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Pilgernd unterwegs sein

Pilgend unterwegs sein und immer wieder Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten - so würde ich mit einem Satz meine Tätigkeit als Gemeindereferentin im Moment beschreiben. In den elf Jahren, die ich als Gemeindereferentin im Bistum Trier arbeite, hat sich Vieles verändert. Als ich 2003 als Gemeindeassistentin in die Seelsorgeeinheit kam, war ich die jüngste an Jahren und das Küken im Seelsorgeteam. Mittlerweile bin ich sowohl Lebens- als auch Dienstälteste. Die ursprüngliche Seelsorgeeinheit mit den drei Pfarreien, für die ich beauftragt wurde, ist zur Pfarreiengemeinschaft mit acht Pfarreien geworden. Vier Priester gingen in den Ruhestand, zwei neue begannen ihren Dienst. Zwei Diakone und eine Pastoralreferentin wurden verabschiedet, ein Gemeindereferent kam dazu.

Meine Arbeitsfelder wurden mit jeder Veränderung neu festgelegt. Immer wieder musste ich meine Konzepte überdenken, sie den veränderten Verhältnissen anpassen, manches verabschieden und viel Neues lernen. Über Fortbildungen habe ich die Qualifikation zur Hospizhelferin und Trauerbegleiterin erlangt. Seit einigen Jahren bin ich vermehrt im Alten- und Pflegeheim der Pfarreiengemeinschaft tätig. Die Begleitung Kranker und Sterbender, und auch der Angehörigen liegen mir sehr am Herzen. Mittlerweile ist auch der Beerdigungsdienst dazu gekommen. Gemeindereferentin zu sein heißt für mich, flexibel zu bleiben, um auf die Menschen und die Zeichen der Zeit reagieren zu können.

In den letzten Jahren habe ich das Pilgern auf dem Jakobsweg für mich entdeckt. Ich durfte verschiedene Fußgruppen begleiten. Wir wanderten alleine, zu zweit oder auch mit mehreren gemeinsam. Ich merke, dass dieses Unterwegssein mir sehr gut tut. Nachdenken über mich selbst, meinen Lebensweg, meine Berufung und das Wirken Gottes in meinem Leben - dazu brauche ich immer wieder Zeit. Diese Zeit ist sehr gut investiert, denn sie lässt mich Kraft schöpfen für mein weiteres Tun.

Die Idee, anderen Menschen ebensolche Auszeiten zu ermöglichen, führte dazu, dass es seit drei Jahren einen Oasen-Tag für pflegende Angehörige gibt. In Kooperation mit der evangelischen Kirche und dem Pflegestützpunkt biete ich diesen Tag an. Menschen in besonderen Lebenssituationen zu begleiten, ihnen beizustehen, ihnen etwas von ihrer Last zu nehmen, sie zu stärken, das sehe ich im Moment als besondere Herausforderung. So werde ich gemeinsam mit Ehrenamtlichen ab Oktober eine Begegnungsmöglichkeit für Trauernde anbieten.Wandertage mit der Bibel für ehrenamtliche MitarbeiterInnen sind für das nächste Jahr in Planung.

Das Schöne an meinem Beruf ist, dass sich immer wieder Neues ergibt und es dadurch nie eintönig wird.

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