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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Dezember 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Eine gesicherte Zukunft für die Jüngsten Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Dezember für eine gesicherte Zukunft der Jüngsten: Dass jedes Land die notwendigen Schritte unternimmt, um die Zukunft der Jüngsten zu sichern – besonders derer, die Leid tragen müssen..

    Zu den Reisen, die der Papst gerne machen möchte, es aber aus Sicherheitsgründen nicht tun kann, gehört ein Besuch im Südsudan. Nach Krieg und Bürgerkriegen herrschen dort immer noch Kämpfe zwischen verfeindeten Gruppen und Banden. Auch für reiselustige Deutsche gibt es Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

    Weil der Staat im Südsudan nur sehr wenig für die Bevölkerung tut, unterstützt das bischöfliche Hilfswerk Misereor in Aachen über die ortsansässigen Bischöfe die Menschen dort. Mit Hilfe von Spenden der deutschen Kirche werden so Schulen gebaut, Schulen für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Die zahlreichen Kriege haben dazu geführt, dass rund 80% der Menschen im Südsudan Analphabeten sind. In den neuen Schulen werden morgens Kinder und nachmittags Erwachsene unterrichtet. Ein zentrales Unterrichtsfach neben Lesen, Schreiben, Rechnen ist Friedensbildung: denn ohne Frieden und ohne Bildung gibt es keine Chancen auf eine bessere Zukunft.

    Und der Papst? Er hat gemeinsam mit dem Primas der anglikanischen Kirche die zerstrittenen politischen Führer des Südsudan in den Vatikan eingeladen und sie im wahrsten Sinne des Wortes bekniet, Frieden zu schaffen. "Welch eine Freude wäre es, wenn alle Südsudanesen einstimmig singen könnten: O Gott, wir danken dir für deine Gnade, die du dem Südsudan geschenkt hast – erhalte uns in Einheit und Harmonie!" Mit diesen Worten zitierte der Papst die erste Strophe der südsudanesischen Nationalhymne und in diesem Sinne appelliert er immer wieder, Kindern und Erwachsenen die Chance auf Bildung zu geben.

    Von Marliese Klees

    Gebet

    Gott des Lebens,
    unser Papst Franziskus ermahnt die politisch Verantwortlichen immer wieder, ihren Aufgaben gerecht zu werden.
    Er bittet sie: “Liebe Brüder und Schwestern, vergessen wir nicht, dass Gott uns politischen und religiösen Führern die Aufgabe anvertraut hat, sein Volk zu leiten: Er hat uns sehr viel anvertraut, und umso mehr wird er deswegen von uns verlangen! Er wird uns zur Rechenschaft ziehen über unseren Dienst und unsere Verwaltung, über unseren Einsatz für den Frieden…“
    Schenke seinem und unserem Tun und Beten den Segen, der benachteiligten Menschen leben hilft und Zukunft schenkt.
    Amen.

  • Für die Kinder Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Dezember für die Kinder und für alle, die sich in den Familien, in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen um sie kümmern.

    Menschen hier helfen in Afrika, aber Menschen aus Afrika helfen auch uns: zum Beispiel mit ihrer sehr weisen Einsicht „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“

    Nun sind Kinder hier nicht schlechter erzogen als in Afrika und auch die wenigsten Kinder wachsen in Dörfern auf, aber dieses Sprichwort aus Nigeria will auch was anderes. Nur zwei Elternteile oder gar nur eines sind mit der Erziehung von Kindern absolut überfordert. Damit Kinder sich gut und vielfältig entwickeln und wachsen können, damit sich ihr Gehirn, ihre Talente, ihre Freude am Leben und ihr Sozialverhalten gut entwickeln können, brauchen sie Stabilität in der Elternbeziehung und Kontakt zu vielen Menschen. Wo Kinder vielfältige Antworten finden, wie man sein Leben gestalten kann, entwickeln sie selber viele Möglichkeiten und lernen gleichzeitig, mit all den Unterschieden der Menschen umzugehen. Dann können auch Eltern mal entspannen, alle Erziehungsratgeber hintan stellen und sich einfach an der Lebenslust ihrer Kinder erfreuen. Dann müssen auch mal andere ran und erklären, warum der Himmel blau ist und die Blumen farbig, warum Menschen ungerecht sind und Gott so unendlich geduldig ist und nicht immer sofort alles in Harmonie bringt. So lernen Kinder Strukturen kennen, unterschiedliche Strukturen und Vertrauen, dass man auf vielfältige Weise leben kann, auf die der Eltern und Erzieher und auf seine eigene Weise.

    Von Marliese Klees

    Gebet

    Gott im Himmel und im Herzen,
    Ach ich bin ja noch so klein,
    kann so vieles nicht allein.
    Drum lass Menschen sein auf Erden,
    die mir helfen, groß zu werden.
    Die mich nähren, die mich kleiden,
    die mich führen, die mich leiten,
    die mich trösten, wenn ich weine...
    Gott, im Himmel und im Herzen,
    und dass sie mich trotzdem lieben,
    wenn ich es habe schlimm getrieben.
    Amen!

    Quelle: Unbekannt; zitiert und leicht ergänzt nach www.katholisch.de

  • Für christliche Solidarität Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Dezember für die Christen aus anderen Ländern und Sprachen, die bei uns leben, und für alle, die ihnen helfen, hier eine neue Heimat zu finden.

    „Was würden Sie tun, wenn Sie in einem fremden Land leben müssten?“ Diese Frage stellten Ehrenamtliche aus dem ehemaligen Saarbrücker Kirchenladen „glauben am markt“ sich und mir.  Und die spontane Antwort darauf war, dass man zu einer Kirchengemeinde gehen würde, weil man da „zuhause“ wäre. Die Gottesdienste finden weltweit in der gleichen Weise statt. Man weiß, was wann gebetet und gelesen wird. In. Der Liturgie ist man zuhause und hofft, dass all die anderen, die an der Liturgie teilnehmen, dieses Zuhause teilen - auch mit den Fremden. Ausprobieren lässt sich das ja schon im Urlaub. Und sollte man auf Dauer bleiben müssen, so wäre man hier, in den Gottesdiensten, eben nicht „Muttergottseelenallein“. Da wären Menschen, mit denen man sprechen, die man getrost um Hilfe bitten könnte.

    Und das ist eine Erfahrung, die - Gott sei Dank - auch viele Menschen hier bei uns machen können.

    Im alten Pfarrhaus in unserem Dorf z.B. wohnt und lebt eine Familie aus Syrien. Sie sind vor den Schrecken der Kriege in ihrer alten Heimat geflohen und mit der Sehnsucht und Hoffnung im Herzen, dass sie, die Eltern und Kinder, in Deutschland geschützter, sicherer leben und arbeiten können.

    Nun ist eine solche Hoffnung in einem Dorf nicht unbedingt einfach zu verwirklichen. Für die Wege zur Arbeit und zur Schule etwa ist die Familie auf Bus und Bahn angewiesen, - die aber fahren in der Regel nur von Montag bis Freitag. Aber es gibt Menschen, mit denen sie reden und überlegen können, wie es weitergehen kann. Es gibt Gottesdienste und Feste, in und bei denen sie ebenso zuhause wie wir Dorfleute. Und es gibt Kinder, mit denen ihre Jungs spielen und lernen können. Ein sicheres Zuhause haben, ein Dach über dem Kopf für die Familie und einen Platz für die eigene Seele, das ist das Geschenk, das Christen und Christinnen einander weltweit schenken können. Und das ist Weihnachten.

    Von Marliese Klees

    Gebet

    Du Gott des Lebens,
    seit Menschengedenken sind Menschen unterwegs: weil sie woanders leben wollen, weil sie woanders leben müssen, wenn sie am Leben bleiben wollen.
    Gott, du kannst Herzen wandeln.
    Schenke uns deinen Geist, der uns untereinander verbindet.  
    Stärke die Menschen in allen Gruppen und  Initiativen, die den Zusammenhalt fördern und der Menschlichkeit dienen,
    auf dass überall Gerechtigkeit und Frieden wachse nach deiner weihnachtlichen Verheißung.
    Amen.

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