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Leitung des "vakanten" Bistums - Wahl eines neuen Bischofs - Liturgie im Hohen Dom

Aufgaben und Mitglieder des Trierer Domkapitels

Das Trierer Domkapitel - in der fränkischen Zeit entstanden - besteht aus acht Domkapitularen, dem Dompropst als seinem Leiter und dem Domdechanten, verantwortlich für die Gottesdienste im Dom. Domkapitular wird, wer entweder vom Bischof ernannt wird oder vom Kapitel gewählt wird. Ernennung und Wahl erfolgen bei freien Stellen im Wechsel. Zudem gehören dem Domkapitel vier nichtresidierende Domkapitulare an, die allerdings nicht im "laufenden Geschäft", sondern nur bei der Bischofswahl mitwirken; als Pfarrer repräsentieren sie die Verbindung zwischen dem Hohen Dom als Mutterkirche der Diözese und der pfarrlichen Ebene des Bistums. Derzeit vier Domvikare unterstützen das Kapitel bei seinen Aufgaben und tragen Mitsorge für die Feier der Gottesdienste und andere pastorale Angebote im Dom.

Das Domkapitel leitet das Bistum im Falle einer "Vakanz" (nach Weggang oder Tod eines Bischofs); es trifft dann auch die Wahlvorbereitungen und wählt einen neuen Bischof. Im normalen Alltag ist das Domkapitel vor allem auch die Gebets- und Gottesdienstgemeinschaft der Priester am Trierer Dom (und "Hausherr" der Hohen Domkirche).

  • Dignitäre Switch

    Werner Rössel - Dompropst, Prälat

    Franz Josef Gebert - Weihbischof, Lic. theol.  Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes

  • Residierende Domkapitulare Switch

    Robert Brahm - Weihbischof, Bischofsvikar

    Jörg Michael Peters - Weihbischof, Bischofsvikar

    Dr. Georg Holkenbrink - Prälat, Offizial, Bischofsvikar

    Hans Wilhelm Ehlen - Pfarrer i.R.

    Prof. em. Dr. Reinhold Bohlen - Professor em. der Theologischen Fakultät Trier

    Dr. Ulrich Graf von Plettenberg - Bischöflicher Generalvikar

    Dr. Markus Nicolay - Leiter der Abteilung 1.2 im BGV, Priester-Referent 

    Prof. Dr. Martin Lörsch - Msgr., Professor der Theologischen Fakultät Trier

  • Nichtresidierende Domkapitulare Switch

    Klemens Hombach - Pfarrer

    Eugen Vogt - Pfarrer

    Georg Goeres - Pfarrer

    Dr. Michael Kneib, Msgr., Pfarrer

  • Emeritierte Dignitäre und Domkapitulare Switch

    Hermann Josef Leininger - Dompropst em., Apostolischer Protonotar, Kanzler der Kurie i. R.

    Dr. Alfred Kleinermeilert - Domdechant em., Weihbischof em.

    Richard Feichtner - Domkapitular em., Ord.-Dir. i. R.

    Dr. Rainer Scherschel, Domkapitular em., Prälat

    Dr. Klaus Peters, Domkapitular em., Prälat, Vize-Offizial

    Rudolf Adams - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand

    Josef Schmidt - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand

    Johannes Stahl - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand

    Karl Kneißl - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand

    Hermann Engel - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand

  • Ehrenkapitulare Switch

    Dr. Georg Bätzing - Bischof von Limburg

    Dr. Helmut Dieser - Bischof von Aachen

    Dr. Felix Genn - Bischof von Münster

    Dr. Fernand Franck - Erzbischof em., Erzbistum Luxemburg

    Dr. Reinhard Kardinal Marx - Erzbischof von München u. Freising

  • Domvikare Switch

    Dr. Hans Günther Ullrich - Abteilungsleiter im Bischöflichen Generalvikariat

    Marco Weber - Bischöflicher Kaplan und Sekretär

    Matthias Struth (Domzeremoniar) - Diözesan-Jugendseelsorger und Leiter Abteilung Jugend

    Michael Becker - Msgr., Lic. theol., Regens (Leiter) des Bischöflichen Priesterseminars Trier

    Michael Keller- Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat, Trier

    Tim Sturm - Pfarrer, Leiter Berufepastoral, Bischöfliches Generalvikariat Trier

     

Bischofswahl

Wird der Trierer Bischofsstuhl vakant, übernimmt das Domkapitel eine Reihe von wichtigen Aufgaben. Zunächst wählt das Domkapitel innerhalb einer Woche einen Diözesanadministrator, der während der Vakanz das Bistum leitet. Gleichzeitig übernimmt das Kapitel die Rolle des Priesterrats, der als so genanntes "Konsultorengremium" (Beratungsgremium) an die Person des Bischofs gebunden ist, und mit dem Weggang des Bischofs seine Funktion verliert. Sodann erstellt das Domkapitel eine Liste von Klerikern, die es für das Amt des Bischofs für geeignet hält. Das Recht, eine solche Liste zu erstellen, haben auch die anderen Bistümer in Deutschland. Diese Listen werden über den Nuntius nach Rom, zur Kongregation der Bischöfe, weitergeleitet. Nun beginnen vielfältige Befragungen - insbesondere der Nuntius befragt Bistumsangehörige, auch Laien, nach Profil und Person des neuen Bischofs und berichtet an die Bischofskongregation. Diese aufwendige Informationssammlung führt unter anderem zur langen Dauer einer Neubesetzung.

Eines Tages erhält das Domkapitel von Rom über den Nuntius eine Dreierliste. Die Personen dieser Liste müssen nicht aus der vom Domkapitel vorgeschlagenen Liste stammen - hier ist Rom unabhängig. Allerdings haben dann die Domkapitulare das Recht, aus dieser Liste frei "ihren" Bischof zu wählen - stellvertretend für die Bistumsgemeinde. Das Konkordat sieht nun vor, dass die MinisterpräsidentInnen von Rheinland-Pfalz und Saarland befragt werden müssen, ob politische Bedenken gegen den Kandidaten bestehen - sie nehmen damit das Beteiligungsrecht der früheren Könige und Fürsten wahr. Erfolgt hier kein Einwand, ernennt der Papst den neuen Bischof von Trier und der Dompropst verkündet den Namen.

Quelle: Wochenzeitung Paulinus, Eugen Reiter

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