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Erste Stellungnahmen zur Ernennung zur Ernennung von Bischof Dr. Stephan Ackermann

  • Beten um Gottes Kraft und Hilfe für Bischof Stephan Ackermann

    Brief von Diözesanadministrator Bischof Robert Brahm und Dompropst Prälat Werner Rössel an die Gemeinden und geistlichen Gemeinschaften im Bistum Trier - 8. April 2009

    Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Trier,

    jedes Jahr feiern wir mit der ganzen Kirche in großer Dankbarkeit das Hochfest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. In diesem Jahr ist die Osterfreude in unserem Bistum zusätzlich geprägt von der Nachricht, auf die wir lange und mit großer Spannung gewartet haben: wir haben einen neuen Bischof! Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch, dem 8. April 2009, unseren Weihbischof Dr. Stephan Ackermann zum neuen Bischof von Trier ernannt. Damit bestätigt der Heilige Vater die Entscheidung des Trierer Domkapitels, das am 2. April unter drei Kandidaten seine Wahl getroffen hat. Wir danken dem Heiligen Vater für die Ernennung unseres neuen Bischofs und freuen uns aus ganzem Herzen über dieses besondere Ostergeschenk für die Kirche von Trier.

    Dr. Stephan Ackermann wurde 1963 in Mayen geboren und wuchs in Nickenich auf. Nach dem Abitur in Andernach und dem Studium der Katholischen Theologie und Philosophie in Trier und Rom empfing er am 10. Oktober 1987 durch Bischof Georg Moser in Rom die Priesterweihe. Nach dem Erhalt des Lizentiates der Theologie wirkte er anschließend zwei Jahre als Kaplan in Bad Breisig. 1991 wurde er zum Subregens am Trierer Priesterseminar ernannt, 1996 zum Domvikar am Trierer Dom. 1999 erhielt Ackermann die Berufung zum Regens und Dozent für spirituelle Theologie an der Priesterausbildungsstätte Studienhaus St. Lambert. Im Jubiläumsjahr 2000 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert, 2006 verlieh ihm Papst Benedikt XVI. den Titel Ehrenkaplan Seiner Heiligkeit (Monsignore). Im Jahre 2006 ernannte ihn der Heilige Vater zum Titularbischof von Sozopoli di Emimonto und gleichzeitig zum Weihbischof im Bistum Trier. Die Bischofsweihe spendete ihm am 14. Mai 2006 unser damaliger Bischof Dr. Reinhard Marx, der ihn auch zum Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Trier ernannte. Als Weihbischof ist Ackermann Mitglied der Bischöflichen Kommission Weltkirche, der Kommission für Fragen der Wissenschaft und Kultur und Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax.

    „Kirche als Person“, lautet der Titel der Doktorarbeit unseres neuen Bischofs. Nicht nur sein theologisches Bemühen, sondern sein gesamtes priesterliches und bischöfliches Wirken ist vom Bemühen um jeden einzelnen Menschen bestimmt, der im Ruf Gottes seine einzigartige Sendung erkennen und sie im konkreten Leben gestalten soll. Menschenkenntnis und Humor auf der Grundlage einer lebensbejahenden Frömmigkeit haben ihm dabei geholfen, auf sympathische Weise den Menschen im Bistum zu begegnen. Mit seiner natürlichen und frohen Art versteht er es, Menschen im Glauben zusammenzuführen. Diese Gabe wird ihm helfen, die große Aufgabe, die der Herr ihm nun anvertraut, mit Optimismus, Freude und großem Gottvertrauen zu gestalten.

    Liebe Schwestern und Brüder, der Jubel der Domglocken am vergangenen Mittwoch wird heute Mittag erweitert durch das festliche Geläut, das im ganzen Bistum zu hören sein wird. Lange haben wir für einen guten Nachfolger unseres verehrten ehemaligen Bischofs und heutigen Erzbischofs von München und Freising, Dr. Reinhard Marx, gebetet. Jetzt wandeln sich unsere Gebete dankbar in die Bitte um Gottes Kraft und Hilfe für unseren neuen Bischof Dr. Stephan Ackermann, der bereits am 7. Sonntag in der Osterzeit, am 24. Mai 2009, als 102. Nachfolger des Heiligen Eucharius in sein Amt eingeführt werden wird. Wir sind stolz und froh, dass unser neuer Bischof aus unserem alterehrwürdigen Bistum stammt, wünschen ihm Gottes Segen für seine verantwortungsvolle Aufgabe zum Wohle unserer ganzen Diözese und bitten Sie alle herzlich um Ihr Gebet für unseren neuen Bischof und unser ganzes Bistum. Viele Aufgaben liegen vor uns, es gilt nun mit unserem neuen Oberhirten zusammenzustehen und ihn nach allen Kräften zu unterstützen. Gemeinsam gehen wir zuversichtlich weiter auf dem Weg die erlösende Botschaft Jesu Christi noch hoffnungsvoller zu verkündigen und im Alltag zu leben. Damit die Menschen gestärkt werden durch die Hoffnung, die uns erfüllt. Wie es heißt im Psalm 26, dem der Wahlspruch unseres ernannten Bischofs entnommen ist: “Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht.“

    Ihnen allen wünschen wir ein gesegnetes Osterfest.
    Trier, am 8. April 2009

    Bischof Robert Brahm         Prälat Werner Rössel
    (Diözesanadministrator)    (Dompropst)

  • Kommunikationsdirektor Stephan Wahl: Gute Ergebnisse brauchen Zeit

    Begrüßungs-Statement bei der Pressekonferenz am 8. April 2009

    Die heutige Pressekonferenz haben nicht nur Sie mit Spannung und wohl auch teilweise mit verständlicher Ungeduld erwartet. Bei der Einweihung unseres neuen Pressekonferenzraumes im November 2008 hätte ich nicht gedacht, dass wir auf diesen Moment so lange hätten warten müssen. Gut Ding will Weile haben, heißt es im Sprichwort, sehr gute Ergebnisse brauchen anscheinend noch mehr Zeit - und dieses sehr gute Ergebnis haben wir jetzt. Bis zur Ankunft der Dreier-Liste in Trier ist, streng konkordatsrechtlich geregelt, ein genau einzuhaltendes Verfahren zu beachten, das auch umfangreiche Gutachten über die vorgeschlagenen Kandidaten mit einschließt. Das kann mal länger oder auch mal weniger lang dauern.

    Ist die Liste erst einmal beim wahlberechtigten Domkapitel eingetroffen, kann bald zur entscheidenden Tat geschritten werden. Das Trierer Domkapitel ist dieser Erwartung letzte Woche schnellstmöglich gerecht geworden. Immer wieder geäußerte Spekulationen zu diesem Thema entbehren jeglicher Grundlage. Weder ist in den letzten Wochen eine Kandidatenliste vom Domkapitel zurückgewiesen worden, noch hat ein eigentlich gewählter Kandidat seine Wahl nicht angenommen…

    Nicht ohne eine gewisse Genugtuung, natürlich in angemessener Form, bin ich froh, dass die schöne Nachricht nicht Tage vorher, sondern erst heute bekannt wird. Der Herr Dompropst hat sie gerade im Dom mitgeteilt. Sehr herzlich begrüße ich deshalb  den gewählten und neu ernannten Bischof von Trier: Dr. Stephan Ackermann. An seiner Seite begrüße ich Diözesanadministrator Bischof Robert Brahm und  Dompropst Prälat Werner Rössel. Nach ihren Statements wird unser neuer Bischof das Wort ergreifen.

  • Erläuterungen von Dompropst Prälat Werner Rössel

    Pressekonferenz 8. April 2009

    Der heutige Tag ist ein großer Tag für unser Bistum. Heute hat unser verehrter Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI.,  Weihbischof Dr. Stephan Ackermann zum neuen Bischof von Trier ernannt. Ich hatte als Dompropst die Ehre, diese gute Nachricht zur Mittagsstunde im Hohen Dom zu Trier verkünden zu dürfen. Zeitgleich ist die Ernennung in Rom bekannt gegeben worden. Damit hat der Heilige Vater die Wahl des Trierer Domkapitels bestätigt, die am vergangenen Donnerstag, dem 2.April 2009, stattgefunden hat. Zwei Tage zuvor, am Dienstag, dem 31. März 2009, hatte uns die sogenannte „Terna“ erreicht - eine Liste mit drei Kandidaten für das Amt des Bischofs. Der Heilige Vater hat darin unter Würdigung und nach gründlicher Prüfung der ihm übermittelten Vorschlagslisten drei Namen an das Trierer Domkapitel übersandt. In Verantwortung vor Gott haben die 14 vollzählig anwesenden wahlberechtigten Mitglieder des Domkapitels in geheimer Wahl ihre Entscheidung getroffen und diese dem Heiligen Vater übermittelt. Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben die notwendige Unbedenklichkeitserklärung für den Kandidaten sehr zeitnah mitgeteilt. Damit waren alle konkordatsrechtlichen Voraussetzungen für die heutige päpstliche Ernennung erfüllt.  

    Natürlich sind wir auch ein wenig stolz, dass unser neuer Bischof aus unserem alterehrwürdigen Bistum stammt und dass seine bisherige Biografie so eng mit dem ältesten deutschen Bistum verknüpft ist.  

    Dr. Stephan Ackermann wurde 1963 in Mayen geboren und wuchs in Nickenich auf. Nach dem Abitur in Andernach studierte er ab 1981 Katholische Theologie und Philosophie in Trier und seit 1983 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 10. Oktober 1987 empfing Ackermann durch Bischof Georg Moser in Rom die Priesterweihe. Nach dem Erhalt des Lizentiates der Theologie wirkte er anschließend zwei Jahre als Kaplan in Bad Breisig. 1991 wurde er zum Subregens am Trierer Priesterseminar ernannt, 1996 zum Domvikar am Trierer Dom. 1999 erhielt Ackermann die Berufung zum Regens und Dozent für spirituelle Theologie an der Priesterausbildungsstätte Studienhaus St. Lambert und wirkte dort fast sieben Jahre. Im Jubiläumsjahr 2000 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert, 2006 verlieh ihm Papst Benedikt XVI. den Titel Ehrenkaplan Seiner Heiligkeit (Monsignore). Im Jahre 2006 ernannte ihn der Heilige Vater zum Titularbischof von Sozopoli di Emimonto und gleichzeitig zum Weihbischof im Bistum Trier. Die Bischofsweihe spendete ihm am 14.Mai 2006 unser damaliger Bischof Dr. Reinhard Marx, der ihn zum Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Trier ernannte. Als Weihbischof ist Ackermann Mitglied der Bischöflichen Kommission Weltkirche, der Kommission für Fragen der Wissenschaft und Kultur und Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax.    

    Wir sind von Herzen froh, dass Weihbischof Ackermann die Wahl unseres Trierer Domkapitels angenommen hat. Unser besonderer Dank gilt in dieser Stunde an erster Stelle unserem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI, für die heutige Ernennung unseres gewählten neuen Bischofs. Herzlich danke ich auch dem Präfekten der Bischofskongregation, Seiner Eminenz Giovanni Battista Kardinal Re sowie dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Seiner Exzellenz Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, die dafür Sorge getragen haben, dass diese positive  Nachricht für unser Bistum noch vor dem Osterfest verkündet werden kann. Ebenso danke ich dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Herrn Kurt Beck und dem Ministerpräsidenten des Saarlandes, Herrn Peter Müller für die schnelle und problemlose Kooperation.

    Lange haben wir für einen guten Nachfolger unseres verehrten ehemaligen Bischofs und heutigen Erzbischofs von München und Freising Dr. Reinhard Marx gebetet. Nun freuen wir uns auf den 24. Mai 2009, den Siebenten Sonntag in der Osterzeit, wenn nachmittags um 15:00 Uhr Weihbischof Dr. Stephan Ackermann als 102. Nachfolger des Heiligen Eucharius in sein Amt als Bischof von Trier eingeführt werden wird. Bis zu diesem Zeitpunkt liegt die Leitung des Bistums weiterhin in den Händen unseres Diözesanadministrators Bischof Robert Brahm, dem ich auch heute schon für seinen umsichtigen Dienst für unser Bistum sehr herzlich danke.

  • "Willkommen" für einen Bekannten

    Diözesanadministrator Bischof Robert Brahm begrüßt und beglückwünscht den künftigen Bischof und das Bistum

    Die Glocken unsres Doms haben eben mit ihrem Festgeläut die Stimmung unterstrichen, die uns in dieser Stunde im Bistum Trier bewegt. Der Beifall im Dom nach dem Verkünden der Nachricht war nur ein Zeichen der großen Begeisterung, die uns am heutigen Tag erfüllt. Die Dechanten des Bistums und mit ihnen viele Priester, Diakone und engagierte Laien  sind heute nach Trier gekommen um an festlichen Chrisam-Messe teilzunehmen. Sie kehren jetzt nicht nur mit den neugeweihten Ölen wieder in ihre Gemeinden zurück sondern auch mit einer auch für sie überraschenden, aber wunderbaren Botschaft: Wir haben einen neuen Bischof! Mit großer Dankbarkeit und Freude grüße ich deshalb als Diözesanadministrator unseren neuen Bischof und sage im Namen unseres ganzen Bistums Trier: Herzlich Willkommen, Bischof Stephan!

    "Willkommen" für einen Bekannten

    Es ist der Willkommensgruß für einen, der schon länger da ist und uns durch sein bischöfliches Wirken bekannt und vertraut geworden ist. Wir brauchen unserem Bischof unser Bistum nicht vorzustellen, Trier braucht nicht erst langsam seine Heimat zu werden, sie ist es bereits. Es ist selten, dass in der Pressekonferenz zur Vorstellung eines neuen Bischofs der Erwählte selbst anwesend sein kann. Wir sind glücklich, dass dies bei uns in Trier heute so ist.

    In wenigen Wochen, der Herr Dompropst hat eben den Termin genannt, wird Bischof Stephan durch den Metropoliten unser Kirchenprovinz, Herrn Kardinal Joachim Meisner in sein neues Amt eingeführt. Damit wird in der Geschichte unseres Bistums ein neues Kapitel aufgeschlagen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Bischof Stephan mit uns allen den guten Weg seiner Vorgänger mutig und kraftvoll weitergehen wird und uns alle dabei mit seinen unverwechselbaren Charismen und Talenten bereichern wird.

    "Kirche als Person"

    „Kirche als Person“, so lautet der Titel der Doktorarbeit unseres neuen Bischofs. Nicht nur sein theologisches Bemühen sondern sein gesamtes priesterliches und bischöfliches Wirken ist vom Bemühen um jeden einzelnen Menschen bestimmt. Menschenkenntnis und Humor auf der Grundlage einer lebensbejahenden Frömmigkeit haben ihm dabei geholfen, auf sympathische Weise den Menschen im Bistum zu begegnen. Mit seiner natürlichen und frohen Art  versteht er es, Menschen im Glauben zusammen zu führen. Diese Gabe wird ihm helfen, die große Aufgabe, die der Herr ihm nun anvertraut, mit Optimismus, Freude und großem Gottvertrauen zu gestalten. Dies habe ich selbst immer wieder in der persönlichen Zusammenarbeit, im gemeinsamen bischöflichen Wirken in der Kirche von Trier erleben dürfen.

    Der Jubel der Domglocken am heutigen Tag wird am Ostersonntag erweitert durch das festliche Geläut, das in allen Gemeinden des Bistums zu hören sein wird. Der Bitte unseres Dompropstes kann ich mich nur aus ganzem Herzen anschließen. Beten Sie kräftig in Ihren Gemeinden und Familien für unseren neuen Bischof, damit er von Gott mit der Kraft gestärkt wird, die nötig ist, um die Kirche von Trier hoffnungsvoll und froh zu leiten. Gott segne Bischof Stephan, Gott segne unser ganzes Bistum!

  • Bischof el. Stephan Ackermann in der Pressekonferenz am 8. April 2009

    Meine Damen und Herren,

    Sie werden nicht überrascht sein, wenn ich Ihnen sage, dass ich in diesem Augenblick sehr bewegt bin. Ich bin bewegt von Dankbarkeit über das enorme Vertrauen, das mir unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., entgegenbringt, indem er mich dem Trierer Domkapitel zur Wahl vorgeschlagen und mich nun zum Bischof von Trier ernannt hat. Ich bin ebenso bewegt von Dankbarkeit über das große Zutrauen, das die Mitbrüder des Domkapitels in mich setzen, indem sie mich gewählt haben. - Dankbarkeit für das geschenkte Vertrauen, das ist das Erste, was ich an dieser Stelle zum Ausdruck bringen möchte.

    Erschrecken – Herausforderung

    In diese Dankbarkeit mischt sich freilich ein gewisses Erschrecken. Auch in diesem Sinn bin ich bewegt. Das will ich ehrlich gestehen, wenngleich ich nun schon ein paar Tage Zeit hatte, um mich mit der Entscheidung vertraut zu machen. Sie mutet mir viel zu, mir wird auch sehr bewusst, welche Last mir auf die Schultern gelegt wird. Die Herausforderung ist groß, das Amt des Diözesanbischofs von Trier zu übernehmen, die damit verbundene Verantwortung ebenso. Freilich, in den knapp drei Jahren, in denen ich nun  als Weihbischof tätig bin, war ich schon an der Leitung des Bistums beteiligt, habe vieles kennengelernt und weiß um die Herausforderungen, vor denen die Kirche, nicht nur im Bistum Trier, in unseren Tagen steht.

    Den begonnenen Weg fortsetzen

    Zusammen mit Bischof Reinhard haben wir einen guten und zukunftsfähigen Weg begonnen, den ich mit allen, die mich in der Leitung des Bistums unterstützen, gerne weitergehen will - auf meine Weise und mit meinen Ideen und Möglichkeiten. Denn als Weihbischof war es eben doch nur eine Teilverantwortung, die ich zu tragen hatte. Das wird sich nun ändern, und das lässt mich durchaus innerlich beben. Darüber hinaus ist uns hier in Trier als dem ältesten deutschen Bistum ja immer auch der Blick auf unsere Geschichte wichtig. Auf sie sind wir zu Recht stolz. Ich empfinde im Moment allerdings eher den Anspruch, der in der langen Geschichte dieses Bistums steckt und vor dem ich mir ganz klein vorkomme. Andererseits bedeutet die lange Reihe der Bischöfe natürlich auch eine Entlastung: Ich bin nicht der erste und nicht der zweite Bischof von Trier, sondern der 102. Bischof nach dem hl. Eucharius, dem Gründerbischof. Das relativiert und entlastet.

    Was Mut macht

    Als ich in den vergangenen Tagen vor meinem Haus ein wenig die Frühlingssonne genossen habe, fiel mein Blick auf den Dom, den man aus meinem Garten von seiner ganzen nördlichen Breitseite her sehen kann. Da schoss mir durch den Kopf: »Da schaust Du Deine künftige Kathedrale an, und die bleibt völlig unbeeindruckt. Die steht seelenruhig da wie gestern und vorgestern und wie schon durch Jahrhunderte hindurch.« Auch das hat  sehr beruhigend auf mich gewirkt.

    Doch all das sind ja nur kleine Fingerzeige für das eigentlich Mutmachende: dass wir in der Kirche nicht nur unsere eigenen Kräfte zusammenzählen müssen, sondern mit der Kraft Jesu Christi rechnen dürfen, die in der Kirche und in der Welt am Werk ist. Er ist der Herr der Kirche, er ist die Mitte unseres Lebens. Seine Botschaft will ich froh und zuversichtlich verkünden und von daher voller Vertrauen und Mut auf meinen neuen Dienst als Diözesanbischof zugehen.

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