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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - November 2021

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für Menschen, die unter Depressionen leiden Switch

    Beten wir dafür, dass die Menschen, die an Depressionen oder Burn-Out leiden, durch alle Unterstützung erfahren und ein Licht finden mögen, das sie für das Leben öffnet.

    „Draußen ist mal wieder ein deprimierendes Wetter“ oder „dieses Gespräch war aber deprimierend“ – in unserem alltäglichen Sprachgebrauch benutzen wir öfter das Wort „deprimiert“. Wir drücken damit aus, dass Situationen eine melancholische Grundstimmung anhaftet, dass es nichts bis wenig gibt, worüber man sich freuen kann. Über diese Beschreibung hinausgehend und viel drastischer stellt sich die Krankheit der Depression dar, an der fast jeder fünfte Bundesbürger einmal in seinem Leben leidet. Vor allem jetzt in der gedämpften Jahreszeit des Herbstes und des nahenden Winters, in der die Tage kürzer werden und die zunehmende Dunkelheit unsere Umgebung bestimmt, können sogenannte Ddepressionen entstehen, die Gefühle wie Traurigkeit, Lustlosigkeit, oder auch Antriebslosigkeit hervorrufen.

    Am 1. Oktober fand in diesem Jahr der Welttag der Depression statt, um auf diese psychische Krankheit aufmerksam zu machen und die Sachlage nicht zu verharmlosen. Dass es eben nicht mit einem „Krieg dich mal wieder ein“, wie es mancherorts als Aufforderung ertönt, getan ist. Nicht nur dem Welttag, sondern auch uns sollte es ein Anliegen sein, für diese Krankheit zu sensibilisieren und ein Licht in die Dunkelheit der Depression und des Burn-Outs zu bringen. Dies kann uns vor Ort gelingen, indem wir Verständnis für Personen und Situationen aufbringen, zum Beispiel wenn wir professionelle Hilfe vermitteln oder dazu beitragen, Vorurteile aus dem Bereich der Depression und des Burn-Outs zu tilgen, oder die Menschen mit ihren Ängsten und Nöten, aber auch mit ihren Hoffnungen ernst zu nehmen.

    (Von Janik Jung)

    Gebet

    Gott, unser Vater,
    du nimmst dich besonders derer an, die Krankheit und Schmerz in ihrem Leben erfahren.
    Wir bitten dich um deinen Beistand, deine Nähe und deinen Segen
    für alle von Depression oder Burn-Out-Betroffenen,
    für ihre Familien, für ihr Umfeld,
    auf dass auch wir zur Unterstützung werden und ein Licht sein mögen,
    das im Dunkel der Bedrücktheit leuchtet.

    Amen

  • Für alte und pflegebedürftige Menschen und alle, die sich um sie kümmern Switch

    Wir beten für die alten Menschen, die auf häusliche Pflege angewiesen sind oder die in Pflegeeinrichtungen leben, und für alle, die für sie da sind und sich um sie kümmern.

    Ich kann mich noch gut an die Situation zu Beginn der Corona-Pandemie erinnern. Verunsicherung, Unwissenheit, ein mulmiges Gefühl im Bauch – die Bandbreite an negativen Gefühlen in den ersten Monaten der Pandemie war immens. Besonders hart traf es die Kranken und Pflegebedürftigen in unseren Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Doch auch diejenigen, die noch zu Hause lebten, bekamen ein unfreiwilliges Besuchsverbot auferlegt, sodass sogar wir als engste Verwandte uns aus Gründen des Infektionsschutzes davon Abstand nahmen, diese zu besuchen. Wir können heute nur erahnen, was diese Zeit an emotionalen Wunden im Herzen der Alten und Kranken hinterlassen hat.

    Umso wichtiger war es, dass viele Ältere und Kranke durch Pflegende versorgt wurden und Kontakte hatten. Pflegende, die wohl dasselbe empfunden haben wie jeder von uns und dennoch tagein tagaus ihren Dienst verrichtet haben. Pflegende, die ein Stück Normalität und Lebendigkeit mitgebracht haben, auch, wenn sie diese in ihrem Privatleben nicht vorfanden. Und Pflegende, die in den Krankenhäusern, den Pflegeeinrichtungen, aber auch zu Hause zu Bezugspersonen wurden. 

    Ich persönlich bin dankbar, dass es Menschen gab, die meine Angehörigen begleitet und zum Teil auf ihrem letzten Lebensweg nicht alleine gelassen haben.

    (Von Janik Jung)

    Gebet

    Du Gott des Trostes,
    du kennst die Herzen und die Gefühle deiner Gläubigen.
    Schenke allen, die sich um unsere älteren und kranken Mitmenschen sorgen, 
    ein offenes Ohr und den Willen immer den ganzen Menschen im Blick zu haben.
    Rufe uns immer wieder in Erinnerung,
    dass wir einander brauchen
    und uns stets als eine Gemeinschaft begreifen.

    Amen

  • Für die Verstorbenen dieses Jahres und für alle Angehörigen Switch

    Wir beten für die Verstorbenen dieses Jahres und für alle Angehörigen, die die Trauer über den Verlust eines lieben Menschen nur schwer verwinden.

    Vgl. das Gedicht der Lyrikerin Mascha Kaléko (+1975)  „Memento“ (www.maschakaleko.com/memento).

    Die Tradition der Beschäftigung des Menschen mit dem Tod, sei es der eigene oder der Tod anderer, durchzieht die Geschichte: ob in der Kunst oder der Musik, ob in der Literatur oder in Ritualen – der Tod ist eigentlich unser ständiger Begleiter.

    Und wenn es dann einmal soweit ist, dass ein uns nahestehender Mensch stirbt, dann kann es vorkommen, dass auch in uns die Frage des Gedichts aufkommt: „Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?“ Einerseits wissen wir, dass unsere Zeit auf der Welt begrenzt ist und daran werden wir in jedem November nicht nur in der Tradition der Kirche, sondern auch in der Natur erinnert, andererseits geht es uns auch oft so, dass wir diesen Gedanken vor uns herschieben, bis es dann soweit ist und wir uns damit beschäftigen müssen.

    Eins steht fest: von uns ersetzt werden können die von uns gegangenen Personen nicht. Wir können höchstens trösten. Wir können den Trauernden ganz individuell Haltepunkte in einem so schnell verlaufenden Leben anbieten, um sich auch irgendwann wieder an die schönen Dinge erinnern zu können, für die man dankbar sein darf, dass man sie zusammen erlebt hat. So können auch wir in den dunkelsten Stunden der Menschen Licht spenden und die seelischen Wunden heilen – auch, wenn die Narben des Verlustes immer bleiben werden.

    (Von Janik Jung)

    Gebet

    Du Tröster, der die Herzen lenkt,
    schenke uns Licht in den dunkelsten Stunden unseres Lebens
    und trockne die Tränen unserer Trauer.
    Lass nicht nur alle Trauernden tröstende Worte erfahren,
    sondern bereite auch jenen, die bereits von uns gegangen sind,
    eine ewige Heimat bei dir.
    Amen

Das Video vom Papst

Extreme Erschöpfung, Depressionen und Ängste gehören zu den häufigsten Krankheiten in der heutigen Welt. Oft beherrschen " Traurigkeit, Apathie und geistige Erschöpfung beherrschen das Leben der Menschen, die mit Tempo des modernen Lebens überfordert sind". Was können wir tun, um denjenigen zu helfen, die unter diesen Situationen leiden? Ihnen zur Seite stehen, sie begleiten und sie daran erinnern, dass "neben der unverzichtbaren psychologischen Begleitung, die nützlich und wirksam ist, ihnen auch die Worte Jesu helfen". Schaue Dir Das Video vom Papst in diesem Monat an, und wenn Du eine Person kennst, die eine dieser Situationen durchmacht, teile ihr die Worte von Franziskus mit.

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