Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Datenschutzerklärung

Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Mai 2021

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für die Verantwortlichen in der Finanzwelt Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Mai besonders dafür, dass die Verantwortlichen der Finanzwelt mit den Regierungen zusammenarbeiten, um die Finanzwelt zu reglementieren und die Bürger vor ihren Gefahren zu schützen.

    „Geld regiert die Welt“. So heißt ein altes Sprichwort. Und in der Tat, mit Geld kann man viel Gutes tun. Z.B. junge Menschen bei ihrer Aus- und Weiterbildung unterstützen, alten Menschen einen erträglicheren Lebensabend gestalten. Mit Spenden die vielfältigen Aufgaben der kirchlichen Hilfswerke unterstützen.

    Leider liegen aber auch im Umgang mit Geld vielerlei Gefahren. Das Gewinnstreben und der Drang nach immer größerem Reichtum bestimmen das eigene Leben. Der Egoismus bei manchen Zeitgenossen wächst und gedeiht und treibt mancherlei Blüten in unserer Gesellschaft.

    Damit dies nicht überhandnimmt, gilt es für die in der Finanzwelt und in der Politik an verantwortlicher Position Tätigen, Regeln zu finden und durchzusetzen, die das übermäßige Gewinnstreben eindämmen und die Bürger vor den Gefahren, die darin liegen, zu schützen. So wäre es schön, wenn manche Geschäftsarten an den Börsen dieser Welt erst gar nicht mehr möglich wären.

    Gebet

    Herr Jesus Christus, du hast gesagt: „Ihr könnt nicht beiden dienen Gott und dem Mammon (Mt 6,24)“. Gib uns die Einsicht, dass wir dem Mammon in unserem Leben den Stellenwert beimessen, den er eigentlich haben sollte, ein Mittel von vielen zur Gestaltung unseres Lebens. Lass uns stattdessen mit unseren finanziellen Möglichkeiten an deinem Reich des Friedens und der Liebe bauen.

    (Text und Gebet von Diakon Wilhelm Kunzen)

  • Für die in der Ökumene Engagierten Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Mai für alle, die sich in besonderer Weise in der Ökumene engagieren und sich auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirche nicht entmutigen lassen.

    In meiner Zeit als Kaplan und Pfarrverwalter in Idar-Oberstein war Ökumene ein selbstverständliches und normales Thema. Vielleicht liegen diese „Selbstverständlichkeit“ und das Interesse auch daran, dass meine familiären Wurzeln evangelisch sind. Dadurch, das diese Gegend unseres Bistums geschichtlich aus katholischer Sicht schon lange Diaspora ist, konnte gelebte Ökumene dort meines Erachtens wachsen und wurde in vielen kleinen Beispielen sichtbar: der gemeinsame jährliche ökumenische Kreuzweg, der fliegende Wechsel des katholischen und evangelischen Pfarrers vor Beginn der Christmette, verbunden mit Weihnachtsgrüßen an die jeweils andere Gemeinde, gemeinsame Pfarrfeste, die Bereitstellung evangelischer Kirchen dort, wo es keine katholische Kirche gibt u.v.m. Ich durfte dort viele Menschen kennenlernen, die sich in besonderer Weise in der Ökumene engagieren und sich auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirche nicht entmutigen lassen. Diese gibt es auch an vielen anderen Orten. Es hat mir auch gezeigt, dass schon viel mehr geht, als man denkt. Lassen auch wir uns – gerade im Zugehen auf den ökumenischen Kirchentag vom 13.-16- Mai 2021 in Frankfurt – nicht auf diesem Weg entmutigen.

    Von Subregens Oliver Laufer-Schmitt

    Gebet

    Gemeinsames Zeugnis des 3. ÖKT

    Als Christinnen und Christen erfahren wir die Gegenwart Jesu
    Christi an allen Orten, an denen sich Menschen in seinem Namen
    versammeln.

    Wir glauben gemeinsam, dass Jesus Christus selbst uns im
    verkündigten Wort des Evangeliums anspricht.
    Wir vertrauen darauf, dass Jesus Christus – wie er es uns zugesagt
    hat – in der Feier des Abendmahls und in der Feier der Eucharistie
    wahrhaft und wirksam gegenwärtig ist.

    Wir verkündigen seinen Tod für uns; wir glauben, dass er
    auferstanden ist und lebt; wir hoffen, dass er wiederkommt zum Heil der Welt.

    Gemeinsam feiern wir dieses Geheimnis unseres Glaubens und
    lassen uns von ihm zu seinem Gedächtnis sagen: schaut hin und
    erkennt mich beim Brechen des einen Brotes und in der Gabe des
    einen Bechers für euch alle. Dann geht in meinem Geist verwandelt
    und gestärkt in die Welt.

    (Quelle: https://www.oekt.de)

  • Für alle aus anderen Ländern, die hier arbeiten Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Mai besonders für die Erntehelfer und alle Arbeits- und Pflegekräfte aus anderen Ländern, die hier ihr Einkommen für sich und ihre Familien daheim verdienen und unser Wirtschafts- und Gesundheitssystem unterstützen.

    Dadurch, dass meine Großmutter und mein Vater die letzte Zeit ihres Lebens in einem Alten- und Pflegeheim gelebt haben, ist mir in beiden Fällen erst richtig bewusst geworden, welchen Dienst die dort arbeitetenden Pflegekräfte und auch Ehrenamtlichen leisten. Ich glaube, jeder, der Angehörige in so einem Heim hat und erst recht die, die pflegebedürftige Menschen zu Hause pflegen, können das nachvollziehen. In vielen Fällen kommen die Pflegekräfte aus dem Ausland. 2019 waren dies 12% in der Altenpflege und 8% in der Krankenpflege.

    Bei den rund 300.000 Erntehelfern, die die Landwirte in Deutschland jedes Jahr beim Einbringen der Ernte unterstützen ist der Anteil schon beinahe umgekehrt. 90% dieser Saisonarbeitskräfte stammen aus dem europäischen Ausland - hauptsächlich aus Osteuropa. Nicht erst durch die Corona-Pandemie und die erschwerte Einreise dieser Kräfte wurde deutlich, dass die Arbeit in diesen Bereichen sehr wichtig ist, aber oft nicht entsprechend honoriert oder ihre Arbeitskraft sogar missbraucht und ausgebeutet wird. Von ihrem eh geringen Verdienst unterstützen sie meistens auch noch ihre Familien daheim. Oftmals wird Wirtschafts- und Gesundheitssystem würde außerdem gar nicht mehr ohne sie funktionieren. Beten wir mit Bischof Stephan für eine bessere Anerkennung ihrer Arbeit und um einen gerechtere Entlohnung und fragen auch wir uns, was wir dazu beitragen können.

    (Von Subregens Oliver Laufer-Schmitt)

    Gebet

    Weltgebet für menschenwürdige Arbeit

    Guter Gott, Du hast uns die Erde anvertraut,
    damit wir sie hüten und bebauen – wie einen fruchtbringenden Garten.

    Wir sollen in Barmherzigkeit und Wohlwollen miteinander leben,
    geschwisterlich und solidarisch,
    vor allem mit den Armen und Schwachen.

    Vielen Menschen fehlt das Nötigste zum Leben,
    zu viele müssen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten.

    Hilf uns, die Ursachen zu erkennen.

    Lass uns Ideen finden für konkrete Verbesserungen.

    Du zählst auf uns.

    Gib unseren Herzen Mitgefühl und unseren Händen Kraft,
    wenn wir für menschenwürdige Arbeit kämpfen.

    Wir vertrauen auf dich, den Freund des Lebens.

    Wir danken dir und preisen deine Barmherzigkeit. Amen

    (KAB Deutschlands 2016; Kurzfassung des Weltgebetes von Guy Boudaud, WBCA)

Das Video vom Papst

Wenn wir heute von Finanzen hören, haben wir oft das Gefühl, dass wir über Dinge sprechen, die weit von unserem täglichen Leben entfernt sind. Wie Franziskus sagt: "Wie weit ist die Welt der großen Finanzen vom Leben der meisten Menschen entfernt!“ Das muss nicht so sein. Es gibt Möglichkeiten, die Welt der großen Finanzen den Menschen näher zu bringen und sie vor allem in den Dienst aller zu stellen, nicht nur einiger weniger Spekulanten. Daran erinnert uns der Papst in diesem Monat: "Wir haben noch Zeit, einen Prozess des globalen Wandels in Gang zu setzen, um eine andere Wirtschaft zu praktizieren, eine, die gerechter, inklusiver und nachhaltiger ist, eine, die niemanden zurücklässt.“ Wir alle können, mehr oder weniger, dazu beitragen, diesen globalen Wandel zu ermöglichen. Teile die Forderung des Papstes für eine Regulierung der Finanzspekulation und für eine Großfinanz, die dem Gemeinwohl dient.

Weiteres: