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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - April 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Hilfe und Beistand für Menschen, die unter Suchterkrankungen leiden Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir für alle Menschen, die unter Suchterkrankungen leiden: Wir beten dafür, dass jene, die unter Suchterkrankungen leiden, Hilfe und Beistand bekommen.

    Das Bundesgesundheitsministerium fasst unter dem Begriff Sucht nicht nur Abhängigkeitserkrankungen, sondern die Gesamtheit riskanter, missbräuchlicher und abhängiger Verhaltensweisen in Bezug Suchtmittel und nicht stoffgebundene Verhaltensweisen. Zu den stofflichen Suchtmitteln zählen neben legalen Drogen wie Alkohol und Tabak auch illegale Drogen wie Crystal Meth oder Kokain.

    Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung nimmt in ihrem Bericht für das Jahr 2019 aber auch nichtstoffliche Suchtformen wie internetbezogene Störungen oder pathologisches Glücksspiel in den Blick.

    Suchtverhalten ist in vielen Fällen mit einem dramatischen Schicksal verbunden und hat neben den negativen Folgen für die betroffene Person auch einschneidende Konsequenzen für das soziale Umfeld. Aus dem Jahrbuch 2017 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) geht hervor, dass allein 2,6 Millionen Kinder, also fast jedes 6. Kind in der Bundesrepublik Deutschland, in Familien mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil aufwachsen.

    Suchterkrankungen werden oft als die Folge eines selbstverschuldeten Übels und eines vorsätzlichen Verhaltens angeprangert, was bei den Betroffenen aus der Empfindung von Schuld und Scham dazu führen kann, die eigene Situation erst recht zu verleugnen und Hilfsangebote auszuschlagen. Mit der Ablehnung ihres Suchtverhaltens erfahren nicht wenige Suchtkranke auch die Ablehnung ihrer Person. Als Christen sind wir gerufen, diesen Teufelskreis durchbrechen zu helfen und Menschen nicht auf ihr Verhalten zu reduzieren, sondern ihnen aufrichtig als unserem Nächsten zu begegnen. Es ist wichtig, neben der individuellen auch die soziale Dimension von Suchterkrankungen in den Blick und ins Gebet zu nehmen.

    Von Florian Kunz

    Gebet

    Gott, du schenkst uns das Leben und rufst uns in die Freiheit.
    Im Gebet bringe ich die Menschen vor dich,
    die unter Suchterkrankungen leiden und in Abhängigkeiten gefangen sind.
    Ich denke an die von Suchterkrankungen betroffenen Menschen und an ihre Familien, ihren Freundes- und Kollegenkreis.
    Ich bete dafür, dass sie in deinem Geist Hilfe und Beistand durch andere erfahren.

     

  • Österliche Freude auch für alle, die niedergeschlagen sind Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle Menschen, die niedergeschlagen sind und Sorgen haben, die unter Depressionen leiden und in Trauer sind: um österliche Freude.

    Unter Depression wird landläufig eine seelische Erkrankung verstanden, die sich unter anderem durch tiefe Niedergeschlagenheit zum Ausdruck bringt. Die Weltgesundheitsorganisation versteht unter Depression eine „psychische Störung, die durch Traurigkeit, Interessenlosigkeit und Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen gekennzeichnet sein kann“ (www.euro.who.int/de).

    Laut dem Bundesgesundheitsministerium leiden weltweit ca. 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Eine Studie des Robert Koch-Instituts von November 2014 bis Juli 2015 in der Bundesrepublik Deutschland hat ergeben, dass in diesen Zeitraum die Häufigkeit einer aktuellen Depression bei 10,1 % lag. Traurigkeit oder Erschöpfung gehören sicherlich zu den vorübergehenden und unvermeidlichen Begleiterscheinungen des Lebens.

    Menschen, die an einer Depression leiden, schildern immer wieder, dass sich Traurigkeit bei ihnen scheinbar ohne Ursache einstellt und eben nicht vorübergehend ist. Oft ist es so, dass Betroffene zunächst gar nicht wahrnehmen, dass sie sich eine Depression anbahnt. Früher oder später sind sie dann in einem Strudel gefangen, der sie trotz aller Anstrengung immer weiter nach unten zieht und dem sie ohne die Hilfe anderer nicht mehr entkommen können. Das man Hilfe braucht, merkt man oft leider erst spät. Durchhalteparolen nach dem Motto „Stell dich nicht so an“ oder „Du musst dich halt nur richtig anstrengen“ helfen da wenig oder machen die Hoffnungslosigkeit nur mehr größer. Ganz im Gegenteil: Wir alle können aufmerksam dafür sein, wenn sich Menschen mehr und mehr in sich zurückziehen und in ihrer Traurigkeit versinken. Von Betroffenen ist immer wieder zu hören, wie wichtig Menschen sind, die Verständnis mitbringen und sich an ihre Seite stellen.

    Als der auferstandene Jesus den Jüngern erscheint, zeigt er sich mit seinen Wunden. Ein hoffnungsvolles Bild österlicher Freude: Wir werden mit unseren Wunden erlöst!

    Von Florian Kunz

    Gebet

    Herr Jesus Christus,
    du wurdest als Mensch in unsere Welt geboren und hast unter uns gelebt.
    Du kennst die Herausforderungen des Lebens und hast am eigenen Leib schweres Leid erfahren.
    Du stehst an der Seite derer, die unter Depressionen leiden und in Trauer sind.
    Du zeigst dich uns mit deinen Wunden und schenkst uns Hoffnung,
    dass wir mit unseren Wunden in deiner Herrlichkeit erlöst sind.

  • Ökumene: Sichtbare Einheit im Glauben Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Christen in den unterschiedlichen Konfessionen, die durch die eine Taufe in dem einen Herrn miteinander verbunden sind: um sichtbare Einheit im Glauben.

    „Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ (Röm 6,3-5). Die Taufe ist zunächst das Sakrament des Glaubens, durch das wir in das Paschamysterium Jesu Christi hineingenommen sind. Als Christen sind wir getauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

    Die Taufe ist das sakramentale Band, dass alle eint, die dieses Zeichen erhalten haben. Insofern wird niemand katholisch oder evangelisch getauft. Die Taufe ist zugleich aber auch das Sakrament, durch das Neugetaufte in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden und einer bestimmten christlichen Konfession angehören. Die sprichwörtliche Bandbreite christlicher Konfessionen, die sich durch die Taufe eins wissen, reicht weit über die beiden Mitgliederstärksten in der Bundesrepublik hinaus.

    Am 24. April 2007 haben folgende Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine Erklärung zur gegenseitigen Anerkennung der Taufe unterzeichnet: Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland, Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland, Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen, Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeinde, Evangelische Kirche in Deutschland, Evangelisch-methodistische Kirche, Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, Orthodoxe Kirche in Deutschland, Römisch-Katholische Kirche, Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche. Trotz aller unterschiedlicher Auffassungen im Verständnis von Kirche besteht somit ein Grundverständnis über die Taufe (vgl. Erklärung zur wechselseitigen Taufanerkennung unter www.oekumen-ack.de).

    Von Florian Kunz

     

    Gebet

    Jesus Christus, Heiland und Erlöser,
    erbarme dich über uns und über die ganze Welt.
    Gedenke deiner Christenheit
    und führe zusammen, was getrennt ist.
    Amen.

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