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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Februar 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für das Miteinander der Generationen Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Februar für alle Großeltern, die bei der Betreuung und Erziehung ihrer Enkelkinder mithelfen, und um ein gutes Miteinander der Generationen.

    Das Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar rückt zwei alte Menschen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Hanna und Simeon. Ihre reiche Lebenserfahrung und ihr durch dieses Leben hindurch gewachsener Glaube lassen sie Jesus als das Licht ihres Lebens erkennen und Gott dafür preisen (vgl. Lk 2, 22–40).

    Seit Beginn seines Dienstes betont Papst Franziskus die Bedeutung der Großeltern. „Wie wichtig sind sie doch im Leben der Familie, um jenes Erbe an Menschlichkeit und an Glauben weiterzugeben, das wesentlich ist für jede Gesellschaft", sagte er beim Weltjugendtag in Brasilien 2013. Es gibt viele „junge“ Großeltern, die darüber hinaus auch wichtige konkrete Dienste in der Betreuung und Erziehung ihrer Enkelkinder übernehmen, für sie da sind und die Eltern im Alltag unterstützen.

    Kinder brauchen Großeltern und Großeltern brauchen ihre Enkel. Der Austausch der Generationen untereinander ist ein Schatz, der bewahrt und gepflegt werden muss. Das darf ich in meiner Familie bis zum heutigen Tag erfahren. Großeltern leben Kindern ihr durch Lebenserfahrung gewonnenes Vertrauen in die Welt und in Gott vor. Daraus können Kinder lernen – durchaus auch in Abgrenzung; aber es ist ein Schatz, aus dem man immer wieder etwas entnehmen kann, das weiterhilft. Und die Enkel öffnen den Großeltern wieder jene neuen Lebenswelten, in die sie nun hineinwachsen. Das hilft den Großeltern, nicht bei den eigenen Erfahrungen stehenzubleiben und sie absolut zu setzen. Und die Lebensfreude und Unbekümmertheit der Jungen kann ansteckend sein für die Alten und ihnen zu einem Licht werden, das manch allzu dunkle Gedanken wieder hell macht.

     Von Domvikar Marco Weber

    Gebet

    Vater unser im Himmel,
    Du hast uns als Gemeinschaftswesen erschaffen.
    Wir brauchen einander, und wir brauchen Dich.
    Als Menschen dieser einen Welt hast Du uns in Raum und Zeit gestellt.
    Lass uns erkennen, dass jede Lebensphase ihre eigene Berufung hat
    und zeige uns, wie wir mit der uns geschenkten Zeit umgehen sollen.
    Segne das Miteinander der Generationen und schütze die Familien.

    (aus einem Gebet der kath. Kirchengemeinde Petersberg/Bistum Fulda)

     

  • Für die Schülerinnen und Schüler Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Februar für alle Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihren Schulabschluss machen, und für alle jungen Menschen, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnen.

    Am Beginn eines Jahres blicken wir gerne voraus auf das, was das Jahr mit sich bringen wird. Immer wieder gibt es Punkte, an denen wir Dinge zum Abschluss bringen können und dafür andere wieder neu beginnen, manche sogar die Weichen für das ganze Leben stellen. Dazu gehören sicherlich der Schulabschluss und die Berufswahl.

    Der Kabarettist Eckard von Hirschhausen erzählt in einem seiner Programme eine Geschichte von der Begegnung mit einem Pinguin in einem norwegischen Zoo. Beim ersten Betrachten des Tieres, wie es so auf einem Felsen stand, kommt er ihm wie eine Fehlkonstruktion vor. Als der Pinguin dann aber ins Wasser springt, wird er zu einem Meisterschwimmer und -taucher, weil er in seinem eigentlichen Element war. In Schule und Ausbildung lernt man Vieles, erwirbt Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie sind im letzten kein Selbstzweck, sondern sollen den jungen Menschen helfen, das „Element“ zu finden, in dem sie arbeiten, wirken und leben können und wollen. So abgedroschen der alte Satz vielleicht sein mag, so wahr scheint er aber dann doch zu sein, dass wir nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen.

    Als Christen glauben wir, dass Gott für einen jeden Menschen eine ganz spezifische Berufung für sein Leben hat, in der er sich als Mensch entfalten und seine Bestimmung und Erfüllung finden kann. Beten wir dafür, dass jeder junge Mensch neben allem Wissens- und Fertigkeitserwerb in Schule, Studium und Ausbildung auch diese Berufung Gottes sucht und erkennt als das „Element“, in dem er arbeiten, wirken, leben und auch glücklich werden kann.

    Von Domvikar Marco Weber

    Gebet

    Du Gott der Anfänge, segne uns, wenn wir deinen Ruf hören,
    wenn deine Stimme uns lockt zu Aufbruch und Neubeginn.
    Du Gott der Anfänge, behüte uns, wenn wir loslassen und Abschied nehmen,
    wenn wir dankbar zurückschauen, auf das, was hinter uns liegt.
    Du Gott der Anfänge, lass dein Licht leuchten über uns,
    wenn wir in Vertrauen und Zuversicht einen neuen Schritt wagen auf dem Weg des Glaubens.

    (Irischer Segensspruch)

  • Für die Migranten Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Februar, dass der Hilferuf der Migranten, unserer Schwestern und Brüder auf der Flucht, gehört und beachtet wird – insbesondere der Opfer des Menschenhandels.

    Fluchtverhalten ist eigentlich eine ganz natürliche Schutzreaktion bei Tieren und auch beim Menschen, wenn Gefahr droht. Und ist die Bedrohung vorüber, steht einer Rückkehr nichts mehr im Wege.

    Das Phänomen „Flucht“ geht aber weit darüber hinaus. Die Flucht ist in aller Regel der letzte Ausweg von Menschen aus existentiellen Bedrohungen oder unzumutbaren Situationen: Krieg und Bürgerkrieg, Terror und Verfolgung, Naturkatastrophen und Hunger, Krankheiten und Armut. Es ist auch nicht eine kurzzeitige Reaktion, sondern eine einschneidende Entscheidung, das bisherige Leben hinter sich zu lassen und den Versuch zu unternehmen, in Freiheit und Sicherheit ein neues Leben zu beginnen. Wer flüchten muss, der beschreitet immer einen ungewissen und gefährlichen Weg. Wo und wann diese Reise an ein Ziel kommt und ob es wirklich besser wird, steht in den Sternen. Schleuser und Menschenhändler nutzen die Not der Menschen aus und machen ihr mieses Geschäft mit ihnen. Die vielen Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken, und die Toten in Lkw-Anhängern mitten in Europa sind eine himmelschreiende Anklage gegen diese Verbrechen.

    Und doch bleibt in all diesen Menschen, die auf der Flucht sind, die Hoffnung wach, dass es etwas Besseres gibt, für das es sich lohnt, diesen gefahrvollen weg zu gehen. Wir können Dienerinnen und Diener dieser Hoffnung sein, wo wir auf die Lebensschicksale der Flüchtlinge schauen und ihnen einen Platz in unserer „besseren“ Welt geben.

    Das Matthäusevangelium erzählt von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten. Jesus selbst weiß um das Schicksal eines Flüchtlings. So dürfen wir ihm die Bitte für unsere Schwestern und Brüder auf der Flucht in besonderer Weise ans Herz legen als eine der großen Bitten unserer Zeit.

    Von Domvikar Marco Weber

    Gebet

    Barmherziger Gott,
    wir vertrauen Dir alle an, die die Reise zu einem Ort der Sicherheit und der Hoffnung angetreten und dabei Angst, Unsicherheit und Demütigung ertragen haben.
    Sei ihnen nahe durch unsere liebevolle Zuneigung und unseren Schutz.
    Indem wir für sie sorgen, lass uns zugleich eine Welt anstreben,
    in der niemand gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen,
    und wo alle in Freiheit und Würde leben können und in Dir Frieden und Sicherheit finden.
    Amen.

    (nach einem Gebet, das Papst Franziskus 2016 bei der Begegnung mit Flüchtlingen auf der Insel Lesbos gesprochen hat)

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