Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Pfingstnovene 2020 - 9. Tag

Ich werde meinen Geist ausgießen

Lesung

Danach aber wird Folgendes geschehen: Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch.
Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen.
 (Joel 3, 1-2)

 

Impuls

Ich werde meinen Geist ausgießen

Der vorliegende Text beginnt  mit dem Wort: „Danach“. Das ist eine Zeitangabe. Es ist die Zeit nach der großen Katastrophe für das Volk. Zuerst vernichtet eine Heuschreckenplage die gesamte Ernte. Mensch und Vieh hungern. Danach wird das Land auch noch von einer geheimnisvollen Armee angegriffen, vor der die Menschen erzittern. (vgl. Joel 2, 10) Leider gibt es  auch in unserem Leben, unserer Welt, kleinere und größere Katastrophen, die wir durchstehen müssen. Woher finden wir Kraft?

Der Prophet ermuntert das Volk dazu in einer öffentlichen Feier wahrhaft Buße zu tun. Kapitel 3 spricht dann von der erhofften Wende: Gott erbarmt sich seines Volkes und gießt seinen Geist über alle aus.

Gottes Geist ist wirksam durch die Menschen selbst. Junge und Alte werden diese Erfahrung machen. Keine Generation ist ausgenommen.

In allen wirkt Gott und sein Geist. Gott hat jedem von uns seine nur ihm eigenen Charismen geschenkt. Diese Charismen sollen aktiviert werden. Sie sollen fruchtbar gemacht werden vor allem für andere. Ich soll mich damit einbringen in das größere Ganze. Nicht, dass ich damit groß herauskomme, sondern damit es der Gemeinschaft dient.

In vielfältiger Weise wirkt der Heilige Geist in den Menschen, deshalb sind auch seine Gaben verschieden. Der Prophet Jesaja nennt diese Geistesgaben: „…der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“ Die Zusage, dass Gottes Geist mit seinen Gaben auch heute bei uns ist, darf uns befreien von aller Zukunftsangst und Sorge, die unser Herz schwer machen können. Um dieses Gottvertrauen dürfen wir immer wieder neu bitten, wie es in dem Pfingstgebet heißt:  „Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehen, deines Heils Vollendung sehen und der Freuden Ewigkeit.“

Helmut Gammel

Für heute

Gebet            

Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit deiner Kraft.
Dein Schöpferwort riefe uns zum Sein:
Nun hauch‘ uns Gottes Odem ein.

Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt;
aus dir strömt Leben, Licht und Glut,
du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus
im Feuer und in Sturmes Braus;
du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit  kund.

Entflamme Sinne und Gemüt,
dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit,
schenk uns deinen Frieden allezeit
Erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, versteh‘n
und dir vertrau‘n, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt.

Übertragung von Friedrich Dörr

Weiteres:
 /section>