Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Pfingst-Novene 2018 "miteinander.versöhnt.leben" - Pfingsten

Gottes Nähe spüren

Jesus sagte zu seinen Jüngern:

Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Link Mattäus-Evangelium 18,19-20

Impuls

Es war Sommer. Tomáš, ein junger Theologiestudent aus Tschechien, war bei mir zu Besuch. Wir saßen bei einer Tasse Kaffee im Sonnenschein und schauten zurück auf unsere Begegnungen der vergangenen Jahre. „Ich bin immer so glücklich, wenn wir
zusammen sind!“, sagte er, „Eine solche Freude finde ich sonst nicht!“

Ich merkte, dass Gott in dieser Freude zu Tomáš sprach – einer Freude, wie sie der Heilige Geist gibt. „Weißt du“, erklärte ich, „Jesus hat am Ende seines Lebens gespürt, wie wichtig es sein würde, für immer bei uns Menschen zu bleiben.

So hat er in seiner göttlichen Phantasie mehrere Formen gefunden, in denen er seine Gegenwart verbergen konnte: Er ist da in der Eucharistie; er ist da in jeder Schwester und in jedem Bruder; er ist da in jedem Wort des Evangeliums; er ist in der Stimme unseres Gewissens am Werk, und er ist eben auch da, wenn wir in seinem Namen versammelt sind. Das hat er uns versprochen.“

Ich schaute in staunende Augen. Nach einem Augenblick des Schweigens fragte ich mein Gegenüber: „Spürst du’s, Tomáš, wo wir jetzt sitzen, da ist heiliger Boden! Es ist Jesus, der unter uns ist. Er ist es, der dir die Freude und diesen tiefen Frieden schenkt. Denn er schenkt sich überall dort, wo wir bereit sind, in seinem Namen zusammenzukommen. Und sein Name ist ‚Liebe‘, eine Liebe, die bis ans Ende gegangen ist.“ Die Augen des jungen Studenten füllten sich mit Tränen.

Dann fasste er seine Gefühle in die Worte: „Ich bin so gerührt. Er ist mir in all diesen Augenblicken begegnet und ich wusste es nicht.“

Erfahrung von Pastor Meinolf Wacker mit einem jungen Mann

Anregung

Gott, du lässt uns nie allein. Du bist immer für uns da. In dieser Gewissheit hat uns Jesus seine Nähe versprochen, wenn wir in seinem Namen versammelt sind.

So beten wir:

  • FÜR ALLE MENSCHEN, die als Zeugen deiner Liebe erfahren lassen, dass du mitten unter uns in dieser Welt bist
  • FÜR ALLE, die Tag für Tag versuchen, Jesus bei seinem Wort zu nehmen
  • FÜR DIE MENSCHEN IN TSCHECHIEN.

Gott, du wolltest die Menschen auch nach der Himmelfahrt deines Sohnes nicht allein lassen, darum hast du uns den Heiligen Geist gesandt. Lass uns deine Gegenwart immer neu entdecken. Schenke uns „Osteraugen, die im Tod bis zum Leben, in der Schuld bis zur Vergebung, in der Trennung bis zur Einheit“ zu sehen vermögen (Bischof Klaus Hemmerle). Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Für heute

ER ist da –
welche Freude!

 

LIEDVORSCHLÄGE
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen (GL 414)
Sei hier zugegen (Litanei von der Gegenwart Gottes) (GL 557, 1.3.5.10.11)

Weiteres:
 /section>