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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - Mai 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Für die Kirche in Afrika als Förderin der Einheit Switch

    Die Kirche in Afrika als Förderin der Einheit: Dass die Kirche in Afrika durch den Einsatz ihrer Mitglieder die Einheit unter den Völkern fördert und so ein Zeichen der Hoffnung für diesen Kontinent ist.

    Ein sehr bekanntes Sprichwort der Xhosa* fängt mit den Worten an: “Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun [...]". Das beschreibt ziemlich gut die Situation und Motivation der vielen Ortskirchen Afrikas. Die Bewunderung für die gesellschaftliche Buntheit, die kulturelle Verschiedenheit und die Entschiedenheit der vielerorts christlichen Minderheiten Afrikas für ein friedliches Zusammenleben, hat auch Papst Franziskus mehrmals ausgedrückt. In seinem Gebetsanliegen für den Monat Mai wird dieser Einsatz der afrikanischen Christen für die Einheit, über die gesellschaftlichen, sozialen oder religiösen Unterschiede hinaus, nicht nur gewürdigt, sondern auch durch ein solidarisches Gebet der ganzen Welt-Kirche vor Gott gebracht. Das friedliche Handeln, die Einheit ist eine Hoffnung: die Menschen "[...] können das Gesicht dieser Welt verändern."

    (*Das Volk Xhosa lebt in Tansania, Südafrika, Botswana und Lesotho)

    Tomek Welke, Diözesanstelle Weltkirche
    missio-Diözesanreferent

  • Für die Kirche von Trier, die das Gewand Christi verehrt Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für für die Kirche von Trier, die das Gewand Christi verehrt: um einen lebendigen Glauben und den Geist des Vertrauens bei den Menschen in den Städten und Dörfern unseres Bistums.

    Das Leitwort des Bistumsfestes lautet in diesem Jahr „heraus gerufen. Du schaffst unseren Schritten weiten Raum“. Es greift somit wieder die beiden Worte auf, die auch über dem Abschlussdokument unserer Bistumssynode stehen, und ergänzt diese um ein Zitat aus dem Psalm 18. Menschen, die die Bistumssynode und ihre Umsetzung kritisch sehen, könnten bei diesem Leitwort vielleicht auf die Idee kommen zu sagen, dass damit die weiten Räume gemeint sind, die durch die neuen Pfarreien der Zukunft entstehen. Dieser Aspekt war bei der Wahl des Leitworts auch durchaus im Blick. Denn so Bischof Stephan in seiner Einladung: „Der weite Raum ist Gabe und Aufgabe zugleich: Er gibt uns die Freiheit, über bisherige Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten und mit Menschen in Kontakt zu kommen, vor allem auch mit jenen, die wir bisher nicht oder weniger im Blick hatten. Und er fordert uns heraus, Seelsorge neu zu denken, Verantwortlichkeiten neu zu definieren und unsere Bilder von Pfarrei und Gemeinde zu überprüfen. So weist das Leitwort auf eine Spannung hin, in der wir derzeit stehen, und drückt gleichzeitig eine Hoffnung aus.“ Und genau in dieser Spannung, aber auch Hoffnung gilt es, gemeinsam im Marienmonat Mai auf die Fürsprache Marias, als Patronin unseres Bistums, um einen lebendigen Glauben und den Geist des Vertrauens bei den Menschen in den Städten und Dörfern unseres Bistums zu beten:

    Maria, du warst in deinem Leben ganz auf Gott ausgerichtet. –
    Hilf uns, zu hören wie du auf die Botschaft des Herrn für uns.
    Hilf uns, zu glauben wie du an den lebendigen und erfahrbaren Gott.
    Hilf uns, zu vertrauen wie du mit einem sehenden Herzen.
    Hilf uns, zu lieben wie du behutsam und bewahrend.
    Hilf uns, Unbegreifliches anzunehmen wie du in großer Zuversicht.
    Hilf uns, zu warten wie du mit bereitem Herzen, mit offenen Augen und Ohren und einer wachen Seele.
    Maria, Mutter des Herrn, hilf uns, zu glauben wie du.

    (Nach Gotteslob 676,4)

  • Für die Priester in unserem Bistum Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für die Priester in unserem Bistum: um Stärkung und Freude in ihrem Dienst in einer Zeit der Veränderungen und um Annahme ihres Dienstes in unseren Gemeinden und Gemeinschaften.

    Im Rahmen der Bistumssynode hat sich im Bistum Trier die sog. „Plattform P“ gebildet als ein auf Dauer angelegtes Netzwerk von Priestern im aktiven Dienst im Bistum Trier. Diese hat sich als Interessenvertretung der Priester das Ziel gesetzt, die Veränderungsprozesse im Bistum aktiv mitzugestalten (inhaltlich, theologisch, strukturell und geistlich). Bei den regelmäßigen Zusammenkünften werden, ähnlich wie bei den anderen pastoralen Berufsgruppen, die Veränderung im Hinblick auf den Dienst, die Rolle aber auch auf die Lebensform des Priesters in der neuen Struktur der Pfarreien der Zukunft und damit verbunden in den Leitungsteams thematisiert und diskutiert. Dabei wird deutlich, dass es auch bei den Priestern Verunsicherung und unterschiedliche Ansichten und Meinungen gibt bezogen auf die zukünftige Rolle und das Priesterbild. Daher möchte ich den Mitbrüdern das Gebet unseres ehemaligen Bischofs und jetzigen Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, zur Stärkung und Freude in unserem Dienst in einer Zeit der Veränderungen und zur Annahme unseres Dienstes in unseren Gemeinden und Gemeinschaften anempfehlen, dass Sie als Gläubige natürlich in abgewandelter Form auch für uns als Priester beten können:

    Gebet der Priester

    Herr Jesus Christus, Du hast mich zum priesterlichen Dienst berufen.
    Nicht ich habe Dich erwählt, Du hast mich erwählt, und dieser Wahl habe ich zugestimmt.
    Ich danke Dir für Deine Liebe und die Gnade, Dir und den Menschen dienen zu dürfen.
    In allen Belastungen und auch Dunkelheiten meines Lebens bin ich gewiss:
    Du bist treu! Dein Ja-Wort wird niemals zurückgenommen, denn Du bist das „Ja zu allem, was Gott verheißen hat“ (2 Kor 1,20).

    Manchmal bedrängen mich Sorgen und Ängste: wie wird es in unseren Gemeinden, in unserem (Erz)bistum, in der Kirche weitergehen?
    Wo sind die Zeichen des geistlichen Aufbruchs, der Offenheit für Deine Gegenwart mitten unter uns, besonders in der Feier der heiligen Eucharistie?
    Hilf mir, meine Kleingläubigkeit, Ängstlichkeit und Menschenfurcht zu überwinden, damit ich mit meinem Leben und Arbeiten wirklich Zeuge und Werkzeug deines Evangeliums werden kann.

    Hilf mir, die Zeichen der Zeit im Licht Deines Evangeliums zu deuten und die vielen Früchte des Glaubens, der Liebe, des Gebetes nicht zu übersehen.
    Schenke mir immer wieder neu die Freude des Anfangs, der „ersten Liebe“ (Offb 2,4).

    Ich danke Dir, Herr Jesus Christus, für das Geschenk des Priestertums und für diese konkrete Aufgabe, in die ich hineingestellt bin.
    Ich nehme sie an mit der Bereitschaft, mit meinen manchmal bescheidenen und schwachen Kräften meinen Dienst zu tun und bitte Dich:
    vollende Du in der Kraft des Heiligen Geistes, was in meinem Leben und Wirken Stückwerk und Fragment bleibt.
    Hilf mir, dass ich in allem Dir und damit den Menschen dienen kann.
    So werde ich auch den Weg finden zu einem erfüllten Leben, so wie Du es verheißen hast.

    Dankbar bin ich für alle Menschen, die Du mir in meinem Dienst zur Seite gestellt hast.
    Ich weiß: ich bin nicht allein, viele Menschen gehen mit mir den Weg des Glaubens, ja die Kirche umfängt und trägt mich.
    Sie ist das Volk Gottes, Dein geheimnisvoller Leib, in dem wir alle miteinander verbunden sind.
    In dieser Kirche als Priester zu leben und zu wirken ist meine Berufung, die ich immer neu annehmen will. 

    Jesus, schenke mir die Gnade der Treue und der Freude in meinem Dienst. Amen. 
     

    Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising

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