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Pfingstnovene 2020 - 3. Tag

Wie eine Mutter

Lesung

Freut euch mit Jerusalem und jauchzt in ihr alle, die ihr sie liebt!
Jubelt mit ihr, alle, die ihr um sie trauert, auf dass ihr trinkt und satt werdet an der Brust ihrer Tröstungen, auf dass ihr schlürft und euch labt an der Brust ihrer Herrlichkeit!
Denn so spricht der Herr: Siehe, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr und die Herrlichkeit der Nationen wie einen rauschenden Bach, auf dass ihr trinken könnt; auf der Hüfte werdet ihr  getragen, auf Knien geschaukelt.
Wie einen Mann, den seine Mutter tröstet, so tröste ich euch; in Jerusalem findet ihr Trost.

 (Jes. 66, 10-13)

Impuls

Wie eine Mutter…..

Manchmal empfinden wir alles in uns selbst, aber auch um uns herum nur trostlos. Nichts kann uns erfreuen und schon gar nicht zufriedenstellen.  Wie gut, wenn uns dann ein aufmunterndes Wort gesagt wird, was unsere Gegenwart dann heller und lebendiger macht.

Ein solches Wort des Trostes ist der vorliegende Text aus dem Jesaja-Buch. Konkret wurde er geschrieben nach dem Ende der Babylonischen Gefangenschaft des Volkes Israel. Das Volk brauchte eine Perspektive, um aus den Trümmern und der Verzweiflung ein Leben in Würde wieder aufzubauen. In diese, von Unsicherheit geprägte Zeit verkündet der Prophet dem Volk eine fast unglaubliche Heilsbotschaft.

Was der Prophet seinem Volk sagt, das soll auch vom einzelnen gehört und aufgenommen werden, in welcher trostlosen Situation er sich auch befindet.Für seine Aufmunterungen gebraucht der Prophet das Bild einer tröstenden und nährenden Mutter, die ihr Kind stillt und damit dem neuen Leben dient. Dieses Bild der tröstenden Mutter dürfen wir auf Gott übertragen. Egal wie misslich oder traurig ich meine gegenwärtige Lage empfinde. Ich darf mir diese Trostworte Gottes neu sagen lassen. Und im Vertrauen auf ihn wird sich auch meine Lage ändern, werden sich auch für mich neue Perspektiven ergeben, werde ich mein Leben mit anderen Augen sehen. Ich darf diese Worte lesen als wären sie zu mir gesprochen. Ich darf sie auf mich beziehen, weil Gott mich meint. Es ist die Treue Gottes, mit der wir immer rechnen dürfen, selbst in den Dunkelheiten und Trostlosigkeiten unseres Lebens. Dann sollen wir uns an seine Zusage erinnern, die uns des Geistes Kraft schenken will.

Helmut Gammel

Anregung

Gebet

Send uns deines Geistes Kraft,
der die Welten neu erschafft:
Christus, Herr, erbarme dich.
Lass uns als Waisen nicht,
zeig uns des Trösters Licht:
Christus, Herr, erbarme dich.
Dass in uns das Herz entbrennt,
deiner Gnade Reich erkennt:
Christus, Herr, erbarme dich.

Marie Luise Thurmair 1952

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