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„Sehschule“ für die prägenden Entwicklungen unserer Zeit

Synode: Arbeitsgruppen-Treffen Februar 2014

„Die besondere Qualität der synodalen Beratungen müsste darin bestehen, unsere hergebrachten Denkmuster zu überschreiten, um zu einem neuen und gemeinsamen Blick auf die Wirklichkeit unseres Bistums zu gelangen. Bei unserer ersten Vollversammlung fiel das Stichwort von der Synode als ‚gemeinsamer Sehschule’.“

Bischof Stephan in seiner Silvesterpredigt im Trierer Dom.

„Damit aus Ereignissen Zeichen werden!“

Das war der Auftrag für den ersten von zwei Arbeitsgruppentagen, der am 1. Februar in Trier stattfand. Ausgangspunkt waren die prägenden Entwicklungen der gegenwärtigen Zeit, die bereits bei der ersten Vollversammlung der Synode am 13./14. Dezember vorgestellt wurden: Individualisierung, Pluralisierung, Demografischer Wandel, Leben in einer Medien- und Kommunikationsgesellschaft, Flexibilisierung, Bedrohtes Leben, Ökonomisierung, Wandel der Geschlechterrollen, Religiosität. Sie sind aus den Rückmeldungen in der Vorbereitungszeit der Synode entstanden.

„Diese Entwicklungen als solche haben nicht einfach Zeichencharakter“, so Generalvikar Dr. Bätzing, „sie sind ambivalent.“ Aufgabe der Synodalen ist es, diese Entwicklungen für die weitere Arbeit der Synode zu deuten: „Wir versuchen zu unterscheiden. Wir befragen diese Entwicklungen daraufhin, wo sie für uns zu „Zeichen der Zeit“, Zeichen der Gegenwart oder der Absicht Gottes werden.“

Äußere Ereignisse - Innere Ereignisse - Offenbarung Gottes

Wie kann dieses gemeinsame Sehen und Wahrnehmen gelingen? Drei Schritte der Aufmerksamkeit sollten den Synodalen helfen, bei ihrer gemeinsamen „Sehschule- und Wahrnehmungsschule“.

  • Erstens: das Wahrnehmen und die Aufmerksamkeit auf die äußeren Ereignisse. Wo lassen sich diese prägenden Entwicklungen im Bistum Trier und im Alltag der Menschen erkennen?
  • Zweitens: das Wahrnehmen der inneren Ereignisse. Welche Gefühle, Sorgen, Ängste, Hoffnungen lösen diese Entwicklungen aus?
  • Drittens: das Wahrnehmen der Offenbarung Gottes. Die Synodalen haben in den Arbeitsgruppen das Tagesevangelium (Mk 4, 35-41) – Der Sturm auf dem See – gelesen. Danach suchten die Synodalen im Bibelgespräch nach Hinweisen darauf, wo in den prägenden Entwicklungen Gottes Auftrag deutlich wird. „Wir halten unsere Prägungen und Zeitströmungen ins Licht des Evangeliums und suchen danach, wo sie transparent werden für Gottes Reich und die Gegenwart Jesus Christi.“, so der Generalvikar.

Anspruchsvolle Aufgabe auf Augenhöhe

Eine anspruchsvolle Aufgabe, wie aus den Gruppen zu hören war. „Dichtester Punkt waren die inneren Regungen mit Bekenntnissen, Wut und Trauer. Es war schwierig Zeichen zu finden; eine Ahnung von Zeichen war da.“, so einer der Gruppenleiter.

Viele Synodale lobten das Miteinander auf Augenhöhe und den gemeinsamen Austausch: „Es war eine gute Zeit der Auseinandersetzung, ein wichtiger Schritt im spirituellen Prozess der Synode.“ Eine Teilnehmerin fasst ihren Eindruck zusammen: „Für mich ist im Hinblick auf das Thema Individualität klar geworden, wie sehr es Gottes Absicht und Wille ist, dass jeder von ihm geliebte und gerufene Mensch seine ganz eigenen Talente und Fähigkeiten entfalten soll, dass er das aber immer auch unbedingt in und für die lebensnotwendige Gemeinschaft tun muss.“

Bilder - "aus der Hand" aufgenommen... Schaffen aber einen Eindruck

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