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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - April 2022

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten und den Kranken und den älteren Menschen besonders in den ärmsten Ländern dienen; die Regierenden und lokalen Gemeinden mögen sie adäquat unterstützen.

    Die Corona-Pandemie bestimmt nun seit über zwei Jahren die Welt und unser persönliches Leben. Viele waren in irgendeiner Weise von der Pandemie betroffen, gesundheitlich, wirtschaftlich oder emotional. Dies gilt in besonderer Weise für die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten: Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger und andere mehr. Sie leisten in der Ausnahmesituation der Pandemie Außergewöhnliches, oft bis an die persönliche Belastungsgrenze und manchmal auch darüber hinaus. Dafür wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens landesweit enthusiastisch beklatscht. Und auch die Arbeits- und Lohnbedingungen sind so noch einmal stärker in den Blick geraten. Neben dem Beifall der Menschen können durch Verbesserungen in diesen Bereichen auch Anerkennung und Dank gezollt werden.

    Zwei Erinnerungen: Zu Beginn der Pandemie, als Italien als erstes Land in Europa so stark betroffen war und hohe Todeszahlen zu verzeichnen hatte, las ich in einer italienischen Zeitung ein Interview mit einer Ärztin aus Bergamo. Sie schilderte damals das Leid, das sie in ihrem Dienst erlebte. Mit der Arbeitsbelastung und mit dem Tod komme man irgendwie klar, sagte sie, das gehöre zu dieser Arbeit dazu. Aber die psychische Belastung, Sterbenden den Abschied von ihren Angehörigen nicht ermöglichen zu dürfen, mache sie fertig. Und bei einer Videokonferenz haben mich die Schilderungen eines Arztes über die Situation in einem bolivianischen Krankenhaus bzw. im Land allgemein nachdrücklich beeindruckt. Denn man kann sich vorstellen, vor welche Belastungen die Pandemie das Gesundheitswesen in ärmeren Ländern stellt, wenn wir in Deutschland schon an die Grenzen stoßen.

    Nicht allein das Klatschen, auch der Einsatz für die Verbesserung der Arbeits- und Lohnbedingungen, und nicht zuletzt unser Gebet mögen alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, bei ihrer wichtigen Arbeit für uns alle unterstützen.

    (Von Marco Weber)

    Gebet

    Herr Jesus Christus, 
    auch Du warst erschöpft, als Du die vielen Menschen geheilt und getröstet hast. 
    Sieh auf alle, die sich um andere kümmern, sie pflegen, auf sie Acht geben und sie trösten. 
    Sieh vor allem auf jene, die dabei selbst an ihre körperlichen und seelischen Grenzen stoßen. Wir danken Dir für ihren Dienst und bitten Dich, mach sie stark, damit sie nicht den Mut verlieren und durchhalten.

  • Botschaft des Evangeliums durch das Leben bezeugen Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die die befreiende Botschaft des Evangeliums durch ihr Leben bezeugen und die Menschen auf verschiedenen Wegen erstmals oder wieder neu mit ihr in Berührung bringen.

    Mit diesem Gebetsanliegen ist die missionarische Dimension der Kirche angesprochen. Die Trierer Bistumssynode hat uns diese Dimension in Erinnerung gerufen und sie zu einem wesentlichen Auftrag für die Erneuerung der Kirche gemacht. „Die Kirche hat Anteil an der Sendung Jesu. Jesu Mission ist ihre Mission, ist Auftrag der Kirche.“ So heißt es im Abschlussdokument. Jesu Mission ist dabei zu verstehen als sein Auftrag, „den Armen eine gute Nachricht zu bringen, den Gefangenen die Entlassung zu verkünden und die Zerschlagenen in Freiheit zu setzen“. (vgl. Lk 4,18) Diese Option für das Leben hat Jesus mit seiner Auferstehung besiegelt. Bei Mission denken wir oft nur an die sogenannten Missionsgebiete in Afrika oder Asien und vergessen schnell, dass jeder Einzelne Ziel der Mission Jesu ist. Jedem gilt seine Verheißung des Lebens. In der persönlichen Beziehung zu ihm, können wir dieses Geschenk entdecken und lernen, es immer mehr selbst anzunehmen. So wird Jesu Mission unsere Mission. Er braucht Kundschafter und Zeugen, damit seine befreiende Botschaft durch das Lebenszeugnis der Gläubigen Menschen erreichen kann. Das kann nur gelingen mit Menschen, die von der Botschaft Jesu innerlich berührt und überzeugt sind. Papst Franziskus schreibt: „Ich bin eine Mission auf dieser Erde, und ihretwegen bin ich auf dieser Welt. Man muss erkennen, dass man selber ‚gebrandmarkt‘ ist für diese Mission, Licht zu bringen, zu segnen, zu beleben, aufzurichten, zu heilen, zu befreien.“ (EG 273) Lassen wir uns diese Erfahrung durch die Feier des Osterfestes von Jesus Christus neu schenken und teilen wir sie mit den Menschen, mit denen wir zusammenleben.

    (Von Marco Weber)

    Gebet

    Auferstandener Herr Jesus Christus,
    erfülle uns mit deiner Gegenwart.
    Erwirke uns einen neuen Eifer als Auferstandene,
    um allen das Evangelium des Lebens zu bringen, das den Tod besiegt.
    Gib uns den heiligen Wagemut, neue Wege zu suchen,
    damit das Geschenk des Glaubens zu allen Menschen gelange.

    (nach Papst Franziskus)

  • Kirchliche Berufe, Ordensleben oder priesterlicher Dienst Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die dem Ruf in einen kirchlichen Beruf, zum Ordensleben oder zum priesterlichen Dienst folgen, und die sich in Studium und Ausbildung darauf vorbereiten.

    In der Osterzeit begehen wir alljährlich den Weltgebetstag um geistliche Berufe. Dieses Jahr am 8. Mai. Über das regelmäßige Gebet um Berufungen und für Menschen auf dem Weg zu einem kirchlichen Beruf hinaus soll an diesem Tag ein besonderer Akzent gesetzt werden. Es ist kein Zufall, dass dieser Tag jedes Jahr so dicht an Ostern gefeiert wird. Denn wer sich für den priesterlichen Dienst, das Ordensleben oder einen anderen kirchlichen Beruf entscheidet, der soll ja in erster Linie ein „mutiger und freudiger Bote der Auferstehung Christi“ sein, wie es Papst Benedikt XVI. einmal gesagt hat. Wie Christus die Botschaft der Liebe Gottes verbreitet hat, sollen auch seine Anhänger die Barmherzigkeit Christi und seinen Sieg über das Böse und den Tod verkünden. So können jene, die in der Kirche eine besondere Aufgabe übernehmen, die Menschen stärken und fördern. So helfen sie mit, dass Menschen im Glauben zusammenfinden und in der Liebe als Christi Kirche zusammenwachsen.

    Dabei brauchen die – meist jungen – Menschen, die sich heute in Studium und Ausbildung auf diese Aufgabe vorbereiten, selbst Stärkung und Unterstützung. Sie brauchen Menschen, die ihnen bei ihrer Entscheidungsfindung zur Seite stehen, sie brauchen gute Lehrerinnen und Lehrer und sie brauchen ein Klima, in dem sie erfahren, dass ihre Berufung angenommen, gewollt und gebraucht wird. Zu einem solchen Klima können wir mit unserem Gebet beitragen.

    (Von Marco Weber)

    Gebet

    Jesus Christus, guter Hirt,
    wir leben davon, dass wir uns gegenseitig stärken und füreinander da sind.
    Zeige Du uns, wo wir uns einbringen können, damit Glaube, Hoffnung und Liebe wachsen, und schenke deiner Kirche Menschen, die als Priester, Ordensleute, in kirchlichen Berufen, in ihren Familien und an vielen anderen Orten bereit sind, Zeugnis für dich abzulegen.

    (aus dem Jahresgebet des Zentrums für Berufungspastoral)

Das Video vom Papst

Es wird lange dauern, bis wir die Pandemie vergessen haben. Hoffen wir, dass wir einige der Dinge nicht vergessen, die sie uns gelehrt hat. 

Auf der einen Seite "das Engagement und die Großherzigkeit des Gesundheitspersonals, der Freiwilligen, der Pflegekräfte, der Priester und Ordensleute". 

Und zum anderen die Bedeutung der öffentlichen Gesundheitssysteme. Franziskus erinnert uns daran: "die ärmsten Länder, die besonders verwundbaren Länder, haben keinen Zugang zur Behandlung, die sie benötigen, um die vielen Krankheiten zu bekämpfen, unter denen sie weiterhin leiden". 

Aus diesem Grund fordert er die Regierungen auf, "nicht zu vergessen, dass ein gutes, für alle zugängliches Gesundheitswesen eine Priorität ist ". Schließen wir uns seinem Appell an und verbreiten wir diese Botschaft auf jede erdenkliche Weise.

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