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Pfingst-Novene 2018 "miteinander.versöhnt.leben" - 4. Tag

wirklich zuhören

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete:

Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.

Link Johannes-Evangelium 17,20-23

Impuls

Mihajil kam aus Serbien. Sein offenes und waches Wesen hatte ich als eine große Bereicherung erlebt. Immer, wenn es etwas zu tun galt, war er da. Am Ende unserer Jugendbegegnung ließ er uns an seiner Erfahrung teilhaben:

„Im Miteinander dieser Wochen habe ich eine Menge für mein Leben gelernt. Eine Sache hat mich besonders berührt. Ich hab darauf geachtet, wie einige Leute sich benehmen, wenn sie mit jemandem sprechen. Jemand hörte einem anderen, der zu ihm sprach, zu. Die Art und Weise, wie er sich konzentrierte, wie er wirklich versuchte, den anderen ganz zu verstehen und mit seinem ganzen Wesen in dem Gespräch anwesend zu sein, das hat mich sehr beeindruckt.

Es hat mich zugleich an zwei unserer Tages-Mottos erinnert: ‚Sei drin!‘ und ‚Dieser Augenblick – nur für dich!‘ Jetzt möchte ich genauso leben. Ich möchte lernen, ganz da zu sein und wirklich zuzuhören – Tag für Tag mit all den Menschen um mich herum, egal, ob ich sie mag oder nicht.“

Wie wohltuend sind solche Menschen, die auch das hören, was nicht mit Worten gesagt wird, und die ihrem Gegenüber einen  inneren Raum bieten, damit sich der- oder diejenige durch das Reden selbst besser verstehen kann.

Erfahrung von Pastor Meinolf  Wacker bei einem internationalen Friedenscamp

Anregung

Gott, du hast immer ein offenes Ohr für uns Menschen. Du bist uns näher, als wir uns selbst sind. So beten wir:

  • FÜR DIE MENSCHEN, die es anderen durch ihre aufrichtige Zuwendung ermöglichen, sich auszusprechen und ihnen dadurch Trost und Hoffnung schenken
  • FÜR DIE MENSCHEN, die niemanden haben, mit dem sie ihr Leben teilen können
  • FÜR DIE MENSCHEN IN SERBIEN.

Gott, du hast einem jeden von uns einen Mund und zwei Ohren gegeben, damit wir gute Gesprächspartner füreinander sein können.
Lehre uns, in den alltäglichen Unterhaltungen mehr zuzuhören als zu reden. Lass auch das Ungesagte unser Herz erreichen, damit wir noch besser verstehen, was unsere Mitmenschen bewegt, und ihnen so das Gefühl von Nähe zu geben vermögen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Für heute

Dieser Augenblick –
nur für dich!

LIEDVORSCHLÄGE
Gott gab uns Atem, damit wir leben (GL 468)
Sonne der Gerechtigkeit (GL 481, 7)
Nun singe Lob, du Christenheit (GL 487)

Weiteres:
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