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Pfingst-Novene 2019 - 3. Tag

Wir leben mit anderen Menschen

1. Lesung

Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut auf: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.

Apg 7,55-60


2. Lesung

Siehe, ich komme bald und mit mir bringe ich den Lohn und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht. Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Selig, die ihre Gewänder waschen: Sie haben Anteil am Baum des Lebens und sie werden durch die Tore in die Stadt eintreten können.
Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft. Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern.
Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme! Wer will, empfange unentgeltlich das Wasser des Lebens!
Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald.- Amen. Komm, Herr Jesus!

Off 22,12-14.16-17.20


Evangelium

Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast. Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen,  die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.

Joh 17,20-26

Impuls

Wir leben mit anderen Menschen

„America first!“, so lautet  zusammengefasst die Regierungserklärung des derzeitigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Er will damit sagen:  Ihm geht es um das Ansehen, den Wohlstand, die Vormacht und die Größe der eigenen Nation. Manche Amerikaner loben ihn dafür. Das heißt auch: Im Konkurrenzkampf mit den anderen gilt es der Erste zu sein. Verträge mit anderen haben allein den Zweck, die nationalen Eigeninteressen besser zu sichern. Das aber fördert die Haltung, nur an sich zu denken und meinen Vorteil. Wie es dem anderen geht, das kümmert mich nicht. Im Gegenteil:  Die anderen sind allein dafür da, dass es mir gut geht.

Leider bleibt eine solche Haltung nicht auf die Menschen in  Amerika beschränkt. Solche Haltungen sind leider auch bei uns vielfach zu finden. Da kann man etwa Sätze hören wie:
„Gut ist, was mir nützt.“
„Mein Verhältnis zu den anderen misst sich an dem, was mir dient.“
„Wer hilfsbedürftig und von anderen abhängig ist, ist arm dran.“
„Ich möchte niemandem danken müssen.“
„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“
Wir spüren es selber schon, wenn solches Denken sich in den Köpfen breit macht, dann wird es kälter in unserer Gesellschaft. Wir leben in Beziehung. Und es kommt sehr darauf an, wie wir diese Beziehungen leben.

Im Sakrament der Taufe wird deutlich: Wir werden aufgenommen in die Gemeinschaft der Glaubenden. Das Sakrament der Taufe umschreibt nicht nur die Beziehung der Getauften zu Gott, sondern gleichzeitig auch zu der Gemeinschaft der Glaubenden und das sind ganz konkrete Menschen: du und ich. Wir sollen dem Getauften helfen, in die Gemeinschaft hineinzuwachsen und den Glauben zu leben. Mehr noch: bei der Taufe wird deutlich, dass wir auch  verbunden sind mit den Menschen, die vor uns gelebt haben. Die Gemeinschaft der Kirche ist  immer auch die Gemeinschaft der Heiligen, deshalb wird bei der Taufspendung auch die Allerheiligenlitanei gebetet. Sie wendet sich an alle Heiligen, besonders auch an die Namenspatrone der Getauften. Da wird eine große Verbundenheit deutlich. Wir kommen zum Leben mit anderen und durch sie. Wir leben in communio, in Gemeinschaft mit jenen Menschen und durch sie, mit denen wir das Leben teilen (Familie) und mit der „Gemeinschaft der Heiligen“, mit denen wir bei Gott verbunden sind und auch von deren Segen und Fürbitte wir leben. Die Gemeinschaft sagt mir, dem Einzelnen: Du bist nicht allein. Wir sind miteinander verbunden, du gehörst dazu! Immer wenden wir uns in Gemeinschaft an Gott, wenn wir das Gebet des Herrn, das „Vater-unser“ sprechen. Selbst wenn wir es allein sprechen, so sind unsere Bitten immer auch für die Anderen, die Gemeinschaft. Gemeinsam stehen wir vor Gott. Und wenn wir uns so an Gott wenden, haben wir immer auch die Anliegen der anderen im Blick.

Lassen wir uns an die Würde, die uns von Gott her durch die Taufe vermittelt ist, erinnern. Und wenn unser Grundgesetz diese Würde dem Einzelnen zugesteht, dann sollen wir dieses hohe Gut würdigen. Es kann nur unser Wunsch sein, dass wir die Verbundenheit mit anderen Menschen – auch in Europa und darüber hinaus kräftigen und beleben. Jede Gemeinschaft hat die Möglichkeit, den Einzelnen wert zu schätzen und Neues hervorzubringen, vorausgesetzt, dem Egoismus können wir Einhalt gebieten und dem puren „Wir zuerst-Nationalismus“ eine menschenbezogene christliche Haltung entgegensetzen.

Helmut Gammel

Anregung

Fürbitten

Durch unsere Taufe gehören wir zur Gemeinschaft der Glaubenden weltweit und wir sind verbunden mit der Gemeinschaft der Heiligen.

Sie rufen wir an in der Form der Allerheiligenlitanei (im GL Nr. 556)

Heilige Maria, Mutter Gottes... bitte für uns!
Heiliger Michael, Heiliger Gabriel und Heiliger Raphael... bittet für uns!
Alle heiligen Engel... bittet für uns!

Heliger Abraham... bitte für uns!
Heiliger Mose...
Heiliger Johannes der Täufer...
Heiliger Josef...
Alle heiligen Patriarchen und Propheten...

Heiliger Petrus und heiliger Paulus...
Heiliger Andreas...
Heiliger Johannes und heiliger Jakobus...
Heiliger Matthias...
Alle heiligen Apostel...

Heiliger Lukas und heiliger Markus...
Heilige Maria Magdalena...
Alle heiligen Jünger des Herrn...

Heiliger Stephanus...
Heiliger Ignatius von Antiochien...
Heilige Agnes...
Heiliger Bonifatius...
Heiliger Thomas Morus...
Alle heiligen Märtyrer...

Heiliger Leo und heiliger Gregor...
Heiliger Augustinus...
Heiliger Cyrill und heiliger Methodius...
Heiliger Rupert und heiliger Virgil...
Heiliger Willibrord...
Alle heiligen Päpste, Bischöfe und Lehrer der Kirche...

Heiliger Benedikt...
Heiliger Bernhard...
Heiliger Franziskus und heiliger Dominikus...
Heiliger Thomas von Aquin...
Heiliger Ignatius von Loyola...
Heiliger Johannes Bosco...
Heiliger Petrus Canisius...
Heilige Katharina von Siena...
Heilige Birgitta von Schweden...
Heiliger Theresia von Avila...
Heilige Edith Stein...
Alle heiligen Jungfrauen und Ordensleute...

Heilige Monika...
Heilige Hedwig...
Heilige Elisabeth...
Heiliger Nikolaus von Flüe...
Alle heiligen Eheleute und Eltern...
Ihr Heiligen unseres Landes...
Ihr Heiligen unseres Bistums...
Alle Heiligen Gottes... bittet für uns!

Weiteres:
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