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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat"

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan (Juni 2018)

  • Chancen und Gefahren von sozialen Netzwerken Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Juni dafür, dass die Menschen durch das Geschehen in den sozialen Netzwerken zu einem  Miteinander finden, das die Vielfalt der Einzelnen respektiert.

    Unser Alltag macht es deutlich: die Ausweitung der technischen Kommunikationsmöglichkeiten und der sozialen Netzwerke allein verbessert die Verständigung noch nicht – im Gegenteil: Nicht selten führen Beiträge in den Netzwerken zu Missverständnissen bis hin zu persönlichen Verletzungen und Beschädigungen. Ganz zu schweigen von den über die Netzwerke hinausgeschleuderten Nachrichten, die aufgrund ihrer rasanten Verbreitung den ganzen Weltfrieden bedrohen, Krisen hervorrufen und ganze politische Systeme beeinflussen.

    Die neuen Kommunikationsmittel bergen Chancen und Gefahren. Daher muss deren Nutzung immer im Kontext eines verantwortbaren Wertesystems erfolgen – auf der individuellen wie auf der globalen Ebene. Dies beinhaltet den Respekt und den  Schutz der Vielfalt und der Würde jedes Einzelnen und von Gemeinschaften.

    Ohne die Achtung dieser Werte werden aus sozialen Netzwerken ganz schnell „a-soziale“ und schädliche Netzwerke, die einzelne Menschen, aber auch das Miteinander der Völker und Kulturen bedrohen können.

    Bitten wir um den Heiligen Geist,
    dass er die Nutzer sozialer Netzwerke
    die große Verantwortung erkennen lässt,
    die mit der Nutzung dieser Medien einhergeht.

    Schenke ihnen die Kraft und die Einsicht,
    die Medien so zu nutzen,
    dass aus Kommunikation echte Verständigung
    zwischen Menschen und Kulturen wird:
    im Kollegenkreis, in den Familien,
    in Politik und Gesellschaft,
    im kirchlichen und religiösen Kontext –
    damit wir auch weiterhin von sozialen Netzwerken sprechen können. Amen.

  • Das gemeinsame Kunstwerk - Für Kinder und ErzieherInnen in den Kitas Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Juni für die Kinder in den Kinderkrippen und -tagesstätten unseres Bistums und für ihre Erzieherinnen und Erzieher, die ihnen helfen, Schritte ins Leben zu gehen.

    Der polnische Arzt und Pädagoge Janusz Korczak (gestorben 1942 im Vernichtungslager Treblinka) schreibt: „Ein Kind denkt nicht weniger, nicht armseliger, nicht schlechter als die Erwachsenen, es denkt anders. … Das Kind denkt mit dem Gefühl, nicht mit dem Intellekt. Deshalb ist es so schwer, sich mit Kindern zu verständigen, und es gibt keine schwierigere Kunst, als Kinder anzusprechen.“

    Das Ansprechen von Kindern: eine Kunst! Wo dies gelingt, werden Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kindern zu Künstlerinnen und Künstlern eines gemeinsamen, großartigen Kunstprojektes. Kinder sind nicht mehr nur Objekt der Erziehung, sondern gestalten als Subjekte das Kunstwerk der Erziehung mit. Erzieherinnen und Erzieher erziehen nicht mehr nur die Kinder, sondern werden selber auch Beschenkte in der Begegnung mit den Kindern. Beide, Erziehende und Kinder, sind beteiligt am Erziehungsgeschehen und arbeiten am gemeinsamen Kunstwerk.

    Ein Kunstwerk, das nie an ein Ende kommen wird. Weil immer wieder unterschiedliche Menschen aufeinander treffen und sich in dieser Begegnung verändern und entwickeln, weil sich die Generationen und die Familienkonstellationen ändern, weil sich zunehmend unterschiedliche Kulturen begegnen – deshalb wird das künstlerische Schaffen zwischen Erzieherinnen und Erziehern und den Kindern immer wieder neu herausgefordert werden, anspruchsvoll und spannend bleiben.    

    Herr Jesus Christus,
    schenke den Erzieherinnen und Erziehern, den Eltern und Kindern
    den Geist der Geduld und der Gelassenheit im Umgang miteinander;
    schenke ihnen den Geist der Kreativität,
    immer wieder neue Wege der Verständigung zu suchen;
    schenke ihnen den Geist der Achtsamkeit,
    damit sie wach bleiben für die vielen unterschiedlichen Bedürfnisse –
    für die eigenen sowie für die der anderen;
    schenke ihnen den Geist der Freude,
    dass sie die Schönheit ihres „künstlerischen Wirkens“ erkennen
    und Dankbarkeit erfahren. Amen.

  • Das Gechäft wird schwieriger - die Versuchungen nehmen zu... (für Journalisten und Filme-MacherInnen) Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir im Juni für die Journalisten und Filmemacher, die mit Worten und Bildern die Einstellungen von Menschen beeinflussen und prägen.

    Das Geschäft wird schwieriger: online-Kanäle und Nachrichtendienste im Internet können mühelos und ohne großen technischen Aufwand genutzt werden. Fotos, Videos, Filme und Texte können auf diesem Wege einer großen Masse von Menschen zugänglich gemacht werden. Dies macht die Sache wiederum für Produktwerbung jedweder Art interessant, wodurch die Nutzung dieser Medien auch finanziell attraktiv wird, weil günstig bis gewinnbringend.

    Das Angebot ist riesig, die Konkurrenz ist groß. Die „klassischen“ Medien wie Fernsehen, Zeitung oder Kino haben es zunehmend schwerer. Gleichzeitig wird die Zeit immer schnelllebiger. Für komplexe und ausführliche Berichte haben viele keine Zeit mehr. Da ist die Versuchung groß, mit plakativen, populären, verkürzten und provokanten Aussagen und Bildern Aufmerksamkeit hervorzurufen, um überhaupt noch in der Menge der Informationen wahrgenommen zu werden – zu Lasten der Qualität. Die Grenze zu populistischen, aufreißerischen und provokativen Halbwahrheiten oder gar Unwahrheiten kann dabei schnell überschritten werden.               

    Herr Jesus Christus, lass die Menschen, die mit Wort und Bild arbeiten,
    sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein, dass sie Menschen beeinflussen und prägen.
    Schenke Ihnen den Mut, für die Wahrheit in ihrer Arbeit einzutreten.
    Gib ihnen die Kraft, die Würde jener Menschen zu schützen,
    über die sie schreiben, mit denen sie arbeiten
    und die ihre Worte lesen und ihre Bilder anschauen.
    Damit sie ihre eigene Würde über ihre Arbeit nicht verlieren. Amen

    Markus Leineweber

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