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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Juli 2021

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Soziale Freundschaft Switch

    Beten wir dafür, dass wir in den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Konfliktsituationen mutige und leidenschaftliche Stifter von Dialog und Freundschaft sein mögen.

    Vor über 60 Jahren entstand zwischen Erzbischof Clemente Maurer von Sucre und dem Trierer Bischof Matthias Wehr die Idee einer „Gemeinschaft gegenseitiger brüderlicher Hilfe“. Dabei ging es um konkrete solidarische Unterstützung, aber auch um Beziehung unter Christen über Bistums- und Ländergrenzen hinaus. Aus der anfänglichen „Bolivienhilfe“ entwickelte sich eine „Bolivienpartnerschaft“ auf Augenhöhe. Vielerorts kann diese Beziehung mittlerweile als Freundschaft bezeichnet werden. Ganz zurecht lautet darum heute ein Partnerschaftsslogan „Amistad heißt Freundschaft“. In diesem Jahr feiert diese Entwicklung von Hilfe über Partnerschaft zur Freundschaft ihr 60-jähriges Bestehen mit Tausenden von tragfähigen Beziehungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Solche Beziehungen sind es, die Dialog ermöglichen, Frieden stiften, Menschen verbinden über Länder und Kontinente hinweg. Es braucht solche Begegnungsräume und gerade Kirche mit ihrer weltweiten Dimension trägt hier eine besondere Verantwortung. Denn die beste Prävention sozialer, wirtschaftlicher und politischer Konfliktsituationen ist die, Menschen vorher miteinander in Berührung zu bringen. Menschen, die sich in die Augen geschaut haben, die sich vorurteilsfrei kennen- und dann auch schätzen gelernt haben, spüren aus dieser Nähe heraus eine Verantwortung füreinander, die sie ganz automatisch zu Bekennern, Botschaftern und Stiftern von Dialog und Freundschaft macht. Solche Menschen haben dann auch in Konfliktsituationen und in Zeiten politischer Einseitigkeiten ein belastbares Standing, ein friedlich-versöhnendes Auftreten und eine tragfähige Vision.

    Gebet

    Herr, unser Gott, es ist Dein Werk,
    wenn Menschen einander begegnen
    und sich dabei Miteinander, Verständnis und Freundschaft entwickeln.
    Stärke durch Deinen Geist solche Beziehungen über Ländergrenzen hinweg,
    damit sie zu Keimzellen werden, in denen die gemeinsame Verantwortung füreinander
    voller Leidenschaft gelebt wird.
    So baut sich mit dem Haus dieser Erde
    aus den Bausteinen „Rücksicht“, „Verantwortung“, „Solidarität“ und „Freundschaft“
    Dein Reich auf, das alle Menschen auf Augenhöhe
    in Frieden und Eintracht zusammen bringt in Deiner Ewigkeit.
    Amen.

    Von Armin Surkus-Anzenhofer

  • Für junge Menschen in Entscheidungssituationen Switch

    Für die Firmlinge und alle jungen Menschen, die Entscheidungen für ihr persönliches und berufliches Leben treffen müssen, und für alle, die sie dabei begleiten.

    In der Begleitung von jungen Menschen an einer Integrierten Gesamtschule haben wir in den vergangenen Jahren bemerkt, dass es ihnen gerade beim Übergang von der Schule in den Beruf immer schwerer fällt, Entscheidungen zu treffen. „Welcher Weg ist denn unter den vielen möglichen Wegen mein Weg?“, ist ihre Frage. Darum haben wir mit Caritas, Schule, Berufsorientierung und Kirche einen Entscheidungsparcours entwickelt, der helfen soll, Entscheidungen gezielter und bewusster zu treffen. Dabei ist uns selbst vieles klarer geworden, was es braucht, um zu tragfähigen Entscheidungen zu finden: Es braucht ein Gespür für die eigenen Stärken. Es braucht einen wohlwollenden Blick auf bisher getroffene Entscheidungen. Es braucht eine Sensibilität für die eigenen Grenzen. Es braucht Mut, eigene Wünsche und Träume zu formulieren. Es braucht einen „Plan B“ und beim Abwägen verschiedener Möglichkeiten einen guten Zugang zum eigenen Bauchgefühl. Es braucht ein Vertrauen, dass man auch und gerade nach Umwegen tragfähige Entscheidungen treffen kann. Und auch das Abwägen von eigenen und „fremden“ Interessen gilt es einzuüben. Schließlich braucht es den Mut, zu eignen Entscheidungen zu stehen. Diese unterschiedlichen Perspektiven zeigen: Es braucht Entscheidungs-Helfer, Begleit-Personen, die den jungen Menschen sehen wie er ist und wie er werden kann mit all seinen Potenzialen. Gott sei Dank gibt es solche Menschen in unserem Bistum, die unseren Jugendlichen in Schule und Katechese in Entscheidungssituationen zur Seite stehen, ihnen den Rücken stärken und ihnen helfen, Schritte ins Leben zu wagen und zu gehen.

    Gebet

    Guter Gott, Du hast Dich entschieden,
    für jeden einzelnen Menschen und für das Leben.
    Hilf uns, bei all unseren Entscheidungen zu prüfen,
    was dem Leben dient, das Du in uns angelegt hast.
    Und hilf uns, anderen bei ihren Entscheidungen zu begleiten
    und ihnen Schritt für Schritt ins Leben zu helfen.
    Amen.

    Von Armin Surkus-Anzenhofer

  • Für Pendler und Reisende Switch

    Für die Pendler und alle, die tagtäglich aus beruflichen Gründen unterwegs sein müssen, und für alle Reisenden, die in diesen Wochen in den Urlaub fahren.

    Mit dem Pendeln und mit dem Reisen sind Chancen und Möglichkeiten, aber auch Risiken und Herausforderungen verbunden. Auch durch Corona hat sich der Blick auf aufs Pendeln und aufs Reisen in den vergangenen Monaten stark verändert.

    Mit Blick auf millionenfache Leidensgeschichten durch die Corona-Pandemie hat die Welt für einen Moment den Atem angehalten. Schockstarre. Runterfahren. Lockdown. Gleichzeitig konnte die Welt für einen Augenblick durchatmen. Nur durch Corona konnte etwa die Bundesregierung ihre Klimaziele für 2020 einhalten. Gründe dafür waren auch weniger Urlaubsfahrten, weniger Pendeln, mehr Urlaub daheim, mehr Home-Office. Corona hat uns noch deutlicher vor Augen geführt, dass unser Pendeln und Reisen Konsequenzen hat. Wenn wir also im Gebet an Pilger und Reisende denken, dann muss uns auch das Maß an beidem beschäftigen. Stehen Nutzen von Pendeln und Reisen im Verhältnis zu den Kosten, die dadurch langfristig, etwa durch den CO-2-Ausstoß entstehen, in einem tragbaren Verhältnis? Wie können Arbeitsnehmer vom Pendeln entlastet werden, etwa durch Homeoffice, wohnortnähere Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum in der Nähe von Ballungszentren? Wie kann Urlaub klimaschonend oder klimaneutral angeboten oder gestaltet werden? Wie kann das Reisen in allernächste Überraschungsorte entdeckt und intensiviert werden?

    Gleichzeitig zeigen Kritik und Proteste nach Grenzschließungen und verordnetem Homeoffice den Wunsch nach und den Wert von grenzüberschreitenden Lösungen und echten Begegnungen von Kollegen und Gesprächs- und Verhandlungspartnern. Auch der bitter nötige Tapetenwechsel von Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien schreit nach Lösungen, die Ortswechsel und echte Begegnungen möglich machen. Hier liegen die Chancen von Mobilität, von Pendeln und Reisen.

    Gebet

    Guter Gott,
    Deine Welt liegt auch in unseren Händen.
    Wir dürfen auf ihr arbeiten und sie entdecken
    und so im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr von ihr er-fahren.
    Hilf uns, Pendeln und Reisen,
    Genießen und Bewahren,
    Erholen von Mensch und Natur in eine Balance zu bringen,
    die unseren Kindern und Kindeskindern gerecht wird.
    Und segne alle, Gott unserer Wege, die unterwegs sind, beruflich wie privat.
    Lass sie gut ankommen an den Zielen ihres Pendelns und Reisens.
    Amen.

    Von Armin Surkus-Anzenhofer

Das Video vom Papst

Eines der großen Geschenke, die das Leben uns macht, ist Freundschaft. In guten und auch in schlechten Zeiten auf Freunde zählen zu können, ist ein Geschenk Gottes. Wäre es nicht wunderbar, "über Freundesgruppen hinauszugehen und die für ein gutes Zusammenleben so notwendige soziale Freundschaft aufzubauen", wie Franziskus uns sagt? Freunde statt Feinde zu suchen, einander zu verstehen statt zu bekämpfen, "die "Polarisierung" hinter sich lassen " in den Worten des Papstes. Lasst uns aufeinander zugehen und einander zuhören, um gemeinsam für das Gemeinwohl zu arbeiten. Teile diese Botschaft von Franziskus mit Deinen Freunden und auch, warum nicht, mit denen, die es nicht sind.

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