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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Oktober 2021

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Lebenszeugnis Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir dafür, dass jede(r) Getaufte in die Evangelisierung einbezogen und zur Mission bereit sei, durch ein Lebenszeugnis, das den Geschmack des Evangeliums trägt.

    „Kirche macht keine Mission, sie hat keine Mission – sie ist missionarisch, und zwar wesentlich.“ Im Anschluss an dieses Zitat von Arnd Bünker entfaltet die Teilprozessgruppe „Missionarische Teams & Freiwilliges Missionarisches Jahr“ in ihrem sehr lesenswerten Abschlussdokument ihr Missionsverständnis. Dort steht weiter zu lesen:

    Gottes Zuwendung und Liebe gilt sowohl jedem Einzelnen wie der ganzen Menschheit. Da Mission Solidarität Gottes mit den Menschen ist, ist auch die Mission der Kirche immer ein Dienst an der Menschheit. Jeden Menschen hat Gott ins Leben gerufen und nach seinem Bild geschaffen. Jeder und jedem hat er Größe, Freiheit und Würde verliehen. So ist Gott immer schon da: in der Welt und in jedem Menschen. Mission ist deshalb immer schon Einladung zur Spurensuche, zum Entdecken seiner Gegenwart und Nähe, seiner immer schon bestehenden Beziehung zum Menschen – Einladung zum Hören und Vernehmen seines persönlichen Rufes an jede und jeden. (S.7)

    Auf diese Spurensuche begeben sich seit dem 1. September 2021 im Bistum Trier ganz ausdrücklich vier „Missionarische Teams“ (drei regionale Teams und ein Bistumsteam), um mit Menschen, die in den neu zu bildenden Pastoralen Räumen und in den Pfarreien vielfältige Orte von Kirche mitgestalten, in Kontakt zu kommen und Verbündete zu finden. Gemeinsam mit diesen Menschen wird es ihnen darum gehen, Projekte und Initiativen wahrzunehmen, anzustoßen und voran zu bringen, die von der Liebe Gottes zu uns Menschen Zeugnis geben und „den Geschmack des Evangeliums tragen“. Heißen wir sie willkommen!

    (Von Dr. Carola Fleck)

    Gebet:

    Du Gott unseres Lebens, Dein unbedingtes JA zu uns Menschen wirbt um unsere persönliche Antwort, um die Zustimmung unseres Herzens. Schenke uns offene Augen und ein hörendes Herz, damit wir lernen, aus dem Stimmengewirr der Gegenwart Deine Nachricht heraus zu hören und weiter zu sagen. Amen.

  • Ländlicher Raum Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Menschen im ländlichen Raum unseres Bistums, die vor strukturellen Veränderungen stehen, und für alle, die in Kommunalpolitik und Dorfgemeinschaften an zukunftsträchtigen Konzepten für diese Region arbeiten.

    Das Bistum Trier ist ländlich geprägt. Den ländlichen Räumen kommt eine immense Bedeutung als Lebens-, Wirtschafts-, Natur- und Erholungsraum zu.

    In den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland identifizieren sich Menschen stark mit ihrer Heimat. Diese hohe Identifikation der Bevölkerung mit der Region, Pflege von Traditionen, Heimatverbundenheit und das daraus abgeleitete Engagement gehört zu den Stärken ländlicher Räume, ebenso wie das hohe Potenzial für die Landnutzung verschiedenster Art, etwa für Weinbau, Land- und Forstwirtschaft, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, Freizeit und Tourismus.

    Nicht zu übersehen sind aber auch die Fragen und Probleme, die im ländlichen Raum zu lösen sind und die Themen, mit denen sich alle auseinandersetzen müssen, die dort leben - wie etwa die abnehmende Bevölkerungsdichte, die den Erhalt und das Schaffen zeitgemäßer Infrastruktur zum Teil deutlich erschwert und verteuert. Diese Erschwernis führt dann in der Folge zu einer geringeren Verfügbarkeit moderner Medien, zu weniger Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Versorgungs-Engpässen, auch im schulischen und medizinischen Bereich.

    Vor diesen Herausforderungen stehen die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik, aber auch in den Kirchen. Gerade im ländlichen Raum sind sie als verlässliche Gesprächspartner /-innen vor Ort gesucht und gefragt, um gemeinsam an zukunftsträchtigen Konzepten zu arbeiten, die die ländlichen Räume als eigenständige Lebensräume weiterentwickeln.

    (Von Dr. Carola Fleck)

    Gebet:

    Du Gott unserer Zukunft, sei bei uns mit der inspirierenden Kraft Deines Geistes, damit die nötigen strukturellen Veränderungen in den ländlichen Räumen unseres Bistums konsequent und umsichtig angegangen und nachhaltig wirksam werden können für alle, die sich in ihnen beheimatet fühlen. Amen.

  • Schuldbewältigung Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Häftlinge in den Gefängnissen und für alle, die sie bei der Schuldbewältigung und dem Wiedereinstieg in das soziale und berufliche Leben unterstützen.

    Der SKM als Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland setzt sich in der Straffälligenhilfe ein und fasst seine Handlungsmaxime und seinen politischen Auftrag 2014 in der Vertreterversammlung des Bundesverbandes in dem Schreiben „Der Mensch am Rande ist unsere Mitte. Armut und Ausgrenzung in Deutschland bekämpfen“ zusammen.

    Dort steht unter anderem zu lesen:

    „Straffällige leiden, neben der sozialen Ächtung, unter dem Verlust von Arbeit, teilweise Wohnraum und sozialen Beziehungen. Junge und erwachsene Straftäter müssen die Möglichkeit haben, nach verbüßter Strafe, wieder in die Gesellschaft zurückzukehren (…) Auch die Angehörigen (…) erleiden wirtschaftliche und soziale Ausgrenzung und sind somit von Armut betroffen. (…) Familien und Angehörige von Inhaftierten brauchen besondere Unterstützung und Begleitung, um nicht selber in Armut zu geraten und die Bindung zum Inhaftierten aufrechterhalten zu können.“

    Ein konkretes Projekt des SKM trägt den Namen „Rückenwind“ und besteht seit 2010 in Wittlich. Es ist ein Unterstützungsangebote für Angehörige Inhaftierter (www. rueckenwind-wittlich.de).

    „Rückenwind“ bietet die Möglichkeit, sich vor Ort zu treffen, aufzuhalten und beraten zu lassen. Es handelt sich um eine Form von „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit dem Ziel, Angehörigen in der schwierigen Zeit der Inhaftierung beizustehen und sie zu einer selbstständigen Lebensführung zu befähigen.

    Das Projekt stärkt vorhandene Potenziale, ermutigt zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung und versucht, die Lebensbedingungen der Angehörigen zu verbessern. Die Beratungstätigkeit und das Unterstützungsangebot orientieren sich am Prinzip der Freiwilligkeit, d. h., Umfang und Dauer der Hilfen werden von den Betroffenen selbst bestimmt.

    (Von Dr. Carola Fleck)

    Gebet:

    Herr Jesus Christus, Du sagst uns:

    „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ (Mt 25, 36b)

    Wir können Dir in jedem Menschen begegnen, auch im Gefängnis. Öffne unsere Herzen für Deine Botschaft, damit Straffällige und ihre Angehörigen mit unserer Unterstützung wieder  Zukunftsperspektiven erhalten und eine eigenständige Lebensführung aufbauen können. Amen.

Das Video vom Papst

Bei der Arbeit, in der Familie, mit Freunden, bei einer zufälligen Begegnung... jeder Zeitpunkt ist ein guter Zeitpunkt, um ein missionarischer Jünger zu sein. " Wenn du dich von Christus leiten lässt, wenn du die Dinge tust, weil Christus dich leitet", dann ist es dein Lebenszeugnis, das andere fragen lässt: „Woher nimmt dieser Mensch die Liebe, mit der er alle behandelt, die Freundlichkeit, die gute Laune?“ So können wir alle, weit entfernt von jeder Form des Proselytismus, bereit sein für die Mission, die, wie Franziskus sagt, auf der Begegnung zwischen den Menschen, auf dem Lebenszeugnis von Männern und Frauen beruht.

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