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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Juli 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Um Integrität der Justiz Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Monat Juli um Integrität der Justiz: Dass jene, die in der Justiz tätig sind, rechtschaffen arbeiten, damit das Unrecht dieser Welt nicht das letzte Wort hat.

    Ein Symbol für das Rechtswesen ist in Kunst und Literatur die Justitia. Zwei ihrer Attribute, mit denen sie oft dargestellt wird, sind die Augenbinde und die Waage. Diese sollen verdeutlichen, dass Urteile im Idealfall ohne Ansehen der Person und nach gründlicher Abwägung gefällt werden. Leider sieht die Realität global betrachtet oftmals anders aus: Nicht überall auf der Erde leben Menschen in einem Rechtsstaat, sondern werden Opfer von Machtmissbrauch, korrupter Rechtssysteme sowie ungerechtfertigter Urteile, die bspw. darauf basieren, wo der Angeklagte geboren wurde oder welcher Ethnie er angehört. „Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht auf das Herz“ – so heißt es in 1 Sam 16,7. Daher müssen sich Menschen, die in der Justiz tätig sind, stets hinterfragen, nach welchen Kriterien sie ihre Urteile fällen – eine Frage, die sich jedoch jeder Mensch im Alltag stellen kann, wenn es darum geht, was er von seinen Mitmenschen denkt bzw. ob und in welche Schubladen er sie steckt. Es ist schwer, sich bei Beurteilungen nicht von Vorerfahrungen, Vorurteilen, Sympathien oder Antipathien leiten zu lassen, sondern jedem Menschen möglichst unvoreingenommen zu begegnen; daher verdienen die in der Justiz tätigen Menschen unser Gebet, damit ihre Urteile dem Gemeinwohl und nicht den Interessen Einzelner dienen.

    Gebet

    Guter Gott: Dein Sohn hat seine Stimme erhoben, wenn Menschen vorschnell über andere urteilten, und wurde selbst Opfer ungerechtfertigter Urteile. Sende den Menschen, die in der Justiz tätig sind, deinen Geist, damit sie ihr Urteil verantwortungsbewusst und gerecht fällen, und schenke den Opfern ungerechter Rechtsprechungen deinen Beistand. Amen.

    Yvonne Uebel

  • Für alle, die sich in Krankenhäusern für das Leben einsetzen Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir für alle, die sich in Krankenhäusern, Altenheimen und Pflegediensten für das Leben einsetzen und pflegebedürftigen Menschen hilfreich zur Seite stehen.

    Vor ein paar Jahren fiel mir ein Text von Papst Johannes XXIII. in die Hände, der mir bei dem genannten Gebetsanliegen in den Sinn kam und den ich an dieser Stelle zitieren möchte:

    „Die Barmherzigen sind leise./ Sie fallen nicht auf./ Sie machen kein Aufhebens von sich./ Sie streben nicht nach oben./ Sie beugen sich nach unten./ Zu dem, der ihrer bedarf./ Sie stellen sich auf die gleiche Stufe, sie sind neben ihm, nicht über ihm./ Sie richten ihn auf, in seine Würde als Mensch, in den aufrechten Gang, in das Ebenbild Gottes./ Die Barmherzigen sind still./ Sie machen keine „Karriere nach oben“. Ihr Leben ist eine „Karriere nach unten“./ In ihnen wurzelt das Reich Gottes./ In ihnen wächst es und wird groß./ Denn „der Mensch ist nie so groß, als wenn er kniet“.“

    Dieser Text spiegelt vieles wieder, was viele in der Pflege tätige Menschen leisten: Sie verrichten oft still und ohne die verdiente gesellschaftliche Anerkennung ihren Dienst; ihre Arbeit verlangt ihnen auch körperliche Kräfte ab; wenn es die Zeit erlaubt, sind nicht selten sie es, die neben den Angehörigen dem pflegebedürftigen Menschen zuhören oder Trost und Zuversicht zusprechen – um nur wenige Anknüpfungspunkte zu nennen, die in diesem Text u.a. an pflegende Menschen denken lassen. Bedauerlicherweise leidet die Pflege an einem spürbaren Fachkräftemangel, was eine Mehrbelastung für die bereits in ihr Tätigen zur Folge hat, so dass leider nicht wenige von ihnen an ihre eigenen Grenzen stoßen. 

    Gebet

    Herr Jesus Christus, du rufst uns dazu auf, barmherzig zu sein. Viele Menschen, die in der Pflege tätig sind, legen Tag für Tag Zeugnis davon ab, wie Barmherzigkeit konkret aussehen kann und stoßen dabei oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Wir bitten dich: Stehe ihnen und pflegenden Angehörigen in ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit bei und schenke ihnen Kraft für ihre Aufgabe. Amen.

    Yvonne Uebel

  • Für alle, die in den Ferien Erholung suchen für Leib und Seele Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir für alle, die in den Ferien Erholung suchen für Leib und Seele; und für jene, die Urlaub und Erholung bräuchten, aber keine Möglichkeit dazu haben.

    „Muss nur noch kurz die Welt retten“, so singt Tim Bendzko in einem seiner bekanntesten Liedern und gibt darin vor, dass er noch so einiges erledigen müsse, bevor er Zeit mit der in dem Lied angesprochenen Person verbringen könne. Auch wenn dieser Radiohit vieles überzogen darstellt, thematisiert er doch etwas, was wohl viele Menschen aus eigener Erfahrung kennen: Man hetzt an manchen Tagen von Termin zu Termin; es ist zeitweise schwer, den Erwartungen in Beruf, Familie und Freundschaften gerecht zu werden und manchmal hat der Tag zu wenige Stunden für zu viele Punkte auf der Tagesordnung – das Hamsterrad dreht sich weiter und suggeriert, dass der Mensch das Tempo halten müsse. Dabei braucht der Mensch auch Phasen, in denen er sich Zeit für sich nehmen und seine Batterien aufladen kann. In der Schulzeit wird diesem Bedürfnis zumindest potenziell durch die von außen gesetzten Ferien Rechnung getragen; im Erwachsenenalter muss der Mensch in dieser Hinsicht weitestgehend selbst für sich sorgen. Mich bestärkt in dem Zusammenhang, dass auch Jesus sich Auszeiten gönnte. Vielleicht motiviert dieser in der Bibel bezeugte Umstand, sich im Alltagstrott auch Zeit für sich zu reservieren und die ein oder andere To-do-Liste um Dinge zu ergänzen, die einen auftanken lassen.

    Gebet

    Gott, unser Vater: Das Beispiel deines Sohnes lehrt uns, dass Auszeiten nichts Verwerfliches sind. Wir bitten dich: Segne und behüte alle, die in Ferien und Urlaub neu auftanken wollen, und schenke denen, denen Urlaub und Erholung verwehrt sind, nachhaltige Kraftquellen und verständnisvolle Mitmenschen. Amen.

    Yvonne Uebel

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