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Gemeindereferentin im Familienalltag

Familie & Co

Mama, weißt du, was uns in der Kirche am besten gefällt? Die Elefanten!

In einem Beruf mit hoher Frauenquote gibt es naturgemäß auch viele Mütter – ich gehöre zu ihnen. Meine beiden Söhne sind vier und fünf Jahre alt.

Seit 16 Jahren bin ich Gemeindereferentin. Und während ich in den ersten zehn Jahren eigentlich die gesamten Schulferien auf verschiedensten Messdiener-, Jugend- und Taizéfahrten war, bin ich mit Familie und Kindern nicht mehr so viel unterwegs. Mein Arbeitsleben hat sich schon sehr verändert, das ist aber auch gut so. Bestimmt gibt es Menschen, die gut und gerne 40 Jahre jeden Tag dasselbe arbeiten, ich gehöre aber nicht dazu und bin froh, dass mein Beruf so flexibel ist.

Ich arbeite mit vielen Kindern und Jugendlichen zusammen, genauso auch mit Eltern. Und wenn dann ein Termin für ein Vorbereitungstreffen oder eine Aktion gefunden werden muss, stecke ich in den selben „Nöten“ wie die ehrenamtlichen Eltern: Machen wir den Termin so früh, dass die Kinder erst ins Bett gebracht werden, wenn wir wieder daheim sind? Oder treffen wir uns so spät, dass die Kinder dann normalerweise schon schlafen? An welchem Wochentag haben die Großeltern keine Zeit wegen der Kirchenchorprobe? Und wenn dann ein Termin gefunden wurde, wird eins der Kinder krank und alle Pläne sind innerhalb kürzester Zeit null und nichtig.

Aber erstaunlicherweise funktioniert es nicht nur irgendwie, sondern richtig gut. Vielleicht weil ich meinen Arbeitsplan noch besser durchorganisieren muss als andere. Vielleicht weil ich mich nicht mit viel Phantasie in die Lebenswelten von Familien reinversetzen muss, sondern auch selbst mittendrin stecke.

Und wie sich mein Beruf auf meine Kinder auswirkt?

Die beiden sind völlig irritiert, wenn wir vor einer verschlossenen Kirche stehen und ich nicht einfach aufsperren kann. So langsam versteht wenigstens der ältere, dass ich nicht zu allen Kirchen dieser Welt den passenden Schlüssel besitze. Wenn wir während der großen Pause am Schulhof der Grundschule vorbeifahren, sind meine Söhne davon überzeugt, dass alle diese spielenden Kinder „meine“ Messdiener sind. 90 % der Menschen zwischen 8 und 20 Jahren, die sie kennen, sind Messdiener oder gehören zur Katholischen Jugend. Für sie ist das ein völlig normales Verhältnis.

Zurück zu den Elefanten: Sogar Kinder von GemeindereferentInnen finden es im Gottesdienst oft langweilig. Sie wollen nicht so lang stillsitzen, mögen keine Orgelmusik und erst recht keinen Weihrauch. Auf meine Jungs trifft das voll zu. Aber sie sind begeistert von dem, was es in den Kirchen alles zu sehen und zu entdecken gibt. Im Saardom in Dillingen befindet sich eine wunderschöne Krippenlandschaft, die sich vom Beginn des Advents bis Lichtmess immer wieder verändert. Die drei Könige kommen auch dazu und einer reitet auf einem Elefanten und wird von einem Baby-Elefanten begleitet.

Und sonst: Sind wir – Gott sei Dank – eine ganz normale Familie! ;-)

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