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Pfingst-Novene 2019 - 7. Tag

Wir gestalten unser Leben und unsere Welt

Lesung

Gott der Väter und Herr des Erbarmens, du hast das All durch dein Wort gemacht. Den Menschen hast du durch deine Weisheit bereitet, damit er über deine Geschöpfe herrscht. Er soll die Welt in Heiligkeit und Gerechtigkeit leiten und Gericht halten in rechter Gesinnung. Gib mir die Weisheit, die an deiner Seite thront, und verstoß mich nicht aus der Schar deiner Kinder! Ich bin ja dein Knecht, der Sohn deiner Magd, ein schwacher Mensch, dessen Leben nur kurz ist und zu gering an Einsicht in Recht und Gesetz. Wäre einer auch vollkommen unter den Menschen, er wird kein Ansehen genießen, wenn ihm deine Weisheit fehlt.

Weish 9,1-6


Evangelium

Die elf Jünger gingen nach Galiäa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Mt 28,16-20

Impuls

Wir gestalten unser Leben und unsere Welt

„Kleider machen Leute!“, so sagt es ein bekanntes Sprichwort. Es will sagen: So wie sich ein Mensch nach außen hin zeigt,  ist das eine Spur, ein Zeichen seiner inneren Haltung und Überzeugung. Tatsächlich sollten wir von unserer inneren Haltung, unserem Glauben, keinen Hehl machen.

Woran erkennt man einen Christen? Das ist sicher nicht so einfach. An seiner Kleidung wird man schwerlich einen Christen erkennen. Allenfalls vielleicht an Zeichen und Symbolen, die er oder sie an der Kleidung angesteckt oder an einem Kettchen um den Hals trägt. Für einen Christen ist das Kreuz das Zeichen seines Glaubens. Richtig verstanden ist es mehr als nur ein äußerer Schmuck, den man nach Geschmacksrichtung auch auswechseln kann. Viele Christen haben in Ihrer Wohnung oder ihrem Zimmer ein Kreuz hängen, und das ist dann mehr als nur bloße Deko.

In der Taufe wird dem Menschen gleich zu Beginn ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet – wir hatten das schon am Anfang der Pfingstnovene erwähnt. Und noch ein vielsagendes Zeichen kommt bei der Taufe zum Tragen: Es ist das weiße Kleid, das überreicht wird bzw. dem kleinen Kind angezogen wird. Und dabei wird gesagt: „Das weiße Kleid soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du in der Taufe neugeschaffen worden bist und – wie die Schrift sagt – Christus angezogen hast. Bewahre diese Würde für das ewige Leben.“ Also Christus anziehen wie ein Kleid – das ist ein äußeres Bild für einen inneren Vorgang, nämlich, dass ich als glaubender Christ in die Gesinnung Jesu hineinwachsen soll. Und das ist eigentlich ein lebenslanger Vorgang, darum soll ich mich täglich bemühen.

In dieser Gesinnung soll ich mein Leben und auch die Welt gestalten, so, wie ich das kann und so viel mir das möglich ist. So kommt das, was im Herzen ist, sichtbar zum Ausdruck. Glaube ist mehr als reine Innerlichkeit, Glaube äußert sich, wenn er nicht nur frommes  Gefühl bleibt. Die Barmherzigkeit wird konkret in Handlungen: Hungernde, Kranke, Gefangene und Fremde erfahren sie. Christen setzen sich ein für eine gute Lösung der Probleme, die wir tagtäglich erfahren, die kleinen um uns herum aber auch die großen Probleme weltweit. Wir wissen ja, unsere eigene Zukunft, das Leben auf dieser Erde steht auf dem Spiel, es ist auf vielfältige Weise bedroht, auch durch Dinge, die wir Menschen selbst verursachen. Auch Christen müssen hellhörig werden für die Bedrohung des Lebens in welcher Form auch immer.

Mit welcher Demut, Sensibilität und Treue die Glaubenden sich auf Jesus Christus ausrichten und wie diese Verbundenheit nach außen strahlt, ist entscheidend für ein glaubwürdiges Mitwirken der Christinnen und Christen am Aufbau einer gerechten Welt.

Der Auferstandene hat seinen Jüngern den Auftrag zur Weltgestaltung gegeben. In seinem Heiligen Geist sollen sie wirken. Sie sollen mithelfen am Aufbau des Reiches Gottes. Dieses Reich Gottes verwirklicht sich nicht ohne den Menschen, aber immer zum Wohl des Menschen. Und damit sind immer alle gemeint, nicht nur einige wenige Auserwählte. Es ist der Auftrag der göttlichen Weisheit an den Menschen, „die Welt in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu leiten“.

Helmut Gammel

Für heute

Fürbitten

Gott, deine Liebe schenkt Freiheit, Leben, Glück und Freude. Wir bitten dich:

Erfülle deine Kirche und alle Gläubigen mit der Kraft, deine Liebe in der Welt authentisch und glaubwürdig zu verkünden.

Herr, unser Gott

Stärke alle mit der Kraft des Heiligen Geistes, die verzagt und mutlos auf dem Glaubensweg geworden sind.

Herr, unser Gott

Lass alle erkennen, wo sie am Aufbau eines menschenwürdigen Lebens und für eine lebenswerte Zukunft mitarbeiten können.

Herr, unser Gott

Segne alle mit deiner Liebe, die durch Glieder deiner Kirche Missbrauch und Demütigung erfahren mussten.

Herr, unser Gott

Schenke allen jungen Menschen eine Perspektive für ihre eigene Zukunft und die Zukunft der Welt.

Herr, unser Gott

Gott, du hast uns deine Liebe zugesagt. In diesem Vertrauen wollen wir unser Leben führen und mithelfen an einer besseren Welt. Amen.

Weiteres:
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