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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - April 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für Ärzte und MitarbeiterInnen in Kriegsgebieten Switch

    Mit Papst Franziskus beten für Ärzte und deren humanitäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Kriegs-Gebieten ihr Leben riskieren, um das Leben anderer zu retten.

    „Wenn ich von einem Krisenherd zurückkehre, schotte ich mich in der Regel erst einmal ab. Dann bin ich 14 Tage platt. Dann ist mir alles zuviel, ich brauche dann Ruhe für mich selbst.“ Das sagt eine Krankenschwester aus Frankfurt, die immer wieder in Krisen-, Kriegs- und Katastrophengebieten im Einsatz war. Aber diese Erschöpfung beendet ihr Engagement nicht. Sie sagt weiter: „Sobald ich aber wieder aufbreche und den Ärmsten der Armen helfen will, kämpft man um jedes Kind, jeder wird aufgepeppelt, keiner wird aufgegeben. Das versuchen die Helfer im Mittelmeer auch. Das hört sich leicht an, ist aber Schwerstarbeit. Man beißt sich trotzdem durch.“

    Die missionsärztlichen Schwestern, die Malteser, Caritas international, Ärzte ohne Grenzen, Care und viele andere Organisationen entsenden Helferinnen und Helfer in diese Schwerstarbeit, um die Opfer von Kriegen und Gewalt nicht im Stich zu lassen. Auch wenn sie wissen, dass ihr Einsatz die Kriege nicht beenden wird, sie helfen denen, die in den Kriegen verwundet werden, deren Überleben ohne sie in Gefahr ist. Diese Helferinnen und Helfer riskieren ihr Leben, denn der Schutz dieser Personen und der Respekt vor den Zeichen der Hilfsorganisationen wird häufig gebrochen. Nicht gebrochen wird ihre Hoffnung, in Zeiten der Unmenschlichkeit Zeichen der Menschlichkeit und der Solidarität setzen zu können.

    Du Gott des Lebens, immer wieder lassen Menschen sich von der Not und dem Leid anderer berühren und brechen auf, um Hilfe zu leisten. Rühre auch unsere Herzen an, dass wir die Helferinnen und Helfer unterstützen und das unsere tun, um Frieden in dieser Welt Wirklichkeit werden zu lassen. Gib uns Mut zu konkreten Taten: zu Protest, wo er angesagt ist, zur Hilfe, wo sie nötig ist, zum Gebet, wo wir uns sonst ohnmächtig fühlen, und mache uns zu Werktätigen des Friedens.

  • Für alle, die neue Formen des kirchlichen Lebens entwickeln und fördern Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle Frauen und Männer, die haupt- oder ehrenamtlich mit Einsatz, Mut und Phantasie neue Formen kirchlichen Lebens in unseren Gemeinden entwickeln und fördern.

    Manchmal kommt es halt vor: da werden Paare schwanger, obwohl sie eigentlich kein Kind (mehr) wollten. Und dann stellt sich heraus: gerade dieses Kind ist ein Sonnenschein für die ganze Familie. So geht es mitunter auch der Kirche oder den Verantwortlichen in unserem Bistum: eigentlich wollten sie nur drei Jugendkirchen in der riesigen Fläche des Bistums errichten und zwar an Orten, wo es eh schon Angebote für junge Menschen gibt. Aber das haben einige junge Leute und ihr Gemeinde- und Pastoralreferent so nicht gelten lassen. Sie wollten auch was aus dem Geldtopf haben, damit ihre Jugendlichen in den kleinen Orten des Hochwaldes einen Ort für sich entwickeln konnten.

    Und so kam das Bistum zu „einem ungeplanten Kind“, das vielen Freude macht: zur Jugendkirche „MIA“ in Rappweiler. Die Entstehungsgeschichte dieser Kirche hat - wie übrigens jede Schwangerschaft - so ihre Mühen und Herausforderungen und einiges davon findet sich auf der Webseite der Jugendkirche. Aber heute lässt sich sagen: ob jung oder alt, ehren- oder hauptamtlich, häufiger oder seltener Kirchgänger - alle finden, dass dieses Engagement sich gelohnt hat, Freude, Spaß, Verantwortung und Mut macht: denen, die bei der Entwicklung der Jugendkirche dabei waren und sind, aber auch jenen, die diesen Ort besuchen und sich von dem Elan der „MIA“-Leute anstecken lassen.

    Was hier bei uns auf dem Land möglich ist, das haben weltweit Gruppen gezeigt, die in ihren Gemeinden sich von der sog. Befreiungstheologie haben inspirieren lassen, denn „christliches Leben als Ja zur Gabe des Reiches Gottes ist nicht nur Aufgabe, sondern auch Gebet. Ohne betrachtende Dimension kein Glaubensleben.“ Das schreibt uns Gustavo Gutierrez, der in ganz prekären Situationen Südamerikas tätig ist, als Unterstützung für unsere Motivation zum Gebet.

    Du Gott des Lebens, die Krise in unserer Kirche zeigt uns, dass wir neue Wege gehen müssen, um deine Botschaft für uns lebendig und für die Welt fruchtbar werden zu lassen. Schenke uns Mut und ermutigende Worte, wenn Menschen in den Gemeinden Neues anpacken wollen. Schenke uns Mut und Widerworte, wenn der Glaubenssinn der Gläubigen in Frage gestellt wird. Schenke uns wache Sinne und einen klaren Verstand, wegweisende Impulse zu erkennen, und eine vertrauensvolle Haltung des Betens, dass wir als dein Volk mit dir neue Wege als Kirche, als Gemeinschaft gehen.

  • Für Brautpaare, die sich dieses Jahr trauen - und für Frauen und Männer, die Eltern werden Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Brautpaare, die sich in diesem Jahr das Jawort geben, für alle Frauen, die ein Kind erwarten, für die werdenden Väter und für alle, die sie unterstützen.

    „Und, isch bald soweit?“ Der Barista einer italienischen Cafébar am Bahnhof lächelt meinen Bauch an. Bisher beschränkte sich unsere Kommunikation auf „einen koffeinfreien Cappuccino in mittlerer Größe, bitte“ – „macht 3,50 €“. … Lange Zeit hat man mir die Schwangerschaft nicht angemerkt, doch seit die Kugel nicht mehr zu übersehen ist, bin ich für viele nur noch Bauch.“  So erlebt eine junge Frau ihre Verwandlung durch die Schwangerschaft. Und wenn sie dann kurz danach noch von den Babybauchphantasien dritter erzählt oder von den Babybauch-Fotoshootings, dann können einem alle Haare in die Höhe stehen, v.a. die an den Beinen, die Frau sich jetzt nicht mehr abrasieren kann, weil ihr überall der Kugelbauch im Wege ist. Wenn Frau Glück hat und ihre Schwangerschaft gut und problemlos verläuft, dann kann sie sich vielleicht mit ein wenig Humor und mithilfe von Karikaturen trösten. Aber was, wenn wie in vielen Fällen, eine Schwangerschaft schwierig ist? Wie hält sie sich dann Zudringlichkeiten und Bauchtätscheln vom Leib? Wie kann sie klären, wie sie Vorsorge treffen will für alles, was da auf sie und evtl ihren Partner zukommt? Denn der braucht, glaubt man den Aussagen von Vätern auf der Webseite vaeter-zeit.de gerade in der Schwangerschaft ein „dickeres Fell“, um mit den emotionalen Achterbahnen der Partnerin klarzukommen oder sie wenigstens zu ertragen. Und dann danach: wirklich gute Eltern sein, die alles richtig machen - der Druck auf junge Eltern, Mütter und Väter hat sich in unserer Zeit ziemlich hoch gesteigert.

    Eine Partnerschaft einzugehen, Eltern zu werden - das sind in unserer modernen Gesellschaft alles andere als einfache Angelegenheiten. Und gebären und Kinder kriegen ist auch immer mit Risiken verbunden: von Gesundheitsrisiken für die Mutter und Kinder bis zu Besonderheiten bei den Babys.

    Was hilft, sind Menschen die den jungen Leuten auf diesen Wegen beistehen, ohne alles besser zu wissen, und die sich nach den Wünschen der jungen richten. Denn Hilfe, sofern sie gewünscht wird, kann gut tun und im Alltag von Partnerschaft und Familie ein besonderes Geschenk sein.

    Du Gott des Lebens, in guter Hoffnung beginnen Frauen und Männer ihre gemeinsamen Wege als Paare und Eltern. Ahnend, dass es auf diesen Wegen wahrscheinlich auch schon mal schwierig werden kann, vertrauen sie sich DIR und deinem Segen an. Mit deiner Hilfe und durch Menschen, die diese Hilfe konkret werden lassen, lassen sich die frohen wie die schweren Strecken vertrauensvoller gehen und bewältigen. Schenke uns in der Kirche und in Familien- und Freundeskreisen den Mut, mit Worten und Taten der guten Hoffnung die Wege junger Paare, Eltern, Mütter und Väter zu begleiten. Und lass Deine Kirche sich in eine Gemeinschaft in guter Hoffnung verwandeln... Amen

    Marliese Klees, Saarbrücken

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