionen von Pfarreien zu einer Pfarrei ist bei den anstehenden grundlegenden, nachsynodalen Veränderungen ein differenziertes Verfahren zu gestalten. Bisher wurden die Pfarrer und die betroffenen Gremien lediglich dazu befragt, ob sie der angedachten Fusionen mehrerer Pfarreien unter den gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen zustimmen. Jetzt geht es  darum, dass für das gesamte Bistum eine neue strukturelle Gestalt der territorialen Seelsorge eingeführt werden soll. Daher ist der Gegenstand dieser Anhörung nicht das konkrete Dekret (zur Errichtung der jeweiligen Pfarrei der Zukunft), sondern der neue gesetzliche Rahmen (für das ganze Bistum und für alle Pfarreien der Zukunft).

Die formale Anhörung wurde im Frühjahr 2019 durchgeführt. Die Frist für die Rückmeldungen endete - nach einer Verlängerung um zwei Wochen - am 12. Juni. Die Ergebnisse wurden am 17. August 2019 nach der Auswertung durch das PRAGMA Institut Reutlingen den Diözesanen Räten zur Beratung und der Öffentlichkeit vorgestellt.


„Wir liegen richtig mit der Umsetzung der Synode“

12 Prozent „sehr positiv“, 20 Prozent „positiv“, 14 Prozent „eher negativ“, 23 Prozent „sehr negativ“ und 31 Prozent „neutral“: So bewerten die befragten Pfarrgemeinde-, Pfarreien-, Verwaltungs-, Kirchengemeinde- und Dekanatsräte sowie Pfarrer und Dechanten die Pläne zur Umsetzung der Bistumssynode. (mehr)


Ergebnisse der Auswertung zur Anhörungsphase

Hier finden Sie die Folien zur Präsentation der Ergebnisse sowie erläuternde Fragen und Antworten zur Methode und zu den Auswertungsergebnissen. Die Präsentation der Ergebnisse durch Dr. Martin Messingschlager vom PRAGMA Institut wurde live gestreamt. Hier finden Sie das Video:

(Beginn der einleitenden Worte und des Vortrags bei Minute 12:00')

Präsentation der Auswertung durch das PRAGMA-Institut

Die Folien der Präsentation zum Durchklicken

Stellungnahmen

Im Anschluss an die Präsentation durch das PRAGMA Institut haben die Diözesanen Räte mit dem Bischof beraten und sich in Stellungnahmen auch für die Öffentlichkeit geäußert. Hier finden Sie im Video die Stellungnahmen der Diözesanen Räte und von Generalvikar von Plettenberg.

Übersicht über die Maßnahmen aufgrund der Anhörung

  • Raumgliederung Switch

    • Gespräche mit den Gremien bzw. Steuerungsgruppen, wo es evidente und konkrete Kritik am Raumzuschnitt und an den Pfarr-Orten gibt.
      →Veränderungen an einigen Stellen, Neuzuteilung von ganzen Pfarreien oder Umpfarrungen.
    • Manche territorialen Umschreibungen bleiben in den Rückmeldungen umstritten, d.h. die aktuellen Lösungen werden bestätigt, von anderen aber kritisiert.
    • Generelle und umfassende Kritik an den neuen Pfarreien ist evident: mindestens die sehr negativen Rückmeldungen (23%) sind so zu deuten, dass den Gründungen neuer Pfarreien in der vorgesehenen Umschreibung (räumlich wie strukturell) widersprochen wird. Mit diesem Widerstand ist weiterhin umzugehen, er wird die nächsten Schritte begleiten.
    • Oft werden die Themen Größe, Unübersichtlichkeit, Verlust von Nähe, Heimat und Identität aufgeführt: Hier soll mit dem Konzept Orte von Kirche deutlich gemacht werden, dass es Nähe und Identifikation, Heimat und Zusammengehörigkeit in den neuen Pfarreien geben wird. Die Orte von Kirche sind die Handlungsebene der Pfarrei der Zukunft. Der große Raum ist der Organisationsrahmen. 
    • Die Veröffentlichung des Orientierungsrahmens für pastorales Personal kann bezüglich der vorgesehenen Verteilung des pastoralen Personals Informationen bieten und der Sorge vor dem Abbruch pastoraler Präsenz begegnen.
       
  • Organe und Gremien: Synodalversammlung Switch

    • Vielfach geäußerte Kritik an der Synodalversammlung bezieht sich auf die Größe und die Arbeitsfähigkeit: es zeigt sich, dass die Synodalversammlung nicht mit den bisherigen Gremien verglichen werden kann. Das Bistum wird Kompetenzen zur Gestaltung zur Verfügung stellen. Externe Begleitung der Versammlung ist bei Bedarf vorgesehen.
    • Die Tagungshäufigkeit der Synodalversammlung wurde kritisch gesehen. Sie soll nun zwei Mal im Jahr tagen.
    • Die Übergabe einer von der Synodalversammlung getroffenen richtungsweisenden Empfehlungen an den Rat der Pfarrei ist besser umschrieben.
    • Die Möglichkeit, Arbeitsgruppen zu bilden, muss deutlicher kommuniziert werden.
    • Die Synodalversammlung ermöglicht allen Orten von Kirche Partizipation: allerdings nicht im Sinne einer Proportionalität. 
  • Organe und Gremien: Rat der Pfarrei Switch

    • Nach wie vor wird kritisiert, dass der Rat der Pfarrei keine Repräsentanz aller bisherigen Pfarreien ermöglicht. Dieser Kritik wird man nicht nachgehen können, wenn man die Arbeitsfähigkeit des Gremiums (auf seine Aufgaben bezogen) erhalten will. Es ist deutlich zu machen: die Mitglieder des Rates der Pfarrei haben einen Auftrag für das Ganze.

    Die Reflexion des Rates der Pfarrei war einer der Schwerpunkte der Überarbeitung und wird mit den diözesanen Räten umfassend diskutiert.

  • Organe und Gremien: Leitungsteam Switch

    • Die kritischen Rückmeldungen zum Leitungsteam beziehen sich u.a. auf die Möglichkeit des ehrenamtlichen Engagements im Leitungsteam. Das Ziel ist, Partizipation Ehrenamtlicher auf allen Ebenen der Pfarrei zu ermöglichen. Die Aufgaben und die Arbeitsweisen können so ausgestaltet werden (z.T. durch Geschäftsordnungen), dass ein relevantes Mitwirken möglich ist. Informationsveranstaltung für Interessierte sind geplant. Bistumsweit wird Interesse an einer Mitarbeit signalisiert.
    • Weiterhin sind Gläubige besorgt, die Nähe zum Leitungsteam zu verlieren. Hier wird Kommunikation und Erläuterung wichtig sein: viele Mitarbeiter/innen in den Pfarreien sind nah an den Menschen und im engen Kontakt zu den pastoralen und verwaltungsmäßigen Bezügen eingesetzt. Das Leitungsteam hat vor allem eine koordinierende und steuernde Aufgabe im Zusammenspiel mit den Gremien. 
  • Organe und Gremien: Verwaltungsteams Switch

    • Oft wird kritisch zurückgemeldet, die Kompetenzen der Verwaltungsteams seien unklar bzw. unzureichend. Bzgl. der Unklarheit soll eine Arbeitshilfe angeboten werden, wie Verwaltungsteams funktionieren können und welche Aufgaben sie übernehmen könnten. Dies ist zum Teil in den TPG Ergebnissen dargelegt.
    • Möglichst viele Verwaltungsräte sollen gewonnen werden, sich als Verwaltungsteam bestätigen zu lassen. Die Verwaltungsräte werden auch angeschrieben. Ein hohes ehrenamtliches Engagement in Verwaltungsteams liegt auch im Interesse der zukünftigen Leitungsteams, weil nur so örtliches Wissen und ortsnahes Engagement flächendeckend realisiert werden können.
    • Das Ziel der neuen gesetzlichen Regelungen ist eine größere Flexibilität. Daher bleibt eine gewissen Offenheit in der Ausgestaltung, da der Wirkungsrahmen vom konkreten Auftrag abhängt. Ein mit einem Mandat und einem Budget ausgestattetes Verwaltungsteam ist aber ein handlungsfähiges Organ der Kirchengemeinde.
  • Vermögensübergang Switch

    • Oft wird der Verlust von Verfügung über Geldmittel vermutet. Wir wollen deutlich machen, dass die Mittel, die Gruppierungen zugewiesen sind, diesen auch weiter zur Verfügung stehen. Die Vorgehensweisen sind zu erläutern. Ziel ist eine umfassende Darstellbarkeit der ortsgebundenen Vermögen (Fabrikvermögen) und der den Gruppen zugewiesenen Budgets.
    • Die vielen Unklarheiten in den Rückmeldungen zeigen uns einen hohen Bedarf an Kommunikation.
    • Die Möglichkeit der Übernahme örtlicher Verantwortung durch Verwaltungsteams kann den Bedenken begegnen.
  • Übergangsregelungen für Gremien Switch

    • Oft erging der Hinweis, dass Regelungen fehlen. Inzwischen sind viele davon erarbeitet: die Ordnungen zur Wahl des ersten Rates der Pfarrei und zur Wahl der Ehrenamtlichen im Leitungsteam.
    • Die Frage nach den Übergangsmandaten für die Pfarreien, die noch nicht zum 1. Januar 2020 aufgelöst werden, wurde intensiv reflektiert: in kommunikativer und rechtlicher Hinsicht. Auch hier sind Regelungen vorbereitet, die Klarheit herstellen und offene Fragen beantworten.
    • Es ist klar, dass es für diejenigen Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 starten, einen engen zeitlichen Rahmen gibt. 
    • Ein Austausch zu diesen Themen mit den beauftragten Steuerungsgruppen ist für den 23. August vorgesehen.
  • Weitere relevante Punkte: Orte von Kirche Switch

    • Bei den Infoveranstaltungen von Februar bis April haben die Mitglieder der Bistumsleitung intensiv über Orte von Kirche gesprochen: die Pfarrei der Zukunft baut sich von den Orten von Kirche her auf.
    • Es ist positiv, dass die Gremien dieses Konzept aufnehmen und sich damit befassen.
    • Dass damit Unklarheiten verbunden sind, ergibt sich daraus, dass wir bewusst auf weitergehende Regulierungen verzichten.
    • Viele Steuerungsgruppen arbeiten aktiv am Thema „Orte von Kirche“ und unterstützen damit eine neue Wahrnehmung kirchlichen Engagements.
  • Weitere relevante Punkte: Ehrenamt Switch

    • In den Rückmeldungen der Gremien hat eine konstruktiv-kritische Reflexion auf die Rolle von Ehrenamtlichen in den Pfarreien der Zukunft stattgefunden. Das begrüßen wir sehr.
    • Ehrenamtliche sind jetzt, oft gegen ihren Willen, in den Veränderungsprozess involviert. Das braucht hohe Aufmerksamkeit.
    • Maßnahmen, die der Arbeitsbereich Ehrenamt ergreift z.B. Informationsveranstaltungen und Unterstützungsangebote, zielen auf die Findung neuer Rollen ab.
    • Die Steuerungsgruppen für den Übergang zu den Pfarreien der Zukunft sind in Kontakt mit den Ehrenamtlichen in den jetzigen Räten und den vielen anderen Diensten, um über die zukünftigen Formen des Engagements nachzudenken.
    • Das Thema Ehrenamt ist ein Schlüsselthema für die Zukunft der Kirche im Bistum Trier.
    • Es ist mit pastorale anregenden und herausfordernden Aufgaben einer diakonischen, missionarischen und lokalen Kirchenentwicklung zu rechnen.
  • Die Maßnahmen in der Übersicht als Download Switch


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