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Philipp Herrlinger ist Vorsitzender der SK 9 - Entwicklung der Rätestruktur

Herzensangelegenheit: Zukunft der Räte im Bistum

Wochenzeitung Paulinus und Bischöfliche Pressestelle haben die Vorsitzenden der zehn Sachkommissionen der Bistums-Synode gebeten, kurz über ihre Motivation, die Arbeit in der jeweiligen Sachkommission und die Atmosphäre zu berichten. (Stand: Anfang September 2014)

Hier sind die Auskünfte von Philipp Herrlinger, 25, aus Saarbrücken-Dudweiler; er ist Vorsitzender der Sachkommission 9 "Entwicklung der Rätestruktur" mit elf Mitgliedern.

Warum haben Sie sich als Vorsitzender zur Verfügung gestellt?

Für mich ist die Arbeit an der Zukunft der Rätestruktur eine Herzensangelegenheit. Ich bin 25 Jahre alt und merke als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, wie schwer es ist, allen Aufgaben gerecht zu werden. Vielen Ehrenamtlichen ist dieses Engagement zu viel: zu viel Aufwand und zum Teil auch zu viel Verantwortung. Denn manche Priester sehen die Ehrenamtlichen als billige Arbeitskräfte.

Ich habe mich als Vorsitzender zur Verfügung gestellt, weil ich meine Ideen, wie Rätearbeit auch funktionieren kann, als Leiter der Sachkommission vermitteln kann.

  • Die Sachkommission arbeitet gerade an... Switch

    Natürlich ist es schwer, sich von Vorhandenem frei zu machen, den Gedanken freien Lauf zu lassen. Doch gerade das versuchen wir als Sachkommission umzusetzen. Wir wissen nicht, wie die Räte in Zukunft aussehen werden; wir wissen nur, dass die Rätestruktur sich ändern soll und kann. Vor allem seitdem wir wissen, wie komplex sie in unserem Bistum wirklich ist.

    Deswegen versuchen wir durch viele Informationen unsere Sicht zu weiten: Wir haben unsere eigenen Visionen gesammelt und sammeln nun Erfahrungen und Ansätze von anderen Gruppierungen. Wir führten Gespräche mit Protestanten und Altkatholiken, sammeln Informationen über Gemeindestrukturen in Frankreich und der Weltkirche und schauen uns um, welche besonderen synodalen Strukturen es in anderen deutschen Bistümern gibt.

    Dabei betrachten wir zur Zeit in einem ersten Schritt die Struktur der Räte vor Ort in den Gemeinden. Für die Gremien auf diözesaner Ebene bereiten wir eine Befragung der Mitglieder vor, die, wie das Räteprojekt des Bistums persönliche Erfahrungen und Einschätzungen sammeln soll, auf deren Basis man Veränderungen vorschlagen kann.

  • Wie sieht der Arbeitsrhythmus aus? Wie oft treffen Sie sich? Wie zeitintensiv ist die Arbeit? Switch

    Die Sachkommission trifft sich einmal monatlich in Trier. In der Anfangsphase findet in diesen Treffen ein reger Informationsaustausch statt. Denn zwischen zwei Treffen sammeln die Mitglieder in persönlichen Gesprächen viele Anregungen aus anderen Gruppierungen, die uns bei unserer weiteren Arbeit helfen können. Zudem laden wir Gäste in unsere Runde ein, die helfen unseren Horizont zu erweitern.

    Der zeitliche Aufwand ist natürlich nicht zu unterschätzen. Gerade im Hinblick auf den begrenzten Zeitraum der Synode ist es wichtig, dass wir uns so häufig treffen. Denn nur so scheint es uns möglich zu sein, am Ende der Synode tatsächliche Ergebnisse vorweisen zu können und nicht nur Tendenzen oder Wünsche.

  • Wie empfinden Sie insgesamt die Arbeit in der Sachkommission? Switch

    Die Arbeit in der Sachkommission ist sehr angenehm. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl konnten wir uns alle zu Beginn sehr gut kennenlernen. Und auf dieser Basis lässt es sich sehr gut arbeiten. Kein Mitglied versteckt sich, alle Informationen sind gleich wichtig.

    Die Kommunikation in der Sachkommission ist hervorragend, so dass keinerlei Informationen verloren gehen und wir alle Mitglieder auf dem Weg zu einer neuen Rätestruktur mitnehmen können.

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