Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Mai 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für die Diakone Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Mai für die Diakone, dass sie durch ihren treuen Dienst am Wort und an den Armen ein inspirierendes Zeichen für die ganze Kirche sind.

    „Schau, das sind unsere Schätze, denn in ihnen lebt Christus selbst. Das Gold aber bringt alles Verderben“, so antwortet Diakon Laurentius, als er im 3. Jahrhundert dem römischen Präfekten eine Versammlung von Bettlern und Krüppeln vorführt. In der Zeit der Christenverfolgung und vor der drohenden Konfiszierung verteilt Laurentius das Kirchengut und stellt sich an die Seite Armen. In ihnen entdeckt er das leidendende und geschundene Antlitz Christi selbst. Laurentius hält treu am Wort Jesu fest:  „Wahr ists, ich sage euch: So viel ihr nur einem dieser meiner geringsten Brüder getan – mir habt ihr es getan“ (Mt 25, 40; Fridolin Stier).

    Der Einsatz für die Verwundeten und die Benachteiligten ist eine Inspiration für die Kirche und ein prophetisches Zeichen für die gesamte Menschheitsfamilie. Auf die Frage des Bischofs „Bist du bereit, den Armen und Kranken beizustehen und den Heimatlosen und Notleidenden zu helfen?“ antworten die Diakone in der Weihliturgie mit einem öffentlichen „Ja“.

    Die Diakone sind die unverzichtbaren Sozialarbeiter der Kirche, die uns - mit Laurentius - ein unbequemes Evangelium in Erinnerung rufen. „Schau, die Armen - das sind unsere Schätze.“

    (Von Dr. Michael Meyer)

    Gebet

    Wir beten für die Diakone, die sich in den Dienst für und mit den Armen rufen lassen.
    Wir beten für alle, die sich von den Armen evangelisieren lassen.
    Wir beten für die vielen, deren Verdienst es ist, als erste die Bedeutung der Armen zu verstehen.
    Wir beten für alle, die Not sehen: denn die Armen brauchen unsere Hände, damit sie aufgerichtet werden;
    sie brauchen unsere Herzen, damit sie von neuem die Wärme der Zuneigung spüren
    und sie suchen unsere Gegenwart, um die Einsamkeit zu überwinden.
    Lassen wir für einen Tag die Statistiken beiseite.
    Die Armen sind keine Zahlen, auf die man sich beruft, um sich seiner Werke und Projekte zu rühmen.
    Die Armen sind Menschen, denen man entgegengeht.
    Rüttle uns auf, Herr, unser Gott.

    Höre den Schrei nach Gerechtigkeit!

    (in Anlehnung an Papst Franziskus am „Welttag der Armen“ am 17. November 2019)

  • Für alle, die sich auf einen kirchlichen Beruf vorbereiten Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Mai für die Frauen und Männer, die sich auf einen kirchlichen Beruf oder den geistlichen Dienst vorbereiten, und für alle, die sie ausbilden und begleiten.

    In der Frühe des Morgens stimmen viele Beterinnen und Beter in die Worte der Psalmen ein. Zum morgendlichen „Weckruf“ gehört die Einladung aus Psalm 95 „Heut noch, hört auf seine Stimme ihr nur: Verhärtet nimmer euer Herz“ (Ps 95, 8; Übersetzung Buber/Rosenzweig).

    Gott spricht als der Gegenwärtige. Sein Wort zählt „heute“. Der biblische Gott ist ein Rufender, der liebevolle Beziehung schafft. Unvergessen ist für mich das Glaubenszeugnis von Padre Julio Terrazas in Bolivien, der mir in einer ruhigen Minute erzählte, dass er Gott als einem „stets neu Rufenden“ („eterno llamador“) vertraue. Und die Geschichte des Volkes Gottes von Abraham und Sara bis zu Jesus ist die Geschichte von Menschen, die sich von Gott rufen und senden lassen. Sie glauben seiner Stimme, die Leben weckt: „Ich selbst werde meine Schafe weiden, und ich selbst werde sie lagern lassen! Spruch Gottes, des HERRN. Was verloren gegangen ist, werde ich suchen, und was versprengt worden ist, werde ich zurückholen, und was gebrochen ist, werde ich verbinden, und was krank ist, werde ich stärken.“ (Ez 34, 15/16)

    Berufung hat mit einer Hör- und Sehbereitschaft zu tun, um zu unterscheiden, was nottut: dem anderen, der Gemeinschaft, der Schöpfung

    (Von Dr. Michael Meyer)

    Gebet

    Mit den Worten des Psalmisten beten wir für alle Frauen und Männer, die sich auf einen Dienst in der Kirche vorbereiten. Wir vertrauen Gott, dem sorgenden Hirten, alle an, die Menschen darin begleiten, seinen Ruf in unserer Zeit zu hören und zu erkennen, was dem Aufbau seines Reiches dient:

    „Wäre es nur wahr,
    dass wir es noch glauben könnten.
    So wie eine Herde kennt
    den Gang und die Stimme ihres Hirten.
    Der Fels unserer Rettung
    bist Du.
    Du lässt nicht ab. Du sagst in lautloser Sprache:
    ‚Verhärtet euch nicht.
    Die bitter werden,
    finden keine Ruhe.“

    Huub Oosterhuis, Psalm 95 (in: Psalmen, Freiburg 2014, 186).

  • Für die Mitchristinnen und Mitchristen in Luxemburg Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir  im Mai für unsere Mitchristen in Luxemburg, die das 150-jährige Bestehen ihrer Diözese feiern, und für unsere Nachbarbistümer in Deutschland, Frankreich und Belgien.

    Es ist ein pfingstliches Bild einer frohen Glaubensgemeinschaft in Bewegung. Jahr für Jahr treffen sich Menschen aus vielen Ländern in Luxembourg zur Echternacher Springprozession. Jung und Alt reihen sich in die Prozession zum Grab des Glaubensboten Willibrord ein, der um 700 das Benediktinerkloster Echternach gründet. Von dort aus verkündet der Benediktinermönch das, was ihn selbst bewegt: das Evangelium Jesu Christi.

    Jahrhunderte später, im Jahr 1870, wird das Bistum Luxemburg errichtet. In der Herzmitte Europas gelegen feiert die Kirche von Luxemburg im Jahr 2020 ihre Gründung  - mitten in der Zeit der Corona-Pandemie. Zusammen mit den französischen, belgischen und deutschen Nachbarkirchen gedenkt sie dabei jedoch ihrer eigentlichen pfingstlichen Bestimmung. Gottes Geist ruft aus allen Völkern ein pilgerndes Volk zusammen. In der Kirche ist kein Platz für trennende Grenzen. Die Kirche ist gesandt, um Wege des Friedens, der Gerechtigkeit und der Versöhnung zu gehen. In Luxemburg, in Europa, in allen Kontinenten.

    (Von Dr. Michael Meyer)

    Gebet

    Wir beten für alle, die in diesen Tagen die Gemeinschaft - das „Beten mit den Füßen“ zur Oktav und der Echternacher Springprozession vermissen. Schenke ihnen Mut, Gelassenheit und Zuversicht.

    Wir beten für alle Luxemburger und Luxemburgerinnen, die ihr Bistumsjubiläum feiern wollen und es wegen der Pandemie nun nicht können. Schenke ihnen lebendige Gemeinschaft und die Erfahrung, dass gelebter Glaube motiviert und einlädt.

    Wir beten für alle die in den 150 Jahren das Bistum Luxemburg geleitet und geistliches Leben gestaltet haben.

    Wir beten für die Menschen, die ihr Glauben und Leben in Luxemburg gestalten und so Zeugnis und Beispiel für andere geben.

    Wir beten für alle die durch ihr Leben den Glauben verbreiten und so Missionaren und Missionarinnen sind, die andere begeistern.

    Im Gebet vereint sind wir miteinander verbunden – schenke uns die Einsicht, dass wir gemeinsam Zukunft leben und gestalten können um unsere Welt ein Stück besser zu machen.

    (Von Elke Grün, missio Luxemburg)

     

Weiteres: