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Aktiver Christ und Mystiker

Hieronymus Jaegen (1841 – 1919)

Aktuelle Termine

Er war Ingenieur, Parlamentarier, Bankdirektor, Mystiker und setzte sich in zahlreichen katholischen Vereinen und Institutionen in Trier für seine Mitmenschen ein: Hieronymus Jaegen. Eine Veranstaltungsreihe möchte das Leben und die immer noch aktuellen Themen Jaegens, für den in Rom ein Seligsprechungsverfahren läuft, im Zugehen auf seinen 100. Todestag am 26. Januar 2019 vorstellen.

Die Reihe startet mit einem Vortrag am Donnerstag, 25. Oktober um 19 Uhr im Vortragssaal der Dom-Information unter dem Titel „Alltagschrist – mystischer Christ – 'Triers heimlicher Heiliger'“ mit Professor Bernhard Schneider von der Theologischen Fakultät Trier. Am Donnerstag, 29. November erwartet die Besucher in St. Gangolf ab 20 Uhr „Ein wahrer Blumengarten“ – eine musikalische Vorstellung der Tugenden durch den Vokalkreis Konz mit Texten von Domkapitular Hans Wilhelm Ehlen. Am Donnerstag, 13. Dezember um 19 Uhr gibt es in St. Gangolf Meditationen von Dr. Viki Ranff und Dr. Hans Günther Ullrich unter dem Titel „Wege zu 'mehr Licht' – mit Hieronymus Jaegen und Papst Franziskus“.

Von Freitag, 11. Januar bis Montag, 11. Februar wird für einen Monat in St. Gangolf zudem eine Ausstellung zu Leben und Werk von Hieronymus Jaegen zu sehen sein. Ihren Abschluss findet die Reihe mit einem Gottesdienst in St. Gangolf mit Bischof Dr. Stephan Ackermann um 18 Uhr am Samstag, 26. Januar, Jaegens 100. Todestag. 

Aufgewachsen in Trier, studierte er in Berlin Maschinenbau und Hüttenwesen. Dort prägt ihn die Erfahrung der katholischen Diaspora und die Begegnung mit Missionsvikar Eduard Müller. Sich im Glauben zu bewähren und weiterzuentwickeln, wird ein wichtiges Lebensziel des Studenten Jaegen.

Bewährung heißt für Jaegen aber auch, sich den beruflichen Herausforderungen zu stellen. Zunächst als Ingenieur in Trier, dann ab 1890 als Direktor der Trierer Volksbank und schließlich für zehn Jahre 1898 – 1908 als Abgeordneter im preußischen Landtag. Während des Kulturkampfes hatte er sein politisches Engagement noch mit der Entlassung aus der preußischen Armee bezahlt.

Als engagierter Laienchrist gestaltet er in Trier das katholische Leben gezielt und bewusst mit. Weltgestaltung nicht Weltflucht ist seine Devise, sein lebenslanges ehrenamtliches Engagement in zahlreichen katholischen Vereinen und Sozialeinrichtungen die logische Konsequenz daraus. Ein in äußerlicher Betriebsamkeit aufgehender Vereinsmeier wird er dabei nicht. Jaegen liebt die Begegnungen mit Gott im Gebet und in der Meditation, weiß sich von Gott auch in den schwersten Stunden seines Lebens getragen. Hier sucht einer Gott aufrichtig und von ganzem Herzen, und Gott läßt sich finden, schenkt seine Nähe, die den Menschen überwältigt. Jaegen erlebt sie immer wieder, aus ihr heraus lebt er auch sein Berufsleben. Das ist mehr als religiöse Pflichtübung, die Jaegen gleichwohl schätzt. Jaegen weigert sich, solche intensive innerliche Gottesbegegnung zu einer Angelegenheit ausschließlich für Spezialisten zu deklarieren, zu Spezialisten, die zudem außerhalb der normalen Berufs- und Lebenswelt stehen. Nach langem Zögern entschließt sich Jaegen, seine Erfahrungen bei der Gottes-Suche zu veröffentlichen, um den Menschen bei ihrer Gottes-Suche zu helfen und sie auf dem Weg zu begleiten.

Sein Leben als tiefreligiöser, der Kirche verbundener und gleichzeitig weltzugewandter Laienchrist läßt ihn nach seinem Tod zum Leitbild werden. Die 1931 zunächst als lockere Vereinigung entstehende Jaegen-Gesellschaft bereitet bald einen Seligsprechungsprozess vor. Immer wieder bekommen die Jaegen-Freunde die Feindschaft der Nationalsozialisten zu spüren. Obwohl die Jaegen-Gesellschaft 1939 ihre Tätigkeit einstellen muss, gelingt 1939 die Eröffnung des bischöflichen Informationsprozesses. Seit 1941 ist in Rom der Seligsprechungsprozess anhängig. Seitdem gilt Hieronymus Jaegen als "Triers heimlicher Heiliger."

Literatur von und über Hieronymus Jaegen

  • Jaegens Werke Switch

    • "Hieronymus Jaegen – Der Kampf um das höchste Gut",  Neubearbeitung von Prof. Dr. Bernhard Schneider und Neuauflage im Jahr 2005. Paulinus-Verlag, 256 Seiten, 14,50 Euro.
    • Hieronymus Jaegen, Das mystische Gnadenleben, Heidelberg 1949  Diese Schrift ist im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Auf Anfrage versendet der Hieronymus-Jaegen-Bund eine gebundene Kopie gegen Selbstkostenpreis und Porto.
  • Literatur über Jaegen Switch

    • Christian Feldmann, Triers heimlicher Heiliger. Hieronymus Jaegen. Bankier, Parlamentarier und Mystiker, Trier: Paulinus-Verlag, 1996, 103 Seiten, 7,00 Euro
    • Bernhard Schneider (Hrsg.): Hieronymus Jaegen: Mystik - Politik - Nachwirkung. Annäherungen und Impulse aus Theologie und Politik, Trier 2009. Paulinus-Verlag: ISBN 978-3-7902-0227-4. 257 Seiten
  • Sonstiges Switch

    • Andachtsbildchen
    • Novene
    • Spruchkarten
    • Postkarte in Farbe mit Porträt Hieronymus Jaegens

Sämtliche Schriften sowie Andachtsbilder, Karten etc. können über die Geschäftsstelle des Hieronymus-Jaegen-Bundes (Hieronymus Jaegen Bund - Bruno Sonnen, Peter-Friedhofen-Straße 22, 54292 Trier) bezogen werden.

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