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Pfingst-Novene 2018 "miteinander.versöhnt.leben" - 5. Tag

nachfragen

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von
Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.

Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten.

Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?

Er fragte sie: Was denn?

Link Lukas-Evangelium 24,14-19a

Impuls

Sie war aus Georgien nach Deutschland gekommen, mit einer schweren Geschichte im Gepäck. Sie hatte um Asyl gebeten. Nun durfte sie bleiben. Sie hatte ein auffallend freundliches Wesen und begann, sich in der Arbeit mit älteren Menschen zu engagieren. Schnell fand sie Zugang zu den Herzen vieler. Sie war beliebt. Geradezu zärtlich riefen die Senioren sie bei ihrem Namen: Khatuna.

Nach einer Begegnung Jugendlicher mit den Bewohnern eines Seniorenzentrums erzählte sie: „Ich selber hatte eine große Freude im Herzen, als wir mit den Bewohnern zusammen gelacht, gespielt und uns beschäftigt haben. Besonders toll fand ich die Gespräche, in denen ganz viel Spannendes und Aufregendes aus den einzelnen Lebensgeschichten heraus kam. Das war irgendwie fesselnd. Ich konnte mich ganz gut in die Geschichte der Erzählenden hineinversetzen und mit ihnen empfinden. Dann und wann hab’ ich nachgefragt. Die Offenheit, Ehrlichkeit und Freundlichkeit der Bewohner hat die Türen unserer Herzen sofort geöffnet. In dem tiefen Vertrauen, das auf einmal zwischen uns war, haben auch wir Jüngeren begonnen, von unseren Geschichten zu erzählen.“

„Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?“, hatte Jesus die beiden Männer auf dem Weg nach Emmaus gefragt. Auf die erstaunte Antwort, ob er denn von den Geschehnissen in Jerusalem gar nichts mitbekommen habe, fragte er behutsam nach: „Was denn?“ Seine Frage lädt ein, zu erzählen.

Anregung

Gott, du hast uns dazu berufen, in Beziehungen zu leben. Wir brauchen einander. So beten wir:

  • FÜR DIE MENSCHEN, denen die Gabe geschenkt ist, einfühlsam zuzuhören
  • FÜR DIE, die niemanden haben, der ihnen Aufmerksamkeit widmet
  • FÜR DIE ÄLTEREN und oft sehr vereinsamten Menschen in Ost und West
  • FÜR DIE MENSCHEN IN GEORGIEN.

Gott, in Jesus hast du uns neu dein Herz geöffnet. Er ist den Seinen auch über seinen Tod hinaus nahe geblieben. Jesu Fragen haben
Menschen zu allen Zeiten in ihrem Leben geholfen. Gib uns den Mut, in der Begegnung mit anderen behutsam nachzufragen, um ihnen Raum zum Sprechen und zum Leben zu schaffen. Lass uns einfühlsam sein, auch wenn wir von unseren eigenen Erfahrungen erzählen.  Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Für heute

Frag’ behutsam nach!

 

LIEDVORSCHLÄGE
Hilf, Herr meines Lebens (GL 440)
Suchen und fragen (GL 457)

Weiteres:
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