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Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - September 2019

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Um den Schutz des Ozeane Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir im Monat September um den Schutz der Ozeane: Dass Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsbosse zusammenarbeiten, um die Weltmeere und Ozeane zu schützen.

    Der Meeresschutz geht alle an – denn die Ursachen und Folgen von verschmutzten Meeren sind selten einem Staat oder einer Menschengruppe allein zuzuordnen.

    Auch der oder die Einzelne kann viel tun, um beispielsweise die Menge an Medikamenten oder Müll im Meer zu verringern: Die sachgemäße Entsorgung alter Medikamente über den Restmüll, das Eindämmen von (Einweg)plastik und der sorgsame Umgang mit Abfällen sind Alltagsthemen, die jede/r für sich bearbeiten und ändern kann.

    „Im Großen“ sind tatsächlich die Menschen in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gefragt – etwa beim Umdenken im Management der Landwirtschaft, um das Zuviel an Nährstoffeinträgen in Gewässern zu vermeiden. Der zunehmend belastende „Unterwasserlärm“ (durch Motoren und Schiffsschrauben) kann durch den Einsatz geeigneter neuer Technik vermieden oder vermindert werden. Und um das unbeabsichtigte Einschleppen von nicht-einheimischen Arten zu unterbinden, ist das Reinigen der Schiffsrümpfe und des Ballastwassers der Schiffe eine gemeinsame Aufgabe für die chemische Wissenschaft und die Reedereien.

    Gebet

    Gott unser Schöpfer, Du hast die Weltmeere in ihrer Schönheit geschaffen. Hilf uns und anderen zu erkennen, wo unsere Verantwortung im Blick auf die Ozeane liegt – sei es in der politischen Willensbildung, in der wirtschaftlichen Entwicklung oder im wissenschaftlichen Fortschritt. Und lass uns auch als Einzelne im Alltag erkennen, wo unsere Verantwortung für Deine Schöpfung liegt. Amen.

    Dr. Carola Fleck

  • Für alle auf der Suche nach der Wahrheit Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir für die Gläubigen anderer Religionen, mit denen wir zusammenleben, und für alle nichtreligiösen Menschen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind.

    Viele Wege führen auf den Berg!

    In den Neunzigern veröffentlichten der Rabbiner Marc Gellman und der katholische Geistliche Thomas Hartman mehrere Bände für Eltern und Kinder, in denen sie sich gemeinsam mit ihnen grundsätzlichen Lebens- und Glaubensfragen stellten. Eine davon lautete: „Wenn es nur einen Gott gibt, warum gibt es dann so viele Religionen?“

    Die Autoren vergleichen in ihrem Antwortversuch die Religionen mit verschiedenen Pfaden, die alle zum Gipfel eines Berges führen. Die Wege wurden zu unterschiedlichen Zeiten begonnen, es gab und gibt verschiedene „Wanderführer / - innen“ und wir alle sind in diesem Bild die „Bergsteiger / -innen“.

    Es ist gut, zufrieden mit dem eigenen, gut erprobten und schönen Weg zum Gipfel zu sein – so die Autoren. Aber sie legen uns auch nahe, uns darüber bewusst zu werden, dass viele Wege hinaufführen. Vom Gipfel aus wird sichtbar, aus wie vielen Richtungen Menschen genau dorthin unterwegs sind.

    Und manche Menschen sind gerade nicht auf den großen, schon gut ausgetretenen Pfaden unterwegs, sondern auf sehr individuellen - oft auf eigene Gefahr, mit hohem Risiko und mit viel Mut.

    An alle richten Marc Gellman und Thomas Hartman ihre Botschaft:

    „Denkt daran, dass wir diesen Berg alle gemeinsam erklimmen. Wenn ihr also andere Wanderer auf anderen Wegen trefft, dann bleibt stehen und unterhaltet euch mit ihnen. Erzählt ihnen, was ihr auf eurem Weg gelernt habt. Fragt sie, was sie auf ihrem Weg erfahren haben. Und vergesst nicht, euren Proviant mit ihnen zu teilen und ihnen ein paar von euren Wanderliedern beizubringen.“

    (Marc Gellman / Thomas Hartman, Wo wohnt Gott? Fragen und Antworten für Eltern und Kinder, Hamburg 1997, 96.)

    Gebet

    Gott, unser Schöpfer, öffne unsere Augen für die Vielfalt Deiner Schöpfung und hilf uns erkennen, dass wir auf vielen, oft unergründlichen Wegen unterwegs zu Dir sind – der Du der Weg, die Wahrheit und das Leben bist. Amen.

    Dr. Carola Fleck

  • Für die Opfer von Spott, Mobbing, Rassismus und Gewalt Switch

    Mit Bischof Stephan Ackermann beten wir für alle, die Opfer von Spott oder Mobbing, Rassismus oder Gewalt sind, die von anderen durch Wort und Tat geächtet werden.

    Zum zweiten Welttag der Armen am 18. November 2018 stellte der Diözesan-Caritasverband Trier eine neue Initiative vor. Die auf ein Jahr angelegte Initiative hat den Titel „Hört ihnen wirklich zu. Armut wirksam bekämpfen und miteinander Gesellschaft sein“.

    „Die Initiative sieht vor, im Laufe des Jahres 2019 Begegnungen mit Betroffenen zu schaffen und dadurch Räume des Dialogs zu eröffnen.“ (Vgl. hier)

    Denn deren Erfahrung ist nicht selten die, dass keiner zuhört – auch dann nicht, wenn es eigentlich um Bekämpfung der Armut geht: „Entscheidungsträger bleiben nie bei den Konferenzen, zu denen sie eingeladen werden. Sie halten ihre Reden und gehen.“ (Caritasverband für die Diözese Trier e.V. (Hg.), Schluss mit der Ausgrenzung. Armutssensibles Handeln – Wie denken und handeln wir in der Caritas? Eine Handreichung zur Orientierung, Trier 2018, 9.)

    Und so bleiben Worte und Bilder im Kopf – von „den Armen“ und „den Ausgegrenzten“, den „Opfern“ – ohne dass sie eine Gelegenheit erhalten würden, sich selbst und ihre Situation zu beschreiben. 
    Diese Form von Ächtung bleibt oft unerkannt.

    Das wirksame Mittel dagegen heißt Zuhören - eine Gabe, die wenig gepflegt wird und anerkannt ist, obwohl wir das Zuhören der anderen selbst so oft schmerzlich vermissen.
    In seinem berühmten Buch „Momo“ beschreibt Michael Ende die besondere Gabe seiner Hauptperson:

    „Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte – nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. (…) Sie konnte so zuhören, dass ratlose, unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten.“

    Der erste Schritt gegen Spott oder Mobbing, Rassismus und Gewalt ist das Wahrnehmen der anderen Person – das Sehen und Hören meines Gegenübers als Mensch wie ich.

    Gebet

    Gott unser Schöpfer, Du hörst auf das Rufen Deiner Kinder. „Da rief ein Armer und der Herr erhörte ihn“ (Ps 34,7), singt schon der Psalmist. Der Du unsere Ohren und Herzen geschaffen hast, gib uns Mut und Geduld zum Zuhören, damit die Menschen, denen wir begegnen, deine Nähe durch uns erfahren können. Amen.

    Dr. Carola Fleck

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