Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat"

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan (März 2018)

  • Ausbildung in Geistlicher Unterscheidung Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir dass die Kirche erkennt, wie dringend die Ausbildung zu Geistlicher Unterscheidung ist und diese sowohl auf persönlicher als auch auf der Ebene der Gemeinden fördert.

    Im ersten Kapitel des Buches Josua wird die Geistliche Unterscheidung angesprochen, sowohl persönlich als auch auf Ebene der Gemeinde. Der Kehrvers „Sei mutig und stark? Fürchte dich nicht und hab keine Angst; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist“. Dieser Vers verbindet die persönliche Entscheidung Josuas, ab jetzt vom Diener des Moses zum Knecht zu werden mit dem Gedanken gemeinsam einen neuen Staat zu bilden. Dann verbindet der gleiche Kehrvers die Zustimmung aller, ein Volk Gottes zu werden, eine Glaubensgemeinschaft. Der Vers: „Sei mutig und stark? Fürchte dich nicht und habe keine Angst; denn der HERR, dein Gott ist mit dir überall, wo du unterwegs bist“. Dieser Satz ist das zentrale Glaubensbekenntnis, das immer wieder überprüft werden muss in der Stille, in dem Gebet der Gemeinschaft. Erst wenn wir – jeder/jede persönlich und in Gemeinschaft – unter jeweils anderen Bedingungen dieses Glaubensbekenntnis von Herzen aussprechen können, dann sind wir fähig, eine Entscheidung zu treffen, persönlich und in Gemeinschaft.

    Gesegnet, der du uns erweckst und nicht entwertest.
    Gesegnet  du für dein Wort, das uns entlarvt, doch nicht vernichtet.
    Gesegnet du für deine Achtung vor Menschen,
    und dass du auf uns deine Hoffnung gesetzt hast,
    dass du auf uns deine Augen gerichtet hältst.
    Lass nahe kommen dein Wort von Befreiung.  Amen.

    (Huub Oosterhuis)

  • Für Menschen in den Gewerkschaften Parteien Verbänden Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die sich in Parteien, Gewerkschaften oder Verbänden engagieren  zum Wohl der Menschen  und für die Bewahrung der Schöpfung.

    Obwohl die großen Religionen von Wohlwollen, Pietät, Gewaltlosigkeit, Statthalter und Erbe sprechen, wenn es um die Natur geht, ja sogar die säkularen Zeitgenossen halten Nachhaltigkeit in Sachen Natur hoch. Seit der Stele von Hammurabi (1800 v. Christus) ist es klar, dass auch die Armen und Kleinen Rechte haben. Und dennoch erleben wir eine Welt, in der man keine oder wenig Rücksicht nimmt auf die Natur und die Menschen der sogenannten unteren Schichten. Wenn es so ist, dann brauchen wir Mahner und Rufer, die die Menschen auf andere, neue Wege führen können, weg von Unheil, Elend, Krankheit und Armut. Wir können unseren Auftrag festhalten in einem Gebet::

    Erde, das Werk deiner Hände, kahlgeschlagen und verwüstet, erschöpft und vergiftet, Löcher gebrannt  in den Himmel. Erde, entheiligt und verstoßen durch die Füße ihrer Bewohner, zertreten die ewigen Worte, zertrampelt die Rechte der Armen.

    Du, in deiner Stille, hörst, siehst und schweigst, besinnst dich, ob du noch Geisteskraft genug, Glauben hast, Hoffnung und Liebe, um aufs neue Gott zu sein, Schöpfer und Befreier.

    Dann senktest du dich und riefst deinen Namen über uns: „Ich werde sein, der ich bin, Gott, barmherzig und gnädig, reich an Liebe und Treue – tausend Geschlechter lang“.

    (Huub Oosterhuis)

  • Für Menschen, die von der Arbeit sehr beansprucht sind - und deren Arbeit zu wenig wertgeschätzt wird Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch ihren Beruf stark in  Anspruch genommen sind und besonders für jene, deren Arbeit nicht ausreichend wertgeschätzt und entlohnt wird..

    Bei den kommenden Jubiläumsfeiern, die uns Karl Marx in Erinnerung rufen wollen und ihn als einen großen Sohn Triers darstellen wollen, sollten wir einen Begriff nicht aus den Augen verlieren: Entfremden. Marx wirft der „modernen Industrie“ vor, dass sie die Menschen von ihrer Arbeit entfremdet. Erstens wird ihnen das Produkt ihrer Hände Arbeit genommen, zweitens wird ihnen die Entlohnung für ihre Leistung vorenthalten. Die eigentlichen Gewinne der menschlichen  Arbeit fließen in  die Taschen anderer. Der Mensch fühlt sich nicht mehr geachtet und geehrt, selbst nicht in guten Tagen, ganz sicher aber nicht in bösen Tagen. Darum wollen wir beten:

    Sieh uns, deine Menschen: Welt voller Gewalt, besetzte Gebiete; Welt des schleichenden Unrechts, mehr und mehr Armut auf dieser geschändeten Erde, siehe deine Menschheit. Möge Wahrheit werden, was da geschrieben steht: „Sie schrien aus ihrem Elend empor, und er hörte, und er sah, und er wusste und  er stieg hinab zu befreien“. Sei Gott für uns, so wie du bist, Gott von Abraham, Gott von Isaak, Gott von Jakob. Hirte von Israel, höre unser Gebet, Betreuer Josefs, komm uns befreien.

    Unser Leben, jahraus, jahrein, schwer und gespannt, aber auch so ungreifbar und schnell, lass es in deiner Hand sein und in deinem Namen gesegnet. So beten und singen wir zu dir, mit sanfter Stimme – aber du wirst uns hören. Amen

    (nach Huub Oosterhuis)

    Ludger van Bergen SJ, Trier

     

     

    (aus der Erzdiözese Wien)

    (Marco Weber, Trier)

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