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Generalvikar bis September 2016: Dr. Georg Bätzing

Ich bin kein Herkules

Georg Bätzing im Interview - über seine bisherigen Aufgaben im Bistum Trier und die Herausforderungen im neuen Amt als Bischof von Limburg.

Mit seiner Demut genau der Richtige für Limburg...
SWR-Fernsehen in der Landesschau zum Trierer Abschied für den künftigen Bischof von Limburg.

"heraus gerufen" - anders als erwartet

Georg Bätzing zu seiner Ernennung zum Bischof von Limburg

Dieser Augenblick und die letzten Tage sind für mich emotional sehr bewegend. Wenn ich wüsste, wie Lachen und Weinen gleichzeitig geht, ich würde es tun.
Als ich am Montagabend von der Wahl durch das Limburger Domkapitel erfuhr, da war ich ehrlich gesagt tief erschrocken. Ich habe in den letzten beiden Jahren wirklich gewünscht und oft gebetet, dass unser schönes Nachbarbistum Limburg einen guten Bischof bekommt. Aber niemals habe ich daran gedacht, dass ich das sein würde. Die Zeit des Wartens ist nun für die Gläubigen und die Verantwortlichen des Bistums Limburg vorbei. Ich danke unserem Papst Franziskus und den Mitgliedern des Domkapitels für das große Vertrauen, das sie mir entgegen bringen. Ich danke dem Apostolischen Administrator Weihbischof Manfred Grothe für seinen gelungenen Dienst. Und ich will alles tun, damit ich mich des Vertrauens würdig erweise, das mir entgegen gebracht wird.

Meine Stärken und Begabungen kenne ich, aber auch meine Schwächen und Grenzen. Bis jetzt habe ich mir meine Aufgaben als Priester nie selbst gesucht; ich habe übernommen, was mir aufgetragen wurde: als Kaplan, als Subregens, als Regens im Priesterseminar, als Leiter der Heilig-Rock-Wallfahrt und nun fast vier Jahre als Generalvikar. Immer war mein Eindruck: Der Bischof und die Verantwortlichen trauen dir mehr zu, als du selber denkst. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich mit den übertragenen Aufgaben gewachsen bin. Vor allem aber hatte ich das Glück und die Freude, keine meiner Aufgaben alleine tun zu müssen. Die Zusammenarbeit mit anderen in einem Team ist mir ein Herzensanliegen. Ich kann mir Auftrag und Amt in der Kirche gar nicht anders denken.

Über dem Abschlussdokument unserer Trierer Diözesansynode steht das Wort „heraus gerufen - Schritte in die Zukunft wagen“. Es will Mut machen, sich in gläubigem Vertrauen zu bewegen. Und es zeichnet die Schritte vor, die wir in synodaler Vergewisserung miteinander für den Weg in die Zukunft sehen. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich nicht daran gedacht hätte, dieses Wort nun vor allen anderen auf mich selbst zu beziehen. „heraus gerufen - Schritte in die Zukunft wagen“: Das will der Herr der Kirche jetzt von mir, und ich vertraue ihm, dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat. Leicht fällt es mir allerdings nicht, denn Sie alle, die mich kennen, wissen, wie sehr ich unserem Bistum mit seiner Geschichte und seinen Menschen verbunden bin. Hier liegen meine Wurzeln. Hier will ich meinen Dienst als Generalvikar auch bis zum Antritt des Bischofsamtes in Limburg gerne tun. Bischof Stephan, ich danke Dir an dieser Stelle von ganzem Herzen für Dein Vertrauen und Deine Freundschaft, durch die gestärkt ich meine Aufgabe an Deiner Seite pflichtbewusst und gerne ausübe. Ich danke Ihnen allen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Mitbrüder im Domkapitel, für Ihre Sorgfalt und Ihr Engagement. Vom ersten Tag an habe ich gespürt: Ich kann hier gut arbeiten und leben, weil so viele Frauen und Männer das Ihre gewissenhaft und professionell beitragen. Sie glauben gar nicht, wie sehr mich das getragen und erleichtert hat. Wir werden in den nächsten Wochen hoffentlich noch Gelegenheit haben, einander auch persönlich Dankeschön und Anerkennung zu sagen.

Die Gläubigen des Bistums Limburg bitte ich nun demütig und aus ganzem Herzen, sie mögen mich als ihren Bischof annehmen. Beten Sie für mich, dass unser gemeinsamer Weg in der Kirche von Limburg gut wird und unter Gottes Segen steht. Die Freude darauf wächst schon in mir.

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