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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - September 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Um Respekt für die Erde - Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im September um Respekt für die Rohstoffe unseres Planeten: Wir beten dafür, dass kein Raubbau an den Rohstoffen unseres Planeten betrieben wird, sondern dass sie gerecht und nachhaltig verteilt werden.

    Immer noch die Meldungen vor allem aus Brasilien, dass tagtäglich riesige Flächen an Regenwald gerodet werden und damit ein Teil der Lunge unseres Planeten verloren geht. Immer wieder die Nachricht, dass ein Öltanker verunglückt, tausende Tonnen an Öl verliert und Naturparadiese zerstört werden, immer wieder die Bilder von Massentierzucht und quälenden Tiertransporten, usw. Man könnte aufgrund der immer wiederkehrenden Nachrichten und Bilder frustriert aufgeben. Und doch bleibt unser Auftrag bestehen, die Erde zu gestalten und die Schöpfung zu bewahren. Am Ende geht es ja auch um unsere Zukunft und unser Überleben als Menschen auf diesem Planeten.  Und es gibt sie ja auch die Ansätze, die Mut machen, weiter dran zu bleiben – aus einer ganz bunten und vielfältigen Motivation heraus: wichtige und prägende Verlautbarungen seitens der Kirche, die Amazonassynode, die „fridays for future“ – Bewegung, Discounter entdecken die Nachhaltigkeit, Konflikte bei der Rohstoffgewinnung werden zunehmend in den Meiden thematisiert, Unternehmen richten Referentenstellen für Ethik und Nachhaltigkeit ein, Investoren bauen zunehmend nachhaltiger, neue Mobilitätskonzepte werden entwickelt, das Verhalten Vieler verändert sich – nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie -  und nicht zu vergessen die vielen Initiativen von Gruppen und Einzelpersonen, gerade auch in kirchlichen Jugendverbänden. Wenn wir unseren Schöpfungsauftrag ernst nehmen, sollten wir als Christen in den Bemühungen um die Erde Vorbild sein.

    Von Markus Leineweber

     

    Gebet

    Gott der Liebe,
    zeige uns unseren Platz in dieser Welt
    als Werkzeuge deiner Liebe
    zu allen Wesen dieser Erde,
    denn keines von ihnen wird von dir vergessen.

    Erleuchte, die Macht und Reichtum besitzen,
    damit sie sich hüten vor der Sünde der Gleichgültigkeit,
    das Gemeinwohl lieben, die Schwachen fördern
    und für diese Welt sorgen, die wir bewohnen.

    Die Armen und die Erde flehen,
    Herr, ergreife uns mit deiner Macht
    und deinem Licht,
    um alles Leben zu schützen,
    um eine bessere Zukunft vorzubereiten,
    damit dein Reich komme,
    das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens,
    der Liebe und der Schönheit.

    Gelobt seist du.

    Amen.

    Gebet (Ausschnitt) von Papst Franziskus als Abschluss seiner Enzyklika „Laudato Sí“ (24. Mai 2015)

  • Für die Beschäftigten und Ehrenamtlichen in den Caritasverbänden Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im September besonders für die Beschäftigten und Ehrenamtlichen in den Caritasverbänden, die sich für benachteiligte und bedürftige Menschen einsetzen.

    Diakonisch Kirche sein – diese zentrale Botschaft der Bistumssynode macht deutlich, wie wichtig der Dienst am Menschen für die Kirche ist. Und die Synode hat gut daran getan, diesen Aspekt hervorzuheben, da es letztlich um die Existenz der Kirche selber geht: Kirche ist nicht Kirche, wenn sie nicht diakonisch ist. Das Diakonische ist mit Gründung der Kirche einer ihrer Wesenszüge. Der seinerzeit „unbequeme“ französische  Bischof Jaques Gaillot,  hat es mit dem Titel eines Buches, das am 1. Jan. 1995 erschienen ist, scharf auf den Punkt gebracht: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts“. Zwei Wochen später, am 13. Jan. 1995, erfolgt die Amtsablösung Gaillots als Bischof von Évreux durch Papst Joh. Paul II. und jährte sich folglich im Januar diesen Jahres zum 25. Mal. Ob die Veröffentlichung des Buches auch ein auslösendes Element für die damals von viel Protest begleitete Maßnahme der Amtsablösung war, sei dahin gestellt. Der Buchtitel bleibt bis heute radikal deutlich – und gültig. Auf diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig der Dienst der vielen Beschäftigten und Ehrenamtlichen in den Caritasverbänden ist. Überlebenswichtig -  für die Menschen, für die wir als Caritas da sind, aber auch für die Kirche, die zum Dienst am Menschen berufen ist. Es ist ein Zeichen des Dankes und Ausdruck ihres Selbstverständnisses, wenn Kirche weiter darum kämpft, dass auch weiterhin die Mittel zur Verfügung stehen, die zur Erfüllung des Dienstes am Menschen und damit zum Vollzug von Kirche notwendig sind.

    Von Markus Leineweber

    Gebet

    Herr Jesus Christus,

    wir danken für die vielen Frauen und Männer, die sich mit viel Engagement – haupt- oder ehrenamtlich - tagtäglich in den Dienst am Nächsten stellen und damit Deinem Beispiel folgen.
    Schenke ihnen die notwendige Kraft, die der Einsatz für den Menschen immer wieder verlangt und die Zuversicht, auf Deine Hilfe bauen zu können.
    Sende der Kirche Deinen Geist, damit sie immer wieder den Dienst am Menschen als Erfüllung Deines Auftrages und als Verwirklichung von Kirche vor Ort erkennt.

    Amen.

    Von Markus Leineweber

  • Für alle, die für das Wohl der Menschen in den Städten und Gemeinden unseres Bistums arbeiten Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir im September besonders für alle, die ein Mandat in Orts- und Stadträten innehaben und für das Wohl der Menschen in den Städten und Gemeinden unseres Bistums arbeiten

    Manchmal mag man geneigt sein, den Kopf zu schütteln, wenn man manche Ratssitzung auf Stadt- und Gemeindeebene mitverfolgt oder über die Verläufe in der Presse zu lesen bekommt. Ja, manches ist geprägt von parteilicher oder persönlicher Selbstdarstellung, von Parteipolitik, Taktik und Strategie, von Formalismus und einer nicht immer vorbildhaften Debattenkultur. Und dennoch: da gibt es eine Vielzahl von Personen, die mit einem hohen Anspruch viel Zeit investieren und sich ehrenamtlich engagieren, die sich wählen lassen und bereit sind Verantwortung für die Gesellschaft, für ihren Ort und ihre Stadt zu übernehmen, auch und gerade dann, wenn Entscheidungen dem Allgemeinwohl dienen und nicht den Einzelinteressen. Wie die Kirche, lebt auch die Zivilgesellschaft aus dem Prinzip der Mitgestaltung und Beteiligung. Ja, Mitgestaltung und Beteiligung lassen Entscheidungs- und Lösungsprozesse mitunter anstrengender und langwieriger werden. Manch einer mag da den Wunsch hegen, jemand möge mal wieder so richtig auf den Tisch hauen und sagen wo es lang geht. Dass ein solcher Gedanke eine große Gefahr in sich birgt, ist offensichtlich. Umso mehr gilt es den Menschen zu danken, die sich für den Dialog, den Kompromiss, für die Entscheidungen zum Allgemeinwohl und für die Werte einer demokratischen Gesellschaft ausgesprochen haben und sich in ihrer Ratstätigkeit, diesen verpflichtet fühlen. Sie leisten damit nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung ihrer Gemeinde vor Ort, sondern vor allem auch für die Aufrechterhaltung einer demokratischen Ordnung in unserer Gesellschaft und geben der Demokratie damit ein Gesicht.

    Von Markus Leineweber

     

    Gebet

    Herr Jesus Christus

    Wir danken Dir für die Menschen, die sich zum Wohl der Allgemeinheit in den politischen Gremien engagieren.
    Lass sie ihrer hohen Verantwortung bewusst sein, die sie damit für die Weiterentwicklung ihrer Gemeinde und der politischen Kultur unserer Gesellschaft beitragen und gib ihnen die Kraft, trotz der mit ihrer Arbeit einhergehenden Anstrengungen, für die Werte unserer Verfassung einzustehen und in einem guten Dialog mit Bistum und Kirchengemeinden besonders das Wohl der Menschen im Blick zu behalten, die der Hilfe besonders bedürfen.

    Amen.

    Von Markus Leineweber

     

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