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Der Weihegottesdienst wird live gestreamt - Teilnahme nur für begrenzte Teilnehmerzahl möglich

Fünf neue Ständige Diakone im Bistum Trier 2020

Am 27. September werden um 14.30 Uhr im Trierer Dom fünf Männer zu Ständigen Diakonen geweiht:

  • Ulrich Bruch, aus der Pfarrei St. Nikolaus, Rehlingen, 49 Jahre, ledig, Diplom-Ingenieur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Informatiker – Einsatzort: PG Siersburg
  • Markus Engel, aus der Pfarrei St. Martin, Briedel, 48 Jahre, verheiratet, Lagerist bei einer Wein- und Sektkellerei – Einsatzort: PG Zeller Hamm
  • Michael Hommer, aus der Pfarrei St. Matthias, Neuwied, 54 Jahre, verheiratet, Elektromeister, – Einsatzort: PG Bendorf
  • Arulandu Paulraj, aus der Pfarrei St. Kastor und St. Katharina, Kehrig, 43 Jahre, verheiratet, Gemeindereferent – Einsatzort: PG Koblenz rechte Rheinseite
  • Norbert Schmitz, aus der Pfarrei Maria Rosenkranzkönigin, Auderath, 54 Jahre, verheiratet, Berufssoldat – Einsatzort: PG Kaisersesch

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Die Teilnahme am Gottesdienst im Trierer Dom ist wegen der coronabedingten Schutzmaßnahmen nur für eine begrenzte Teilnehmerzahl - nur für geladene Gäste - möglich.

Wir bitten, die Feier im Gebet zu begleiten!

 

Geistliche Vorbereitung auf die Weihen im Bistum Trier 2020

Zur geistlichen Vorbereitung auf die Priesterweihe am Samstag, 26. September, und die Diakonenweihe am Sonntag, 27. September, haben wir wir vom Montag, 21. September bis Freitag, 25. September, jeweils um 19 Uhr einen Gottesdienst aus der ehemaligen Schwesternkapelle des Bischöflichen Priesterseminars Trier gestreamt.

Zu den Videostreams geht es auf dieser Seite.

27. September, 14:30 Uhr - anschließend als Videodokumentation

Übertragung der Diakonenweihe im Livestream

In Zusammenarbeit mit Pro Musik und OK54 Bürgerrundfunk Trier streamen wir den Gottesdienst zur Diakonenweihe live hier und auf Youtube.

Im Anschluss ist das Video hier als Dokumentation zu finden.

Empfangsmöglichkeiten

Haushalte mit Kabelanschluss können die Übertragungen im Fernsehprogramm folgender OK-TV-Sender (Offene Kanäle) verfolgen: OK54 Bürgerrundfunk (Raum Trier, untere Saar, Ruwer, Mittelmosel, Süd- und Vulkaneifel – die Liste aller Kabelnetze gibt es auf www.ok54.de/technik-produktion-empfang); OK4 (Raum Koblenz, Mittelrhein, Untermosel, Eifel, Ahr, Westerwald – die Liste aller Kabelnetze kann hier eingesehen werden: www.ok4.tv/sendegebiet); und naheTV (Raum Idar-Oberstein und Bad Kreuznach). Das Fernsehprogramm des OK54 Bürgerrundfunk ist außerdem bundesweit über MagentaTV zu sehen.

Wer dies nicht nutzen kann, hat die Möglichkeit, den Gottesdienst via Internet-Stream zu verfolgen auf https://t1p.de/medial-mitbeten oder über den YouTube-Kanal des OK54 Bürgerrundfunks auf www.ok54.de/mediathek. Im Anschluss an den Stream sind dort auch die Videos als Dokumentation zu finden.

Die Weihekandidaten im Porträt

  • Kein Priester „light“: Ulrich Bruch aus Rehlingen-Siersburg wird zum Diakon geweiht Switch

    „Das ist schon ne ganz alte Sache. Diakon will ich schon lange werden”. Man merkt Ulrich Bruch seine Freude darüber an, dass er nun an diesem Ziel angekommen ist und zum Diakon geweiht wird. Bruch wird nach der Weihe am 27. September im Trierer Dom als „Ständiger Diakon mit Zivilberuf” in der Pfarreiengemeinschaft Siersburg eingesetzt. Die ersten Kontakte sind schon da, ist doch der Wahl-Rehlinger hin und wieder auch als Organist in Siersburg aktiv gewesen.

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  • Den Einzelnen in den Blick nehmen: Mayener Gemeindereferent Arulandu Paulraj wird Diakon in Ehrenbreitstein Switch

    Mayen – Am Vormittag berichtet Arulandu Paulraj den Kindern der Ferienfreizeit von seiner Heimat Indien. Dort lebte er nämlich im ländlichen Alavidangan bevor er im Alter von 24 Jahren nach Deutschland zog, um in Vallendar Theologie zu studieren. Anschließend wurde er Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Mayen. Doch die berufliche Reise des 43-Jährigen ist noch nicht zu Ende: Am 27. September wird durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Ständigen Diakon im Hauptberuf geweiht.

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  • Dem Ruf Gottes gefolgt: Nobert Schmitz und Markus Engel im Dekanat Cochem Switch

    Während unzählige Touristen momentan in die Mosel-Orte strömen, herrscht fünf Kilometer entfernt eine beschauliche Ruhe im Kloster Springiersbach. „Das Haus ist zu einer Heimat geworden“, sagen Norbert Schmitz und Markus Engel. In den letzten Jahren verbrachten sie hier mit anderen Diakonatsbewerbern viel Zeit. Die Ausbildung zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf findet am 27. September mit der Weihe durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann ihren Abschluss. Beide werden anschließend im Dekanat Cochem wirken.

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  • Elektrofachkraft und Diakon: Michael Hommer aus Neuwied Switch

    Sozial engagiert war er eigentlich schon immer, „aber irgendwas hat mir dabei gefehlt“, sagt Michael Hommer aus Neuwied. Durch Kontakte zu den Pallottinern und Schönstätter Marienschwestern in Vallendar wurde ihm klar, was das fehlende Puzzleteil ist: Gott. Nun wird er am 27. September durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf geweiht.

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Gedanken zur Weihe Ständiger Diakone

In die Nachfolge Jesu treten

Wer schon einmal nach Israel gepilgert ist, hat wahrscheinlich die Gegend um den See Gennesaret als paradiesisches Fleckchen Erde in Erinnerung: Es ist dort auch im Oktober oft noch sommerlich warm bis tief in die Nacht, es grünt und blüht überall und Zitrusfrüchte und Feigen verströmen einen angenehmen Duft. Herrlich erfrischend ist ein Bad im See und in den angrenzenden Dörfern und Städten pulsiert das Leben des Orients. Die Evangelien erzählen davon, dass auch Jesus sich gerne hier aufgehalten hat. Die Gegend des Sees Gennesaret in Galiläa ist auch die Heimat seiner ersten Jünger. Das Markusevangelium berichtet von ihrer Berufung. Bei einem Spaziergang entdeckt Jesus Simon und Andreas, die Fischer sind. Er ruft sie: „Kommt her, folgt mir nach! Ich werde Euch zu Menschenfischern machen.“ Und es heißt weiter: „Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.“ (Mk 1,17f.) Direkt im Anschluss beruft er die Zebedäus-Söhne, Jakobus und Johannes. Auch sie sind Fischer, auch sie lassen alles stehen und liegen, um in die Nachfolge Jesu zu treten. Menschenfischer werden – Menschen für das Reich Gottes gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt für die Angesprochenen noch wenig konkret, was das bedeutet, und was das für Folgen haben wird. Und doch lassen sie sich sofort auf den Ruf Jesu ein!

Wenn diese Stelle im Gottesdienst vorgetragen wird, frage ich mich jedes Mal, ob ich so einfach mitgegangen wäre: Jesus ruft und die Gerufenen folgen sofort – ohne Zögern, ohne Fragen.

Das klingt in meinen Ohren zunächst einmal sehr unwahrscheinlich und doch wissen wir, dass die Berufung der ersten Jünger eine Zukunft hat. Sie ist nicht bloß ein Strohfeuer anfänglicher Begeisterung: Die ersten Jünger sind treue Begleiter bis zum Tod Jesu und tragen seine Frohe Botschaft zu den Menschen auch, ja sogar gerade nach seinem Tod und seiner Auferstehung.

Ich kann mir ihre sofortige Bereitschaft zur Nachfolge nur so erklären, dass Jesus eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf sie hatte, dass diese sofort gemerkt haben, dass es Sinn macht, Jesus zu folgen und von ihm zu lernen. Alternativlos!

Seit dieser Zeit wurde die Botschaft Jesu von Generation zu Generation weitergetragen, zuerst mündlich, später schriftlich in der Überlieferung der Heiligen Schrift, besonders in den Evangelien. Auch heute noch entscheiden sich Menschen, sich von dieser Botschaft anstecken zu lassen und in die Nachfolge Jesu zu treten, Diakone zum Beispiel. Dabei ist meistens die Entscheidung, eine Ausbildung zum Diakon zu machen, eine über Jahre gereifte Entscheidung. „Ich spürte irgendwie schon lange, dass das etwas für mich wäre, habe es aber immer wieder für mich zurückgestellt. Erst als mich kürzlich ein Gemeindemitglied nochmal angesprochen hat, ob ich nicht Diakon werden wolle, habe ich beschlossen, mich für die Ausbildung zu bewerben.“ So ähnlich geht es vielen, die sich für den Weg des Diakonats entscheiden.

Es lohnt sich, so denke ich, einmal darüber nachzudenken, was Nachfolge heute bedeutet. Die ersten Jünger sind noch Jesus nachgefolgt wie Schüler ihrem Lehrer. Sie haben bei ihm gelernt, indem sie sich seine Lehre angeeignet haben und diese auch später weitergetragen haben. Sie haben ihm nachgeeifert, haben versucht ihn nachzuahmen. Dieses Nachahmen (lateinisch: imitatio) ist heute schwieriger, als wenn man Jesus noch leibhaftig vor Augen hätte. Und dennoch gibt es auch heute Menschen, die sich von Gott in Dienst nehmen lassen möchten, die in der Nachfolge Jesu am Reich Gottes mitbauen möchten. Dafür setzen sie ihre ganze Hoffnung auf Gottes Geist und bemühen sich „das vom Evangelium zu leben, was sie verstanden haben – und wenn es auch nur wenig ist.“ (So hat es Frère Roger Schutz formuliert, der Gründer von Taizé, um auszudrücken, dass es eine Lebensaufgabe ist, Jesus immer ähnlicher zu werden.)

Sie versuchen, christliche Werte im Alltag zu leben, und andere Menschen mit der Freude des Evangeliums anzustecken. Dazu haben sich die diesjährigen Weihekandidaten einen Satz aus dem Römerbrief ausgesucht, der wie eine Überschrift über ihrem Entschluss, Diakon zu werden, steht: „Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!“ (Röm 12,11) Die Diakonenweihe ist ein sichtbares Zeichen der Bereitschaft, sich von Gott in Dienst nehmen zu lassen und am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken.Diakone setzen sich für Arme, Benachteiligte und Am-Rand-Stehende ein, sind in der Schuldnerberatung tätig, sie sind am Krankenbett genauso zu finden wie in den Gefängnissen. Gottes Liebe zu den Menschen zu tragen, die Welt ein Stück zum Guten zu verändern : Das ist Nachfolge Christi heute!

Axel Berger

Der Autor ist Diakon und Bischöflicher Beauftragter für die Ausbildung der Ständigen Diakone im Bistum Trier.

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