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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Oktober 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Der Auftrag der Laien in der Kirche Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir dafür, dass die Laien – insbesondere Frauen – aufgrund ihrer Taufgnade größeren Anteil an kirchlicher Verantwortung bekommen.

    Gott sei Dank, es gibt sie: Menschen, die andere Menschen aufrichten. Sie regen heilsame Entwicklungen an und bestärken andere darin, ihren Glauben zu leben.

    Dabei nutzen sie ihre Möglichkeiten verantwortungsvoll, um anderen guten Lebensraum zu bieten. Ihre Macht setzen sie zum Wohl der Menschen in ihrer Umgebung ein. Indem sie Macht und Verantwortung teilen, wird ihr Einsatz glaubwürdig.

    Hellsichtig erkennen sie die wichtigen nächsten Schritte und sprechen aus, wo sie die Notwendigkeit der Veränderung sehen – auch wenn es unbequem ist.

    Solche Menschen  - Frauen und Männer aus allen gesellschaftlichen Schichten, Milieus und Berufen - sind ein Geschenk für uns alle und halten Welt und Kirche im Innersten zusammen. Oder anders gesagt: Sie sind sich ihrer Taufgnade bewusst und wirken aus ihr heraus – priesterlich, königlich und prophetisch.

    „Gott hat mit jedem von uns etwas vor – wir sind nicht umsonst ins Leben gerufen. Mein Name, meine Geburt, mein Leben steht im Mittelpunkt der Taufe. Und Gott salbt mich mit kostbarem Öl. Ich bin Priester*in, König*in und Prophet*in. Sein Licht ist mir geschenkt für alle Dunkelheiten der Welt. Erhobenen Hauptes und frei, geliebt und gesendet zu den Menschen – so kann ich leben.“

    (Quelle: Marlies Gehrlein,  Überraschend erfrischend – Die Taufgnade neu entdecken in der Geistlichen Begleitung, in: geistlich.net [Stand: 31.07.2020]).

    Ausgesucht von Dr. Carola Fleck

    Gebet

    Gott, Du Ursprung unseres Lebens,
    wir danken Dir für die Gnade der Taufe, die uns in die Lage versetzt, ermutigend, verantwortungsvoll und frei zu handeln.
    Öffne unsere Augen, damit wir erkennen, wo eigene und andere Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten liegen.
    Und hilf uns, dabei neu zu denken.
    Amen.

  • 60 Jahre Partnerschaft des Bistums Trier mit Bolivien Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für unsere Partnerkirche in Bolivien und alle, die sich seit 60 Jahren des Bestehens der Partnerschaft dort einbringen.

    Solidarität in Zeiten der Pandemie – im Bistumsnewsletter (Juli) haben sowohl Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, als auch Markus Leineweber, Hausoberer der Barmherzigen Brüder in Trier, berichtet, wie sie sich im Rahmen der Bolivienpartnerschaft exemplarisch konkretisiert:

    „In der von der Pandemie besonders stark betroffenen Stadt Santa Cruz hat das Erzbistum in seinem „Hospital Católico“ eine separate Station für Corona-Infizierte eingerichtet. Gemeinsam mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und der Bolivianischen Botschaft in Berlin konnte die Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier auch hierbei helfen: So wurden Infusionspumpen und Sauerstoffsensoren für 9 Intensivbetten nach Bolivien gespendet und die Abteilung auf 23 Betten erweitert.“

    Seit 60 Jahren ist die Diözese mit dem südamerikanischen Land partnerschaftlich verbunden, das schwer unter der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen und Folgen leidet. Gerade in der weltweiten Krise ist es wichtig, nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und die Vorteile des eigenen Landes auszuspielen, sondern weltweit Kontakte zu pflegen, Verbundenheit zu stärken und dort Unterstützung zu geben, wo Menschen, Kommunen, Wirtschafts- und Gesundheitssysteme überlastet sind. Das hilft auch uns – persönlich und als Kirche von Trier - das angstvolle und bedrückende Kreisen um uns selbst zu unterbrechen.

    Von Dr. Carola Fleck

    Gebet

    Du Gott aller Völker,
    wir danken Dir für alle, die sich seit sechzig Jahren im Rahmen der Bolivienpartnerschaft für ein gutes Miteinander eingesetzt haben und einsetzen.
    Stehe insbesondere den Ärmsten in Bolivien in der Zeit der Pandemie bei und hilf uns, Augen, Herzen und Hände offen zu halten für die Nächsten vor Ort und in Bolivien.
    Amen.

  • Für alle, dir zum synodalen Weg der Kirche von Trier beitragen Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die durch ihre Arbeit in den verschiedenen kirchlichen Räten, Gremien und Verbänden oder auch ganz persönlich zum synodalen Weg der Kirche von Trier beitragen.

    „Gemeinsames Vorangehen“ kommt den Begriffen Synode und Synodalität sehr nah. Dabei geht es darum, dass möglichst viele, die ein Thema oder eine Angelegenheit betrifft, miteinander sprechen und aufeinander hören – und zwar gerade die Menschen, die unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen dazu haben.

    Aber gerade in solchen kontroversen Situationen ist es am schwierigsten, sich nicht im Ton zu vergreifen und daran festzuhalten, dass der Andere Recht haben könnte -  auch wenn er mir widerspricht. Es setzt aus christlicher Sicht ein Menschenbild voraus, das den Anderen als von Gott geliebten ebenbürtigen Menschen begreift, dem mein respektvoller Umgang zusteht. Das ist schwierig und widerspricht unserem Drang, Recht zu behalten und unsere Sicht der Dinge im privaten Umfeld oder in kirchlichen Gruppen und Gremien durchzusetzen.

    Und deshalb bleibt es herausfordernd, gemeinsam voranzugehen. Es bedeutet, die eigene Haltung immer wieder zu hinterfragen, hartnäckig an der Kultur der kirchlichen Organisation zu arbeiten, ihre Strukturen zur Sicherung der Teilhabe aller am kirchlichen Leben zu nutzen und eine Praxis einzuüben und zu fördern, die sich den Namen „synodal“ immer wieder verdienen muss.

    Von Dr. Carola Fleck

    Gebet

    Gott Heiliger Geist, du Kraft aller Menschen,
    wir danken dir für alle, die ihre Fähigkeiten dazu einsetzen, gemeinsam auf synodalem Weg Lösungen für anstehende Fragen in Kirche und Gesellschaft zu finden.
    Schärfe unseren Blick für die Sicht und die Meinung der anderen, damit wir sensibel dafür werden, was Du uns durch sie sagen willst.
    Amen.

Das Video vom Papst

Durch die Taufe sind wir alle berufen, missionarische Jünger des Herrn zu sein. Viele Frauen, die diesem Ruf folgen, halten die Kirche in der ganzen Welt mit bewundernswerter Hingabe und leidenschaftlichem Glauben aufrecht. Der Heilige Vater erkennt dies an, wenn er vorschlägt, "dass Frauen einen echten und effektiven Einfluss in der Organisation, bei den wichtigsten Entscheidungen und bei der Leitung von Gemeinschaften haben, ohne dabei jedoch ihren eigenen weiblichen Stil aufzugeben". Es ist nicht das erste Mal, dass er darauf besteht, dass Frauen in der Kirche verantwortungsvolle Positionen zu bekleiden und in den Entscheidungsgremien mitzuwirken haben.

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