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Pfingstnovene 2020 - 2. Tag

Seid stark, fürchtet euch nicht!

Lesung

Jubeln werden die Wüste und das trockene Land, jauchzen wird die Steppe und blühen wie die Lilie.
Sie wird prächtig blühen und sie wird jauchzen und frohlocken.
Die Herrlichkeit des Libanon wurde ihr gegeben, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Sie werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, die Pracht unseres Gottes.
Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie!
Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht!
Seht, euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten!
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet.
Dann springt der Lahme wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen frohlockt, denn in der Wüste sind Wasser hervorgebrochen und Flüsse in der Steppe.

(Jes.35, 1- 6a)

Impuls

Seid stark, fürchtet euch nicht!

„Angst ist ein schlechter Ratgeber“, so sagen wir manchmal, und das stimmt. Angsterfahrungen gibt es viele in unserem Leben und sie sind auch vielfältig. Angst lähmt und treibt in die Resignation. In solchen Situationen brauchen  wir Hilfe von anderen, von außen. Wir brauchen Zuspruch, aber keine billige Vertröstung.

Der Prophet spricht in einer verzweifelten Situation des Volkes Israel Mut und Trost zu: „Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht!“ (V 4)

Dieses Wort will auch mir gesagt sein, wenn ich, durch welche Dinge auch immer, Angst empfinde. Das Wort des Trostes und der Ermunterung, das mir dann gesagt wird, soll mir helfen, selbst die Angst zu überwinden im Vertrauen auf die Hilfe von außen. In der Angst- und Schreckenserfahrung der  Jünger durch das Kreuz und den Tod Jesu greift die Erfahrung der Auferstehung Jesu hoffnungsstiftend ein mit nur wenigen Worten: „Fürchtet euch nicht!“, „Erschreckt nicht!“, „Friede sei mit euch!“ Ostern ist so eine ganz neue Erfahrung für die Jünger, zu der sie erst langsam hinfinden, die dann aber für sie zu einer eindeutigen Gewissheit wird. Der Heilige Geist Gottes ermutigt die Jünger und macht sie zu ganz neuen  Menschen. Geistesgegenwärtig begreifen sie ihr Leben neu und verkünden mutig das Wort Gottes in aller Welt – gegen alle erdenklichen Schwierigkeiten.

In Taufe und Firmung sind wir von Gott gerufen und gestärkt zu einem Leben aus dem Glauben heute, in dieser Welt. Haben wir auch den Mut, immer neu um die Gaben des Heiligen Geistes zu bitten.

Helmut Gammel

Für heute

Gebet

Öffne meine Augen, Gott,
deine Herrlichkeit in der Vielfalt
von Pflanzen und Blumen zu sehen.

Öffne meine Ohren, Gott,
deine Stimme im Vogelgesang
und im Rauschen der Blätter zu hören.

Öffne mein Herz, Gott,
deine Liebe in der Fülle
von Früchten und Samen zu erahnen.

Öffne meine Hände, Gott,
deine Schöpfung
zu pflegen und zu bewahren.

Öffne mein Leben, Gott,
und mach mich fähig,
dich in allem zu erkennen.

Andrea Rehn-Laryea (*1963)
Gotteslob 19,3

Weiteres:
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