Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Datenschutzerklärung

Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Dezember 2021

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Mutige und kreative Zeugen für das Wort Gottes Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir in diesem Monat für die Katechisten, die bestellt sind, das Wort Gottes zu verkünden: Sie mögen in der Kraft des Heiligen Geistes mutig und kreativ dafür Zeugen sein.

    Wenn ich gefragt werde, warum ich an Gott glaube, so muss ich sagen, dass es meine Eltern und Großeltern waren, die mir von Gott erzählt haben. Sie waren es, mit denen ich in die Kirche gegangen bin. Taufe, Kommunion, Firmung, Ostern, Weihnachten, christliches Brauchtum wie der Martinszug, Messdiener und Kolpingjugend – all das kommt mir in den Sinn, wenn ich überlege, was mich mit Gott in Bezug gebracht hat. Irgendwie selbstverständlich war es immer, kaum anders vorstellbar. Wahrscheinlich geht es den meisten Christinnen und Christen so.

    Ich habe durch das Lebenszeugnis vieler Menschen für mich erkannt, dass es stimmig ist, an Gott als den tragenden Grund meines Lebens zu glauben. Ich vertraue darauf, dass er es gut mit mir meint. Manchmal kann ich sogar spüren, wo Gott seine Finger im Spiel hatte – meist erst im Rückblick nachdem Zeit verstrichen ist. Auch diese Erfahrung teile ich sicher mit vielen Menschen.

    In diesem Monat beten wir mit Papst Franziskus für die Katechisten, jenen Frauen und Männern, die zur Unterstützung der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger bestellt sind, um Menschen das Wort Gottes zu verkünden und ein authentisches Glaubenszeugnis zu geben. In weiten Teilen dieser Welt besonders in Lateinamerika sind sie bekannt und geschätzt. In unseren Breiten sprechen wir eher von Katechetinnen und Katecheten – als Frauen und Männern, die beispielsweise in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung mitwirken. Catechizare ist ein lateinisches Verb, das aus dem Griechischen stammt. Es heißt übersetzt „jemanden mündlich unterweisen, lehren“.

    (Von Axel Berger)

    Gebet

    Treuer Gott,
    Du meinst es gut mit uns Menschen.
    Durch das Glaubenszeugnis vieler Menschen wissen wir von dir.
    Wir bitten Dich für alle Frauen und Männer, die sich von Dir in Dienst nehmen lassen, um dein Wort zu verkünden und anderen von Dir und Deiner liebenden Nähe zu berichten.
    Erfülle sie mit Deinem heiligen Geist und lass sie kreative Wege zu den Herzen der Menschen finden.

     

  • Für alle, die auch sonntags arbeiten müssen Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir in diesem Monat für alle Frauen und Männer in Berufen, in denen sie auch an Sonn- und Feiertagen für uns und andere arbeiten müssen.

    Viele Menschen – Frauen und Männer – arbeiten in Berufen, in denen sie nachts oder auch an Sonn- und Feiertagen ihren Dienst für die Allgemeinheit tun. Deutlich wird ihre Bedeutung erst dann, wenn man sich vorstellt, was wäre, wenn sie nicht zu den Zeiten arbeiten würden, an denen andere normalerweise frei haben. Nach einem nächtlichen Unfall würde man nicht im Krankenhaus versorgt, bei Schneefall würden die Straßen nachts oder am Wochenende nicht geräumt. Man könnte weder abends noch sonn- und feiertags ins Restaurant. Hotels und Gaststätten wären geschlossen; bei Stromausfall käme erst montags ein Reparaturdienst; ohne eigenes Auto säße man am Wochenende zu Hause fest, da auch Busse und Bahnen nicht fahren würden. Es gäbe keine Einkaufsmöglichkeit am Wochenende – geschweige denn Frühstücksbrötchen am Sonntag.

    Als Diakon habe ich selbst erleben können, was das für die eigene Familie heißt. Auch meinen Kolleginnen und Kollegen im kirchlichen Dienst sind diese Arbeitszeiten nicht fremd. Wenn die meisten Menschen gemeinsam mit ihren Familienangehörigen Ostern und Weihnachten feiern, ist in den Pfarreien die meiste Arbeit. Ähnliches gilt an Wochenenden mit Gottesdiensten, Taufen und Trauungen oder auch an Abenden, wenn berufstätige Ehrenamtliche zu Pfarrgemeinderatssitzungen, Exerzitien im Alltag, Bibel- und Familienkreisen zusammenkommen – um nur einige Beispiele zu nennen.

    Manchmal haben meine Kinder mich morgens schon gefragt, ob sie mich am Abend noch sehen würden. Dadurch ist mir überhaupt erst bewusst geworden, dass meine Arbeitszeiten für meine Familie oft eine Zumutung sind. Und doch würde ich meinen Beruf nicht tauschen wollen.

    (Von Axel Berger)

    Gebet

    Guter Gott,
    viele Menschen, Frauen und Männer, arbeiten in Berufen, die ungewöhnliche Arbeitszeiten erfordern.
    Ohne sie wäre unser gesellschaftliches Leben nicht denkbar. Allzu selbstverständlich nehmen wir ihre Dienste in Anspruch, manchmal ohne wertzuschätzen, was das für die eigene Lebenssituation dieser Frauen und Männer bedeutet.
    Segne und leite sie in ihrem Tun und lass sie in ihren Berufen Sinn und Erfüllung finden.

  • Für alle, denen soziale Not, Krankheit und Gewalt widerfährt Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir in diesem Monat für alle, denen soziale Not, Krankheit oder Gewalt widerfährt und die durch diese Erfahrungen nicht mehr an sich selbst und an Gottes Menschenfreundlichkeit glauben können.

    Als Diakon habe ich in den letzten Jahren viele Menschen kennengelernt, denen es am Nötigsten fehlte, die manchmal nicht wussten, wie sie Lebensmittel bezahlen sollten. Ich habe auch Menschen in schwerer Krankheit begleitet und Menschen getroffen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt waren. Nichts davon haben sich die Betroffenen selbst zuzuschreiben. Gemeinsam ist der sozialen Not, der Krankheit und der Gewalt, dass sie über einen Menschen hereinbrechen – meist plötzlich und unerwartet.

    In prekären Beschäftigungsverhältnissen werden nur die geleisteten Stunden bezahlt. Krankheit bedeutet Verdienstausfall. Ich kenne Menschen, die in ihrem Leben noch nie verreist sind, deren Einkünfte gerade zum Leben ausreichen – wenn nicht eine neue Brille, Zahnersatz oder ähnliches plötzlich nötig wären.

    Dass das am Selbstwertgefühl nagt und oftmals Depressionen verursacht, leuchtet jedem ein, der versucht sich in die Lage eines Bedürftigen zu versetzen. Auch Menschen mit einer schweren Krankheit tun sich oft schwer, die Krankheit anzunehmen. Warum passiert das ausgerechnet mir? Selbst nach einer erfolgreichen Therapie zum Beispiel gegen eine Krebserkrankung ist das Leben nicht mehr dasselbe. Irgendwie schwebt der Gedanke über allem, die Krankheit könne erneut ausbrechen.

    Wundert es uns, dass es Menschen in dieser Situation schwerfällt, an Gott zu glauben, der sich uns Menschen freundlich zuwendet?

    (Von Axel Berger)

    Gebet

    Gott, viele Menschen erleben Dich nicht als menschenfreundlich.
    Vielen Menschen, denen so viel Leid zugemutet wird,
    ist der Blick auf Deine liebende Nähe verloren gegangen.
    Es fällt ihnen schwer, an Dich zu glauben.
    Wir empfehlen Dir alle, deren Leben von sozialer Not, von Krankheit oder Gewalt geprägt ist. Nimm Dich ihrer an, o Herr, und lass sie deine tröstende Nähe erfahren.
    Amen.

Das Video vom Papst

Weißt du noch, wie du früher zum Katechismusunterricht gegangen bist? Vielleicht hast Du es damals nicht bemerkt, aber - wie der Papst in seinem Video vom Dezember uns sagt - "Katechisten üben bei der Weitergabe des Glaubens eine unersetzliche Mission aus".

Weiteres: