Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat" - November 2018

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan

  • Gebet im Dienst des Friedens Switch

    Mit Papst Franziskus stellen wir unser Gebet im Monat November in den Dienst des Friedens, dass die Sprache des Herzens und der Dialog stets Vorrang haben vor Waffengewalt.

    Die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) an der Universität Hamburg zählte für das Jahr 2014 weltweit insgesamt 31 Kriege und bewaffnete Konflikte. Während die Arbeitsgemeinschaft in Lateinamerika und Europa jeweils „nur“ einen Krieg registrierte, verzeichnete sie in Asien acht und in Afrika sogar neun kriegerische Auseinandersetzungen (vgl. Pressemitteilung der AKUF vom 29.12.2014). Ein Blick in diese Statistik zeigt auch, dass manche Länder bereits seit Jahrzehnten Kriegsschauplatz sind. Inzwischen sind dort die Kinder von einst erwachsen geworden und haben oft noch nichts Anderes erleben können als Hass, Krieg und Gewalt. Die Erfahrung von Frieden bleibt ihnen durch ererbte und aufgebürdete Konflikte verwehrt.

    Die nackten Zahlen lassen das individuelle Schicksal der Abertausenden nur erahnen, die den Preis des Krieges mit ihrem Leben bezahlen müssen. Was die Statistik verdeckt, ist die Vielzahl der gewaltsamen Auseinandersetzungen, die nicht unter die ihr zugrundeliegende Kriegsdefinition fallen. Unsere Welt braucht das Gebet um den Frieden im Großen und Kleinen und den Verzicht auf Gewalt in Gedanken, Worten und Werken.

    Herr Jesus Christus,
    wir haben gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Ihr sollt nicht töten,
    damit ihr nicht dem Gericht verfallt.  
    Du sagst uns: Jeder, der seinen Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.
    Darum schließt ohne Zögern Frieden.
    Stehe denen bei, denen Gewalt angetan wird. Du kennst ihr Schicksal und weißt um sie.
    Sei denen Kraft, die andere die Sprache des Herzens lehren und Frieden schaffen.
    Hilf uns, dass die Sprache des Herzens und der Dialog wirklich Vorrang
    haben vor jeglicher Form von Gewalt.Amen.

  • Miteinander in der Euregio - hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges für ein gutes und fruchtbares Miteinander mit den Menschen in unseren Nachbarbistümern in Frankreich, Luxemburg und Belgien, mit denen wir in der Euregio verbunden sind.

    Als am 11. November 1918 der Erste Weltkrieg sein Ende fand, lagen in den Gräbern fast neuneinhalb Millionen Gefallene. Die Zahl der zivilen Opfer geht noch einmal zusätzlich in die Millionen. Die Zahl lässt erschaudern und täuscht doch darüber hinweg, wie viele Millionen mehr mit dem Schicksal der gezählten Kriegsopfer verbunden waren. Gefallene Familienangehörige, Verkrüppelungen und posttraumatische Belastungsstörungen prägten das Leben von so vielen Überlebenden und ihres sozialen Umfeldes.

    Mit dem Moos, das im Laufe von einhundert Jahren über die Grabsteine der Gefallenen gewachsen ist, verblasst auch die Erinnerung an die Abermillionen Einzelschicksale. Und doch mahnen die offen gelassenen Schützengräben in Verdun und anderswo vor einer Wiederholung der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Das tun auch die Feldpostkarten unserer Vorfahren, die uns hier und da vielleicht wieder in die Hände fallen. Das anonyme Schicksal der Millionen um Millionen rückt damit wieder näher in unsere Zeit, in unser Leben und in unser Gebet.

    Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
    dass ich liebe, wo man hasst;
    dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
    dass ich verbinde, wo Streit ist;
    dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
    dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
    dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
    dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
    dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

    Herr, lass mich trachten, nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
    nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
    nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

    Denn wer sich hingibt, der empfängt;
    wer sich selbst vergisst, der findet;
    wer verzeiht, dem wird verziehen;
    und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

    (Gotteslob 19,4)

  • Menschen unter psychischer Belastung oder in Krankheit - und Menschen an ihrer Seite Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir für alle, die unter psychischer Belastung stehen oder unheilbar krank sind, und für die Frauen und Männer, die ihnen durch medizinische Versorgung helfen und in Pflege und Hospizarbeit beistehen.

    Der Begriff Zwielicht stammt vom mittelniederdeutschen Wort „twelicht“ ab, das so viel bedeutet, wie „halbes“ oder „gespaltenes Licht“. Der Duden versteht darunter Lichtverhältnisse in denen die Konturen entfernterer Objekte verschwimmen und nicht mehr unterscheidbar sind. Die immer kürzer werdenden Tage im November, dass viele Grau und die Unbehaglichkeit der Witterung lassen nur erahnen, wie es vielen derzeit ergehen mag. Ist es draußen schon hell oder noch dunkel, fragt man sich bisweilen beim Blick aus dem Fenster. Viele Menschen erleben die Welt im andauernden Zwielicht und in einer Art nichtendenwollender Novemberstimmung. Das ganze Leben scheint dann unentrinnbar von einer schier ausweglosen Verzweiflung bestimmt.

    Ist es schon hell oder noch dunkel, woher kommt mir Hilfe (vgl. Ps 121,1), mag man sich beim Blick auf das eigene Erleben fragen. Wohl jeder kennt Momente im Leben, die von solcher Schwermut bestimmt sind. Glücklich die, denen sie erspart bleiben. Im Idealfall schaffen wir es aus eigener Kraft wieder aus „diesen Löchern“ empor zu kriechen. Allzu oft schaffen wir es nicht und sind auf die Hilfe anderer angewiesen, die aus wirklichem Interesse nachfragen, wie es uns geht und sich nicht über die ehrliche Antwort erschreckt abwenden.

    Gut, dass es Menschen gibt, die andere das Licht und die Wärme erahnen lassen, die wir uns von Christus erhoffen.

    Herr Jesus Christus,
    im Gebet bringe ich die Menschen vor dich, die im Zwielicht auswegloser Situationen gefangen sind;
    ich bete für alle, denen die passenden Worte fehlen
    und für alle, die in ihrem Leid sprachlos geworden sind.
    Ich öffne mein Herz für die Worte der Hoffnung und empfange sie
    für alle, die hoffnungslos geworden sind.
    HIlf, dass ich das Gebet und die Hoffnung mit ihnen teile und mich ihnen mitteile....

    Florian Kunz, Trier

Weiteres: