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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Juni 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Der Lebensstil der Priester Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir, dass die Priester durch einen bescheidenen und demütigen Lebensstil entschieden mit den Ärmsten der Armen solidarisch sind.

    Als Nichtpriester etwas zum Lebensstil der Priester zu sagen ist nicht so einfach. Daher will ich es eher grundsätzlich angehen und die Frage nach dem Lebensstil an uns alle richten, die wir als Christen in der Nachfolge Jesu stehen und zur Solidarität mit den Armen aufgerufen sind. Folgende Aspekte können uns helfen, diesem Anspruch gerecht zu werden: 1. Wir sollten dankbar sein für das, was wir haben. Dass wir hierzulande in allgemein guten Verhältnissen leben können, ist alles andere als selbstverständlich und trotz des eigenen Zutuns immer auch Geschenk. 2. Mit diesem Geschenk sollten wir großzügig und gastfreundschaftlich umgehen. Unser Besitz sollte nicht zum Selbstzweck werden, sondern immer Mittel zum Zweck werden, der darin bestehen kann, Gemeinschaft zu fördern, Mitmenschen zu unterstützen, sich für bessere Bedingungen in der Welt einzusetzen, ihn zu teilen. Wir sollten uns bewusst werden und bleiben, dass Besitz auch mit Verantwortung verbunden ist: für den Mitmenschen und für die Schöpfung. 3. Wir sollten darauf achten, dass wir uns nicht über den eigenen Besitz definieren und uns stets selbst reflektieren, ob wir uns in unserem Selbstverständnis nicht abhängig von Status und Besitz machen Eine wichtige Voraussetzung, teilen zu können und den Blick für Menschen wach zu halten, denen es aus welchen Gründen auch immer, nicht so gut geht – in der Welt oder ganz in meiner Nähe. Da Verantwortungsträger, die sich auf die christliche Botschaft berufen, sie verkünden oder in ihren Leitbildern stehen haben – also nicht nur Priester - immer auch Vorbildcharakter haben, gilt es für diesen Personenkreis besonders, sich auf die Botschaft Jesu hin zu prüfen und prüfen zu lassen.

    Von Markus Leineweber, Dipl. Theol., Hausoberer im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

    Gebet:

    Herr Jesus Christus! Schenke allen, die die Botschaft Jesu von der Solidarität mit den Armen verkünden und sich darauf berufen, die Kraft, als Vorbild voranzugehen, durch konkrete Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe. Amen.

  • Schritte der Versöhnung und der Einheit gehen Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die christlichen Kirchen und Gemeinschaften, die im Gebet, in der theologischen Reflexion und im konkreten Tun Schritte der Versöhnung und der Einheit gehen.

    Gebet, theologische Reflexion und das Tun bilden einen Dreiklang, der immer wieder zum Klingen gebracht werden will. Ein Dreiklang in der Musik klingt nur dann gut, wenn alle drei Töne im ausgewogenen Verhältnis zueinander zusammenklingen und gehört werden. Tritt ein Ton zu sehr hervor, leiden die anderen Töne. Im schlimmsten Fall gehen sie unter und bleiben unerhört. Dann verliert aber auch der bleibende Ton seine Basis und verliert an Klangfülle. Das passiert all zu oft: Menschen, die nur handeln, laufen Gefahr, spirituell auszubrennen, ihre Kraftquelle zu verlieren, oder sich am Ende zu überfordern und an ihrer eigenen Begrenztheit zu verzweifeln. Menschen die nur Theologie betreiben, laufen Gefahr,  den Menschen mit all seinen Nöten aus dem Auge zu verlieren, dem jedoch die Botschaft Jesu letztendlich zugesprochen werden soll. Menschen, die nur im Gebet versinken, laufen Gefahr, den Auftrag Jesu zu übersehen, dass das Gebet auch zur Tat werden will und jeder auch zur Tat aufgerufen ist. Nun gibt es Personen oder Gruppen, die sich gemäß ihrem Charisma schwerpunktmäßig für die Theologie, das Gebet oder die Tat entschieden haben, was auch sein darf und soll. Auch in der Musik sind die Töne des Dreiklangs in der Regel auf verschiedene Personen oder Instrumente verteilt. Einer allein kann und muss nicht alles leisten. Gerade deshalb gilt es jedoch, die jeweils anderen Töne mit zu hören und in unserem Fall den Dialog zwischen den Dimensionen der Theologie, des Gebetes und der Tat zu suchen und zu fördern – damit am Ende der Dreiklang als Einheit erklingen kann und auch zur Einheit der Christen führen kann.

    Von Markus Leineweber, Dipl. Theol., Hausoberer im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

    Gebet:

    Jesus Christus, Heiland und Erlöser! Erbarme dich über uns und über die ganze Welt. Gedenke deiner Christenheit und führe zusammen was getrennt ist. Amen.

  • Gemeinschaft und Stärkung im Glauben erfahren Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die sich als Pilgerinnen und Pilger auf den Weg zur Springprozession nach Echternach oder zu anderen Wallfahrtsorten machen und dort Gemeinschaft und Stärkung im Glauben erfahren. 

    „Wer glaubt ist nie allein!“ Dieser von Papst Benedikt XVI. ausgesprochene Satz drückt eine zentrale Botschaft aus, die jedoch am Ende nur dann an Bedeutung gewinnt, wenn es nicht nur bei den ausgesprochenen Worten bleibt, sondern der Mensch zumindest ansatzweise auch die Erfahrung macht, dass dem so ist. Natürlich darf man sich immer in Gemeinschaft mit Christus und in Gemeinschaft mit den Heiligen wissen. Doch den wenigsten wird diese verbale Zusage und Überzeugung auf Dauer ausreichen, wenn nicht auch die konkrete Erfahrung hinzukommt, dass ich mit Menschen unterwegs bin, die mit mir den Glauben teilen. Als Menschen sind wir auf solch konkrete Erfahrungen angewiesen. Trotz der Wichtigkeit des individuellen Gebetes, der Betrachtung der individuellen Gottesbeziehung, ist die Erfahrung als Glaubensgemeinschaft unabdingbar. Auch wenn Christus sich immer wieder zurückgezogen hat, um alleine mit seinem Vater zu sein, so war die Gemeinschaft für ihn doch von zentraler Bedeutung: Sein letztes Abendmahl hat er in Gemeinschaft gefeiert und er war „enttäuscht“ als die Jünger am Ölberg eingeschlafen waren, statt mit ihm zu wachen und zu beten. Als Glaubensgemeinschaft, als Volk Gottes unterwegs zu sein, ist für den christlichen Glauben daher wesentlich. Wer glaubt ist nie allein – keiner braucht für sich alleine zu glauben. Pilgern und Wallfahren sind hervorragend geeignet, diese Worte mit konkreter Erfahrung zu belegen.

    Von Markus Leineweber, Dipl. Theol., Hausoberer im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

    Gebet:

    Herr Jesus Christus! Begleite alle, die sich als pilgerndes Volk Gottes auf den Weg machen mit Deinem Gemeinschaft stiftenden Geist und schenke Ihnen die Erfahrung, dass sie im Glauben an dich nicht alleine unterwegs sind und dadurch zu gegenseitiger Stärkung und Stütze werden. Amen. 

     

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