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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Juli 2020

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für die Familien Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Monat Juli dafür, dass die Familien unserer Tage mit Liebe, Respekt und Rat begleitet werden.

    Für Gesellschaft und Kirche spielt die Familie eine herausragende Rolle. Dementsprechend findet sie auch eine besondere Beachtung in einschlägigen Dokumenten wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Kirchenkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, in der die Familie als Hauskirche bezeichnet wird.

    Heutige Familien sehen sich oft verschiedensten Ansprüchen und Herausforderungen ausgesetzt. Die Corona-Pandemie und das damit verbundene homeschooling, die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf generell, Entscheidungen hinsichtlich Kinderbetreuung und -erziehung sind nur ein paar Stichworte in diesem Zusammenhang. Da ist es nicht verwunderlich und kein Zeichen von Schwäche, wenn Familien auch mal verunsichert sind oder Unterstützung brauchen und suchen.

    Papst Franziskus lenkt mit der Gebetsmeinung in diesem Monat den Blick auch auf die Menschen, denen Familien und ihre Mitglieder in jenen Momenten begegnen: weiteren Angehörigen, ErzieherInnen, LehrerInnen, SeelsorgerInnen, MitarbeiterInnen in Jugendämtern und verschiedensten Beratungsstellen, aber auch in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, um nur ein paar Beispiele zu nennen. So individuell die jeweilige Familiensituation ist, so komplex ist auch die Aufgabe dieser Menschen, Familien hilfreich, wertschätzend und wohlwollend in ihren Sorgen und Nöten zu begleiten.

    Von Yvonne Uebel

    Gebet

    Herr Jesus Christus,
    „einer trage des anderen Last“ - dazu fordert der Apostel Paulus die Gemeinden in Galatien auf (vgl. Gal 6,2).
    In vielen Familien kommen ihre Mitglieder diesem Anspruch auch heute nach.
    Wir bitten dich:
    Lass auch sie in schwierigen Momenten auf Menschen treffen,
    die ihnen ein Stück ihrer Last abnehmen und ihnen solidarisch, respektvoll und hilfreich mit Rat und Tat zur Seite stehen.
    Stärke die Familien und die sie begleitenden Personen mit deinem Beistand und deinem Segen.
    Amen.

     

  • Für einsame Menschen Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Menschen, die unter Einsamkeit leiden, und für alle, die ihnen in Besuchsdiensten und Nachbarschaftshilfe Zeit schenken.

    Einsamkeit – ein schillerndes Wort: Es reicht vom freiwillig gesuchten, manchmal wohltuenden Alleinsein bis zur schmerzhaft erfahrenen Vereinsamung. Letztere Begriffsfacette ist ein Zustand, der Angst machen kann und über den gemeinhin nicht gerne gesprochen wird, der aber in Zeiten der Corona-Schutzmaßnahmen – so mein Eindruck – mehr ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt ist. Zahlreiche Initiativen und kreative Ideen sind entstanden, die Menschen erleben ließen, dass sie nicht vergessen sind, auch wenn Besuche oder gemeinsame Aktivitäten nicht mehr so möglich sind wie bisher. Auch die mancherorts vorgenommene Umformulierung von social distancing zu physical distancing macht deutlich, dass es auch zu Zeiten von Corona eigentlich nicht darum geht, sich und andere sozial völlig zu isolieren, sondern körperlichen Abstand zu wahren.

    „Du bist nicht allein“ - dieser Satz markiert eine Schlüsselszene in einem meiner Lieblingsfilme. Ein Vorteil des digitalen Zeitalters ist, dass die Erfahrung von Gemeinschaft und Zugehörigkeit nicht zwingend an Bezugspersonen gekoppelt ist, die vor Ort leben. Das Internet und verschiedene Apps ermöglichen tragfähige Beziehungen auch zu Menschen, denen man in der analogen Welt noch nie begegnet ist, von denen man durch etliche Kilometer oder aufgrund anderer Umstände räumlich getrennt ist. Dieser Umstand schmälert jedoch nicht die Bedeutung von Personen, die im Rahmen von Besuchsdiensten oder Initiativen der Nachbarschaftshilfe – in vielen Fällen auch schon vor der Corona-Pandemie – einen nicht unbedeutenden Teil ihrer Zeit investieren, um für andere Menschen da zu sein und ihnen durch ihre Anwesenheit und Unterstützung direkt oder indirekt den wohltuenden Satz „du bist nicht allein“ zuzusprechen. Diese Menschen leisten einen wertvollen Beitrag nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die gesamte Gesellschaft. Denn sie setzen ein Zeichen gegen Egoismus und heben mit ihrem Engagement nicht selten die Lebensqualität in ihrer konkreten Nachbarschaft.

    Von Yvonne Uebel

    Gebet

    Guter Gott,
    du hast dich Mose als der „Ich bin (da)“ geoffenbart (vgl. Ex 3,14).
    Wir bitten dich:
    Schenke allen Menschen, die von Einsamkeit bedroht sind oder darunter leiden, die Erfahrung und Gewissheit, dass du für sie da bist
    und stelle ihnen Menschen zur Seite, die sie spüren lassen, dass sie weder allein noch vergessen sind.
    Stärke und segne sie und alle, die sich in den vielfältigen Formen von Besuchsdiensten und Nachbarschaftshilfe mit ihrer Zeit und ihrem Herzblut für andere engagieren.
    Amen.

  • Für die Christen anderer Kultur und Muttersprache Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Christen anderer Kultur und Muttersprache, die in unserem Bistum eine neue Heimat gefunden haben.

    Der Tag der muttersprachlichen Gemeinden, fester Bestandteil der Heilig-Rock-Tage in unserem Bistum, führt mir eines immer wieder vor Augen: wie bunt und vielfältig unsere Welt, aber auch die Kirche ist.

    Diese Vielfalt innerhalb der Kirche ist ein Ergebnis ihrer nicht abgeschlossenen, sondern bleibenden Sendung, allen Menschen weltweit die Frohe Botschaft zu verkünden. Dass die Evangelisierung keine Einbahnstraße ist, in der nur die eine Seite etwas zu sagen und die andere ausschließlich zu hören hat, sondern ein Geschehen ist, bei dem alle Beteiligten voneinander lernen und sich gemeinsam in einem Prozess dem Geheimnis Gottes annähern können, macht auch Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium deutlich: „Jeder Teil des Gottesvolkes gibt, indem er die Gabe Gottes dem eigenen Geist entsprechend in sein Leben überträgt, Zeugnis für den empfangenen Glauben und bereichert ihn mit neuen, aussagekräftigen Ausdrucksformen. Man kann sagen: ,Das Volk evangelisiert fortwährend sich selbst'“ (EG 122). Christen anderer Kultur und Muttersprache machen mit ihrer Glaubenspraxis den Reichtum an jenen Ausdrucksformen erfahrbar. Der Kontakt mit ihnen und das Mitfeiern ihrer Gottesdienste kann den eigenen Glauben und die eigene Frömmigkeit inspirieren, anreichern und schärfen. Nicht selten stehen sie jedoch auch vor der Herausforderung, zwischen Bewahrung der eigenen Tradition und Identität auf der einen, und Integration und Anpassung auf der anderen Seite eine gute Balance zu finden. Es bleibt ihnen zu wünschen, dass sie in unserem Bistum eine neue oder zweite Heimat finden und dort Menschen begegnen, die sich von etwaigen Unterschieden nicht abschrecken lassen, sondern sich im Miteinander auf das Verbindende konzentrieren.

    Von Yvonne Uebel

    Gebet

    Herr, mit dem so genannten Trierer Christusgebet beten wir:
    "Jesus Christus, Heiland und Erlöser, erbarme dich über uns und über die ganze Welt. Gedenke deiner Christenheit und führe zusammen, was getrennt ist".
    Wir bitten dich:
    Lass die Christen anderer Kultur und Muttersprache, die in unserem Bistum Heimat gefunden haben, in ihrem Umfeld auf Menschen und Glaubensgeschwister treffen, die ihre Glaubenspraxis respektieren, und Gemeinschaft mit ihnen und untereinander erfahren.
    Amen.

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