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Pfingstnovene 2020 - 5. Tag

Gottes Wort

Lesung

Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, ohne die Erde zu tränken und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt:

Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.

 (Jes. 55, 10-11)

Impuls

Gottes Wort

Der französische Philosoph und Schriftsteller Jean Paul Sartre schreibt in seiner Biographie unter dem Titel „Les mots“ (Die Wörter) über seine Kindheit: „Ich erzähle hier die Geschichte einer missglückten Berufung. Ich brauchte Gott, man gab ihn mir, ich empfing ihn, ohne zu begreifen, dass ich ihn suchte. Da er in meinem Herzen keine Wurzeln schlug, vegetierte er einige Zeit in mir und starb dann … Es war nichts zwischen uns.“ (S. 78 f)

Hier beschreibt ein Mensch in kurzen Worten, wie das Thema „Gott“ bei ihm nicht angekommen ist. Zu diesem Thema wurden ihm allenfalls „Wörter“ gesagt, die in ihm aber keine Bedeutung fanden, weil ihm ein liebender Gott personal nie vermittelt wurde. Das Thema Gott versickert einfach und stirbt weg. Die zahlreich ausgestreuten Wörter schlagen keine Wurzeln im Herzen des Kindes; sie vegetieren ein bisschen dahin und verschwinden dann, so, als wäre nie etwas gewesen .

Wie anders ist das Wort, wie der Prophet es uns schildert, das von Gott ausgeht! Einmal gesprochen, kehrt es nicht leer, ohne Frucht zurück. Nein, es bewirkt, was Gott will. Es erreicht all das, wozu er es aussendet. Zum Verständnis dazu bringt der Prophet Jesaja ein entsprechendes Naturbild vom Regen und dem Schnee, der vom Himmel fällt und nicht mehr dorthin zurückkehrt, bevor er nicht die Erde befeuchtet, damit diese Frucht bringt.

Gottes liebendes Wort ist nicht nur so daher gesagt, sondern es bewirkt, was es sagt.

Wir dürfen einstimmen in die Bitte an Gott: Sende das Wort deines Geistes aus, und das Gesicht der Erde wird neu!

Helmut Gammel

Für heute

Gebet

Heiliger Geist,
gib mir den Glauben,
der mich vor  Verzweiflung,
Süchten und Laster rettet,
gib mir die Liebe zu Gott und den Menschen,
die allen Hass und Bitterkeit vertilgt,
gib mir die Hoffnung,
die mich befreit von Furcht und Verzagtheit.

Dietrich Bonhoeffer
1906-1945; ev. Theologe, im KZ Flossenbürg hingerichtet

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