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Pfingst-Novene 2018 "miteinander.versöhnt.leben" - 8. Tag

Frieden stiften

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

Link Mattäus-Evangelium 5,1-12

Impuls

„We did it!“ – „Wir haben’s gemacht!” ruft mir Klaudija aus Mazedonien mit einem Strahlen im Gesicht entgegen. Als ich ein wenig   verwundert nachfrage, was sie gemacht habe, sprudelt es aus ihr heraus: „Wir haben uns eben in einem Klassenzimmer zusammen gesetzt. Wir waren junge Leute aus Serbien, dem Kosovo und Albanien, aus Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Slowenien. Und wir haben uns versprochen, einander zu erzählen, was wir zu Hause als Kroaten über die Serben,
als Serben über die Kosovaren, als Slowenen über die Leute aus Bosnien gehört und in der Schule gelernt haben. Wir haben mit denen geredet, mit denen unsere eigenen Völker oft schon Jahrhunderte ‚im Krieg‘ leben. Aber vorher haben wir uns ein Versprechen gegeben: Wir wollten Frieden untereinander halten. Und dann haben wir uns alles erzählt, alles, was uns trennt, und alles, was uns verbindet.“

Dann hält sie einen Augenblick inne und fügt mit leiser Stimme hinzu: „Wir haben’s mit ganz viel Liebe und Behutsamkeit gemacht! Stell Dir vor, wir haben das echt gemacht! Und wir sind im Frieden miteinander geblieben. Das geht! – Ich bin Gott für diese
Erfahrung so dankbar! Sie hat mir geholfen, die Meinungen der anderen tiefer zu verstehen!“

Erfahrung einer internationalen Gruppe von Jugendlichen in Begleitung von Pastor Meinolf Wacker

Anregung

Gott, du willst, dass wir Menschen in Frieden miteinander leben. Du gibst Kraft und Phantasie, verkrustete Denkmuster und trennende Vorurteile zu entdecken und zu überwinden.
So beten wir:

  • FÜR DIE MENSCHEN, die in Vorurteilen gefangen sind
  • FÜR ALLE, die den Mut haben, Grenzen und Trennlinien zu überwinden
  • FÜR DIE MENSCHEN IN MAZEDONIEN.

Gott, lass uns immer tiefer verstehen, dass die Gräben in unserer heutigen Welt weniger zwischen Glaubenden und Nicht-Glaubenden verlaufen, sondern zwischen denen, die nicht dazu bereit sind, sich über gewachsene Trennlinien hinaus zu wagen, und denen, die dafür sehr wohl offen sind. Hilf uns, mutig Tag für Tag neu aufzubrechen und über Grenzen hinweg für Verständigung, Versöhnung und Frieden einzutreten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Für heute

Stifte Frieden!

 

LIEDVORSCHLÄGE
Lass uns in deinem Namen, Herr (GL 446)
Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt (GL 458)
Dass erneuert werde das Antlitz der Erde (Kathi Stimmer-Salzeder, Seite 74/75)
Wo Menschen sich vergessen (Unterwegs 109)

Weiteres:
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