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Pfingst-Novene 2019 - 8. Tag

Wir sind gerufen zur Gemeinschaft der Kirche

Lesung

Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag harrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

Apg 2, 43-47


Evangelium

Am letzten Tage des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir und es trinke, wer an mich glaubt! Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

Joh. 7,37-39

Impuls

Wir sind gerufen zur Gemeinschaft in der Kirche

Fest  soll mein Taufbund immer stehn,
zum Herrn will ich gehören.
Er ruft mich, seinen Weg zu gehen,
und will sein Wort mich lehren.
Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad
in seine Kirch berufen hat,
ihr will ich gläubig folgen.

Bei etlichen Anlässen wird dieses Lied von Gläubigen gesungen, vor allem bei der Taufe  und in der Osternacht, wenn die Gläubigen ihren Glauben erneuern. Zwei Dinge sind bei diesem Glaubenslied wichtig: einmal der Glaube an Gott: „zum Herrn will ich gehören“ und zum anderen sind wir durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche eingegliedert: Gott „der mich aus Gnad in seine Kirch berufen hat“.

Der Glaube an Gott, das Bekenntnis zu ihm  und die Eingliederung in die konkrete Kirche vor Ort und natürlich dadurch auch weltweit. Glaube soll sich immer auch ganz konkret zeigen. Ich gehöre jetzt zu den Menschen, die sich an einem Ort und auch weltweit zu der Kirche zählen. Konkrete Menschen also sind für meinen Glauben wichtig. Sie helfen mir ja, dass ich in diesen Glauben hereinwachse. Die Gemeinschaft der Glaubenden muss sich immer wieder treffen. Das tut sie vornehmlich am Sonntag, bei der Feier der Eucharistie. Dann zeigt sich, was alles dazu gehört, wir orientieren und stärken uns gegenseitig  und gemeinsam hören wir das Wort des lebendigen Gottes und feiern sein Mahl, das uns in dem gemeinsamen Glaube stärken soll. Wer hier mitmacht, kann Kirche erleben. So kann der Einzelne allein schon durch sein Dasein und sein Mitfeiern Zeugnis von seinem Glauben geben und Kirche erlebbar machen. Das Mitmachen hat  so eine wichtige Funktion. Leider unterschätzen das viele Gläubige. Allein mein Dabeisein und mein Mitmachen kann anderen eine große Hilfe sein, ihres Glaubens froh zu werden.

Glaube braucht Gemeinschaft, so wie die Gemeinschaft der Kirche den Glauben des Einzelnen braucht, um sich als lebendige Gemeinschaft zu verstehen, die von Gott gerufen ist und vom gegenseitigen Glaubenszeugnis lebt. Durch unsere Taufe sind wir eingefügt in diese Gemeinschaft: Die Gemeinschaft mit  Gott, die sich zeigt in der Gemeinschaft der Glaubenden der Kirche.

In dieser Zeit, die wir gemeinsam durchleben, brauchen wir mehr denn je das Zeugnis des anderen.

Wie der erste Artikel des Grundgesetzes die Grundlage für alles weitere ist, so bildet auch die Taufe die Basis für das Selbstverständnis der Christinnen und Christen, wer wir also als  Kirche sind. Immer neu lässt sich das bedenken und entfalten, was uns in der Taufe als Vorzeichen vor unserem Leben  mitgegeben ist.

Was in der Taufe als „wirkmächtiges Zeichen“ (Adolf Adam) gefeiert wird, ist den Getauften als Lebensgrundlage und als Übungsaufgabe mitgegeben.

Helmut Gammel

Für heute

Fürbitten

Beten wir zu Gott, unserem Vater, der uns den Heiligen Geist senden wird:

V./A. Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.

Berufe durch deinen Heiligen Geist Bischöfe und Priester, die als Zeugen deiner Auferstehung das Evangelium frohen Herzens und mit Kraft bezeugen.

V./A. Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.

Schenke allen jungen Menschen, denen das Sakrament der Firmung gespendet wird, die bleibende Kraft des Heiligen Geistes.

V./A. Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.

Führe uns als Kirche zusammen in der Einheit des Heiligen Geistes.

V./A. Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.

Schenke deinen Beistand allen, die in Angst vor der Zukunft leben, die verzagt und mutlos sind.

V./A. Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.

Stärke alle Menschen, die wegen ihres Glaubens und ihrer Überzeugung Ausgrenzung und Verfolgung erfahren.

V./A. Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu.

Gott, du lässt uns nicht allein auf unserem Weg und bist durch deinen Heiligen Geist immer bei uns. Nimm unsere Gebete an und höre unser Rufen, durch Christus unseren Herrn. Amen.

Weiteres:
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