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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Februar 2021

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für Betroffene von Gewalt gegen Frauen Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Februar für die Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, damit sie von der Gesellschaft geschützt und ihre Leiden ernst genommen und angehört werden.

    Die Gewalt gegenüber Frauen nimmt weltweit zu. Die Spirale gewaltvollen Schreckens dreht sich, beschleunigt durch Corona-Kontaktsperren. Die Facetten der Gewalt zeigen sich dabei unterschiedlich und perfide. Frauen sind häuslicher Gewalt ausgesetzt, werden ungerecht entlohnt, leben in unwürdigen Abhängigkeiten oder werden Opfer von Menschenhandel, eines „der schlimmsten Formen der Gewalt gegen Frauen und eine der perversesten Verletzungen der Menschenrechte.“ (Amazoniensynode, 13).

    Eine Architektur des Friedens ist nur dann möglich, wenn Gerechtigkeit und Wahrheit im Miteinander von Frauen und Männer berücksichtig werden. Selbstkritisch ist auch nach den Formen von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt in der Kirche zu fragen.

    In seiner jüngsten Enzyklika „Fratelli tutti“ über die soziale Freundschaft schreibt Papst Franziskus: „Wahrheit heißt, den Schmerz der Frauen anzuerkennen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden sind. Gewalt bringt mehr Gewalt hervor, Hass erzeugt mehr Hass und Tod führt zu weiterem Tod. Wir müssen diesen scheinbar unvermeidlichen Kreislauf durchbrechen“. (Fratelli tutti, 227)

    (Von Dr. Michael Meyer)

    Gebet

    In dieser Zeit, in der Angst und Enge lähmen und die Zukunft düster erscheint, braucht es großes Vertrauen, um mit Zuversicht nach vorn zu schauen. Es braucht Vertrauen, dass durch neue Wege und einschneidende Veränderungen mehr Gutes geschaffen wird als durch Verharren im Ist-Zustand. Wir bitten um Kraft und Zuversicht.

    Kyrie eleison.

    Gott, du unser Vater und unsere Mutter, wir alle wissen, wie es um unsere Kirche steht. Unrecht geschah und geschieht, Macht wurde und wird missbraucht. „Bei euch aber soll es nicht so sein“, sagt Jesus. Wir bitten um Erbarmen.

    Kyrie eleison.

    Frauen und Männer sind durch die eine Taufe gleich- und vollwertige Mitglieder der Kirche. Im Miteinander in allen Diensten und Ämtern können sie zu einer Kirche beitragen, die erneuert in die Zukunft geht. Wir bitten um Kraft und Zuversicht.

    Kyrie eleison.

    Gebet „Schritt für Schritt“ im Gebetsnetzwerk mit den Benediktinerinnen aus dem Kloster Fahr (CH) www.gebet-am-donnerstag.ch

  • Für alle, die das Gebet pflegen Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Februar für die Ordensleute und alle, die in geistlichen Gemeinschaften, pfarrlichen Gruppen oder ganz persönlich das Gebet pflegen.

    Christen beten mit einem Gesicht zur Welt. Sie leben eine „Mystik der offenen Augen“ (J.B.Metz), denn das christliche Beten ist konkret und enthält eine Wendung in die gesellschaftliche und politische Verantwortung. Im Angesicht des lebendigen Gottes bringen Betende das zur Sprache, was Menschen und ihr Leben bewegt: Bitte und Dank, Angst und Hoffnung, Trauer oder Freude. Im laut vorgetragenen Gebet, im liturgischen Beten, im vertrauten Herzensgebet, im stillen Verweilen, aber auch im Klagen suchen Menschen nach Gott. Im christlichen Sinn schafft Beten Beziehung. Es ist die Beziehung zu Gott, aber auch die Beziehung der Betenden untereinander, die in ihrem Gebet den Horizont für andere öffnen, gerade für die mühselig Beladenen, die Schwachen und die Armen vor der eigenen Haustür und in allen Kontinenten.  „Betende ‚im Geiste Jesu‘ können nicht mit den Rücken zu den leidenden Antlitzen beten. Die Menschenfreundlichkeit, die uns das Beten in seiner Nachfolge abfordert, steht nicht zur Disposition“, formuliert Johann Baptist Metz.

    (Von Dr. Michael Meyer)

    Gebet

    Sei hier zugegen, damit wir leben.
    Sei hier zugegen, stark wie ein Feuer.
    Flamme und Leben, Gott bei den Menschen.
    Komm und befreie uns, damit wir leben.
    Sei hier zugegen mit Deinem Leben,
    in unsrer Mitte, Gott bei den Menschen.
    Herr aller Mächte, Gott für den Menschen.
    Zeig uns Dein Angesicht, gib uns das Leben.

    Du bist auch heute ein Gott für die Menschen
    Du bist uns nahe seit Menschengedenken.
    Sei unser Atem, sei Blut in den Adern.
    Sei unsre Zukunft, sei unser Vater.
    Denn in Dir leben wir, in Dir bestehen wir.
    In Deinem Licht können wir sehen.
    Send Deinen Geist aus, Neues zu erschaffen.
    Flamme des Lebens, Licht unsres Lichtes.
    Send Deinen Geist aus, neu uns zu schaffen.
    Tiefe des Herzens, Licht unsres Lichtes.

    Auszug aus der „Litanei der Gegenwart Gottes“ (Gotteslob); Huub Oosterhuis.

  • Für Seelsorgerinnen und Seelsorger und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Beratungsdiensten Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Februar für alle, die in Beichte, Telefonseelsorge und Beratungsdiensten Menschen in Schuld und innerer Not, in Sorgen und Ängsten helfend und ratend zur Seite stehen.

    Der Rucksack drückt schwer während des Pilgerns auf dem Weg zum Apostelgrab des Heiligen Jakobus nach Santiago. Er drückt, weil nicht nur Kleider und Wanderutensilien im Rucksack zu finden sind, sondern auch schmerzliche und belastende Lebenserfahrungen der Vergangenheit. „Lass das am Apostelgrab, was Dich bedrückt und niederzieht! Gib‘ deine Ängste und deine Sorgen ab. Von hier aus kannst Du erleichtert in den Alltag zurückgehen“, mit diesen Worten entlässt eine Mitarbeiterin der deutschsprachigen Pilgerseelsorge in Compostela einen Pilger. Nach einem langen Weg und einem intensiven Gespräch, das zur Klärung, zu einer Neuausrichtung und zur Versöhnung geführt hat, fasst der Pilger neuen Mut. Er spürt einen wirklichen Frieden, der ihn selbst zu einem Friedensstifter und einem Boten der Versöhnung werden lässt. So wie das Beispiel der Pilgerseelsorge, so sind an unzähligen Orten - meist lautlos und immer diskret – Menschen da, die anderen zuhören und ihnen Wege aus Verstrickungen, Streit oder scheinbar ausweglosen Situationen aufzeigen.

    (Von Dr. Michael Meyer)

    Gebet

    Alles Gelingen: in deine Fülle.
    In dein Erbarmen: meine Grenzen.
    Und meine Sehnsucht: in deinen Frieden.
    In deine Hände gebe ich mich.

    All meine Freude: in deine Schönheit.
    In deinen Abgrund: meine Klagen.
    Und meine Hoffnung: in deine Treue.
    In deine Hände gebe ich mich.

    All meine Wege: in deine Weite.
    In deine Schatten: meine Schwachheit.
    Und meine Fragen: in dein Geheimnis.
    In deine Hände gebe ich mich.

    Stundengebet der Benediktinerinnenabtei Burg Dinklage

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