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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - November 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Dialog und Versöhnung im Nahen Osten Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Monat November um Dialog und Versöhnung im Nahen Osten: dass im Nahen Osten, wo unterschiedliche religiöse Gemeinschaften den gleichen Lebensraum teilen, ein Geist des Dialogs, der Begegnung und der Versöhnung entsteht.

    Wer schon einmal in Israel war, hat die Vielfalt der unterschiedlichen Religionen in dieser Region hautnah erleben dürfen: Besonders in Jerusalem in den engen Gassen der Altstadt springt einem das Nebeneinander der Religionen förmlich ins Auge. Muslime zum Beispiel, die zu Felsendom und Al-Aqsa-Moschee eilen; Juden, die zum Gebet an die Klagemauer gehen und verschiedene christliche Konfessionen, die in der Grabeskirche genau abgesteckte Bereiche ihr Eigen nennen. Im Norden Israels am See Gennesaret liegt das Pilgerhaus Tabgha vom Deutschen Verein vom Heiligen Land. Dort leben und arbeiten Juden, Muslime und Christen gemeinsam daran, die umliegenden Felder zu bewirtschaften und die meist christlichen Pilger zu beherbergen. Schon öfters durfte ich erleben, wie selbstverständlich und normal der Umgang miteinander ist. Im Gespräch erzählten die Angestellten offen, dass das Aufeinander-Zugehen anfangs nicht leicht fiel. Mittlerweile habe man die anderen jedoch gut kennen- und schätzen gelernt. Miteinander reden, achtsam aufeinander zugehen, ein aufrichtiges Interesse am anderen zeigen, zusammen arbeiten – all das hilft, das beiseite zu räumen, was an Vorurteilen oder gar Verletzungen zuvor im Raum stand und ein Miteinander erschwert hat. In diesem Monat beten wir für alle Menschen guten Willens im Nahen Osten um diesen Geist des Dialogs und des gegenseitigen Respekts, damit eine wertschätzende Begegnung und Frieden und Versöhnung möglich werden.

    Von Axel Berger

    Gebet:

    Gott,
    Menschen unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften setzen ihre Hoffnung auf Dich.
    Sie haben unterschiedliche Namen für Dich und auch ihre Vorstellungen von Dir sind verschieden.
    Wir bitten Dich für alle gottesfürchtigen Menschen, die im Nahen Osten zusammenleben, um Deinen Geist der Versöhnung, dass er ein wertschätzendes Miteinander und ein friedvolles Aufeinander-Zugehen bewirke.

    Amen.

  • Trost und Hoffnung im Glauben Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Monat November für alle, die um einen verstorbenen Menschen trauern und Trost und Hoffnung im Glauben suchen; und für jene, die durch den Verlust keinen Halt mehr finden und verzweifeln.

    Der Tod eines lieben Menschen reißt eine Lücke ins eigene Leben. Jemand Vertrautes ist auf einmal nicht mehr da und wir müssen wieder ganz von vorne anfangen, unser Leben zu leben. Und dennoch tragen wir das, was wir durch den Verstorbenen an Liebe, Rat, Kritik, Wertschätzung, Sorge etc. erhalten haben, wie einen kostbaren Schatz mit uns. Wir sind so, wie wir sind, durch die Menschen, die uns geprägt haben, indem sie ein Stück unseres eigenen Weges mit uns gegangen sind. Man zitiert gerne den Satz „Zeit heilt alle Wunden“. Er ist nur insofern richtig, als dass es uns vielleicht irgendwann gelingt, mit den Wunden zu leben, die wir erlitten haben. Als Diakon bin ich oft mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert. Ich denke an einen alten Mann, der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau lernen musste, wie man bügelt und kocht. Er hatte sich nie darum kümmern müssen und würde in beidem aber wohl niemals so gut werden wie seine Frau. So erzählte er mir, als ich ihn einige Monate nach der Beerdigung in der Stadt traf – mit einem Augenzwinkern.

    Von Axel Berger

    Gebet:

    Guter Gott, Du kennst uns,
    Du weißt um unseren Kummer, unsere Trauer und unsere Verzweiflung,
    wenn jemand, den wir lieb hatten, plötzlich nicht mehr da ist.
    Als Christinnen und Christen glauben wir fest daran, dass es einmal ein Wiedersehen mit unseren Lieben bei Dir im Himmel geben wird. Schenke allen Trauernden gläubige Zuversicht und Menschen, die ihnen helfen, sich im Leben neu zurechtzufinden.
    Amen.

  • Letzte Lebenszeit Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im Monat November für die Menschen, die in den Altenheimen und Hospizen ihre letzte Lebenszeit verbringen, und für alle in Besuchs- und Helferdiensten, die ihnen Nähe und Beistand schenken.

    Es gibt glaube ich niemand, der nicht gerne alt werden möchte. Und doch will gleichzeitig niemand alt sein. Alter bedeutet unweigerlich, dass die Kraft nachlässt und das Lebensende näher rückt. Auch Krankheit bedroht menschliches Leben. Menschen in Altenheimen und Hospizen müssen sich der Wirklichkeit des herannahenden Todes stellen. Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute erscheint wertvoller, wenn klar ist, dass nicht mehr viel Zeit bleibt. Als Diakon bin ich oft in Situationen im Umfeld von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer gestellt. Ungewöhnlich kostbar sind mir diese Momente. Sie geben meiner Arbeit als Seelsorger Sinn. Oft werde ich auch auf eigenartige Weise beschenkt: So sagte mir einmal eine ältere Dame auf dem Sterbebett, dass sie ein wirklich schönes Leben gehabt hätte – alles in allem – und dass es nun an der Zeit wäre zu gehen: „Wenn ich in den Himmel kommen sollte und ich irgendetwas für Dich tun kann… Ich denk an Dich!“ Menschen in Altenheimen und Hospizen ganz gleich ob als Pflegepersonal oder als Ehrenamtliche im Besuchs- und Helferdienst haben eine unschätzbar wichtige Aufgabe: Sie sind Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter auf der letzten Wegstrecke, schenken Zeit und menschliche Wärme, ein offenes Ohr und eine helfende Hand und bekommen oftmals dafür mehr als nur ein aufrichtiges Dankeschön zurück – nämlich Sinn, in dem was sie tun.

    Von Axel Berger

    Gebet:

    Treuer Gott,
    wir empfehlen Dir alle Menschen, deren Leben sich dem Ende neigt.
    Als Christinnen und Christen leben wir in der Zuversicht, dass der Tod nicht das Ende sondern nur der Übergang zu einem neuen und besseren Leben bei Dir ist.
    Segne und leite Du das Tun all jener Menschen, die sich liebevoll um Menschen kümmern, deren Leben zu Ende geht. Wir wissen, dass unser Leben in Deinen Händen steht und dass wir in Deiner Liebe geborgen sind: gestern, heute und in Ewigkeit.
    Amen.

     

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