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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - November 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Technischer Fortschritt zum Wohl der Menschen Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Monat November darum, dass die Entwicklung von Robotern und künstlicher Intelligenz stets dem Wohl der Menschheit dient.

    Roboter und Computertechnik sind aus vielen Bereichen menschlichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Kürzlich sah ich eine Dokumentation über die Produktion von Autos: An vielen Stellen kommen dabei heute Roboter zum Einsatz um schwerste Karosserieteile, die kein Mensch alleine tragen könnte, punktgenau zu montieren und festzuschweißen. Auch das Lackieren der Teile erfolgt vollautomatisch. In hochmodernen Produktionsstraßen arbeiten aktuell immer weniger Menschen in der Fertigung als noch vor einigen Jahrzehnten. Einerseits sind damit für den Menschen durchaus Vorteile entstanden, die nicht von der Hand zu weisen sind: die Zahl von Betriebsunfällen ist deutlich zurückgegangen und auch die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter ist in manchen Bereichen weniger gefährdet. Der Mensch ist vor allem in der Wartung und Kontrolle der Maschinen eingesetzt. Andererseits hat der Einsatz vieler Maschinen auch Arbeitsplätze zerstört.

    Darüber hinaus gibt es das Bestreben in Zukunft Maschinen mittels künstlicher Intelligenz auch Entscheidungen treffen zu lassen: beispielsweise beim vollautomatisierten Fahren Ausweichmanöver im Straßenverkehr durchzuführen. Immer wieder wurde dieses Thema in Spielfilmen aufgegriffen: Was, wenn Maschinen sich selbstständig machen, und der Mensch sie nicht mehr kontrollieren kann? Ein Horrorszenario, in dem der Mensch dem von ihm entwickelten Fortschritt ausgeliefert ist.

    Von Axel Berger

    Gebet

    Guter Gott,

    Du hast dem Menschen Deine Schöpfung anvertraut, dass er sie hüte und zu seinem Wohle nutze. Der Mensch hat Maschinen entwickelt und so programmiert, dass sie ihm eine große Hilfe sind.

    Gib allen, die in unterschiedlichen Bereichen mit Maschinen arbeiten und diese weiterentwickeln, das rechte Gespür dafür, ob ihre Forschung noch zum Wohle der Menschheit dient, oder nur dem eigenen Streben nach Ruhm, Macht und Profit.

    Amen.

  • Für die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Monat November für die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker und für alle Sängerinnen und Sänger in den Chören in unseren Gemeinden.

    Wenn ich an feierliche Gottesdienste denke, die ich in meinem Leben schon mitfeiern durfte, so waren diese durchweg kirchenmusikalisch besonders gestaltet. Oder anders formuliert: Meine eigene Hochzeit in der Kirche - ohne Musik undenkbar. Christmette oder Osternacht – ohne Musik undenkbar. So viele Gottesdienstbesuche, bei denen ich die Kirche mit dem Gefühl verlassen habe, dass es „mir heute wieder gut getan hat“.

    Beten ist eben nicht nur eine Sache des Verstandes, Beten meint, mit Leib und Seele vor Gott hinzutreten – mit allem, was das eigene Leben im Moment ausmacht: mit seinem Kummer, mit seiner Freude, mit Lob und Dank.

    Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich nach einem Kirchenbesuch noch ein Lied summe, das irgendwie nachklingt.

    Deutlicher als in Corona-Zeiten hat mir die Bedeutung von Kirchenmusik und Chorgesang noch nie vor Augen gestanden. Traurig sind die Gottesdienste, in denen nicht gesungen wird.

    Auch wenn dieses Gebetsanliegen des Bischofs schon feststand, bevor das Corona-Virus unser Leben beeinträchtigte, so hat es in diesem Jahr ein besonderes Gewicht erhalten – durch die aktuelle Situation.

    Von Axel Berger

    Gebet

    Guter Gott,

    viele Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sorgen dafür, dass wir uns Dir im Gottesdienst nahe fühlen können. Ihre Musik hilft uns, unsere Seelen zu Dir zu erheben.

    Wir danken Dir für alle, die sich haupt- oder ehrenamtlich in der Kirchenmusik engagieren. Segne und behüte sie und lass ihre Mühe Früchte tragen.

    Amen.

  • Für die Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Kirche Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Monat November für alle, die Opfer von sexuellem Missbrauch und anderen Formen der Gewalt in der Kirche geworden sind, und für alle, die in der Präventionsarbeit helfen, dem vorzubeugen.

    Vor beinahe elf Jahren ist der Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche durch einen Brief des Jesuitenpaters Klaus Mertes ins Rollen gekommen. Wenn ich zurückschaue auf das, was wir seither über sexuellen Missbrauch und Gewalt innerhalb der katholischen Kirche wissen, bin ich als Diakon – und damit Teil der Amtskirche - tief erschüttert und deprimiert. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass es diese Verbrechen in diesem Ausmaß in unserer Kirche geben könnte. Wir sind in Deutschland heute sensibler für das Thema geworden. Doch die Kirche hat ihre Glaubwürdigkeit in moralischen Fragen verspielt. „Ich schäme mich für das Vertrauen, das zerstört wurde“, sagte Reinhard Kardinal Marx als Vorsitzender der Bischofskonferenz im März 2019, „für die Verbrechen, die Menschen durch Amtspersonen der Kirche angetan wurden. Und ich empfinde Scham für das Wegschauen von vielen, die nicht wahrhaben wollten, was geschehen ist und die sich nicht um die Opfer gesorgt haben.“ Er spricht mir aus der Seele. Mir geht es ähnlich. Als Mitglied dieser Kirche ist es mir ein Wunsch, dass entstandener Schaden wieder gut gemacht wird  – auch wenn ich weiß, dass der entstandene Schaden unheilbar ist. Ich sehe das verantwortungsvolle Handeln von Bischof Stephan als Missbrauchsbeauftragtem der Deutschen Bischöfe. Als Kirche bleibt uns nur, über eine gute Präventionsarbeit solche Missstände in Zukunft zu verhindern und die Opfer aufrichtig um Verzeihung zu bitten.

    Von Axel Berger

    Gebet

    Guter Gott, als Gläubige sind wir auf dem Weg zu Dir. Wir empfehlen Dir alle, die Opfer von sexuellem Missbrauch und anderen Formen der Gewalt in der Kirche geworden sind, und alle, die in der Präventionsarbeit helfen, dem vorzubeugen.

    Lenke Du unsere Schritte in die Zukunft durch Deinen heiligen Geist. Darum bitten wir Dich durch Christus, unsern Herrn.

    Amen.

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